Forum: Wirtschaft
Studie: Deutschlands Topkonzerne verlieren Anschluss an Weltspitze
Carsten Koall/ Getty Images

Die größten deutschen Konzerne können bei Wachstum und Gewinnen nicht mehr mithalten. Die Exportnation leidet besonders unter der aggressiven US-Handelspolitik - doch das ist nicht der einzige Grund.

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hasselblad 11.06.2019, 12:38
120.

Solange man politisch krampfhaft versucht, Dinosaurier-Industrien wie Auto, Stahl und Kohle mit Milliardensubventionen aufrecht zu erhalten, um nicht der Politiker zu sein, unter dem die ganzen obsoleten Jobs verschwinden, wird Deutschland international weniger und weniger relevant. Außer SAP kein nennenswerter Software-Konzern, kein Äquivalent zu Apple & Co., keine Bank mehr in der Champions League, und Zukunftstechnologien überlässt man gleich komplett den Chinesen. Dazu kommt noch eine komplett gründer- und unternehmerfeindliche Wirtschaftspolitik. Aber ruht euch mal noch eine Weile auf den Meriten der Vergangenheit aus und beschwört das Weiter-so, das hat in der Geschichte bekanntermaßen ja schon immer besser funktioniert als sich weiterzuentwickeln...

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uswusw 11.06.2019, 12:40
121. @SPON: Was fehlt

ist eine Analyse der Konsequenzen. Wenn Deutschland mehr klassische Industrie ausweist, welche zwar von einem hohen Ausgangsniveau aus langsam wächst, aber eine Vielzahl von Menschen beschäftigt, scheint mir dies auf den ersten Blick besser, als wenn in den USA ein paar Mann Milliarden mit einer Webseite scheffeln oder der volkswirtschaftliche Produktionszuwachs darüber generiert wird, dass ein produzierter Computerchip dieses Jahr 20% schneller ist. Hier würde ich mir eine vertiefte Analyse - weniger von Hobby-VWLern im Forum, als mehr von interviewten Profis - wünschen.

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max-mustermann 11.06.2019, 12:41
122.

Kein Wunder, in deutschen Konernen herrscht ja seit Jahren das selbe Trauerspiel. Eine handvoll "Topmanager" die mit immer den selben uralten Rezepten Jobabbau und Lohndrückerei, Verkauf von Konzernteilen für den kurzfristigen Gewinn aber keinerlei Innovation (Neuland brauchen wir nicht) die Konzerne ins Abseits führen. Anschließend wechselt mann dann mit dicker Ablöse zur nächsten Firma um dort das selbe Spiel von vorne zu beginnen.

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checkitoutple 11.06.2019, 12:41
123. Was der Autor aus dem Blick verliert ist, das die riesen Konzerne

eher ein Fluch als ein Segen sind. Diese Monster diktieren in vielen Länder den Staaten ihre Bedingungen. Wenn man Konzerne wie Samsung sieht, dann ist die Abhängigkeit Koreas vom Konzern so groß ob das wirklich so wünschenswert ist?
Denke in diesem Bereich ist Deutschland viel bsser aufgestellt, die meisten Länder beneiden Deutschland um seinen starken Mittelstand.
Würde Samsung eine ernste Kriese bekommen ist das ganze Land in Gefahr.Von daher wer will sich wirklich wünschen das die Groskonzerne noch mehr wachsen.
Wie Abhängig ganze Regionenvon einzelnen Konzernen sind kann man sich zu Beispiel an Detroid ansehen. Auch die Kriese von GE stürzte ganze Regionen in den USA in eine Mega Kriese. Wieso soll es gut seinso viel Geld und Macht in die Hände einzelner Menschenzu legen? Siehe Musk als er zuletzt seine Anfällebekom waren zig tausende Menschen von Arbeitslosigkeitbedorht oderverlohren ihren Job.
Ausserdem sind viele dieser Mega renner wie Apple ziemlich bedrohte Dinosaurier. schafft es auch nur ein Herrsteller ein besseres Mobiltelefon auf dem Mearkt zu bekommen brechen innerhal kürzester Zeit die schnen Gewinne aug 0 zusammen. Denn viele diese Hioen neuen Groskonzerne habe nur ein oder wenige Produkte auf das sie sich stützen. Der Sturz erfolgt dann noch schneller als der Aufstieg.
Natürlich sind in der Etablierungs Phase eines Produktes höhere Wachstumsraten normal als in der Erhaltungsphase.
Was will der Autor also Finanzcasino in der Deutschen Unternehmenskultr? Das hilft nur den Superreichen.
Bessere förderungen von Inovationen ja auf jeden Preis, nein.

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flixlux 11.06.2019, 12:46
124. @misterknowitall2

Falsche Antwort, da wird keinem nachgeweint, da wird verdeutlicht wie die verschiedenen Regierungen es versäumten, wichtige Technologien und Forschungen nicht unterstützt zu haben.

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neurobi 11.06.2019, 12:46
125.

Zitat von österreichischeschule
Was aber stimmt ist, das wir in Deutschland seit SAP (außer Wirecard) keinen echten Tech-Konzern mehr gegründet haben. Was das für die Zukunftsfähigkeit vieler Arbeitsplätze bei uns heißt, kann sich jeder selbst ausmalen.
Wir hatten auch mal einen führenden Mobilfunkhersteller und Telekomunikationsausrüster. Wurde von einem Manager abgewickelt, weil nicht profitabel genug.
Ansonsten fällt mir noch AVM ein. Und nicht zu vergessen dass der weltweit einer der größten Standorte für Computerspieleentwicklung in Deutschland liegt.

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rockboy 11.06.2019, 12:46
126. Wen wunderts...

...wenn die Konzerne international genauso agieren wie bei BER und S21, ist das nur die logische Konsequenz. Made in Germany ist schon lange kein Gütesiegel mehr.

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schredder66 11.06.2019, 12:49
127. Wenn Sie den...

Zitat von ratatat_
Das Problem sind doch nun wahrlich nicht die Umweltauflagen, sondern der typisch deutsche Bewahrermodus: Statt visionär, vernetzt, multidiziplinär und fortschrittlich zu denken, wird sich auf Bestehendem ausgeruht. Innovations- und Technikfeindlichkeit sind doch quasi deutsche DNA. Politisch müsste man alles in Bildung, Glasfasernetzausbau und Technologieförderung investieren, um im weltweiten Vergleich mithalten zu können. Gerade als Exportnation ist mittelfristig ein Festhalten am Verbrennungsmotor, Verweigerung von KI und sonstiger Technologie ein fataler Fehler. Klar ist doch, dass sich intelligente, vernetzte, nachhaltige (grüne) Technologien durchsetzen werden. Da können wir noch die besten Dieselfahrzeuge mit Schummelsoftware bauen. Was fehlt ist auch eine gesellschaftliche Zukunftsvision, die genau das anerkennt und den Übergang so plant, dass neue Arbeitsfelder entstehen und eine Beschäftigung gesichert werden kann. Dazu liefern aber aktuell quasi alle politischen Parteien und auch die Industrie kaum übergreifende Lösungskonzepte. Zumindest sind diese schlecht / gar nicht medial präsent.
...Verbrennungsmotor als Teufel allen Übels weggelassen hätten, dann hätte ich Ihrem Kommentar zu 100% zugestimmt. Ich bin der wenig zur Begeisterung führenden Meinung, dass Deutschland industrielle Diversität braucht - neben all den neuen und grünen Industrien. Es wird nämlich ein sehr langer Weg werden, global den Heiland grüne Elektromobilität zu implementieren. Und zwar funktionierend und für alle.

Auch im Verbrenner steckt m. E. noch eine Menge Potenzial - auch in Kombination mit anderen Technologien und alternativen Kraftstoffen. Dass sich die deutschen Automobil-Konzerne so voreilig auf die E-Mobilität commited haben, ist beängstigend. Denn es wird, ohne Not, wieder eine Technologie aufgegeben, die "wir" erfunden haben.

Die deutsche Politik ist nicht erst seit heute eine einlullende, eine Sicherheit suggerierende. Das Volk wird umsorgt, Eigenverantwortung nicht gefordert.

Deutschland wird sicherlich nicht von heute auf morgen untergehen. Aber Deutschland wird sehr große Anstrengungen unternehmen müssen, um in Zukunft dran zu bleiben.

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karlo1952 11.06.2019, 12:49
128. Schiere Umsatzgröße bedeutet

zunächst noch gar nichts, auch die Höhe des Gewinns ist zweitrangig. Wichtig ist der prozentuale Gewinn vom Umsatz, der den Erfolg eines Unternehmens darstellt.

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Ottokar 11.06.2019, 12:50
129. Interessant wäre

zu erfahren wenn die genannten Konzerne zu deutschen Bedingungen produzieren müssten.

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