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Stresstest: Bankenaufseher spielen Griechen-Pleite durch

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland bankrott geht? 36 Prozent, sagt die europäische Bankenaufsicht. Sie will testen, welche Geldhäuser ein solches Szenario überstehen würden - und verärgert damit die Regierungen der EU-Staaten.

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rondon 23.06.2011, 10:00
1. niemals..

Ich habe komplett die Hoffnung verloren, dass diese Leute noch eine Lösung hinbekommen. Nun haben sie die Plagiatorin Silvana Koch-Mehrin zur EU-Forschungspolitikerin befördert: http://le-bohemien.net/2011/06/23/ge...vernetzt-euch/

Das ist doch ein Witz!!

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phantom63 23.06.2011, 10:08
2. Das ich nicht Lache

das sind doch die selben Menschen die das schon 10 jahre machen, was für ein Hohn.

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Baikal 23.06.2011, 10:08
3. - und verärgert damit die Regierungen der EU-Staaten.

Zitat von sysop
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland bankrott geht? 36 Prozent, sagt die europäische Bankenaufsicht. Sie will testen, welche Geldhäuser ein solches Szenario überstehen würden - und verärgert damit die Regierungen der EU-Staaten.
Das wäre ja auch noch schöner, wenn Leute mit Sachverstand bestimmten und nicht die Sonntagsschönredner vom Typ Merkel und dem Rest der Gebetsmühlen-Mafia: Griechenland muß nur auf einen "stabilen Wachstumspfad" kommen und der Euro hat schon deswegen keine Schuld weil sein Name schon in Europa vorkommt und daher "alternativlos" ist.

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Umbriel 23.06.2011, 10:09
4. Warum wir den Euro trotzdem brauchen

Zitat von sysop
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland bankrott geht? 36 Prozent, sagt die europäische Bankenaufsicht. Sie will testen, welche Geldhäuser ein solches Szenario überstehen würden - und verärgert damit die Regierungen der EU-Staaten.
Ich habe das nicht bewiesene Gefühl, daß im "Informationskrieg", dessen Teilnehmer und Interessen und Verbindungen leider von den Medien so gut wie nie erklärt werden, viele Register gezogen werden, um die Interessenlagen unkenntlich zu machen.

Man inszeniert einen Hobbschen Krieg, Einigkeit und Prioritäten werden wild durcheinandergewürfelt.

Das schadet den transparenten Einheiten (demokratische Strukturen), das nutzt den intransparenten (Hinterzimmerseilschaften, Hochfinanz, Think Tanks).

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csar 23.06.2011, 10:12
5. Was nicht sein darf...

... kann auch nicht sein. Die Aufsicht soll weggucken, wenn es politisch nicht opportun ist.

Oder, wie wir uns sehenden Auges in eine Katastrophe manövrieren

Ist die EZB im Stresstest eingeschlossen (und damit die Haushalte der Euroländer)?

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Growling Mad Scientist 23.06.2011, 10:16
6. unsere Eliten und Experten

Zitat von sysop
Eine Staatspleite war bisher auch deshalb nicht als Szenario vorgesehen, weil ein solcher Test politisch hoch brisant ist. Schließlich gesteht eine europäische Behörde damit ein, dass Griechenland ein Bankrott droht - ein Szenario, das die Politiker der Europäischen Union bisher stets als undenkbar ausgeschlossen haben.
Tja, warum sollte man auch mit politisch unliebsamen Ereignissen kalkulieren? Dafür gibt's doch die Propagandaabteilungen und lustige Gesetze und Dogmen wie z.B. der Temperaturanstieg darf 2°C nicht übersteigen,
ein Land in der EU kann nicht Pleite gehen und Atomkraftwerke sind sicher.

In welcher Welt leben diese Pappnasen eigentlich oder sind das am Ende nur untalentierte überbezahlte Telefonabstauber, die keinen anderen Job gefunden haben, als sie von ihrem Planeten verbannt wurden?

Bei dieser klasse Unterhaltung brauchen sich die Medienunternehmen übrigens nicht wundern, warum der Film- und Musikkonsum zurückgeht. Die täglichen politischen Steilvorlagen sind doch die beste Comedyshow und bei den Nachrichten hab ich vor Lachen schon Tränen in den Augen.
Respekt vor den Nachrichtensprechern, die das so schön ernst runter babbeln können.

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clh 23.06.2011, 10:20
7. Sachverstand

Zitat von sysop
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland bankrott geht? 36 Prozent, sagt die europäische Bankenaufsicht. Sie will testen, welche Geldhäuser ein solches Szenario überstehen würden - und verärgert damit die Regierungen der EU-Staaten.
Von einem Unternehmen mit Sachverstand erwarte ich eigentlich, dass dergleichen Szenarien vor dem Wagnis Europa durchgespielt wurden und nicht erst, wenn so gut wie alles zu spät ist!

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steinchen08 23.06.2011, 10:21
8. Heuchelei

Aus meiner Sicht ist die Verärgerung der EU Heuchelei. Durch ihre Verzögerungshaltung, u.a. durch die angesetzten unnötigen Stresstests mit immer neuen Kriterien, hat man den privaten Gläubigern, wie den Banken, Versicherungen und andere bisherige Nutznießer von den Geschäften mit Griechenland, genügend Zeit gegeben, sich von den Verlustpapieren zu trennen, bevor sie endlich mit zur Verantwortung herangezogen werden. Die Kosten werden dann letztendlich doch wieder, wie üblich, dem Steuerzahler indirekt über die Bad-Bank EZB aufs Auge gedrückt.

Wenn man wirklich gewollt hätte, hätte man die Gläubiger schon längst zur Kasse bitten können und sollen. Sie haben in der Vergangenheit genügend Gewinne mit den Geschäften mit Griechenland eingefahren. Aber man hat nichts aus der vergangenen Wirtschaftskrise gelernt. Weder die Regierungen, endlich härter durchzugreifen (z.B. durch vorgeschriebene höhere Rücklagenbildung), noch die Banken etc. selbst.
Wobei ich die Banken sogar verstehen kann: Bei der letzten Krise hat ihnen die Regierung alles ermöglicht, um heil und gewinnbringend - auf Kosten der Steuerzahler natürlich - aus der Krise herauszukommen. Warum nicht also wieder? Und die Realität zeigt, dass sie damit gar nicht so falsch liegen.

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wika 23.06.2011, 10:30
9. Wieso unbewiesen …

Zitat von Umbriel
Ich habe das nicht bewiesene Gefühl, daß im "Informationskrieg", dessen Teilnehmer und Interessen und Verbindungen leider von den Medien so gut wie nie erklärt werden, viele Register gezogen werden, um die Interessenlagen unkenntlich zu machen. Man inszeniert einen Hobbschen Krieg, Einigkeit und Prioritäten werden wild durcheinandergewürfelt. Das schadet den transparenten Einheiten (demokratische Strukturen), das nutzt den intransparenten (Hinterzimmerseilschaften, Hochfinanz, Think Tanks).
… sicher, sie werden nie einen offenen Beleg dafür bekommen, aber mathematisch lässt sich das Szenario schon beweisen. Kurzum: Wenn am Ende die gesamte Arbeitskraft aller Menschen nicht mehr ausreicht den Zinsdienst des Geldes zu bedienen, dann ist Ende der Fahnenstange. Da sich Geld exponentiell selbst vermehren kann, die menschliche Arbeitskraft hingegen nicht, können sie sich anhand der Geldmengen und der möglichen Arbeitsleitung der Menschen (die den Zins erwirtschaften müssen), selber ausrechnen wann die Geschichte implodiert.

Weder die Kaste derjenigen die das Geld hat (und der auch die Medien gehören), noch die Gnstlinge des Systems (die Politiker und Wirtschaftsdummschwätzer) werden es ihnen offenbaren. Sogenanntes Betriebsgeheimnis. Einzig der genau Zeitpunkt lässt sich nicht ganz exakt bestimmen. So alle drei Generationen darf man rechnen … und ja, wir sind wieder ziemlich dicht dran.

Lernen sie einfach eine Vokabel dazu, die diese Misere gut charakterisiert: „Staatsbankschrott“, die Mischung aus Staat, Banken und Schrottpapieren und viel rottendem verstand … Link. Denken sie einfach an die Zeit danach und tun alles dafür dass es unblutig bleibt, denn meist sucht man den Zusammenbruch hinter Kriegen zu verbergen. Sie wissen schon, wegen der Geschichtsbücher, damit hernach keiner Verdacht schöpft wenn dasselbe Casino für die nächsten drei Generationen eröffnet wird und nur der blutrünstige Bürger ist schuld, weil er immer seinen Nachbarn erschlagen will … das Geld hat noch nie etwas getan. (°!°)

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