Forum: Wirtschaft
Studie des DIW: Mietpreisbremse verstärkt Schweinezyklus
DPA

In Metropolen wie Berlin, Hamburg und München will die Bundesregierung Mieter mit einer Preisbremse schützen. Gerade dort wird sie Wohnungssuchenden schaden, analysieren zwei DIW-Volkswirte in einer Studie, die SPIEGEL ONLINE exklusiv vorliegt.

Seite 3 von 11
mustafa20 09.04.2014, 12:27
20.

Zitat von Galik
Typischer Mist, der sich daraus ergibt, wenn man strukturkritische Wirtschaftszweige wie Strom, Wasser, Bahn oder eben auch Wohnraum, der freien Wirtschaft überlässt.
Dabei hat man doch in der DDR und anderen zentralistisch und Staatswirtschaftlich geführten Gesellschaften gesehen, dass es den Menschen gut ging, dass Mangel ein Fremdwort war und Freiheit und Zufriedenheit herrschte ;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mellybo-at-SPON 09.04.2014, 12:29
21. Habs nur überflogen....

...zugegeben. Kein guter Stil dann direkt zu kommentieren. Sorry dafür!!

Aber ich kann nicht anders...:
Diesen "Schweinezyklus" verantworten also nicht die Bauherren, Architekten und Bauunternehmen bei Ihrer Bauplanung sondern.... wer jetzt genau? Die Erfinder der Mietpreisbremse ?!? Echt awesome was beim SPON im Moment abgeht. Kann gar nicht soviel essen, wie... ach den Rest kennt Ihr sicher. Muss ich doch direkt an den Arztsohn denken der gegen die Mütterrente bei euch gepostet hat. Ja. Posting. Journalismus ist das doch nicht mehr, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
unpolit 09.04.2014, 12:30
22.

Die Kommunen hatten ein wirksames Mittel gegen Mietwucher: den eigenen, oft umfangreichen Wohnungsbestand. Dieser wurde ohne Not verkauft. Denn das Geld, welches damit eingenommen wurde, geht als Zuzahlung für Wohngeld oder H4-Mieten wieder drauf. Und weg ist weg.

Also muss, um vom eigenen Versagen abzulenken, der Volkszorn auf eine andere Gruppe umgeleitet werden: die ganz bösen, gierigen Vermieter. Denen man aber gern vorschreibt, welchen Anforderungen solch eine Mietimmobilie erfüllen muss, hinsichtlich Heizung, Dämmung, Brandschutz. Alles in Ordnung, aber: irgend jemand muss das Zahlen.

Und da meine Mieter auch nicht einfach so, um mir einen netten Gefallen zu tun, mein Auto waschen, den Rasen mähen oder Kaminholz spalten, habe ich keine Veranlassung, als Belohnung für mein Engagement, wildfremden Menschen ein Dach über dem Kopf zu bieten, auch noch drauf zahlen zu müssen.

Da passt das mit dem Makler noch zusammen: auch diese Kosten wird der Mieter tragen müssen.

Zukünftig werden wir natürlich nur noch an Interessenten mit Top-Bonität, die jung sind, vermieten. Damit sinkt das Risiko, dass ich auf den Kosten für die Hausordnung sitzen bleibe, weil ein Senior das gesundheitlich nicht mehr schafft (und deshalb davon befreit wird). Und es werden langfristige Mietverträge gemacht, damit wir nicht zu häufig den Stress mit Mieterwechsel haben werden. Natürlich schade für Berufsanfänger, die sich möglicherweise nochmals verändern wollen/müssen.

Tja, liebe Risiko-Gruppen: für Euch wird es definitiv nicht leichter, eine vernünftige Wohnung zu bekommen. Und das nicht nur in München, Berlin oder Hamburg. Sondern überall.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gazettenberg 09.04.2014, 12:32
23.

Zitat von loky mcqueen
Es ist auch eher traurig, dass teuerer guter Wohnraum in München verschleudert wird an Investmentfirmen, die sinnteure Bürogebäude bauen mit utopischen Preisen für ihre Büroflächen; die dann über Jahre teilweise zu 60% bis 80% leer stehen, da sie nichts anderes als verlagertes Kapital darstellen!
Kein Investor baut freiwillig für den Leerstand. In Ostdeutschland stehen umgekehrt teilweise 60 bis 80 Prozent der Wohnungen leer.

Was ist "verlagertes Kapital"?

Zitat von loky mcqueen
Die ganze Situation ist der Beweis, dass das ganze Wohnungswesen schlicht kein Mass und keine Moral kennt.
Nö, ist lediglich ein Beleg für Mangel an Wohnraum in diesen Städten. In ostdeutschen Städten ist es umgekehrt, dort kennen die Mieter kein "Maß und keine Moral" und lassen sich noch mit Handgeld locken.

Zitat von loky mcqueen
Es ist schlicht nötig das die Politik und der Staat diesem schlicht abartigen, menschenverachtenden Karzinom-Kapitalismus gewaltig ausbremst und wieder auf ein lebenswertes Level zurück bringt.
Immer wenn jemand mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis aus seiner Sicht nicht zufrieden ist, wird nach dem Staat gerufen. Was, wenn die Vermieter das gleiche tun? Die hätten ebenso guten Grund dazu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
C. Schmidt 09.04.2014, 12:33
24. optional

Wenn die Mietpreisbremse den Zyklus beschleunigt, dauert es also nicht mehr so lange wie sonst, bis die Mieten wieder sinken? Prima! (Wenn der letzte Mietpreisverfall in München 20 Jahre her ist und für Hamburg und Berlin gleich gar kein Jahr mehr angegeben wird, könnte das auch ein gutes Indiz dafür sein, dass die Hypothese mangels ausreichender Datenlage auf tönernen Füßen steht.)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gazettenberg 09.04.2014, 12:34
25.

Zitat von Galik
Typischer Mist, der sich daraus ergibt, wenn man strukturkritische Wirtschaftszweige wie Strom, Wasser, Bahn oder eben auch Wohnraum, der freien Wirtschaft überlässt.
Ja, deswegen waren die öffentlichen Netze und der öffentliche Wohnungsbau in sozialistischen Staaten auch so "vorbildlich".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tropfstein 09.04.2014, 12:35
26. Warum kein Mietpreisfallschirm?

Wenn der Staat Mieten künstlich niedriger als den Marktpreis halten kann, kann er sie doch auch künstlich höher halten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HankTheVoice 09.04.2014, 12:37
27. Mietpreisfallschirm? das ich nicht lache

ich wohne seit 40 Jahren in Hamburg, in verschiedenen Wohnungen in dieser Zeit wurde noch nie die Miete gesenkt... mal stieg sie schneller mal langsamer aber die Richtung war immer nach oben

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gazettenberg 09.04.2014, 12:37
28.

Zitat von ste.bo
Ein konkretes Beispiel: Mein Bruder ... Wie passt so eine Realität zu den genannten 2,5%? Da müssten ja große Teile der Mieter in 5 Jahre gar keine oder gar negative Mietveränderungen gehabt haben. Das aber ist unvorstellbar ...
Was wollen Sie mit Einzelfällen belegen?

Helmut Schmidt ist über 90 und starker Raucher. Ist Rauchen deswegen nicht gesundheitsschädlich?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ar1722 09.04.2014, 12:38
29.

Zitat von ste.bo
Ein konkretes Beispiel: Mein Bruder wohnt in einer von zwei identischen Wohnungen eines Hauses in Ulm. Die Grafik gibt an dass die Mieten in Ulm von 2008-2013 im Schnitt um .......
Das passt genau, falls die 2,5% pro Jahr gemeint sind:
(700€ / 550€) - 100% = 27% Steigerung gesamt
(700€ / 550€) ^ 1/(2014-2004) - 100% = 2,44% pro Jahr

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 11