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Strukturwandel: Raus aus der Kohle - ohne Jobkahlschlag
DPA

Wie gelingt der Kohleausstieg, ohne dass Zehntausende Arbeitsplätze wegfallen? Die Regierung will erst nach der Wahl ein Konzept erarbeiten. Firmen und Gemeinden packen das Problem bereits jetzt an.

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Gerdd 09.05.2017, 12:53
90. AKW mit höchsten Sicherheitstandards

Zitat von marcdv
... Natürlich erwarte ich dann AKW mit höchsten Sicherheitstandards. ...
Ja, die würde ich dann auch erwarten. Aber davon hat die Industrie noch nicht eine Sekunde lang geredet - oder doch: Aber das sind dann die "bekannt hohen Standards, denen deutsche Kernkraftwerke ja schon seit Jahrzehnten entsprechen." Davon, womöglich mal weiterzuforschen, um höhere Standards als in Biblis etc. zu ermöglichen - davon redet niemand.
Ich bin nicht Experte genug, um abzuschätzen, was man mit Thorium-Reaktoren erreichen könnet, und inwieweit man das Atommüll-Problem mittels Umwandlung der langlebigen Abfälle in kürzer strahlendes Material in den Griff bekommen könnte. Aber ich darf wohl vermuten, daß wir viel mehr darüber wüßten, wenn man damit viel Geld machen könnte.

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märcheneeg 09.05.2017, 12:57
91. Ausstieg aus Kohle- und Kernenergie

...und den gesamten Verkehr auf Elektroantriebe umstellen wird echt spannend:

Derzeitiger Energieverbrauch des Verkehrssektors ca. 2600PJ
=> das entspricht ca. 720 Mrd. kWh

Nehmen wir mal für E-Autos günstig an, dass der Energieverbrauch auf 1/3 sinken würde (was zwar Quatsch ist aber sei es drum), dann wären das immer noch 240 Mrd. kWh die pro Jahr benötigt werden.

Alle 9 Kernkraftwerke haben im Jahr 2016 ca. 80 Mrd. kWh Strom produziert...
Alle Braun- und Steinkohlekraftwerke haben 2016 260 Mrd. kWh Strom produziert...
Die sog. Erneuerbaren haben nicht bedarfgerecht ca. 190 kWh Strom produziert...

d.h.: Für 100%ige Elektromobilität müssten wir 27 Kernkraftwerke bauen oder die Kohleverstromung verdoppeln, wir hingegen schalten alles ab - wahrscheinlich bin ich zu dumm, aber irgendwie leuchtet mir das Konzept nicht ein...

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Gerdd 09.05.2017, 12:58
92. Wenn der Solarstrom ...

Zitat von sponcon
... seit 15 Jahren monatlich um 1 bis 4 % billiger wird, müssten doch die enrgieunternehmen mich bezahlen, dass ich ihn abnehme. Sowas günstiges gibt es doch sonst nicht in D.
Ja, schön wärs. Aber mit der Prozentrechnung ist das wie mit der Halbwertszeit:

Wenn das vor 15 Jahren mit, sagen wir 100 Euro angefangen hätte, dann wären das im nächsten Monat 4 Euro weniger, also 96 Euro gewesen. Nach einigen Jahren wäre es dann, sagen wir 10 Euro. Einen Monat danach ist es dann 4%, also 40 Cent weniger - also 9,60 Euro. Daß das in negative Zahlen umspringt, braucht man also nicht zu befürchten ...

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tempus fugit 09.05.2017, 13:00
93. Ach,...

...Herr Doktor, nicht jeder ist doof weil er keinen - so real besteht - Titel trägt:

1. dieses Kohlegeschwurfbel ist nicht mal neu, zig-mal hier angeführt worden. Meiler eben... Und Holzkohle ist eher nachhaltig weil aus
nachgewachsener Flora hergestellt - Kreislauf!
Steinkohle ist urururalt - wird verbrannt, die wächst nicht nach.
Breaunkohle ist ein ur weniger alt, Effekt derselbe.
Den RFest habe ich 100facvh gelesen, wird auch beim 101sten nicht
wahrer.

Rechnen Sie die 10% Exportstrom aus Braun und Stein und dann haben wir bereits nach reichlich 10 Jahren so 40% EE-Strom.

Bei einer sicheren und stabilen Stromv ersorgung wie nie zuvor...
Ach so - die Atommeiler - die standen ohne grössere Vorfälle bis zu 30% still,
die 54 in Japan stehen alle seit 6 Jahren still.
OIsyt Japan untergegangen?
Na also - ich wünsch' Ihnen einen Stgurm im Bier- oder Weinglas,
je nach Geschmack...

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Flari 09.05.2017, 13:06
94.

Zitat von cvdheyden
Im übrigen sollte man tatsächlich nicht mit reinem H2 fahren, sondern aus diesem mittles CO2 Alkohol generieren. Das ist im übrigen auch schon in den fuffzigern "erfunden" worden. Kann man also als Anlage kaufen und ist nix neues. Mit Alkohol fahren die Nascar Autos Rennen. Über den Stoff Alkohol ließe sich viel Kohle sparen und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, also auch im übertragenen Sinne
Es ist an sich weitgehend wurscht, ob man aus H2 mittels CO2 Alkohol/Ethanol (C2H6O) generiert oder SNG/Methan (CH4).
Was spricht FÜR Alkohol ausser der Flüssiglagerung?
Dass man sich daran besser berauschen kann? :-)

Haben SIE sich einmal mit den Wirkungsgraden und KOSTEN beschäftigt?
Insb. die Kosten ggü. Erdgas?
Wie wollen Sie die 10- bis über 30-fachen Kosten pro kWh finanzieren?
Über 10.000,- Euro/a für die Beheizung einer "Erdgas/Heizöl-Wohnung"?

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Gerdd 09.05.2017, 13:07
95. Nur wenn ...

Zitat von litholas
Kohle- und Kernkraftwerke sind eben NICHT billiger als onshore-Windkraft und Solarstrom.
Nur wenn es um die Grundversorgung geht ... (weil wir Wind und Sonnenlicht immer noch nicht gut speichern können - die Kunst ist damals mit der Stadt Schilda untergegangen;-)

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litholas 09.05.2017, 13:08
96.

Zitat von sponcon
... ab wann in den 17 Jahren Ihnen der Hersteller Geld gibt, sein Produkt zu nutzen.
Bei einer mittleren Verbilligung von z B 2% pro Monat ergibt sich über 204 Monate eine Verbilligung auf 0,98 hoch 204 gleich 0,16 Prozent. Photovoltaikmodule kosten heute etwa 330 Euro pro kWp, wären im Jahr 2000 etwa 20.000 Euro pro kWp.

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soulbrother 09.05.2017, 13:16
97.

Zitat von Flari
Selbstverständlich endet die gesicherte Leistung spätenstens an den Grenzen, wenn keine Versorgungsgarantien aus dem Ausland bestehen. Regional übrigens bedeutend früher. Gerade bei Wasserkraft .....
Ich wüsste nicht, dass Import/Export verboten werden sollen oder in sonst irgendeiner Weise beschränkt werden sollen, das Gegenteil ist der Fall, die Verbindungen zu allen elektrischen Nachbarn werden ausgebaut, es können jetzt schon im Saldo ca. 20 GW im- und exportiert werden. Mit zunehmenden Übertragungskapazitäten verstetigt sich die EE-Leistung und mehr vorhandene Speicher zB Wasserkraft in den Alpen oder indirekte Speicherung in Norwegen werden Teil des Systems. Zudem wird Offshore kräftig ausgebaut, auch die Pläne von Tennet eine künstliche Insel zu errichten mit Fertigungskapazitäten für WKA und mehreren hundert GW installierter Leistung mit sternförmiger Verbindung in alle angrenzenden Länder sind sehr vielversprechend. Es gibt also keinen Grund den Kopf in den Sand zu stecken.
Die Preisfindung an der Börse ist nicht reguliert und in Knappheitssituationen werden die entspreched hohen Preise dem Markt ermöglichen die besten und günstigsten Lösungen für Regelleistung anzubieten.

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lookinside13012 09.05.2017, 13:24
98. Strukturwandel braucht Zeit

Die erneuerbaren Energien sind die einzige umweltfreundliche Alternative!
Deren Ausbau,konsequenterweise auch in Ländern mit mehr Sonne(Spanien,Griechenland,Afrika...),ist alternativlos!
Wind als Offshoreanlagen.
Die Speicherung muss entwickelt werden...
Leitungen müssen ausgebaut werden....
Da sind dann wohl einige Arbeitsplätze in Aussicht!
Wir können nicht weiter so tun als ob die eh schon pessimistischen Zukunftsaussichten im Bereich der Umweltzerstörung,weiterhin durch den ewigen Grundsatz der Arbeitsplatzsicherung und des ewigen Wachstums gerechtfertigt werden können.
Atomkraft ist zu gefährlich und den radioaktiven Abfall über hunderttausende von Jahren zu entsorgen ist Utopie!

Kohle ist nicht mehr zu verteidigen!

Die Finanzierungen amortisieren bei alternativen Energien von selbst!
Jeder von uns muss seine Lebensweise auch konsequenter nach ökologischen Gesichtspunkten ausrichten!
Immer nur meckern und sagen „das klappt nie und nimmer“ hilft da nicht!

Wenn Deutschland es schafft,diesen Strukturwandel zu realisieren,werden wir nicht nur den Beweis für die Machbarkeit liefern,sondern diese Technologie auch exportieren können,was wiederum Arbeitsplätze schaffen wird.

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litholas 09.05.2017, 13:25
99.

Zitat von märcheneeg
...und den gesamten Verkehr auf Elektroantriebe umstellen wird echt spannend: Derzeitiger Energieverbrauch des Verkehrssektors ca. 2600PJ => das entspricht ca. 720 Mrd. kWh Nehmen wir mal für E-Autos günstig an, dass ........
Weil die Gefahr besteht, dass über Nacht 50 Millionen E-PKW vom Himmel fallen?

Mit einer beliebigen Kombination von onshore-Windkraft und Solarstrom inklusive Speicherung für die nächste Nacht kommen wir auf eine 70%ige Bedarfsdeckung, egal ob der Bedarf 500GWh/a beträgt wie jetzt, 700GWh/a inklusive Elektromobilität, oder 1000GWh/a, wenn man einen Teil der Wärmebereitung auf Wärmepumpen und Ohmsche Elemente umstellt.

Die restlichen 30% müssen dann noch durch konventionelle (nicht unbedingt fossile oder sogar nukleare) Kraftwerke bereitgestellt werden - oder von EE-Kraftwerken aus dem Ausland importiert.

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