Forum: Wirtschaft
Studie: Deutschlands Topkonzerne verlieren Anschluss an Weltspitze
Carsten Koall/ Getty Images

Die größten deutschen Konzerne können bei Wachstum und Gewinnen nicht mehr mithalten. Die Exportnation leidet besonders unter der aggressiven US-Handelspolitik - doch das ist nicht der einzige Grund.

Seite 18 von 19
Rechtschreibprüfer_der 11.06.2019, 16:02
170.

Zitat von Mentor 54
Das Durchschnittseinkommen ist in den USA ca. ein Drittel höher als in Deutschland, aber nicht doppelt so hoch (jedenfalls brutto). Branchenspezifisch mag das anders aussehen. Außerdem muss man das Einkommen immer in Relation zum landesspezifischen Preisniveau setzen.
Und was genau bekommen sie in den USA für das ein Drittel mehr Gehalt?

In Deutschland bekomme ich für ein Drittel weniger eine Krankenversicherung und ein Sozialsystem. In den USA schlafen sie am nächsten Tag unter der Brücke, wenn sie ihre Miete nicht bezahlen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wawult 11.06.2019, 16:02
171. Wissen

Die meisten deutschen Technologiekonzerne wurden ja von Investoren übernommen, filetiert und dann an ausländische Konzerne
verkauft. Damit hat man natürlich auch das technische Knowhow verscherbelt. Deutschland passt sich immer mehr dem Niedrigniveau
an, wo der Besitz des neuesten Smartphons als große Inovation gilt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rechtschreibprüfer_der 11.06.2019, 16:06
172.

Zitat von Mentor 54
Ist mir schon klar, dass Zulieferer heutzutage nicht nur Schrauben produzieren, sondern selbst entwickelte komplette Systemkomponenten. Widerspricht aber nicht dem, was ich geschrieben hatte.
Und auch nicht dem, was ich schrieb. Die letzten Aktionen von Zulieferern haben gezeigt, dass letztendlich die Automobilhersteller abhängig sind. Siehe VW.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rechtschreibprüfer_der 11.06.2019, 16:07
173.

Zitat von anark
Die entscheidende Frage ist, wie wird eigentlich der Mittelstand definiert.
Von - bis Anzahl Mitarbeiter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mrmartin19 11.06.2019, 16:35
174. Heimatmarkt stärken?

aber nein, was für eine doofe Idee. Das wäre ja mal was Bevölkerungsfreundliches und mit der „nur die Wirtschaft zählt Industrielobby Partei CDU“ nicht zu machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ddcoe 11.06.2019, 16:45
175. Ein Steinchen mehr

auf dem von der Union verursachten Trümmerhaufen. Innovationen wurden bewusst gebremst - wir denken an das Treckerchen und die Digitalisierung. Die ach so hohe Wirtschaftskompetenz der Union hällt leider einer realistischen Überprüfung nicht stand.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markx01 11.06.2019, 16:59
176. @Braveheart Jr.

Zitat:"Die nackte Wahrheit ist: Wenn wir wirklich nachhaltig leben wollen, dann sind von den ca. 7,4 Mrd Menschen auf dieser Erde gut 5 Mrd. zuviel. "

Das kann man so nicht sagen. Es ist nicht der Inder (beliebig ersetzbar) in einer Lehmhütte irgendwo in der Pampa, der weder ein Auto noch ein Telefon oder PC bzw. TV Gerät sein eigen nennt und nicht in den Urlaub fliegt. Der kein fliessendes warmes Wasser nutzt oder über einen Stromanschluss verfügt. Der seine Wäsche im Trog mit Kernseife wäscht. ;)

Es ist und bleibt der durchschnittliche Bürger in der entwickelten Welt, der all das Aufgezählte hat und nutzt. Es sind nicht die 3 bis 4,5 Milliarden, die wenig bis nichts besitzen. Es sind die 1,5 bis 2,5 Milliarden, die mehr oder weniger auf alles Zugriff haben, was die Technologie so zu bieten hat.

Wir müssen lernen anders zu aushalten. Entweder durch Reduktion oder durch einen anderen, sinnvollen Umgang mit Technologie.

Gruß

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rabode 11.06.2019, 17:08
177. Ähhh

was ist den mit SAP mit 25 Milliarden Euro Umsatz 2018. Die sind nicht weit von Microsoft entfernt. Ist das etwa kein deutsches Unternehmen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fischblase 11.06.2019, 17:25
178. Wen jucken die Top-Konzerne?

Die mittelständischen Weltmarktführer auf der grünen Wiese sind Deutschlands Aushängeschild, auf die es sich fokussieren sollte. Dazu wäre flächendeckend Glasfaser und 4/5G im ganzen Land angebracht, diese Tradition fortzuführen, und die Bildung neuer solcher Unternehmen zu ermöglichen. Daran hakt es aber leider ebenfalls.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PeterMüller 11.06.2019, 17:43
179. Also gut

Mir scheint, da will EY vor allem Angst schüren, damit die Unternehmen Beratungsdienstleistungen kaufen. Eigentlich aber schade, wenn nicht verwerflich, dass der Spiegel so einen Werbeartikel ziemlich ungeprüft übernimmt. Die reinen Zahlenfakten werden schon stimmen, doch diese in den Zusammenhang zu stellen, sollte man nicht EY überlassen, sondern zumindest mal Gegenpositionen einbeziehen von anderen Marktforschern. Zum Beispiel diese: 2008 - 2011 wären die USA und asiatische Staaten froh gewesen, so eine diversifizierte Unternehmenslandschaft zu haben wie wir. Die Konzern haben die über alle Maßen dramatischen Gewinneinbrüche wegstecken können, indem Millionen ihre Jobs verloren und Hunderttausende wortwörtlich auf der Straße landeten. Ganz ehrlich? Da hab ich lieber weniger Gewinnzuwachs als solche Verhältnisse. Aber zum letzten Jahr. Da haben die US-Unternehmen tolle Gewinnzuwächse und absolute Gewinnzahlen veröffentlicht. Aha. Wie kam das? Riesige Steuererleichterungen, die spätestens in zwei Jahren beim "kleinen Mann/ KMU" nicht mehr wirken, deren Nachfrage dann implodieren könnte. Sozusagen mit Schulden erkauftes Wachstum. Dazu dann noch Steuervermeidungsstrategien, Irland et al lassen grüßen. (Dass BFM Scholz Reformen hierfür blockiert, verstehe, wer will), während bei uns die Mittelständler und auch Konzerne vielleicht nicht so viel zahlen, wie es gerecht wäre, aber weit mehr als kurz über Null. Schon erklärt sich der "Rückstand" gegenüber den USA. Den Vergleich zu Asien kann ich jetzt leider nicht so richtig erläutern. Nur eines ist schon wichtig: Massive Subventionen für einzelne Wirtschaftszweige, wenn der Staat meint, dass mit dem Preisdumping dann Marktanteile abgeknöpft werden, bis die Wettbewerber da nicht mehr mithalten können und fallen. Sowas steigert dann auch den Gewinn. Oder Aufkaufen von Produktionsunternehmen und Abzug derer, wie einst die Siemens Handysparte, gekauft, umbenannt, Wissen abgezogen, Unternehmen platt gemacht. Ob sich Asiaten und Amerikaner das andersrum bei wichtigen Technologieunternehmen auch so bieten lassen würden?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 18 von 19