Forum: Wirtschaft
Strukturwandel: Brauchen wir noch Parteien?
DPA

Der Wahlkampf mag langweilig erscheinen - in Wahrheit erleben wir einen fundamentalen Strukturwandel der Politik. Willkommen im Zeitalter des Turbo-Demokratismus!

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Denkt mal selber nach 10.09.2017, 19:05
100.

Zitat von heinrichkramer
Im Gegensatz zur Bibel lässt sich das GG jederzeit ändern.Wir,die Wähler,schaffen das.
In grenzen. Die Grundrechte sind unantastbar, solange das GG allgemeine Gültigkeit in unserem Rechtsraum besitzt.

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hoppla_h 10.09.2017, 19:08
101. Im Prinzip JA, ... ABER ...

Die Frage zum aktuellen Strukturwandel: "Brauchen wir noch Parteien?" beantworte ich ähnlich wie vom berühmten Radio Eriwan:
IM PRINZIP JA: Im GG ist die Rolle der Parteien vorgedacht: Prinzip der repräsentativen Demokratie.
ABER: CDU und SPD als die alten Volksparteien haben mit ihrer Dauer-GroKo aus Berufs-Politikern den Wählerauftrag des Volkes vergeigt!

Ähnlich wie Ina Deter gesungen hat: NEUE PARTEIEN braucht das Land!

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B!ld 10.09.2017, 19:09
102. Politik ist lange nicht alles

Beispiel Hamburg: diese Stadt wird dermaßen von einem verkrustetem Behörden- und Polizeiapparat kontrolliert, dass Politiker sagen können, was sie wollen. Es ändert sich doch nichts, weil jedes Genehmigungsverfahren länger als eine Legislaturperiode dauert. Folglich gibt es auch keine fähigen Politiker mehr. Jeder, der etwas aus seinem Leben machen möchte, geht nicht in die Politik, es gibt keine wählbaren Persönlichkeiten, und wir müssen uns mit Nulpen wie Scholz, Beust, Schill und Fegebank herumärgern.
Da soll mal einer sagen, dass politisches Denken noch Sinn machen soll ....

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citizen01 10.09.2017, 19:09
103. Natürlich brauchen wir solche Organisationen

Nur solche Parteien haben eine Zukunft, die zunächst mal die Wähler anhören und ANSCHLIESSEND die Programme erstellen. Moderierte Veranstaltung für Meinungsäußerungen anbieten, bei denen Politiker nur zuhören dürfen. Das bisher übliche gnädige Angebot an Zuhörer, Fragen stellen zu dürfen, ist reine Stichwortsammelei für Rechtfertigung und Versprechungen.

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kritischer-spiegelleser 10.09.2017, 19:20
104. Parteien? Wahrscheinlich nicht!

Diese alten Organisationen sind zu unflexibel und zu rechthaberisch geworden. Wir brauchen Interessengruppen. Die zeitlich befristet eine Bürgerbewegung bedienen. Nur so findet sich der Bürger in den Parlamenten wieder.

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rabbijakob 10.09.2017, 19:21
105. Der Punkt ist....

...das die Menschen kapiert haben, dass die heutigen Politiker Marionetten sind. Die Parteien sind unterwandert von geldgeilen Menschen, die der Industrie und den Banken den A....lecken. Gesichts- und Rückratlose College Boys and Girls, die nicht mehr die Persönlichkeit haben, Meilensteine zu setzen. Sie verwalten Deutschland, und dabei muß möglichst viel abfallen. Wir sind träge und selbstgefällig geworden. Wir laufen satt und gelangweilt durch die Welt. Das wird sich irgendwann entladen, und ich fürchte ich werde das noch erleben.

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mhuz 10.09.2017, 19:23
106. Warum schlecht

Was wollen sie, die Welt ändert sich und auch die Parteien - sie passen sich an. Ist das nicht der Sinn einer Demokratie - alles im Wandel. Was ist da jetzt schlecht dran ? Das Problem ist halt, dass jeder meint er müsste der Bestimmter sein und sagen wo es lang geht und es am schnellsten geht, wenn er sich an die Spitze einer Bewegung stellt - das kann gut gehen oder auch schlecht aber das ist Demokratie. Das beste Beispiel ist die AFD. Ein Lehrer hat die Politik nicht gefallen und schnell hat er eine eigene Partei gegründet und weil einige Themen den rechten gefallen hat. haben sie ihm gleich stimmen gebracht und er fühlte sich schon als Herrscher der Welt und bald haben sie Ihn über Bord geworfen und jetzt meinen sie sie sind die größten. Oder die Piraten, sie hatten nur ein Thema und gleich mußten sie eine Partei gründen. Oder die Linken mit ihrem Saarländer. Aber es ist doch das Volk, weil sie jedem nachrennen - die sind doch die Blöden.

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curiosus_ 10.09.2017, 19:24
107. Was haben...

Zitat von sporer
Ich habe den Artikel jetzt bereits zum dritten mal gelesen, aber es erschließt sich mir nicht was Sie damit sagen wollen. Wie sollte eine Demokratie anders funktionieren als durch den Zusammenschluss von Bürgern zu Parteien, um bestimmte Interessen durchzusetzen? Das haben die antiken Griechen erfunden und die Römer haben es ebenfalls praktiziert. Also, ich wäre wirklich dankbar wenn mich jemand über die Kernaussage dieses Artikels aufklären könnte.
... die antiken Griechen erfunden? Sicher nicht das Parteiwesen. Informieren Sie sich vorher bevor Sie derartig Falsches posten. Die antiken Griechen haben die direkte Demokratie erfunden, sicher nicht die Parteiendemokratie.

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peeka(neu) 10.09.2017, 19:25
108. Die relevante Frage

ist doch die, welche Fragen überhaupt auf der nationalen Ebene beantwortet werden können. Im Grunde genommen bilden Parteien immer noch diese Ebene ab und sind gleichzeitig von der Realität der Globalisierung überholt worden.
In Europa würde es schon helfen, wenn sich die Parteien auch europäisch organisieren würden. Die eigentlichen Konkurrenten sind doch international agierende Organisationen wie Greenpeace, Amnesty International oder ATTAC bzw. multinationale Konzerne, in denen auch politisch mehr erreicht werden kann als auf der Parteiebene.
Da bleibt dann noch die Verteidigung des Gestern übrig, bzw. die nuancierten Unterschiede in der Sozialpolitik, aber auch nur, weil dieser Bereich noch nicht auf europäischer Ebene geregelt ist.

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radbodserbe 10.09.2017, 19:27
109.

Nicht das Parteiensystem ist Schuld an der Misere, sondern das Selbstverständnis oder manchmal auch Demokratieverständnis so mancher Politiker besonders in den oberen Etagen.
Gegenseitige Schuldzuweisungen und Rücktrittforderungen scheinen of wichtiger zu sein, als gemeinsames konstruktives Anpacken von Problemen.
Selbstdarsteller wird und hat es immer in der Politik gegeben und ein gewisser Narzissmus ist dabei wohl auch von Nöten, aber es liegt immer noch an uns Wählern, ob wir unser Kreuzchen wegen netter Showelemente, destruktivem Gebrüll oder einem guten oder zumindest vertretbaren Parteiprogramm (was dann so auch hoffentlich umgesetzt wird) machen.
Dafür, das eine langfristige GroKo mit schwacher Opposition eher nicht im Sinne eines Mehrparteiensystems ist, ist nicht das System selbst verantwortlich zu machen.

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