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Stromversorgung: Kohleausstieg soll bis 2038 vollendet sein
DPA

Ronald Pofalla, Co-Vorsitzender der Kohlekommission, hat in vertraulichen Gesprächen einen Kompromiss für das Ende des Kohlestroms ausgehandelt.

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schamot 15.09.2018, 09:00
1. Pofalla hat ausgehandelt

Nein hat er nicht. RWE hat ihm gesagt, bis dahin sind die Kohlmeiler so marode, daß sie nicht mehr betrieben werden können. Und die Umwelt? Die braucht sofort einen Stopp und nicht erst in 20 Jahren. Alle haben das kappiert auf der Welt...nur CDU und SPD und Trump nicht

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akase93 15.09.2018, 09:11
2. es ist ein Skandal....

dass faktisch fünf vor zwölf und Toresschluss der RWE noch möglich wird , den Hambacher Forst zu roden und ein großes Stück Natur und Wald zu vernichten. Auch ein Stück Wald , das so wichtig und notwendig zur Milderung der auch durch Kohleabbau und -verstromung verursachten Luft- und Umweltverschmutzung wäre.

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ykerniz? 15.09.2018, 09:19
3. Welche Heldentat

Bereits im Jahr 2030 wird der Strom nahezu vollständig aus regenerativen Energien stammen – die bisherige Entwicklung auch weiterhin unterstellt. Nur Deutschland wird dann noch konventionellen Strom produzieren und diesen sogar aus Kohle. Es ist unglaublich, wie stark schlechter Lobbyismus und unwissende Politiker zusammenwirken.

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Ökofred 15.09.2018, 09:26
4. Sie haben schon recht... aber..

Zitat von schamot
Nein hat er nicht. RWE hat ihm gesagt, bis dahin sind die Kohlmeiler so marode, daß sie nicht mehr betrieben werden können. Und die Umwelt? Die braucht sofort einen Stopp und nicht erst in 20 Jahren. Alle haben das kappiert auf der Welt...nur CDU und SPD und Trump nicht
Alles sofort abschalten wird nicht gehen, aber die "5 - 7GW" haben die GRÜNEN zur letzten Bundestagswahl gefordert und wurden damit als "völlig unrealistisch" abgewatscht. Eigendlich ein Schritt in die richtige Richtung - aber unerträglich, dass das jetzt als tolles Zukunftskonzept der Regierung verkauft werden soll.

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reistel 15.09.2018, 09:30
5. Fauler Kompromiss

Wer glaubt das noch.
Hier wird wieder im Sinne der Unternehmen entschieden und nicht für uns Bürger.
Warum reagiert man aktuell gegen die Akrivisten so agressiv? Sicherlich deshalb weil man wohl schon gewusst hat, welcher faule Kompromiss kommen wird. Anders ist die harte Gangart nicht zu erklären.

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lilie81w 15.09.2018, 09:30
6. Dann stoppt doch sofort

...diese Aktion im Hambacher Forst!!!
Das ist der Moment, in dem die Bundespolitik mal eingreifen müsste! Wozu einen kostbaren Wald roden für etwas, das eh niemand mehr will und braucht! Und der Wald kann die CO2 Bilanz auch verbessern! Das ist wirklich eine schreckliche sinnfreie Aktion.

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fleischwurstfachvorleger 15.09.2018, 09:35
7. Verstehe ich nicht

Bei den Jamaikaverhandlungen wurde doch bereits eine Liste der ältesten und dreckigsten Braunkohlekraftwerke erstellt, die man sofort und ohne Not abschalten könnte. - Warum tut man das nicht?

Und warum setzt RWE kein Zeichen und verzichtet auf die Braunkohle-Förderung im Hambacher Forst?

P.S.
Pofalla sollte sich um die Bahn kümmern, da hat er genug zu tun.

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egonv 15.09.2018, 09:48
8.

Deutschland produziert soviel Strom, es ist einer der größten Exporteure. Das bringt überwiegend den Energiekonzernen etwas, weil sich er billige Kohlestrom gut verkaufen lässt. Wir können also theoretisch sofort mehrere Kraftwerke ersatzlos vom Netz nehmen. Die Energiekonzerne müssen halt mal noch viel stärker innovativ handeln und nicht immer weiter so mit minimaler Investition und maximalem Gewinn (Wald roden und abbauen ist so ein Beispiel).
Sich kurz-, mittel- und langfristig Reservekraftwrke zu erhalten ist vernünftig und deren Instandhaltung usw. Aufgabe der Betreiber, von mir aus sollen sie den daraus produzierten Strom dann bei Engpässen etwas teurer verkaufen dürfen. Angeblich (Ich kenne mich zu wenig damit aus) wären da aber Gaskraftwerke noch besser geeignet?

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mwroer 15.09.2018, 09:49
9.

Zitat von reistel
Wer glaubt das noch. Hier wird wieder im Sinne der Unternehmen entschieden und nicht für uns Bürger. Warum reagiert man aktuell gegen die Akrivisten so agressiv? Sicherlich deshalb weil man wohl schon gewusst hat, welcher faule Kompromiss kommen wird. Anders ist die harte Gangart nicht zu erklären.
Welche harte Gangart? Das Wiesencamp ist seit Jahren per Gerichtsbeschluss für illegal erklärt, die Baumhäuser nebst Aufenthalt der Menschen dort sind auch nicht zulässig - und der Eigentümer will jetzt roden.

Also wird geräumt und so wie ich das bis jetzt mitbekommen in den Medien doch sehr rücksichtsvoll. Die 'Aktivisten' sind da wesentlich weniger zartfühlend.

Die Entscheidung der Kohlekommission, so das Vorabmaterial stimmt, fällt zeitlich zufällig mit den Rodungsarbeiten zusammen - es ist nun mal in Deutschland nur zwischen Oktober und Februar gesetzlich erlaubt zu roden. Gilt zum Teil sogar für Hecken im eigenen Garten ...

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