Forum: Wirtschaft
Studie des Umweltbundesamts: Energie-Selbstversorgung rechnet sich für Gemeinden fast
DPA

Unabhängigkeit vom Strompreisdiktat der Konzerne, Abkopplung vom Netz - immer mehr deutsche Gemeinden eifern solchen Autarkieträumen nach. Nun belegt das Umweltbundesamt erstmals in einer umfassenden Studie: Das Konzept rechnet sich nur in Ausnahmefällen.

Seite 2 von 107
frubi 06.09.2013, 12:31
10. .

Zitat von sysop
Unabhängigkeit vom Strompreisdiktat der Konzerne, Abkopplung vom Netz - immer mehr deutsche Gemeinden eifern solchen Autarkieträumen nach. Nun belegt das Umweltbundesamt erstmals in einer umfassenden Studie: Das Konzept rechnet sich nur in Ausnahmefällen.
Und welcher Lobbyist hat diese Untersuchung betreut, beraten und unterstützt? Natürlich sind die fetten Großkonzerne nicht daran interessiert, dass es unanbhängige und kostengünstigere Alternativen gibt, mit denen sich Gemeinden und die Menschen dort von der Umklammerung der Großkonzerne lösen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
epic_fail 06.09.2013, 12:33
11.

Zitat von J4cky
Das dieser Umstand eintreten wird, war zumindest für mich absehbar ... Die Kosten/Nutzen Entwicklung steht einfach in keinem günstigen Verhältnis für den Verbraucher! Wir werden unsere Energiewende von ganz allein zurückfahren wollen, weil die Preise uns dazu zwingen werden. Wann es mal zu einem wirklichen Umkehrtrend kommt kann doch niemand vorhersehen. Es sind nicht massig an Öl-, Kohle- Gas- und Uranvorkommen vorhanden, so dass wir mehrere hundert Jahre damit auskommen werden. Dennoch ein interessantes Ergebnis einer Studie!
Es war doch von vorherein klar, dass die Energiewende kostenintensiv wird. Der Energiesektor wurde bereits vor Jahrzehnten komplett falsch aufgebaut. Die Bürger müssen weg vom "so billig wie möglich", denn das geht bekanntermaßen irgendwann ganz böse nach hinten los.
Wollen Sie Fukushima möglicherweise irgendwann auch in Deutschland haben? Dann machen Sie einen Rückzieher und leben weiter billig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
widerspiegel 06.09.2013, 12:33
12. Sehr verengte Analyse

der Energiepotentiale.
Das nährt sowieso meinen Verdacht, das die Energiewende von Merkel ein zynischer Plan ist, um die regenerativen Energieen dem Volk zu entreißen, damit die Energieversorgung schön bei den Konzernen bleibt. Dazu paßt auch der Plan das EEG abzuschaffen und durch ein Quotenmodell zu ersetzen, welches im Endeffekt sowohl die Entwicklung, als auch das Volumen der regenerativen Energieen beschränken wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
OskarVernon 06.09.2013, 12:33
13.

Zitat von bernhard
Die Wirklichkeit ist die, dass es dem Staat überhaupt nicht gelegen ist, wenn sich die Energiewirtschaft dezentralisiert oder war privatwirtschaftlich als Bürger- Energieunternehmen geführt würde.
Wenn er davon profitieren kann, schon: Warum, glauben Sie, sind private Klein-BHKW meldepflichtig? Der Staat will wissen, wo was zu holen ist, wenn die öffentliche Versorgung zusammenbricht - sonst nix!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hanfiey 06.09.2013, 12:34
14. Rechnen

Natürlich rechnet sich das nicht, aber das ist nicht der Punkt auf den es ankommt. Irgendwann ist es soweit, da werden wir Energiespeicher haben und dann haben diese Gemeinden ein Vorteil. Wann wollen wir diese Investitionen denn machen, wenn die Zinsen hoch gehen??. Das gleiche Spiel mit Bildung oder Erziehung, oder, oder. Seit wann rechnet sich denn Bildung in den ersten 10 Jahren?. Das rechnet sich auch erst in der Zukunft und zwar nennt sich das Investition. Ich kann diese Kleingeister und Erbsenzähler nicht mehr ertragen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
antilobby 06.09.2013, 12:36
15.

Zitat von Hugo55
Da hätte man auch einen erfahrenen Ingenieur fragen können. Der kommt ohne "Studiengelder" zu demselben Ergebnis. Warum müssen wir nur immer eine Haufen Leute bezahlen, die Studien beauftragen und andere, die diese Studien durchführen, wenn es doch keinen Erkenntnisgewinn gibt? Ist Deutschland wirklich so blöd geworden, dass wir all die Dinge, die offensichtlich sind, noch einmal "erforschen" müssen?
Es geht ja gerade darum, die passende Beauftragung das Geld in die richtigen Taschen (UBA, Ökoinstitute usw.) zu lenken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vielfeindvielehr 06.09.2013, 12:36
16. uralt

..... aber kann man heute doch noch manchmal bringen, oder: "Rauchen ist nicht gesundheitsgefährdent, gez. Dr. Malboroff" ? - Wobei dieser sagenumwobene "Dr.", m.E. mit fast allen deutschen, aktuellen, "höhreren" von Lobbyisten durch- oder zersetzten Bundesbehörden auf "Augenhöhe" manipulierte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ManBearPig 06.09.2013, 12:36
17.

Zitat von bernhard
Die Wirklichkeit ist die, dass es dem Staat überhaupt nicht gelegen ist, wenn sich die Energiewirtschaft dezentralisiert oder war privatwirtschaftlich als Bürger- Energieunternehmen geführt würde. Wenngleich die Zentralisierung einige Kosten einspart, das Gefühl, selbst zu entscheiden, ist einige Euros wert!
Ich habe gehört, dass bei der letzten CSU-Klausurtagung beschlossen wurde, dass ab 2015 der Wind weniger wehen soll, stattdessen werden die Sonnenstunden um 50% erhöht werden sollen. Es gibt allerdings noch ein paar Bürgerinitiativen, die gegen eine Verlängerungen der Sonnenstunden im Winter protestieren, weil sie Angst um die bayrischen Skigebiete haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Strangelove 06.09.2013, 12:37
18.

Zitat von Olaf
Natürlich tut es das. Technische Gründe und physikalische Unmöglichkeiten verschwinden ja nicht einfach dadurch, dass man sie ignoriert. Aber genau das liegt dem Konzept der gesamten Energiewende zu Grunde. Das all diese Probleme irgendwann mit einem Plopp verschwinden, wenn man.....
Niemand ignoriert die Speicherproblematik und viele Menschen machen sich Gedanken über eine Lösung. Insbesondere alles schlecht zu reden hilft überhaupt nicht, sondern hemmt nur Innovationen.
Speicher sind ab ca. 80 % Stromerzeugung aus regenerativen Quellen unverzichtbar. Bis es so weit ist vergeht noch viel Zeit die für die Entwicklung von günstigen Speicherkonzepten genutzt werden kann. Und die Energiewende ist auch nicht gleichbedeutend mit Energieautarkie, sie macht sie nur wahrscheinlicher. Dass Energieautarkie sich gegenwärtig nur in sehr wenigen Fällen lohnt ist aber nichts neues.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
J4cky 06.09.2013, 12:37
19. ...

Zitat von no-panic
Genau darauf arbeiten CDU und FDP doch hin. Die wollen die Energiewende immer teurer werden lassen. Ausnahmeregeln für EEUmlagebefreiungen, teure Offshore Windparks installieren, ungehemmter Netzausbau (der mit dieser Studie bewiesen und vorangetrieben werden soll). Stromproduktion in Bürgerhand ist den Kapitalisten ein Dorn im Auge, weil eine Melkkuh wegfällt.
Das ist eine Antwort auf die ich persönlich gewartet habe. Wer hat denn EEG realisiert? CDU und FDP? Oder waren es etwa doch die SPD und die Grünen?

Aus meiner Sicht hätten Offshore Windparks immerhin zwei Vorteile.

1. Der Wind bläst kontinuierlicher
2. Ich muss die hässlichen Windräder nicht ständig ansehen.

Im übrigen ist der Netzausbau zwingend notwendig, wenn man denn eine Energiewende schaffen will. Dabei macht es sinn erst für die Infrastruktur (Stromnetz) zu schaffen, bevor man entsprechende Anlagen installiert. Sonst passiert es nämlich, wie wir momentan erleben, dass die neuen Anlagen einfach mal nicht betrieben werden können. Die Stromproduktion wird auch nie komplett in Bürgerhand sein, weil dem Bürger das Geld dazu fehlt! Die Studie beschreibt doch gerade den Umstand, dass PV-Anlagen auf die Dächer schrauben und WKA errichten noch lange keine Energiewende ist!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 107