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Strukturhilfen für die Länder: So will der Bund die Milliarden für den Kohleausstieg
DPA

40 Milliarden Euro sollen die Bundesländer als Strukturhilfen für den Kohleausstieg bekommen. Wohin das Geld fließen soll, steht in einem vertraulichen Eckpunktepapier, das dem SPIEGEL vorliegt.

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keine Zensur nötig 05.04.2019, 18:39
10. Jawolllll -

Zitat von flying_dutchman
Für so viel Geld sollte ein sofortiger Ausstieg aus der Kohlekraft drin sein.
und ab morgen bekommen Sie nur noch Strom, wenn Wind und Sonne da sind.

Notwendigenfalls machen Sie ein Lagerfeuer in der Stube.

Sinnigerweise wird für den Ökowahn dann anderswo alles zerstört. Nein nicht im fernen Afrika, sondern hier.

https://www.mdr.de/nachrichten/vermischtes/lithium-abbau-im-erzgebirge-nimmt-gestalt-an100.html

30 Jahre nach dem Tod der Ostindustrie nun die Zerstörung der Tourismusgebiete als letzte Nahrungsquelle.

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burlei 05.04.2019, 18:51
11. @koenig-odenthal, #7

Zitat von koenig-odenthal
Hier macht man sich Gedanken, wie viele Milliarden Euro verteilt werden können. Macht sich auch jemand Gedanken, wie die Stromversorgung nach dem Kohleausstieg gesichert werden kann?
Indem wir weniger Strom exportieren. 2018 produzierte Deutschland bei einem Jahresverbrauch von etwas mehr als 490 TWh netto 545 TWh Strom und exportierte den Überschuss von mehr als 50 TWh ins Ausland. Im Jahr 2019 rechnet man mit einer Stromproduktion aus Braunkohle in Höhe von knapp 30 TWh. Also kann man trotz totalem Ausstieg aus der Braunkohle immer noch 20 TWh exportieren und das zu einer zu 100% gesicherten Stromversorgung.

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ayee 05.04.2019, 18:54
12. Das Geld sollte größtenteils in EE Projekte fließen

Die EE schaffen perspektivische Arbeitsplätze und diverse andere politische Ziele. Das Geld sollte vorwiegend in EE Projekte investiert werden.

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hermann_huber 05.04.2019, 19:04
13. ? Autobahn ausbauen

Das wird ja sicherlich die Sache richtig voranbringen wenn man aus dem Fördertopf zweckentfremdet Autobahnen ausbaut.

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bwk 05.04.2019, 19:08
14. Strukturwandel

Die Lausitz soll zu einer "Europäischen Modellregion für den Strukturwandel" ausgebaut werden. Um eine Modellregion Strukturwandel sich anzusehen, muß man sich heute nur die Städte des Ruhrgebiets ansehen, wo ca. 25% der Bewohner in Armut leben. Siehe auch die aktuelle Bertelsmannstudie dazu. Und die Bewohner Sachsens, Sachsen-Anhalts und Brandenburgs haben genug Erfahrung aus dem letzten Strukturwandel, eingeleitet 1990 von unserer CDU/CSU.

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MichaelundNilma 05.04.2019, 19:12
15. Luftnummern

Die sogenannten Leuchtturmprojekte beschränken sich offensichtlich nur auf Forschungsprojekte und Autobahnbau. Unter Strukturwandel verstehe ich mindestens die Schaffung neuer Arbeitsplätze, welche die alten ersetzen sollen. Das wir sogar 5G als Hochtechnologieland kaufen müssen, steht beispielhaft für den Niedergang zielgerichteter Wirtschaftspolitik, welche sowohl anspruchsvolle als auch zukunftsfähige Arbeitsplätze für viele AN schaffen könnte. Für die in Frage kommende Hochtechnologiebranche muß es Anreize für interessierte Firmen geben, in den vom Strukturwandel betroffenen Regionen zu investieren, statt Steuergelder mit der Gießkanne zu verschleudern. Auch Firmen mit Produkten im Rahmen von KI könnten eine „Anschubfinanzierung gebrauchen. Frankreich hat ein erfolgreiches Programm für start ups. In Gang gebracht. Dies beinhaltet kostenlose Gebäude mit kostenlos nutzbarer Geräteausstattung, zusätzlich bis zu dreijähriger Finanzierung junger Firmengründer. Papierkram, Steuer – und Abgabenfreiheit garantieren die Zeit, sich nur mit seinem „Projekt“, der Umsetzung einer Erfindung oder Geschäftsidee beschäftigen zu müssen. Unsere Industrie dagegen jammert über fehlende Facharbeiter und die Facharbeiter, im Osten, suchen einen Arbeitsplatz. Umfragen in den Schulen im Osten besagen, das jeder dritte Schüler später der Arbeit wegen in die Altbundesländer ziehen will. Besonders viele Frauen befinden sich darunter. Angesichts dessen erwarte ich vom Wirtschaftsminister mehr Phantasie als nur dünne Projekte für unglaublich viel Geld, dafür aber schwerpunktmäßig in Wissenschaft für wenige und kurzfristige für den Autobahnbau. Offensichtlich dienen die meisten Milliarden zur Sanierung klammer Städte und Bundesländer.

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Jeff Maverick 05.04.2019, 19:46
16.

Zitat von burlei
Indem wir weniger Strom exportieren. 2018 produzierte Deutschland bei einem Jahresverbrauch von etwas mehr als 490 TWh netto 545 TWh Strom und exportierte den Überschuss von mehr als 50 TWh ins Ausland. Im Jahr 2019 rechnet man mit einer Stromproduktion aus Braunkohle in Höhe von knapp 30 TWh. Also kann man trotz totalem Ausstieg aus der Braunkohle immer noch 20 TWh exportieren und das zu einer zu 100% gesicherten Stromversorgung.
Kurze Nachfrage: Wie kommen Sie auf eine Stromproduktion von 30TWh aus Braunkohle?
Ich habe gerade nur eine vorläufige (Stand 19.12.18) Statistik des BDEW für die Stromerzeugung des Jahres 2018 zu Hand. Demnach wurden in 2018 22% der Elektrizität aus Braunkohle erzeugt. Unter zu Zugrundelegung der dort veröffentlichten Stromerzeugung von 649 TWh macht dies ca. 143 TWh.
Ihre Angabe über die 30TWh kann aus diesem Grund nicht nachvollziehen bzw. erscheint mir diese zu gering

Quelle: https://www.bdew.de/media/documents/PI_20181219_Erzeugung-und-CO2-Emissionen-2018.pdf

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litholas 05.04.2019, 20:04
17.

Zitat von koenig-odenthal
Hier macht man sich Gedanken, wie viele Milliarden Euro verteilt werden können. Macht sich auch jemand Gedanken, wie die Stromversorgung nach dem Kohleausstieg gesichert werden kann?
Für 40 Mrd Euro könnten Gaskraftwerke (1/3 GuD, 2/3 Gasturbine) mit mehr Leistung gebaut werden als alle Braunkohle-, Steinkohle- und Kernkraftwerke Deutschlands zusammen haben.

Aber das wäre vermutlich zu naheliegend.

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litholas 05.04.2019, 20:06
18.

Zitat von neutron76
Der große Brocken wird der Umstieg auf erneuerbare Energien im gleichen Zeitraum. Gemessen am bisherigen Aufwand für das EEG wird hier noch einmal ein Betrag im mittleren dreistelligen Milliardenbereich fällig. Ist das die Kugel Eis?
Für das Geld bekommt man auch eine Menge Strom. Und da Windkraft und Solarstrom inzwischen deutlich billiger sind als Kohle- und Kernkraft gibts zusätzlich ein Gebirge von Eis.

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doxa1 05.04.2019, 21:10
19. Bitte richtig fördern

Die Schaffung von Fraunhofer Instituten und eines Helmholtz Forschungszentrums finde ich grandios und zukunftsweisend. Aber bitte nicht Autobahnen ausbauen. Das ist rückwärtsgewandt.

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