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Stromnetz-Stabilisierung: Blackout-Abwehr kostete 2015 eine Milliarde Euro
DPA

Der Stromnetzausbau hinkt den erneuerbaren Energien hinterher. 2015 mussten die Netzbetreiber so stark eingreifen wie noch nie, um einen Blackout zu verhindern. Die Rechnung von einer Milliarde Euro zahlen die Verbraucher.

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katzekaterkarlo 17.01.2016, 13:05
1. Merkel, Seehofer und Gabriel ...

... ist die eine Milliarde anzulasten. Erstere und Letzterer haben keinen Plan und der bayerische Spinner blockiert das wenige Planvolle am Netzausbau.

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Spiegelleserin57 17.01.2016, 13:07
2. was schließen wir daraus???

die ganze Stromversorgung scheint nach diesem Bericht doch sehr unausgewogen und noch in den Kinderschuhen zu stecken. Schon interessant dass man extra Firmen holen muss die für die Netzstabilität sorgen, das kostet dann extra.
Soll man ein Produkt auf den Markt bringen das nicht ausgereift ist? learning by doing ? Zahlt ja der Kunde!!

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mit66jahren 17.01.2016, 13:08
3. Notstromaggregate sind angesagt

Überschüssiger Windstrom lässt sich runterregulieren, eine mangelnde Windenergie im Winter aber nur bedingt kompensieren. Konventionelle Kraftwerke und/oder Nachbarschaftshilfen vom Ausland müssen dazu vorhanden sein. Unsere Nachbarländer werden zunehmend mit subventionierten Strom-Dumpingpreisen an der Börse verprellt und ihre Bereitschaft zum Aushelfen damit nicht gefördert. Wie es um die Stabilität unserer großen Stromversorger bestellt ist, die das wesentliche inländische Backup bereithalten, ist hinlänglich bekannt. Der Hausbesitzer ist gut beraten, ein Notstromaggregat bereitzuhalten, damit seine Ölheizung bei großer Kälte weiterlaufen kann.

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soulbrother 17.01.2016, 13:10
4.

Das zeigt vor allem, wie wichtig es ist das Stromnetz zu verstärken und auszubauen.

Wenn man diese Kosten auf die einzelne kwh runterrechnet, dürfte es sich doch um einen sehr überschaubaren Betrag handeln.

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moritz27 17.01.2016, 13:26
5. Hm.

da sind drei Dinge die ich nicht begreife. Warum werden wir permanet zum Stromsparen aufgefordert und die Preis steigen trotzdem?
Und warum sollen dann, entgegen dem Stomspargedanken, künftig plötzlich alle Autos elektrisch fahren. Vielleicht kann mir ja ein Experte, egal ob Politiker, Mitarbeiter der Stromerzeuger oder sonst einer mit genialen Einfällen helfen?
Übrigens scheint man auch vergessen zu haben, dass ein großer Teil der Bevölkerung alternativlos mit Nachtstrom heizt. Im Gegensatz zu Öl- und Gaspreis werden hier schier unendlich viele Abgaben mit eingepreist.

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Ein_denkender_Querulant 17.01.2016, 13:36
6. 3 Cent pro Tag

Das sind für jeden Bundesbürger 3 Cent pro Tag!

Weiter ist zu berücksichtigen, dass es extrem verzerrte Kosten sind, weil auch zu Zeiten der Kernkraftwerke ohne Ende Backup-Leistung verfügbar sein musste, und weiter darf nicht vergessen werden, dass wir von fossilen Energien unabhängiger werden, die Luft reiner wird und die Flüsse viel weniger Aufwärmung durch thermische Kraftwerke bekommen. Für den Leistungsumfang ist es ein geringes Entgeld, wir reden über 3 lächerliche Cent am Tag.

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HerbertSaurugg 17.01.2016, 13:37
7. Der Krug geht bekanntlich so lange zum Brunnen ... bis er bricht.

Derzeit explodieren offensichtlich die Aufwendungen für die Netzstabilisierung, wie das unter Auswertung Redispatching & Intradaystops schon länger aufgezeigt wurde. Während man im August in Deutschland noch mit 500 Millionen gerechnet hat, wurde diese Summe in 4 Monaten - wie in Österreich - verdoppelt. Dabei geht es nicht nur um die absoluten Zahlen, sondern auch um die exponentielle Entwicklung, die in einem komplexen System leider nichts gutes erwarten lässt.

Die Links zu den Querverweisen sowie weitere Hintergrundinformationen finden sich auf meinem Blog http://www.herbert.saurugg.net/2016/blog/stromversorgung/gefahr-eines-blackouts

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the great sparky 17.01.2016, 13:39
8. das ist ja mal skandalös!!!

da entstehen also kosten und die trägt der verbraucher?!
ja wer denn sonst? etwa unser finanzminister oder werden etwa die energie-giganten das auf kosten ihrer gewinn-marge übernehmen?

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sikasuu 17.01.2016, 13:40
9. Regulieren der Netze ist Grundgeschäft der Netzbetreiber!

Zitat von Spiegelleserin57
die ganze Stromversorgung scheint nach diesem Bericht doch sehr unausgewogen und noch in den Kinderschuhen zu stecken. Schon interessant dass man extra Firmen holen muss die für die Netzstabilität sorgen, das kostet dann extra. Soll man ein Produkt auf den Markt bringen das nicht ausgereift ist? learning by doing ? Zahlt ja der Kunde!!
Der Verbrauch schwankte schon immer. Kraftwerksblöcke die ausstiegen, Knotenpunkte die eine Störung hatten, waren und sind ALLTAG, tägliches Geschäft für die Netzbetreiber.
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Auch "Windstrom" kommt nicht "SPONTAN"!
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Die Prognose, was in den nächsten 20-48 Std so "reinkommt" ist ziemlich genau.
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Peinlich wird es aber dann, wenn solche Regelleistungen SICHTBAR interessengeleitet in Zahlen ausgedrückt und veröffentlicht werden.
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Absolute Zahlen sagen gar nichts aus. Ohne Bezug zum langjährigen Durchschnitt, ohne Bezug zu anderen Kosten der "Stromversorgung" sind das leere Hülsen.
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1 Mio€ in der Tasche sind für Otto Normalverbraucher eine RIESEN-Summe. In einem Rahmen in dem Milliarden umgesetzt werden Kleingeld!
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Vergl. da volkswirtschaftliche Verluste durch Stau beim Individualverkehr! Das sind zusammengerechnet Milliarden, und für den Einzelnen oft "nur" 10 Minuten. Darüber redet aber dann niemand :-))

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