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Studie: Chinesische Investoren kaufen oft große und unprofitable Firmen
DPA

Hauptsache groß und günstig: Laut einer Studie unterscheiden sich Firmen, die von chinesischen Investoren übernommen werden, stark von denen, die von anderen gekauft werden.

Nordstadtbewohner 08.04.2019, 14:25
1. Die Globalisierung ist allgegenwärtig

Ich kann an den Kaufabsichten durch chinesische Unternehmen nichts Schlimmes finden. Wenn deutsche Unternehmen vor dem Konkurs stehen und ein chinesischer Investor ist bereit, dieses zu übernehmen, so ist das doch eine beiderseitige Gewinnsituation für alle Beteiligten. Die Arbeitnehmer behalten ihre Arbeitsplätze, die chinesischen Unternehmen kommen an fehlendes Know How. Mir ist es egal, wer der Eigentümer meines Unternehmens ist, wenn die Bezahlung stimmt.

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frenchie3 08.04.2019, 14:49
2. @1 Der Besitzer ist Ihnen egal

bis das know how in China ist und der Laden geschlossen. Gerade wenn es um Mechanik geht gibt es nichts was auf Dauer nur und ausschließlich durch deutsche Fachkräfte erstellt werden kann. Und wenn Sie sich ansehen wie hier die Bildung den Bach runtergeht und wie die in China büffeln dürfte mittelfristig klar sein wo (billige) Fachkräfte nachwachsen

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vox veritas 08.04.2019, 15:06
3.

Den Chinesen geht es wohl eher um die Patente.

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qijansha 08.04.2019, 15:47
4. @frenchie3

Sie bringen das auf den Punkt was die meisten nicht Verstehen.
Ich Lebe selber in Asien weil in Deutschland hat man den Knall noch nicht Gehoert. Das erwachen wird schlimmer wie nach einem Albtraum.
Welt billig Jober werden doch in Deutschland ausgebildet.

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mariomeyer 08.04.2019, 16:05
5. @frenchie3

Neulich mit jemandem unterhalten, der im Hinblick auf ein Studentenaustauschprogramm das Curriculum der potentiellen Partner-Institution in der Volksrepublik China mit dem eigenen abgeglichen hat. War wohl eher weniger beeindruckend. Damit will ich nicht verallgemeinern, im Gegenteil. Es gibt dort sicherlich exzellente Bildungseinrichtungen. Aber vielleicht sollte das umgekehrt für Sie auch gelten. Auch anderswo kocht man nur mit Wasser. Zum Artikel: Wenn ich das richtig verstehe, dann können die Chinesen machen, was sie machen, weil sie Zugang zu Geld haben, das ihnen von den Staatsbanken zur Verfügung gestellt wird. Ist das dann noch mit den Regeln der freien Marktwirtschaft vereinbar? Auf den ersten Blick sieht das für mich nach Wettbewerbsverzerrung aus.

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frenchie3 08.04.2019, 17:45
6. @5 Nicht nur auf den zweiten Blick

ist das Wettbewerbsverzerrung, das sieht man schon beim ersten Hinsehen. Das Superbeispiel sind die Solarmodule, hier wurde jede Konkurrenz "staatlich" ausgehebelt. Genau das ist was ich beklage: man läßt diesem Riesenmarkt der "dritten Welt" alles durchgehen - ohne mitzubekommen daß dieser Markt demnächst ohne Europa produziert und schon lange erste Welt ist, wirtschaftlich gesehen

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Patrik74 08.04.2019, 20:01
7. So ist es

Zitat von
"In der Studie wird außerdem sichtbar, dass chinesische Staatsunternehmen die strategische Wirtschaftspolitik der Regierung in die Tat umsetzen, insbesondere die 'Neue Seidenstraße' und 'Made in China 2025'", sagte Fuest.
Während China eine langfristig angelegte rationale Industriestrategie verfolgt, kaufen "wir" lieber Monsanto, weil ... ja, warum eigentlich? Dafür verkaufen "wir" Kuka - wer braucht im 21. Jahrhundert schon Robotik, wenn man auch krebserregende Herbizide haben kann?

Am Ende sind aber wahrscheinlich wieder überzogene Lohnforderungen schuld an der Misere...

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nikaja 09.04.2019, 13:41
8. langer Atem

Unsere amerikanisch ausgerichteten Unternehmen folgen brav dem Shareholder value, schnelle Rendite ist gefragt. Die Chinesen haben einen langen Atem und unter langfristiger Planung werden hier Zeitraeume von 20und mehr Jahren kalkuliert. Spricht man im Westen von langfristiger Planung sind es max 5Jahre, eher weniger. So laesst sich schnell erkennen, wohin der Zug geht und wer auf dem Bahnhof stehen bleibt.

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