Forum: Wirtschaft
Stromnetz: Gericht prüft Kürzung der Betreiberrenditen
DPA

Es ist ein Streit um Milliarden: Die Bundesnetzagentur will bei den Netzentgelten kürzen, die Betreiber prozessieren dagegen. Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf äußert ein Gutachter Zweifel am Vorgehen der Behörde.

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hansulrich47 17.01.2018, 17:53
1. Ein Gutachter hat Zweifel? ich lach mich tot!

Das ist doch wohl ein Witz. Seit Jahren sind die Zinsen niedrig und ein Zins >7% ist eigentlich nur bei potentiellen Pleitefirmen zu bekommen! Und unsere Netzagentur schaut zu, wie Netzbetreiber sich dumm und blöd verdienen. Der Spruch 'macht pro Haushalt nur 10 €' ist auch lächerlich. Selbst der gesenkte Zins ist zu hoch, weil völlig ohne Risiko für die Netzbetreiber!

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Georg_Alexander 17.01.2018, 18:41
2. Garantierte Rendite?

D. h., egal wie teuer der Netzausbau wird, das Risiko liegt (wie üblich?) bei dem Einzahler, der nur indirekt und sehr begrenzt auf diese Verträge Einfluss nehmen kann. Das ist für Netzbetreiber im Effekt eine Gelddruckmaschine. Immer, wenn der Steuerzahler der Einzahler ist, wird auf wesentliche Marktmechanismen gepfiffen. Oh, heiliger Lobbyismus!

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M. Michaelis 17.01.2018, 19:48
3.

Super Idee. Da wird dann noch widerwilliger ausgebaut und noch widerwilliger gewartet und erneuert.

Wie blöd kann man eigentlich sein einen der letzen Bereiche in dem die Energiekonzerne noch Geld verdienen beschneiden zu wollen nachdem schon die Stromproduktion und der Stromverkauf kaum noch rentabel sind und zigtausende in den nächsten 10 Jahren ihren Job verlieren werden.

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kezia_BT 17.01.2018, 20:38
4. Endlich!

warum werden denn überall neue Trassen aus dem Boden gestampft ? Brauchen würde man sie nicht, wenn man endlich die Energieversorgung regenerativ, regional und dezentral regeln würde. Vielleicht wird das dann ja attraktiver. Um die maroden Leitungen zum Endverbraucher kümmert sich jetzt keiner und später auch nicht, das war schon immer unrentabel und wird es auch bleiben.

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KaWeGoe 17.01.2018, 20:42
5. Netzentgelte müssen entfernungsabhängig werden !

Ein Hauptproblem ist, dass es für Verbraucher aus Sicht der Netzentgelte keine Rolle spielt, ob Ihr Strom aus dem Windpark in der Nachbarschaft kommt oder aus dem 800 km entfernten Braunkohlekraftwerk.
Noch schlimmer: Großverbraucher decken ihren Energiehunger mit billigem Braunkohlestrom und zahlen sogar weniger Netzentgelte als Otto Normalverbraucher. Der Staat ermöglicht diesen nämlich nur für die Höchstspannungsnetze zahlen zu müssen, weil sie ja die Mittel- und Niederspannungsebene nicht benötigen.

Umgekehrt zahlt aber Otto Normalverbraucher auch für das Höchstspannungsnetz selbst dann, wenn der Strom direkt von Nachbars PV-Anlage kommt.

Wenn die Braunkohlestrom-Lieferung ansteht und die Sonne kräftig vom Himmel lacht oder der Wind kräftig bläst, werden die Erneuerbaren Energieträger abgeschaltet, während der schmutzige Braunkohlestrom die Netze verstopft.

Das ist Energiewende PERVERS !

Daher müssen Netzentgelte entfernungsabhängig werden. Wer Windräder sieht, sollte auch günstigeren Strom verfügbar haben.

Wer Windräder bei sich verhindert, muss eben Netzentgelte in 10facher Höhe zahlen.

Das wäre mal eine sinnvolle 10H-Regelung !

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ardbeg17 17.01.2018, 21:40
6. :keziaBT #4

Die neuen Trassen sollen offshore-Windstrom zu den Industriezentren im Süden transportieren. Dieser Strom wurde bislang als regenerativ angesehen?! Was die gewünschte Regionalität angeht - versuchen sie doch mal ihre Nachbarn von einem hübschen Windpark in 200 m Entfernung (am besten ohne Gewinnbeteiligung) zu überzeugen. Oder einem hübschen Stausee, in dem ein paar Dörfer verschwinden.

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schocolongne 18.01.2018, 23:26
7. Wenn ich hier die Kommentare so lese...

scheint ja mittlerweile so gut wie jeder komplett durch zu drehen.

Gedanken um eine neue Bundesregierung brauchen wir uns da wohl erst gar nicht machen zu müssen, -bis es so weit ist, sind wir alle längst im allgemeinen Irrwitz verglüht.

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ykerniz? 18.01.2018, 07:56
8. Verstoss gegen Art. 3 GG Gleichheitsgrundsatz

Wo kann ich gegen eine Garantierendite von 6,91 % in neue Stromanlagen investieren. Warum hat noch kein Unternehmen dagegen geklagt. Kapital gibt es am Kapitalmarkt gegen ausreichende Renditen. Diese liegen nur im Hochrisikobereich bei dieser Grössenordnung.

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ardbeg17 21.01.2018, 18:39
9. @KaWeGoe #5

"Wenn die Braunkohlestrom-Lieferung ansteht und die Sonne kräftig vom Himmel lacht oder der Wind kräftig bläst, werden die Erneuerbaren Energieträger abgeschaltet, während der schmutzige Braunkohlestrom die Netze verstopft". Eine echte Sauerei! In welchem Land gibt es denn so was? Zum Glück haben bei uns die EE Einspeisevorrang und werden Gas und Steinkohle entsprechend angepasst. https://energy-charts.de/power_de.htm?source=all-sources&year=2017&month=11

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