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Studie: Boom geht an armen Kommunen vorbei
DPA

Seit Jahren wächst die Wirtschaft und damit die Steuereinnahmen. Doch davon profitieren einer neuen Studie zufolge nicht alle: Die Kluft zwischen armen und reichen Kommunen steigt.

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KaraBenFasel 01.11.2018, 15:01
1. Lu

Es will mir einfach nicht in den Kopf, wie eine Stadt, in der ein DAX-Schwergewicht seinen Sitz und 10000e Mitarbeiter hat, hochverschuldet sein kann.

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hello_again 01.11.2018, 15:11
2. Reiche Kommunen

Wie heißt es in der Bibel? "Wer hat, dem wird gegeben". Im Volksmund auch "der Teufel schei0t immer auf den gleichen Haufen" genannt.
Jedenfalls hoffe ich, dass nicht wieder Kommunen und Städte auf die Idee kommen Marmor-Zebrastreifen zu verbauen oder das Geld sonstwie unnütz ausgeben. Beispiele gibt es leider genug.

Viele Kommunen glauben, dass es die eigenen Grundlagen sind, warum sie so gut dastehen. Derweil hatten viele einfach nur Glück, weil ein erfolgreicher Unternehmer vor 150 Jahren in XY seine Idee hatte und dort ein Weltunternehmen aufbaute. Oder Pech, weil z.B. die Kohle im Pott nicht mehr abgebaut wird/ausgeht.

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Braveheart Jr. 01.11.2018, 15:22
3. Und wenn SPON ...

... noch einmal nachfragen würde, WARUM diese Kommunen finanzielle Sorgen haben? Mülheim a.d.Ruhr ist zwischen drei Großstädten eingeklemmt - Düsseldorf, Duisburg, Essen. Nett zum Wohnen, aber zum Shoppen geht's natürlich an die "Kö" ...!

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Grünspahn 01.11.2018, 15:30
4.

Es gibt genug Kommunen, die durch eine geschickte Industrieansiedelung nun finanziell gut da stehen und andere Kommunen, die es aus allen möglichen Gründen versäumt haben ihre Chancen zu nutzen. Wenn eine Kommune zB im Ruhrgebiet in den 1950igern und 1960iger Jahren die Ansiedelung anderer Industrien be- und verhindert hat um den ansäßigen Großkonzernen der Stahl- und Kohleindustrie einen Wettbewerb um Arbeitskräfte zu ersparen, dann hat diese Politik eben beim Niedergang der genannten Industrien zu erheblichen Schieflagen geführt. Andere Städte haben auf einen Industriemix gesetzt und sind damit besser gefahren. Bei uns auf dem Land ist der Unterschied von Gemeinde zu Gemeinde deutlich zu sehen. Die, die kleinere Firmen eine Ansiedlungsmöglichkeit boten stehen heute wesentlich besser da, als jene die ihre bäuerlichen Stukturen mit aller Gewalt zu erhalten versuchten.

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Meingott Walter 01.11.2018, 15:48
5. Also bitte! Ludwigshafen/Rhein...

liegt mitten in der Pampa und hat faktisch keinerlei Industrie. Das weiß doch jeder. Woher sollen die Steuereinnahmen denn kommen? Da ist rein gar nix zu holen. Ok. finde den Fehler. ;)

Statt die unfassbar gut verdienende ansässige Industrie gerecht zu besteuern, vergreift sich der Stadtkämmerer stetig an den kleinen Leuten und zieht denen das Geld aus der Tasche. So läuft das in dieser Stadt. Ludwigshafen, das ist Parteienklüngel und Filz pur.

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Nonvaio01 01.11.2018, 15:51
6. dafuer braucht man keine studie

das war immer so und wird auch immer so bleiben. Es ist lediglich nur schlimmer geworden.

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kickmeto 01.11.2018, 16:13
7. Im Grunde das Gleiche wie beim Bürger...

Wer einmal richtig unten ist, hat oft kaum die Chance, wieder aufzusteigen. Für Menschen bedeutet das entweder H4 oder Sklavenjobs auf Lebenszeit. Für Städte sieht es nicht ganz so düster aus, wenn ein paar schlaue Köpfe sich zusammentun und einen guten Plan entwickeln. Beim Beispiel Ludwigshafen denke ich da aber auch wie ein Schreiber vor mir, da wird einfach ein kleines, sympathisches Familenunternehmen so freundlich behandelt, dass eben nicht viel bei rumkommt.

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fortyplus 01.11.2018, 16:35
8. Grüße aus Lüchow-Dannenberg...

... wo man unter anderem >10 Jahre mit dem Internetausbau hinterherhinkt und sich dann wundert, warum Unternehmen in benachbarte Landkreise abwandern. Bald kann man hier endlich wieder so leben wie vor 100 Jahren, vielleicht kommen dann ja mehr Touristen, um sich staunend das "lebende Museum Wendland" anzuschauen (Zahlung leider nur mit Bargeld).

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GoaSkin 01.11.2018, 16:51
9. Ludwigshafen

Zitat von KaraBenFasel
Es will mir einfach nicht in den Kopf, wie eine Stadt, in der ein DAX-Schwergewicht seinen Sitz und 10000e Mitarbeiter hat, hochverschuldet sein kann.
Ganz gewiss ist die Verarmung von Städten nicht immer auf politisches Versagen zurückzuführen, aber im Falle von Ludwigshafen schon. Gerade weil es in Ludwigshafen ein DAX-Schwergewicht gibt und die Steuereinnahmen sprudelten, hat die Stadt in der Vergangenheit viel Geld für unnötige Dinge herausgeworfen. So gibt es in der 168.000-Stadt beispielsweise eine U-Bahn (stillgelegt, weil zu teuer), überall mehrspurige Straßenviadukte zwischen einer unansehlichen Betonwüste und die irrwitzigsten kommunalen Gebäude. Man hat unüberlegt sehr viel Geld herausgeworfen, das heute nicht nur laufende Kosten bedeutet, sondern die Stadt auch eher uneinladend hässlich gemacht hat. Wer sich über Offenbach beschwert, hat Ludwigshafen noch nicht gesehen.

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