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Strompreisverfall: RWE erwägt Stilllegung weiterer Kraftwerke
DPA

Dem Energiekonzern RWE macht der Strompreisverfall zu schaffen. Jetzt prüft das Unternehmen die Stilllegung weiterer Kraftwerke - und fordert die Bundesregierung auf, die Bedingungen für konventionelle Energien zu verbessern.

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Blaumännchen 09.07.2014, 17:13
10. Unsinn

Zitat von kurpfaelzer54
...nach wie vor arbeiten die blanken SPD-Kommunen in NRW daran ihren Haushalt mit höheren RWE-Dividenden aufzubessern. Finanzieren soll das der Stromverbraucher über eine "Kapazitätsprämie". Damit würde das unternehmerische Risiko und die Milliarden schweren Fehlentscheidungen der letzten Jahre auf die Allgemeinheit abgewälzt. Im Hause Gabriel arbeitet man derzeit fleißig daran den Bürgerinnen und Bürgern erneut in die Tasche zu langen. Wirklich, eine sehr soziale Politik. Für RWE dürfte das Milliardenbeträge bringen.
alle Stadtwerke in DE die selbst Strom mit Kraftwerken (Kohle, Gas oder Heizkraftwerken) produzieren haben dieses Problem auszubaden. Oftmals hängt noch ein Fernwärmenetz für tausende Haushalte dran die effizient mit dem Nebenprodukt Wärme versorgt werden (was Solarplatten, Windtürme oder Biogasanlagen nicht können). Für die Kommunen ist die Beteilligung an den EVU daher nicht nur finanziell von größter Bedeutung. Bei einer kpl. staatlichen Energieversorgung wäre das nicht anders. Mit Ihrer Anti Kapitalismus-Konzern-Gegenalles Rethorik beweisen Sie nur das Sie die Zusammenhänge und ihr Warum nicht mal ansatzweise verstehen. So wie die meisten EE Befürworter.

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Blaumännchen 09.07.2014, 17:45
11. Die Marktwirtschaft ist abgeschafft...

Zitat von msdelphin
Das könnte missverstanden werden. Die einzige staatliche Förderung besteht in den Vorgaben des EEG. Finanziell wird der Ökostrom nur durch den Otto-Normal-Stromverbraucher und Kleinbetrieben gefördert, die sich nicht EEG-befreien lassen können. Bei Kohle- oder Kern-Energie wird die Stromerzeugung vom Staat zusätzlich finanziell subventioniert ohne diese Mittel dem Stromkunden in Rechnung zu stellen. Da es hier immer noch Foristen gibt, die sagen, dass erneuerbare Energien niemals mehr als 15% der Stromerzeugung übernehmen können und erneuerbare Energien immer nur dann Strom liefern, wenn ihn keiner braucht, können sie ja nicht für den Preisverfall des Stroms verantwortlich sein. Also liegt es an der zu großen Anzahl von Kohlekraftwerken und Kernkraftwerken in Europa. Also muss man marktwirtschaftlich konform anfangen abzuschalten (RWE scheint das ja auch langsam kapiert zu haben). Nach dem Staat zu schreien sind eher sozialistische Methoden, die der freien Marktwirtschaft nicht entsprechen. Also Kohlekraftwerke abschalten!!!
dank dem EEG. Den das EEG garantiert dem EE Betreiber eine festen Abnahmepreis mit Einspeisevorrang frei von Wettbewerb. Bezahlen dürfen wir Verbraucher mit mittlerweile 24Mrd Umlage jährlich. Und der Preisverfall? Tja hier funktioniert die Marktwirtschaft noch den die Börse unterscheidet nicht nach gesichertem oder ungesichertem Strom sondern nach Angebot und Nachfrage. Die Windkraft bietet derzeit 33 GW intallierte Leistung (25.000 Windmühlen in DE an Land). Als gesichert kann man aber nur die 15% annehmen. Bei PV sind es nur 5% denn Nachts ist auf jedenfall nix zzgl mieses deutsches Wetter. D.h. die ganzen "schönen" Installationen stehen rum und produzieren sogut wie nix. Wenn Sie also gesicherten Strom aus thermischen KW abschalten wollen würde der Börsenpreis vielleicht steigen und die EEG Umlage sinken. Das wäre aber egal weil wir dann im dunkeln sitzen. Die Realität hätte uns dann entgültig eingeholt.

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kerzenständer 09.07.2014, 17:53
12. Preisverfall ?

Ich frage mich, warum der angebliche Preisverfall aber auch nie zu einer günstigeren Stromrechnung führt ? Im Gegenteil: Dem Verbraucher wird noch die EEG Umlage aufs Auge gedrückt, während die Industrie eine Ausnahmeregelung nach der anderen erhält... Diese Konzerne haben sich jahrelang dumm und dämlich verdient - ich hoffe, die Regierung lässt sich auf keine Kompensationszahlungen ein....

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tempus fugit 09.07.2014, 18:24
13. Das....

Zitat von msdelphin
Das könnte missverstanden werden. Die einzige staatliche Förderung besteht in den Vorgaben des EEG. Finanziell wird der Ökostrom nur durch den Otto-Normal-Stromverbraucher und Kleinbetrieben gefördert, die sich nicht EEG-befreien lassen können. Bei Kohle- oder Kern-Energie wird die Stromerzeugung vom Staat zusätzlich finanziell subventioniert ohne diese Mittel dem Stromkunden in Rechnung zu stellen. Da es hier immer noch Foristen gibt, die sagen, dass erneuerbare Energien niemals mehr als 15% der Stromerzeugung übernehmen können und erneuerbare Energien immer nur dann Strom liefern, wenn ihn keiner braucht, können sie ja nicht für den Preisverfall des Stroms verantwortlich sein. Also liegt es an der zu großen Anzahl von Kohlekraftwerken und Kernkraftwerken in Europa. Also muss man marktwirtschaftlich konform anfangen abzuschalten (RWE scheint das ja auch langsam kapiert zu haben). Nach dem Staat zu schreien sind eher sozialistische Methoden, die der freien Marktwirtschaft nicht entsprechen. Also Kohlekraftwerke abschalten!!!


...ist, dass - nicht möglicherweise schlecht informierte - oder dressierte? - Foristen.

Es waren noch vor wenigen Jahren die 'Wisser und Spezialisten' der EVU, die predigten, dass höchstens 4 (vier!) % EE-Strom eingespeist werden könne.

Vor 4-5 Jahren hatte die BuNeAg verlautbart, dass alleine 25% WKA-
Strom ohne grosse Veränderungen am Netz problemlos eingespeist werden könnte!

Ebenfalls von der BuNeAG stammt die Verlautbarung, dass 2013 mal ganze 51 km Netzzubau erfolgte. Zuerst hiess es 0 (null...) km, aber dann hat man doch noch dieses %o oder noch weniger gefunden...

Was haben die nichtprivilegierten Stromkunden dafür - u.a. abgedruckt?

So 25% des Strompreises, also runde 15 Mrd. €, in einem Jahr!

Muss man sich mal vorstellen - ein Netz, dessen Grossteil noch aus der
Vorkriegszeit stammt...

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dmwdmw 09.07.2014, 18:35
14. Schwankungsprobleme

Zahle auch nicht gerne hohe strompreise und habe selbst eine fotovoltaikanlage, verstehe aber wenn stromversorger für das reine Vorhalten von Leistung für wind und sonnenschwache zeiten geld haben wollen... Ansonsten zwingt man die unternehmen staatlich zum verlust, das kann nicht sein!
Eingemottete Leistung kostet den betreiber geld und bringt der allgemeinheit sicherheit, es wird also eine geldwerte leistung erbracht.
(Jetzt mal aktuell neutral und nüchtern betrachtet, ohne die riesengewinne der stromerzeuger in denletzten jahrzehnten anzusprechen...

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tempus fugit 09.07.2014, 19:32
15. Keiner, nicht mal....

Zitat von Blaumännchen
alle Stadtwerke in DE die selbst Strom mit Kraftwerken (Kohle, Gas oder Heizkraftwerken) produzieren haben dieses Problem auszubaden. Oftmals hängt noch ein Fernwärmenetz für tausende Haushalte dran die effizient mit dem Nebenprodukt Wärme versorgt werden (was Solarplatten, Windtürme oder Biogasanlagen nicht können). Für die Kommunen ist die Beteilligung an den EVU daher nicht nur finanziell von größter Bedeutung. Bei einer kpl. staatlichen Energieversorgung wäre das nicht anders. Mit Ihrer Anti Kapitalismus-Konzern-Gegenalles Rethorik beweisen Sie nur das Sie die Zusammenhänge und ihr Warum nicht mal ansatzweise verstehen. So wie die meisten EE Befürworter.
...die EE-Befürworter hätten sich vor gut 10 Jahren vorstellen können, dass EE-Strom in so kurzer Zeit einen solchen Erfolg erzielen könnte, als der Strom- UND Netzmarkt von 4 Stromfürsten beherrscht wurde.

Fing an mit dem Stromeinspeisegesetz von 1991 (welches sich ein EVU selbst eingebrockt hatte...), weiter mit dem EEG von 2000 - und heute sorgt EE für 30% des DE-Strombedarfs!

Eine weitgestreute, diversifizierte, grosstechnologische Erfolgs-geschichte wie selten!

Und das schönste dran:
Je mehr EE-Strom, umso weniger Uran von Stammeshäuptlingen, Blutkohle, Oligarchengas und Scheichöl muss
'demokratisch' am Hindukush oder sonstwo verteidigt werden.

Was hat denn der BW-Einsatz in Afghanistan gekostet - der Irak-Krieg -
an Menschenleben und Kapital?

Herrschen jetzt dort demokratische Verhältnisse? Es ist schlimmer als
zuvor....

Sonnenschein, Wind, Wassergefälle, Geothermie, Biogas kann man uns
nicht abnehmen - furchbar eben! (;>)))

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rvdf11974 10.07.2014, 08:24
16. Lach

Die Bedingungen der konventionellen Energie verbessern... Schöner Euphemismus für "Gebt miir Geld damit sich meine Braun- und Steinkohle wieder rechnet"... Widerlich!

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GrinderFX 10.07.2014, 08:53
17.

Es ist einfach zu traurig, dass es immer noch so viele hier gibt, die dieses Thema immer noch nicht annähernd verstanden haben.
Und wenn ich dann noch Sprüche höre wie mein Energielieferant garantiert mir Strom aus erneuerbaren Energiequellen, dann weiß ich oft nicht mehr was ich sagen soll.
Das Problem was Eon und RWE haben, ist das, dass sie staatlich vorgeschrieben trotzdem die unrentablen Kohlekraftwerke weiterlaufen lassen müssen, weil diese eben im Falle einspringen müssen, wenn der Wind mal nicht weht oder die Sonne mal nicht scheint. Und das kommt ja nun jeden Tag vor. Das man so allerdings ein Kraftwerk nicht rentabel betreiben kann sollte wohl jedem klar sein. Und da die Schaltzeiten der Kraftwerke langsam sind, höher als 8 Stunden, muss es einfach eine Überproduktion geben. Dies drückt natürlich den Strompreis nach unten. Abgenommen wird bei Überproduktion allerdings der EEStrom. Warum wird der Strom für den Verbraucher dennoch teurer? Sollte auch hier schon jedem klar sein. Es müssen eben mehrere Kraftwerke parallel laufen. Das kostet eben.
Wie kann also ein Energieanbieter mit irgendwelchen Garantien werben, wenn man nachweislich nachsehen kann, dass es Zeiten gibt, bei denen kaum EEStrom erzeugt wird. Da es keine Stromspeicher gibt, MUSS der Strom auch aus anderen Quellen kommen, wie Kohle oder Gas. Ohne 'Stromspeicher ist das ganze EE Projekt also total sinnlos, nicht umweltfreundlich und einfach nur furchtbar teuer. Nur verstehen das die meisten nicht oder wollen es einfach nicht verstehen.

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msdelphin 10.07.2014, 10:30
18. Nur verstehen das einige nicht!

Zitat von GrinderFX
... Das Problem was Eon und RWE haben, ist das, dass sie staatlich vorgeschrieben trotzdem die unrentablen Kohlekraftwerke weiterlaufen lassen müssen, weil diese eben im Falle einspringen müssen, wenn der Wind mal nicht weht oder die Sonne mal nicht scheint. Und das kommt ja nun jeden Tag vor. Das man so allerdings ein Kraftwerk nicht rentabel betreiben kann sollte wohl jedem klar sein. Und da die Schaltzeiten der Kraftwerke langsam sind, höher als 8 Stunden, muss es einfach eine Überproduktion geben. Dies drückt natürlich den Strompreis nach unten. Abgenommen wird bei Überproduktion allerdings der EEStrom. Warum wird der Strom für den Verbraucher dennoch teurer? Sollte auch hier schon jedem klar sein. Es müssen eben mehrere Kraftwerke parallel laufen. Das kostet eben.
RWE und EON möchten/wollen, dass ihre unrentablen Kohlekraftwerke weiterhin als Reservekraftwerke fungieren sollen und dementsprechend eine eigene Umlage erhalten. Aus technischer Sicht der Energiewende sind träge Kraftwerke wie Kohle-, Öl- und Kern-Kraftwerke gar nicht für den Ausgleich geeignet. Technisch gesehen kommen nur Energiespeicher und Anlagen in Frage, die schnell geregelt und angepasst werden können: Gaskraftwerke, Pumpspeicherkraftwerke, Wasser-Kraftwerke. Kohlekraftwerke gehören abgeschaltet. Außerdem sind wir mit großen Abstand Stromexporteur in Europa. Im europäischen Stromnetz-Verbund fallen die Schwankungen der erneuerbaren Energien zu dem geringer aus. Weil immer irgendwo Wind weht und tagsüber die Sonne scheint. Die meisten Argumente gegen erneuerbare Energien treffen nur zu, wenn man lokal denkt und verfallen sobald man ihn globaleren Massstäben denkt.
Ausserdem: Aus technischer Sicht darf immer nur soviel Strom erzeugt werden, wie gerade verbraucht wird. Sonst wird das Stromnetz instabil. Parallellaufende Kraftwerke mit Überproduktion sind technisch nicht möglich. Warum sollte zudem diese "Überproduktion" nur für den privaten Kunden teuer auswirken und nicht für die Großindustrie? Strom ist gleich Strom. Einmal erzeugt kann man seine Herkunft nicht mehr feststellen. Daher ist es egal ob mein Strom aus einer WKA oder aus einem AKW kommt. Ich bezahle bei Greenpeace Energy, Lichtblick, Naturstrom AG meinen erneuerbaren Energien - Strom und die müssen meine benötigte Menge dann einspeisen.

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GrinderFX 10.07.2014, 11:29
19.

Zitat von msdelphin
RWE und EON möchten/wollen, dass ihre unrentablen Kohlekraftwerke weiterhin als Reservekraftwerke fungieren sollen und dementsprechend eine eigene Umlage erhalten. Aus technischer Sicht der Energiewende sind träge Kraftwerke wie Kohle-, Öl- und Kern-Kraftwerke gar nicht für den Ausgleich geeignet. Technisch gesehen kommen nur Energiespeicher und Anlagen in Frage, die schnell geregelt und angepasst werden können: Gaskraftwerke, Pumpspeicherkraftwerke, Wasser-Kraftwerke. Kohlekraftwerke gehören abgeschaltet. Außerdem sind wir mit großen Abstand Stromexporteur in Europa. Im europäischen Stromnetz-Verbund fallen die Schwankungen der erneuerbaren Energien zu dem geringer aus. Weil immer irgendwo Wind weht und tagsüber die Sonne scheint. Die meisten Argumente gegen erneuerbare Energien treffen nur zu, wenn man lokal denkt und verfallen sobald man ihn globaleren Massstäben denkt. Ausserdem: Aus technischer Sicht darf immer nur soviel Strom erzeugt werden, wie gerade verbraucht wird. Sonst wird das Stromnetz instabil. Parallellaufende Kraftwerke mit Überproduktion sind technisch nicht möglich. Warum sollte zudem diese "Überproduktion" nur für den privaten Kunden teuer auswirken und nicht für die Großindustrie? Strom ist gleich Strom. Einmal erzeugt kann man seine Herkunft nicht mehr feststellen. Daher ist es egal ob mein Strom aus einer WKA oder aus einem AKW kommt. Ich bezahle bei Greenpeace Energy, Lichtblick, Naturstrom AG meinen erneuerbaren Energien - Strom und die müssen meine benötigte Menge dann einspeisen.
Dumm nur, dass Gaskraftwerke auch nicht schnell genug schalten, zwar schneller aber das reicht eben nicht und dann sind sie auch noch umweltunfreundlicher als Kohle. Wo ist da also ihr Vorteil?
Das Thema mit den Pumpenspeichern hatten wir auch schon durch. Die sind so abartig teuer, dass sie uns 3 billiarden Euro kosten würden um diese zu bauen und Platz dafür haben wir auch nicht.
Außerdem habe ich ihnen doch sehr gut erklärt wieso wir Stromüberfluss haben, sie widersprechen sich sogar selbst damit. Den haben wir doch nur weil die Kohlekraftwerke parallel laufen müssen und weil wir eben einen sehr großen Anteil an erneuerbaren Energien haben. Genauso wenig kann man hier wirklich global denken. Denn sie können Strom nur begrenzt weit über die Leitungen übertragen. Dadurch geht immer mehr verloren. Den Strom, den wir exportieren, exportieren wir auch nur zu den unmittelbar anliegenden Nachbarn und nicht durch halb Europa.
Die Ideen sind allesamt recht nett, nur widersprechen sie unseren physikalischen Gesetzen des Universums.
Und aus technischer Sicht darf durchaus mehr eingespeist werden und wird sogar. Dadurch gibt es ja Netzschwankungen. Es gibt Grenzen aber die sind weit flexibler als die meisten annehmen. Und natürlich können Kraftwerke zu viel erzeugen, sie speisen es dann nur nicht ein und erhalten kein Geld. Darum geht es ja gerade.

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