Forum: Wirtschaft
Strukturwandel: Raus aus der Kohle - ohne Jobkahlschlag
DPA

Wie gelingt der Kohleausstieg, ohne dass Zehntausende Arbeitsplätze wegfallen? Die Regierung will erst nach der Wahl ein Konzept erarbeiten. Firmen und Gemeinden packen das Problem bereits jetzt an.

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jhea 09.05.2017, 11:27
50.

Zitat von erst nachdenken
@1: Es wird nicht auf 100% Ekektroautos hinauslaufen, sondeen auch weiterhin Plug-in-Hybride nit Verbrenner geben (die dann langfristig ohne fossiles Öl laufen) und die Batterien der Elektroautos werden durch Vehicle-to-Grid die Lösung des Speicherproblems sein. Denn wie viel Prozent der Autos fahren schon zeitgleich.
Naja, wenn 30% aller Fahrzeuge E-Autos sind... würd ich sagen dass gut 90% dieser 30% (sind also 27% aller Fahrzeuge) 2 mal Täglich Gleichzeitig fahren... also Morgens und Abends, je nachdem ob man auf dem Weg ZUR oder VON Der Arbeit ist. Nennt sich Rush-hour, gibt es täglich...

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Wassup 09.05.2017, 11:29
51. Kraft-los: Der Westen sollte vom Osten lernen!

Die Ex-DDR hatte nicht die Milliarden, um 40 Jahre lang:
- mit Subventionen neue Mitarbeier auszubilden
- mit Subventionen Mitarbeiter zu beschäftigen
- mit Subventionen Bergschäden zu beseitigen, die durch den Bergbau entstehen.

Was sich nicht rechnet, das hat in Ost-Deutschland die Treuhand eingestampft. Neue, international wettbewerbsfähige Industrien sind in Ost-Deutschland entstanden:
Die Gelder sind in das Neue geflossen!

Der Westen sollte vom Osten lernen!

Stehen im Westen bald nur noch Industrie-Museen,
weil man das Alte subventioniert und dabei das Neue kaputt spart?

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Teile1977 09.05.2017, 11:30
52. Verluste

Zitat von af17555
Sie sollten vielleicht Ihre Kenntnisse in Physik und Chemie etwas auffrischen oder erst mal erwerben. Wasserstoff diffundiert nicht überall durch, sondern nur durch eine vielzahl von Materialien. Es gibt überall in der Chemie Lagertanks mit Wasserstoff, kein Problem. Auch in Gasflaschen soll man ihn schon gesehen haben und natürlich in Fahrzeugtanks.
Wasserstoff diffundiert auch durch Stahl und macht ihn spröde.
Ist nur wenig, aber in einem Fahrzeugtank herschen 700bar, und ein bisschen von sehr viel ist immer noch einiges.

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litholas 09.05.2017, 11:33
53.

Zitat von Quicksafe
Letztmalig. Geld und Umlagen erzeugen keinen Strom. Die "Dreckschleudern" laufen stand by, damit Sie und ich bei der nächsten Flaute nicht im Dunkeln sitzen. Der Anteil von Wind und Solar an der Stromerzeugung mit allen Speichernachtteilen liegt an sonnigen und windigen Tagen bei geschönten 20%. Viele Deutsche kommen mir wie kleine Kinder vor, die mit den Fäusten an die Wand trommeln und schreien: "Ich will, ich will, ich will aber..." weil sie es eben wie Kinder nicht verstehen und Mutti es ihnen auch noch falsch einredet, weil in Japan die Erde gebebt hat.
Wäre die Förderung des Solarausbaus nicht 2011 von der Regierung zurückgefahrten worden, als Photovoltaikstrom selbst gefördert so billig geworden war, dass die Förderung kaum Mehrkosten verursacht hätte, dann hätten wir inzwischen schon doppelt so viel Solarstrom im Netz.

Und insgesamt werden 5mal so viel Solarstrom und Windkraft benötigt, wie bisher installiert sind. Von daher werden die Kohlekraftwerke nur deswegen noch benötigt, weil die Regierung den EE-Ausbau nicht sinnvoll fördert bzw sogar behindert.

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Flari 09.05.2017, 11:35
54.

Zitat von mrotz
Wasserstoffgas ist das kleinste Molekül und diffundiert überall durch. Eine Anwendung von Wasserstoff im totalen Großindustriellen Maßstab sorgt zu nicht vernachlässigbaren freisetzungen dieses Gases. Dieses steigt dann, da es extrem leicht ist in der Athmosphäre auf, schädigt dabei die Ozonschicht und was nicht mit dem Ozon reagiert hat, verschwindet im All.... Wasserstoff (zumindest Deuterium/Tritium) sind bedeutend in der Nutzung der Kernfusion. Aber Wasserstoff als Zwischenenergieträgermedium ist absolut nicht empfehlenswert.
Der Kommentar Ihres Vorforisten ist natürlich völliger Unsinn, insb. der Spruch von einem Trägergas.
Aber auch Sie stellen einiges falsch dar:
Für ein modernes Wasserstoffleitungssystem stellt die Diffusion KEIN Problem dar, Wasserstoffpipelines in NRW und Sachsen-Anhalt sind seit Urzeiten in Betrieb.
Uralte Stadtgasnetze hatten bis zur Umstellung auf Erdgas einen H2-Anteil von rund 50%.
Auch Hochdrucktanks haben aufgrund von Innenbeschichtung und/oder passender Materialen keine Probleme.
Anders sieht es bei Erd-/Kavernenspeichern aus.

Das grösste Problem besteht allerdings in dem hundsmiserablen Wirkungsgrad der ganzen Kette/n und den damit verbundenen Kosten.

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Red_Indian 09.05.2017, 11:37
55. Danke für die Aufklärung

Zitat von stollm
nicht die CDU zu wählen. Wer CDU wählt bekommt den Seehofer und seine Sklaven mit in die Regierung. Und dass die mehr verhindern als fördern haben wir zur genüge gesehen. Die CSU-Oberen versuchen alles um die Energiewende zu Fall zu bringen. Deshalb keine CDU und damit auch keine CSU wählen.
Wusste ich gar nicht, blicke aber jetzt dank Ihnen durch! Werde definitiv Ihren Anweisungen folgen und helfen Seehofer und seine Sklaven zu verhindern. Die CSU-Landesregierungen sind ja auch ein Graus, sieht man ja am Elendsquartier Bayern, da funktioniert gar nix, und wenn die armen Menschen dort nicht von den Parade-Ländern NRW, Bremen und Berlin mit durchgefüttert würden, müssten sie verhungern.

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jhea 09.05.2017, 11:40
56.

Zitat von ir²
Das ganze ist ein doppelter Betrug von der Öko-Industrie. a) Ein Blick auf das AGORAMETER zeigt deutlich dass der Kohlestrom technisch unverzichtbar ist. b) Der Strukturwandel ist eine Lüge! Bis heute hat NRW den Niedergang der Stahl- und Kohleindustrie nicht überwunden; das Ruhrgebiet ist das Armenhaus im Westen. Nach dem Niedergang der Kraftwerke wird alles nur noch schlimmer, niemand kann mit Windräder und PV-Dächern die Arbeitsplätze bei Rheinbraun ersetzen. Höchstens prekäre Beschäftigung bei Aldi oder Amazon bleibt den Menschen dort nach Vollzug der „Energiewende“. Am Sonntag ist Wahltag = Zahltag. Hoffentlich bekommt grün/rot den verdienten Denkzettel!!
Ja und?
Dann hätte man sich halt von Anfang an einen anderen Job suchen müssen als bei Rheinbraun...
srsly - es ist nun nicht erst seit gestern bekannt, dass Kohle irgendwann keine Rolle mehr spielt.
Das wissen wir schon seit 1950, und jeder denkende Mensch weiß das auch seit 1960 spätestens.

Aber man ist halt ein Stückchen zu bequem und sieht das Problem erst, wenn man nicht mehr drumrum kommt.

Mein Mitleid hält sich echt in Grenzen.

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Quicksafe 09.05.2017, 11:41
57.

Zitat von kritischergeist
Bis 2022 sollen alle noch laufenden Kernkraftwerke abgeschaltet werden und jetzt träumt man von der Abschaltung von Kohlekraftwerken. Die Bundesnetzagentur hat die Anzahl der Reservekraftwerke für 2017 verdoppelt die dann Strom liefern wenn im Winter Dunkelflaute herrscht. Eine, für die Verbraucher sehr kostspielige Lösung. Dass Windräder, egal wie viele es auch sind, Kraftwerke nicht ersetzen können liegt daran dass ...
Nette, fleißige Zusammenfassung aber wenn das nicht mal die angeblich in Physik promovierte Kanzlerin versteht, wie dann all die Idealisten hier, für die der Strom aus der Steckdose kommt? Die Lösung einer zuverlässigen ständigen Stromerzeugung jenseits vom Fossile und gegenwärtig eingesetzter Kernkraft liegt bei der Kernfusion. Alles anders sind Voodoo-Lösungen. Im industriellen Maßstab dass funktionieren nicht auch wenn man sich damit noch so detailverliebt beschäftig und ausrechnet, dass es doch reichen würde, wenn jeder von uns ein Solarpanel mit sich auf dem Rück rumträgt und damit mindestens drei Stunden draußen in der Sonne verbringt, sofern die denn scheint.

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litholas 09.05.2017, 11:41
58.

Zitat von ir²
Noch ein Hinweis zum Schluss, Ihre Akkuspeicher bewegen sich im MWh Bereich, die Deutsche Netzlast im GW Bereich. dazwischen liegt der Faktor 1.000! Ist Ihnendas bewusst oder nur einfach keine Ahnung?
10 Millionen E-PKW, die 10% Ihrer Akkus als Speicher zur Verfügung stellen, würden etwa 30GWh speichern und bis zu 500GW leisten - also das 6-fache der Maximallast im deutschen Stromnetz.

Und sinnvoll wären für E-PKW Akkus, die noch 3mal grösser sind. Dahin wird die Entwicklung gehen. Und dann gibts da z B auch noch Stadtbusse. Auch Strassenbahnen und sonstige Stadtbahnen könnten hervorragend auf Akkubetrieb umgestellt werden, und werden nachts signifikant weniger gefahren.

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oemmes52 09.05.2017, 11:45
59. Von Mitte November bis Mitte Februar

ist Solarstrom nicht zur sicheren Grundversorgung geeignet. Das gilt auch bei Einsatz von Speichern. Wenn dann noch eine Flaute kommt, bleiben nicht mehr viele Ökostromquellen übrig. Die Entwicklung wäre insgesamt vernünftiger wenn alle Verbraucher die EEG-Umlage zahlen müßten. Diverse Lobbyisten würden schon dafür sorgen.

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