Forum: Wirtschaft
Studie der Immobilienbranche: Deutschland baut zu wenig - und an den falschen Stellen
Daniel Reinhardt / DPA

In Deutschlands Ballungsräumen fehlen Tausende Wohnungen, andernorts wird über den Bedarf hinaus gebaut. Das geht aus einer neuen Analyse hervor. Die Folgen werden noch lange zu spüren sein.

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mghi 09.05.2019, 11:44
1. Vielleicht wohnen die Menschen an den falschen Stellen?

In den "Cities" wird der ÖPNV massiv gefördert, die Infrastruktur ist super, was wollt ihr denn noch haben? Auf dem Lande sind die Wohnungen erheblich preiswerter, es gibt einen miserablen ÖPNV, also zwei Autos sind notwenndig, von denen mindestens einer ein Diesel ist, Infrastruktur schlechter. Ich finde es ist ungefähr ausgeglichen und die Städte benötigen keinerlei weiterer Förderung durch Land/Bund. Wenn den Städtern das nicht gefällt, sollen sie eben das Bauen/Mieten selber subventionieren und dafür die eine oder andere unabkömmliche zentrale Einrichtung schließen.

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weroc 09.05.2019, 11:46
2. konkrete Forderung

Ich lese aus den Angaben keine konkrete Forderung heraus, außer der Staat soll das alles richten, was die Immobilienbranche selbst nicht auf die Reihe bekommt.

Gerade die Grundstückskosten sind durch Spekulation gestiegen. -> keine Schuld der Politik
Zumal nicht unbegrenzt Bauland geschaffen werden kann. Nicht jeder braucht ein ein-/Zweifamilienhaus
Die Bürokratie war schon immer da, vllt etwas gewachsen, aber jetzt kein Riesenhindernis. -> Versäumnis der Branche
Die hohen Mieten sind ebenfalls eine Schuld der Branche bzw der Spekulanten. Fast alle Kosten können auf den Mieter umgelegt werden, gleichzeitig wird der Wohnraum benötigt weshalb versucht wird das Maximum an Ertrag zu erzielen. Die mietpreisbremse mag das etwas abgeschwächt haben, aber da gibt es zu viele Ausnahmen

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stefan.p1 09.05.2019, 11:46
3. Das ganze System ist falsch

Die Komune die die meisten Sozialwohnung baut wird auch ,mit großer Wahrscheinlichkeit , bald die meisten Sozialhilfeempfänger unterstützen müssen. Da ist der Anreiz , preiswerten Wohnraum bereitzustellen,
eher gering bei den Stadtkämmerern.

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sowas1969 09.05.2019, 11:47
4. Erbpacht

Der Staat sollte nicht das Erbe unserer Enkel verhökern. Um freies Bauland in attraktiven Zonen kloppen sich ausländische Finanzinvestoren und treiben so die Preise in schwindelerregende Höhen. wir sollten das Modell Erbpacht endlich mal als Alternative diskutieren.

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alsterherr 09.05.2019, 11:50
5.

Na die Politik wollte doch die EnEV ... klar daß man damit nicht mehr günstig bauen kann!

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alterknacker54 09.05.2019, 11:50
6. Wohnfläche pro Kopf

Sollte die Wohnfläche pro Kopf von derzeit ca.45 m2 zurückgefahren werden, so ist das zu begrüßen und kein Menetekel, wie SPON suggeriert!

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w.diverso 09.05.2019, 11:52
7. Ein gutes Beispiel

für bedarfsgerechten Wohnungsbau liefert seit zirka 100 Jahren der Sozialbau in Wien. Die die viel Geld haben kaufen sich die größeren und luxuriöseren Wohnungen die von privaten Anbietern gebaut werden, die nicht so viel Geld haben wohnen einfach in Wohnungen von der Gemeinde Wien. Die bieten zwar nicht allen Luxus sind aber trotzdem nicht schlecht. Für eine soziale Durchmischen wird auch versucht alle Kategorien in einer Gegend zu mischen. Wenn man sich aber nur auf private Wohnbauträger verlässt, geschieht das was es jetzt in Deutschland gibt. Zu wenige Wohnungen für Menschen mit geringerem Einkommen.

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derleibhaftige 09.05.2019, 11:52
8. Welche Mittelschicht soll das sein? Working Poor

Das Problem sind (mal wieder) die Einkommen, die seit 30 Jahren nicht mehr gestiegen sind !

Wenn sich die Mittelschicht einer Gesellschaft kein Dach mehr über dem Kopf leisten kann, dann sind entweder die Einkommen dieser Schicht zu gering oder die Preise für das Wohnen sind zu hoch. Was machen denn dann erst die unteren Schichten? Wenn ich mir ansehe, dass in Deutschland jemand Vollzeit arbeitet und kaum mehr übrig hat als jemand, der nur von Sozialleistungen lebt, dann stimmt das gesellschaftliche Gefüge nicht mehr und die Definition von dieser angeblichen Mittelschicht sollte mal neu überdacht und definiert werden.

Jemand, der sich den eigenen Wohnraum nicht leisten kann, ist eigentlich keine Mittelschicht mehr, das ist doch die bittere Wahrheit des Landes.

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noalk 09.05.2019, 11:55
9. Arbeitsplatz und Wohnort

Man sollte mal darüber nachdenken, ob man die "Ansiedlung" von Arbeitsplätzen, sprich Ausweisung neuer Gewerbegebiete, auch davon abhängig macht, ob dort noch genügend Wohnraum zur Verfügung steht. Wenn z.B. in München der Wohnungsmarkt leergefegt ist, dann gibt's halt auch keine Gewerbeneubauten mehr.

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