Forum: Wirtschaft
Strukturwandel: Brauchen wir noch Parteien?
DPA

Der Wahlkampf mag langweilig erscheinen - in Wahrheit erleben wir einen fundamentalen Strukturwandel der Politik. Willkommen im Zeitalter des Turbo-Demokratismus!

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bebreun 10.09.2017, 18:32
80. genaus sehe ich das auch

Zitat von kleinbürger
......und wer bestimmt über was und wann abgestimmt werden soll ? die versuche die leute zu manipulieren, zu instrumentalisieren wären permanent. etwas abstimmung über die todesstrafe nach einem furchtbaren sexuakmord. abstimmung über die aufnahme von flüchtlingen nach einem bild eines kleinen toten jungen am strand, oder nach einem anschlag ? meiner meinung nach ist das ganz grosser unfug, das jetzige system erscheint mir prinzipiell durchdacht und gut zu funktionieren. viele leute verstehen es leider einfach nicht oder schätzen es gering weil es ihrer kleinkarierten narzistischen neigung recht haben zu wollen und das sofort keine rechnung trägt.
Der Begriff Turbodemokratie beschreibt genau diese Phänomene: schnelle Meinungsverbreitung gepuscht oder besser aufgeputscht durch gerade aktuelle Mainstream-Ereignisse. Und wer glaubt, dass dann Volksbeteiligungen die wahre Demokratie darstellen hat meiner Meinung nach keine Ahnung von Manipulierbarkeit und unsinnigen Kurzsicht-Entscheidungen. Da gefällt mir noch eher die Aussitz-Eigenschaft von Merkel, die eine dämpfende Wirkung auf aufgeregte Stimmungschwankungen hat und eher langfristige Richtungsentscheidungen im Auge behält.

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fred-vom-saturn 10.09.2017, 18:32
81. Natürlich nicht

Es braucht keine Parteien denn diese sind Vollstrecker und Handllanger der Reichen und der Wirtschaftslobby. Noch jede Partei hat in Deutschland gegen die Interessen der 90 Prozent Mehrheit gemacht und sich ausschließlich auf das Reiche 10 Prozent konzentriert. Der Witz ist, das die trotzdem immer wieder gewählt werden. Wähler Masochismus nennt man das wohl.

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helro56 10.09.2017, 18:33
82. die Kolumne von Henrik Müller lässt Zweifel aufkommen.......

dass er den Begriff '' Demokratiie '' versteht und dennoch im Spiegel sich zu diesem Thema äußern darf!!

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Mara Cash 10.09.2017, 18:33
83. Wir brauchen Parteien...

Wir brauchen Parteien - aber keine SED-Parteien, die in wirklich substanziellen Fragen über die demokratischen Mitspracherechte der Bevölkerung einfach hinweg gehen. Daher wähle ich demnächst eine Partei, die sich für Volksentscheide und somit für den demokratischen Willen der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland einsetzt.

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pandy 10.09.2017, 18:34
84. einfach bei Parteien mitarbeiten?

Jeder schimpft bekanntermaßen über Parteien Politiker Parteiendemokratie und so weiter, aber sehr selten kommt einer auf die Idee dort mitzuarbeiten. In den meisten Parteien kann man tatsächlich Einfluss nehmen, falls mal einmal den Mitgliederbereich betritt. Macht aber keiner. Vielleicht könnte man da man mal ansetzen, als Wutbürger...

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mwroer 10.09.2017, 18:34
85.

"Wenn aber technologische und gesellschaftliche Entwicklungen neue Kanäle der Willensbildung eröffnen, sind Parteien dann womöglich überflüssig?"

Parteien wurden in dem Moment geschwächt wo innerhalb der Parteien keine demokratischen Strukturen mehr geherrscht haben. Wundert auch keinen - wenn der CDU Fraktionsvorsitz im Bundestag mehr oder weniger seinen Abgeordneten drohen kann ihnen Posten zu entziehen wenn sie nicht so stimmen wie die 5 Hanseln der Fraktionsleitung das wollen und die Presse .... schweigt.

Natürlich sind Bewegungen da attraktiver. Jeder kann mitmachen und wenn er aus Überzeugung ganz früh dabei ist auch was bewegen.

'Bewegungen' wenn man sie so nennen will sind ein heute absolut notwendiges Korrektiv zu den starren und langsamen Parteiapparaten die aus den letzten 50 Jahren bekannt sind. In Zeiten wo selbst die Presse nur noch erzieht statt zu informieren und versucht Meinung zu machen statt den Menschen bei der Meinungsbildung zu helfen sind Bewegungen die mit Hilfe des Internet und anderer Dienste kommunizieren doch faktisch das einzige Sprachrohr für Bürger die NICHT daran glauben das ein Wahlergebnis gleichzusetzen wäre mit einem 4 Jahre Freifahrtschein für jeden Unfug.

Zumal wir oft genug sehen dass die 'Arbeit' der Politiker mehr und mehr dazu dient Parteiinteressen zu schützen statt dem Wohle des Staates zu dienen.

'Zum Wohle des deutschen Volkes ...' sowas in der Richtung schwören Eure Politiker. 'Nur dem eigenen Gewissen verpflichtet ...' das steht auch irgendwo geschrieben. Wir sehen jeden Tag das beides nicht bindend ist.

Deutschland ist nur der Staat, nicht die Bürger. Ob Deutschland in irgendwelchen tollen Statistiken auf Platz 1 steht ist belanglos wenn die Kinderarmut mehr und mehr zunimmt, wenn die Menschen die dieses Land aufgebaut haben in der Rente jeden Cent 5 mal umdrehen müssen - und all das während nebenan in der zigmal so teuren Elbphilharmonie gefeiert wird und der zigmal so teure Flughafen immer noch nicht fertig ist.

Verantwortung? Trägt dafür keiner. Schaden? Bleibt am Bürger hängen. Die Parteien? Haben ihre Spitzenleute damit gut versorgt.

Brauchen wir noch Parteien ... ? Klar, zur Verwaltung und Abwicklung des Theaters. Für Ideen? Nein. Die kommen seit den Ostermärschen schon lange nicht mehr aus Richtung CDU und SPD.

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Braveheart Jr. 10.09.2017, 18:35
86. Nachdem es ...

... der Wirtschaft immer besser geht, ohne daß die Arbeitnehmer ein Stückchen Kuchen abkriegen, geht es seit einiger Zeit auch den Regierenden immer besser, ohne daß das Partei-Fußvolk etwas davon hat; Und solange Listen-Spitzenplätze in Hinterzimmern unter Amigos ausgekungelt werden, wird sich daran auch nichts ändern. In der Wirtschaft werden gute Positionen über "Vitamin B" vergeben; In der Politik genauso. Abhilfe ist nur möglich, wenn konsequent bei allen Wahlen nicht nur 50% der abgegebenen Stimmen, sondern 50% der möglichen Stimmen als Ziel ausgegeben werden: Dann ist nämlich gewährleistet, daß wirklich die Mehrheit an die Macht kommt. Klappt das im ersten Wahlgang nicht, wird nach französischem Muster ausgesiebt ... oder die offenbar nicht mehrheitsfähigen Köpfe auf den Plakaten werden abserviert und durch neue Köpfe ersetzt. Aber das kapiert der5 deutsche Michel nicht ...

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Aberlour A ' Bunadh 10.09.2017, 18:36
87. Braucht kein Mensch

Zitat von B. Hoffrich
Beide betreiben diesmal einen Ausländerwahlkampf. Die SPD stellt Ausländer in den Vordergrund (wie auch die Grünen und die Linken mit einer Kandidatin mit dem schönen iranischen Vornamen Sahra). Die Kanzlerin wirbt für ein Deutschland, in dem Ausländer gut und gerne auf Sozialkosten leben. Auch wenn sie es so nicht plakatiert. Die haben längst die Verbindung zum deutschen Volk, ihren Wählern, verloren. Ja, sie erwecken ausserhalb des Wahlkampfes sogar oft den Eindruck, dass sie alles Deutsche (gerade die Kultur) verachten. Ansonsten: man sollte die parlamentarische Demokratie nicht abschaffen und dann die Fragen der Zeit übers Internet (was ginge) von allen entscheiden lassen. Ich fürchte die Wankelmütigkeit und die Beeinflussbarkeit dieser Wähler. Es ist ja furchtbar, wie viele noch heute den Lügen der Polit-Medien aufsitzen. Was dann dort raus kommen würden, wären schlechter als die schlechten Ergebnisse, die der Parlamentarismus erzeugt. Den Parlamentarismus kann und sollte man reformieren. Entscheidungen, die nur aus parteitaktischen Erwägungen mit Fraktionszwangs dort getroffen werden, sind Gift für die Demokratie. Ansonsten hoffe ich weiter, dass sich dort die Anständigen des Volkes versammeln. Von der Anzahl her könnte es hinkommen. :-) Ein bisschen Selbstlüge muss aus Selbstachtung sein. Denn wenn man das unterstellt, müssten die Entscheidungen im Sinne der Bevölkerung und der Zukunft des Landes getroffen werden und wären damit für die Masse des Volkes konstruktiv. Der gute Wille, nicht nur beim Kriegmachen für die Amerikaner. Allerdings: man vergleiche diesen Politik-Ansatz des Nutzens für das Volk (mein Kinderglaube, den ich mir bewahrte) mit dem, was mit heissen Nadeln vor der Wahl bei dem Wahlgeschenk für Schwule gestrickt wurde.
Können Sie Ihren braunen Sch.... bitte für sich behalten.

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Denkt mal selber nach 10.09.2017, 18:36
88.

Zitat von kleinbürger
sorry, die parteien sind nicht nur für sie da ! sich nicht vertreten zu fühlen zeugt von einer ignoranz sich nicht tiefer mit dem praktikablen gefüge von demokratie beschäftigen zu wollen, sonst wüßten sie das die parteien durchaus ideologische ansätze ihr eigen nennen die eben nicht deckungsgleich sind. ich kann verstehen das man nicht wählen geht weil man krank, im urlaub oder millionär ist, aber "weil man sich nicht vertreten fühlt" ist hybris.
Welchen besseren Grund gebe es denn nicht zu wählen, als das man mit keinem der Angebote einverstanden ist. Nun kann man zu recht behaupten, es wäre besser das kleinere Übel zu wählen, dass aber ist wohl die persönliche Entscheidung.

Im gegenwertigen System, in dem wir ohnehin nur die Sprecher der Herrschenden wählen können, stimmt man am besten mit seiner Konsumentscheidung ab. Das ist tausen mal effektiver als das vierjährige Kreuzchen.
Dass ich heute die Möglichkeit habe, mir Obst und Gemüse direkt vom Demeterhof liefern zu lassen habe ich mit Sicherheit nicht den Partien zu verdanken, sondern der mutigen Entscheidung einiger Bauern und den Menschen die durch ihre Kaufentscheidung diesem Geschäftsmodell zum Erfolg verholfen haben, dass es seine Reichweite zu mir ausdehnen konnte.

Ein Jungwähler der lieber nicht wählt, bevor er sich verwählt, kann ich und die Gesellschaft gut aushalten. Auch das ist Demokratie. Wer keine konkreten Fragen stellt oder Angebote macht kann keine konkrete Antwort oder Entscheidung erwarten.

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karit 10.09.2017, 18:39
89. Wir brauchen keine Parteien mehr, so wie ...

... sie jetzt organisiert sind und im System mitwirken können. Das geht so nicht mehr weiter. spätestens wenn Angie weg ist werden Politiker kommen, die mit Parteien kaum mehr in Verbindung zu bringen sind, auch wenn sie vielleicht einer Partei zugehörig sind. Kretschmann ist ein Beispiel dafür, gehört zu den Grünen, macht aber eher andere Politik als das was die Grünen wollen. So wird das kommen ... da dient sich keiner mehr durch diese ellenlangen Parteihierarchien durch ... das ist definitiv vorbei. Und das ist gut so!

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