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Strukturhilfen für die Länder: So will der Bund die Milliarden für den Kohleausstieg
DPA

40 Milliarden Euro sollen die Bundesländer als Strukturhilfen für den Kohleausstieg bekommen. Wohin das Geld fließen soll, steht in einem vertraulichen Eckpunktepapier, das dem SPIEGEL vorliegt.

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ziehenimbein 05.04.2019, 23:02
20. Bundesbehörden und Institute im Osten?

Wer soll denn da arbeiten? Der Großteil der halbwegs gebildeten Menschen verlässt die Region und nicht nur wegen der Jobs. Rund um Erfurt herrscht z.B. ein eklatanter Fachkräftemangel und die Löhne sind gut, aber es will einfach kaum jemand dahin, aus dem Westen schon mal gar nicht und "Heimkehrer" gibt es auch kaum. Was soll einen jungen Akademiker mit offensichtlichem Migrationshintergrund denn bewegen nach Cottbus zu gehen? Ich hätte auch keine Lust in eine Region zu ziehen, wo jeder vierte Wähler das Kreuz ganz Rechts macht und ich würde dort nicht bereits optisch auffallen.

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TomTheViking 06.04.2019, 00:03
21. Mit dem Geld ließen sich 12 zukunftsträchtige Kernkraftwerke

mit einer Gesamtkapazität von ca. 14.500 Megawatt errichten. Damit und nur damit könnten die Braunkohlekraftwerke ersetzt werden. Mit Wind, Sonne und Bio hat man nur energiepolitische und ökologische Katastrophen geschaffen aber bislang (und auch in Zukunft) noch kein konventionelles Kraftwerk ersetzt.

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vitalik 06.04.2019, 09:09
22.

Zitat von burlei
Indem wir weniger Strom exportieren. 2018 produzierte Deutschland bei einem Jahresverbrauch von etwas mehr als 490 TWh netto 545 TWh Strom und exportierte den Überschuss von mehr als 50 TWh ins Ausland. Im Jahr 2019 rechnet man mit einer Stromproduktion aus Braunkohle in Höhe von knapp 30 TWh. Also kann man trotz totalem Ausstieg aus der Braunkohle immer noch 20 TWh exportieren und das zu einer zu 100% gesicherten Stromversorgung.
Blöd nur, dass die Gesamtzahlen nichts über die Versorgungssicherheit aussagen. Deutschland exportiert den Strom dann, wenn das Wetter für die erneuerbaren Energien optimal ist. Stetiger Wind und optimaler Sonnenstand. In solchen Zeiten produziert man einfach zu viel Strom. Ein paar Stunden später kann die Lage komplett anders aussehen.
Sie verstehen es wohl immer noch nicht, dass man den Strom noch nicht in den entsprechenden Mengen speichern kann. Damit ist ein zeitlich begrenzter Überschuss nur zum Export geeignet, aber eben nicht um eine Versorgungssicherheit herzustellen.

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litholas 06.04.2019, 10:26
23.

Zitat von TomTheViking
mit einer Gesamtkapazität von ca. 14.500 Megawatt errichten. Damit und nur damit könnten die Braunkohlekraftwerke ersetzt werden. Mit Wind, Sonne und Bio hat man nur energiepolitische und ökologische Katastrophen geschaffen aber bislang (und auch in Zukunft) noch kein konventionelles Kraftwerk ersetzt.
"Zukunftsträchtig" ist bei Kernkraftwerken nur die Gefährlichkeit der erzeugten und hoffentlich nicht freigesetzten Radionuklide. Bei 14.500 Megawatt etwa 100 Milliarden letale Dosen pro Jahr. Mit 40 Milliarden Euro bekommen Sie aber eher 7000 Megawatt, mit viel Glück. Und selbst wenn Sie 14.500 Megawatt bekommen würden - vom Netz gehen 21GW Braunkohle, 29GW Steinkohle, und 9GW Kernkraft.

60GW Gaskraftwerke bekommen Sie dafür allerdings leicht, und bei 60% EE stossen die nur ein Drittel so viel CO2 aus wie die 50GW Kohlekraftwerke.

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litholas 06.04.2019, 10:37
24.

Zitat von vitalik
Blöd nur, dass die Gesamtzahlen nichts über die Versorgungssicherheit aussagen. Deutschland exportiert den Strom dann, wenn das Wetter für die erneuerbaren Energien optimal ist. Stetiger Wind und optimaler Sonnenstand. In solchen Zeiten produziert man einfach zu viel Strom. Ein paar Stunden später kann die Lage komplett anders aussehen. Sie verstehen es wohl immer noch nicht, dass man den Strom noch nicht in den entsprechenden Mengen speichern kann. Damit ist ein zeitlich begrenzter Überschuss nur zum Export geeignet, aber eben nicht um eine Versorgungssicherheit herzustellen.
Jedes Kind versteht das. Das ändert nichts daran, dass die Kohlekraftwerke uns vergiften und eine Klimakatastrophe verursachen. Ausserdem zerstört der Braunkohleabbau riesige Landschaften und tötet Abermilliarden Bodenlebewesen, durch das Abbaggern und das Absenken des Grundwasserspiegels um hunderte Meter, mit Folgekosten für Jahrzehnte und Jahrhunderte.

Und schliesslich ist Kohlestrom schon jetzt teurer als Windkraft und Solarstrom, und deren Kosten sinken immer noch schnell.

Der Stromexportüberschuss entspricht einem Drittel der Braunkohlestromproduktion, etwa 7GW Kraftwerkskapazität. Gleichzeitig stehen ununterbrochen 15GW Gaskraftwerke still.

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herm16 06.04.2019, 18:15
25. meine Befürchtung

und es sieht ganz danach aus ist, dass sich Institute ,Helmholz usw. bereichern.
Was für Arbeitsplätze werden geschaffen für die die Arbeitslos werden, doch keine! Toll wenn die Zollbehörde neue Arbeitsplätze schafft, nehmen die dann Bergleute? Es läuft eine grosse Vera...

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chrismode 07.04.2019, 14:05
26. Tanz auf dem Vulkan

Die Grünen wollen nicht sehen, dass die untere Hälfte der Bevölkerung auf die Kaufkraft von 1994 zurückgefallen ist. Bald gilt das für 75% der Bevölkerung. Jeder Dritte hat keine Rücklagen mehr. Für diese Leute braucht es Alternativen, die nicht teurer sind als das Bisherige.

Ich habe den Verdacht, dass die grüne Verbotspartei irgendwann zu den "Abgehängten" sagen wird: "Pech gehabt!"

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