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Strukturwandel: Raus aus der Kohle - ohne Jobkahlschlag
DPA

Wie gelingt der Kohleausstieg, ohne dass Zehntausende Arbeitsplätze wegfallen? Die Regierung will erst nach der Wahl ein Konzept erarbeiten. Firmen und Gemeinden packen das Problem bereits jetzt an.

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syracusa 09.05.2017, 10:20
20.

Zitat von dirk1962
wie es gelingen soll, aus der Kohle auszusteigen und gleichzeitig den Individualverkehr auf Fahrzeuge mit E-Antrieb umzustellen? Der Großteil der Fahrzeuge wird doch vermutlich in der Nacht geladen, also ohne Solarenergie und bei abgeflachten Wind.
Nachts läuft das Stromnetz nur auf Sparflamme. Alleine der jährliche Zubau an Windkraftanlagen erzeugt ein Vielfaches des Stroms, der vom jährlichen Zuwachs an Elektroautos verbraucht wird. Im Mittel verbraucht jedes E-Auto nur 8 kWh Strom pro Nacht, um damit genau dieselben Fahrleistungen erreichen zu können wie ein heutiger Benziner.

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lobivia 09.05.2017, 10:22
21. Ganz klar besser Merkel

Zitat von Deddie
Braunkohlepfennig für Arbeitslose Tagebauer. Solidarzuschlag für die kränkelnden südeuropäischen Staaten. Strukturausgleichsbeitrag für EU-Länderausgleich wegen Brexit und fehlendem GB-Beiträgen. Umrüstung der Diesel zu Lasten der Halter und .....
Besser Merkel, als einen eurokratisch-populistischen Schwätzer, der wenig zählbares vorweisen kann. The Grass isn´t greener on the other side of the fence.

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Mertrager 09.05.2017, 10:23
22. Das wird nicht reichen

Bei uns in der Lausitz wird es zu verstärkter Abwanderung führen. Das ist auch das Ergebnis von steter Förderungeld der Ballungsgebieten, wie sie ja von Berlin betrieben wird. Da kann es nicht voll und eng genug werden. Wozu: Keine Ahnung. Auch das "Leuchtturm"-Konzept der brandenburgischen Regierung hat daran Anteil. Ob dieses Vorgehen sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen. Einfluss hat es. Vermutlich keinen guten. Früher hätte man durch Steuervergünstigungen die Verlegung von Produktionsstätten ins Zonenrandgebiet angeschoben. Heute geht das nicht mehr, da der Bund jeden Cent braucht, kann man dafür keine Steuernachlässe mehr gewähren.. ;-))

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Quicksafe 09.05.2017, 10:23
23. Was soll sich denn ändern?

Zitat von Deddie
... Aber der Michel wählt wie immer die selben Versager und wundert sich das sich nichts ändert. 16 Jahre Merkel - Wollt ihr das wirklich.
Was soll sich denn ändern? Die Thermodynamik? Wird sie nicht. Dazu bräuchten wir ein neues Universum. Es geht immer noch darum, wo der Strom jenseits von Kernkraft und Kohle in ausreichender Menge herkommen soll? Die Politik und dort ibs. die promovierte Physikerin Merkel hat von Anfang an nicht nachgedacht - Stichwort Ethikkommission -. Die Deutschen merken es gegenwärtig schon am Strompreis. Wird die konventionelle Stromerzeugung weiter zerstört, werden Engpässe dazu kommen und ab da wird es spannend, denn die bis dato verlorenen Technologien und Investitionen, lassen sich weder inhaltlich noch personell von heute auf morgen wieder aufbauen.

Deutschland schaltet sich langsam ab, wobei die Langsamkeit der Trick ist, der jede Erkenntnis bis zum großen Black Out vernebelt.

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urbanism 09.05.2017, 10:23
24. Seit Jahrzehnten weiß man,..

Seit Jahrzehnten weiß man, dass die Kohle in Deutschland keine Zukunft mehr hat und trotzdem spielt man jetzt den Überraschten. Man macht sich auf einmal über 10.000 Arbeitsplätze Gedanken, die im Rahmen der Schließung von diversen Stahlwerken, der Opel Schließung Bochum sowie jedes Jahr im Rahmen irgendwelcher Kosteneinsparungen ebenfalls, wegfallen bzw. weggefallen sind. Warum macht man sich über den Kumpel mehr Sorgen als um den gemeinen Arbeiter oder Angestellten???

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diospam 09.05.2017, 10:25
25. lol nein

Zitat von erst nachdenken
@1: Es wird nicht auf 100% Ekektroautos hinauslaufen, sondeen auch weiterhin Plug-in-Hybride nit Verbrenner geben (die dann langfristig ohne fossiles Öl laufen) und die Batterien der Elektroautos werden durch Vehicle-to-Grid die Lösung des Speicherproblems sein. Denn wie viel Prozent der Autos fahren schon zeitgleich.
LOL nein.
Vehicle to Grid ist um Faktor 100-1000 zu klein um irgendwelche Speicherprobleme bzgl. Erneuerbare zu lösen. Damit Deutschland 100% Erneuerbar fahren kann, werden ca. 30-60TWh an Speicherkapazität benötigt. Problem: selbst mit exponentiellem Wachstum in der Zukunft, wird die Batteriespeicherproduktionsrate in 2020 nur bei ca. 40GWh WELTWEIT liegen. Weltweit werden aber 500-1000TWh benötigt. Die Menschheit benötigt also nur 12500 -25000 Jahre um die weltweite Energiewende hinzu bekommen. Dagegen sind 1000 Kernreaktoren nur ein kleiner Klaps dagegen.

SO groß ist das Problem.

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sarkasmis 09.05.2017, 10:32
26.

Der Staat sollte nicht das Leben der Kohlearbeiter planen. Umschulungen sollten in Einzelfällen da stattfinden wo sie sinnvoll sind. Im übrigen sollte man den Leuten einfach klar sagen: z.B. in 5 Jahren ist hier Schicht im Schacht, sucht euch schon mal was neues.
Die meisten Schulungsmaßnahmen sind teuer und bringen wenig. Da sieht man immer in Insolvenzen bei Auffanggesellschaften für die Beschäftigten.
Jeder Job, abseits des Beamtenstatus enthält das Risiko, dass man irgendwann eben entlassen wird. Im übrigen wurde jeder Job in einem Kohlebergwerk bisher schon mit ca. 200.000 € pro Jahr subventioniert und das schon seit Jahrzehnten. Es ist also nicht so, dass die Angestellten dort arme Opfer wären für die der Staat nie etwas getan hätte.

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hnoi 09.05.2017, 10:33
27. Die üblichen Reflexe ...

"Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) fordert indes rasche Strukturhilfen für die Braunkohleregionen."

Warum sagt keiner, dass der Steuerzahler mal wieder eine aussterbende Industrie per Subventionen am Leben halten soll, es wäre wahrscheinlich billiger, die Differenz zwischen Arbeitslosengeld/-hilfe und dem letzten Arbeitseinkommen direkt an die betroffenen Arbeitnehmer zu zahlen.

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ir² 09.05.2017, 10:40
28.

Das ganze ist ein doppelter Betrug von der Öko-Industrie.
a) Ein Blick auf das AGORAMETER zeigt deutlich dass der Kohlestrom technisch unverzichtbar ist.
b) Der Strukturwandel ist eine Lüge! Bis heute hat NRW den Niedergang der Stahl- und Kohleindustrie nicht überwunden; das Ruhrgebiet ist das Armenhaus im Westen. Nach dem Niedergang der Kraftwerke wird alles nur noch schlimmer, niemand kann mit Windräder und PV-Dächern die Arbeitsplätze bei Rheinbraun ersetzen. Höchstens prekäre Beschäftigung bei Aldi oder Amazon bleibt den Menschen dort nach Vollzug der „Energiewende“.
Am Sonntag ist Wahltag = Zahltag. Hoffentlich bekommt grün/rot den verdienten Denkzettel!!

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mrotz 09.05.2017, 10:43
29. Bitte nicht!

Zitat von fred2013
die erzeugte Energie kann in Wasserstoff umgewandelt werden, der dann jederzeit wieder verstromt werden kann. Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft. Er liefert Mobilität, Wärme und Energie gleichermassen, kann gespeichert werden und damit für eine gleichmäßige Versorgung sorgen. Die Stadtgasnetze können Wasserstoff vermischt mit einem Trägergas einspeisen und beim Endkunden wieder trennen. Das geht schon heute, das einzige Problem ist die Verrechnung mit dem Kunden.
Wasserstoffgas ist das kleinste Molekül und diffundiert überall durch.

Eine Anwendung von Wasserstoff im totalen Großindustriellen Maßstab sorgt zu nicht vernachlässigbaren freisetzungen dieses Gases.
Dieses steigt dann, da es extrem leicht ist in der Athmosphäre auf, schädigt dabei die Ozonschicht und was nicht mit dem Ozon reagiert hat, verschwindet im All....
Wasserstoff (zumindest Deuterium/Tritium) sind bedeutend in der Nutzung der Kernfusion.
Aber Wasserstoff als Zwischenenergieträgermedium ist absolut nicht empfehlenswert.

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