Forum: Wirtschaft
Studie: Deutschlands Topkonzerne verlieren Anschluss an Weltspitze
Carsten Koall/ Getty Images

Die größten deutschen Konzerne können bei Wachstum und Gewinnen nicht mehr mithalten. Die Exportnation leidet besonders unter der aggressiven US-Handelspolitik - doch das ist nicht der einzige Grund.

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kathar121 11.06.2019, 11:06
40. Wen wundert es?

dass die Autoindustrie, insbesondere VW, für ihre Betrügereien Milliarden Euro an Schadensersatz leisten muss, ist nur richtig. Dass dies die Geschäftsergebnisse drückt und zu Vertrauensverlust beim Kunden führt, ist doch klar. Oder nehmen wir Beyer, die kaufen ein Unternehmen mit anhängigen Klagen für die sie zum teil inzwischen verurteilt wurden. In Milliardenhöhe. Und dann können diese Unternehmen die Dummheit ihrer Manager noch von der Steuer absetzen.

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localpatriot 11.06.2019, 11:06
41. Weit über die Bedürfnisse hinausgewachsen

Zitat von fidhelma
Wenn man sich aufs Auto konzentriert, die Energiewende versemmelt und Hasardeure wie Bayer als „Großkonzern“ oder die Deutsche Bank als „Großbank“ machen lässt.
Die Wertschöpfung der deutschen Wirtschaft bedient beinahe zur Hälfte die Exporte welche Deutschland zum Exportweltmeister pro Kopf avancierten.

Dass man da früher oder später Grenzen findet sollte niemanden überraschen.

Die Schweiz macht das besser: technologisch und kommerziell Weltspitze oder nicht weit dahinter. Mit Anerkennung der normalen Grenzen.

Die Geschichte vom Fischer und seiner Frau kommt einem da ins Gedächtnis.

Dennoch, bisher war man in der Lage Weltleistung zu Liefern. Nicht überall, aber oft.

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chinawoman 11.06.2019, 11:07
42. Oh je, wie schrecklich...

"Den operativen Gewinn steigerten die nordamerikanischen und asiatischen Konzerne im Schnitt um 12,8 Prozent beziehungsweise 12,2 Prozent. Europas Topunternehmen verbuchten ein Wachstum von 11,6 Prozent." Gegen Asien liegen wir also doch 0,6% hinten... die Welt geht unter... Möchte den Gewinn in den USA mal um die Trumpschen Steuergeschenke korrigiert sehen... Das ist genau das was was die Politik immer weiter mit ihren Lobbyisten befeuert, Wachstum um jeden Preis. Was für ein Schwachsinn! Wir Menschen wachsen auch nur bis zu einer bestimmten Größe... sonst wären wir in der Zwischenzeit 4 Meter groß. Wenn dieses Streben noch immer mehr Wachstum, Gewinn, Macht und Reichtum nicht bald in ein Verantwortungsbewußtsein für unseren Planeten und die Menschen darauf gewandelt wird wird sich das mit dem Wachstum allein regeln. Ich denke diese darauf folgende Krise werden dann am besten die übrig geblieben Naturvölker überleben, ohne Geld, Strom und Gewinnstreben...

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meinerlei 11.06.2019, 11:07
43. Fehlende Analyse

Die in diesem Artikel präsentierten Zahlen ergeben in ihrer Beziehungslosigkeit und Unvollständigkeit kein konsistentes Bild. Die amerikanischen Konzerne haben aufgrund der dortigen Steuerreform Gewinnwachstum für lau, und das als flüchtiger Einmaleffekt. Ob ein Gewinn von einem großen oder zehn kleineren Unternehmen erwirtschaftet wird ist für das Wohlergehen einer Volkswirtschaft im Grunde auch gleichgültig. Das ist mitnichten ein Beleg für die in der Schlagzeile aufgestellte Behauptung. 60% der Patente für Elektromobilität liegen in Deutschland, die von deutschen Herstellern im kommenden Jahr auf den Markt drängenden E-Autos werden die mit mittelmäßigem Material und nicht so schön verarbeitenden Teslas sehr alt aussehen lassen. Das Gejammer darüber, dass Deutschland wirtschaftlich angeblich den Anschluss verliert, ist seit Jahrzehnten notorisch. Was soll das?

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Braveheart Jr. 11.06.2019, 11:09
44. Wollen wir nicht gerade ...

... weg vom "immer mehr, immer größer, immer gieriger" Globalkapitalismus? Was nutzt Umsatzwachstum, wenn Rohstoffvorräte abnehmen? Schmeckt mein Eis besser, wenn ich es in immer größeren Happen immer schneller aufesse? Die nackte Wahrheit ist: Wenn wir wirklich nachhaltig leben wollen, dann sind von den ca. 7,4 Mrd Menschen auf dieser Erde gut 5 Mrd. zuviel. Bedanken dürfen wir uns bei den Politikern, die fünfzig Jahre lang die Zeichen der Zeit übersehen haben. Die Fakten sind bekannt, seit der Club of Rome 1972 sein "Grenzen des Wachstums" veröffentlicht hat. Aber nein - die USA leitete in den 80er Jahren die Exportoffensive nach China ein. Kein Wunder, daß China irgendwann seine Ein-Kind-Politik aufgab und nun mit dem Säbel rasselt. Siebentausend Jahre rassistischer Hochmut schlagen nun zurück. Die europäischen Länder verfolgen in Afrika und anderswo immer noch eine "Entwicklungshilfe-Politik" die nur die Bilanzwerte der "helfenden" Unternehmen aufpoliert, in den Zielstaaten aber ein Bevölkerungswachstum ohnegleichen ausgelöst hat. Die Folgen bekommen wir seit 2015 zu spüren.
Es muß ein durchschlagender Kurswechsel her. Das muß aber von ganz oben kommen - am besten von der UNO. Aber die propagiert ja lieber das "Recht auf Migration". Verständlich (weil viele Nationen, die in der UNO sitzen, sich nicht den Weg verbauen wollen) aber eben der falsche Ansatz. Tja, Homo YSapiens, das war's dann wohl. Nix mit "In the year 2525 ..." wir schaffen es wohl nicht mal ins 22.te Jahrhundert.

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wolfgangselig 11.06.2019, 11:10
45. Kein gesellschaftliches Interesse und deutscher Brain-drain

Na ja, verwunderlich ist das nicht. Gesellschaftliches Interesse an neuer Technologie ist hier nicht wirklich ausgeprägt, im Gegenteil sind viele Leute eher technikfeindlich. Fakt ist, dass nur ein Bruchteil der eigenen jungen Leute Eignung und Interesse für High-Tech-Berufe hat. "Irgendwas mit Medien oder Marketing" ist halt noch kein High Tech, ein Bachelor in Germanistik übrigens auch nicht. Und die, die es drauf haben (z.B. Elektroingenieure oder Informatiker), wandern vermehrt in attraktivere Länder wie die Schweiz aus, worüber aber kaum ein deutsches Medium berichtet.

Und noch wichtiger ist, dass wir für ausländisches Spitzenpersonal im Vergleich zu Kalifornien oder Singapur einfach nicht interessant sind. Das fängt mit der deutschen Sprache an, die mindestens seit 1945 (eher seit 1914) ein natürlicher Nachteil gegenüber der englischen Sprache ist, geht über die hohe Abgabenbelastung für Normal- und Etwas-Besser-Verdiener weiter und hört bei seltsamen Anerkennungsregeln und -bedingungen für manche ausländischen Berufsausbildungen noch nicht auf.

Und ganz ehrlich: solange die Zinsen von der EZB so niedrig gehalten werden, warum sollte dann ein Unternehmer ins Risiko gehen? Da lassen sich auch mit altbackenen Geschäftsmodellen Zins und Tilgung noch finanzieren.

Alles in allem: der Wähler und Bürger in Deutschland bekommt, was er politisch und gesellschaftlich bestellt hat. Respekt-Rente statt Innovationsförderung lautet das Motto unserer Zeit und das lässt sich dann halt auch statistisch belegen.

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MichaelRitter 11.06.2019, 11:11
46. Und was bedeutet das genau?

EY hat also eine Studie gemacht. Sehr schön. Die können ins Regal zu den anderen Studien stellen, die bei gleicher Datenlage zu völlig gegensätzlichen Ergebnissen führen. Also erst einmal Ruhebewahren und überlegen, ob der Umsatz allein als Gradmesser für den Erfolg von Unternehmen oder einer Wirtschaftspolitik taugt? Was ist denn mit Gewinn, Innovationen oder Marktanteilen? Und nicht zu vergessen Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit. Wenn letzteres als Langfrsitigkeit aufgefasst sind, dann ist doch klar, dass die US-Unternehmen beim Umsatz ganz weit vorne sind. Jeder, der schon einmal mit so einer Firma zu tun hatte, weiß genau, dass nur die Zahlen bis zum nächsten Quartalsende und damit der Bonus des jeweiligen Verkäuers zählen. Fire and forget. Was nach dem Abschluss kommt, interessiert nicht.
Und wenn ausgerechnet Royal Dutch Shell das gewinnstärkste europäische Unternehmen war, spricht doch die Branche für sich . Fördern und Verkauf fossiler Brennstoffe. Toll. Das machen die jetzt noch 10 Jahre und dann sind die ganz schnell das gewinnschwächste Unternehmen.
Wenn sich die Deutschen Unternehmen den kommenden Herausforderungen bzgl. Klimaschutz und Sozialverträglichkeit wirklich stellen (und damit sind nicht nur die Auto-Konzerne gemeint) und wenn in Deutschland trotz GroKo irgendwann eine Startup-Szene entsteht, die diesen Namen wirklich verdient, dann werden diese Firmen ihren Weg machen. Ob sie nun in der Liste der umsatzstärksten Unternehmen vorne liegen oder nicht, ist völlig eal.

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HCG 11.06.2019, 11:12
47. Deutschland ist halt anders...

Es gibt eben tausende von kleineren hoch effektiven Firmen im Deutschland . Was bringen den Top Konzerne wie Google und Konsorten und britische Firmen, die kaum Steuern zahlen?

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mhwse 11.06.2019, 11:13
48. würgen Sie die Erneuerbaren ab

Zitat von axelmueller1976
Die Grünen und auch die anderen Parteien sollten nachdenken ob wir unsere Wirtschaft nicht abwürgen und somit auch viele Millionen Arbeitsplätze verlieren.
(und die Pflicht Stromspeicher zu bauen) - kaufen Sie Energie auf dem Weltmarkt.

Wer profitiert dann? Deutschland?

Oder die, die Energie auf dem Weltmarkt verkaufen?
(Also nicht Deutschland - weil wir außer Wind wenig haben ..)

Sie können am Pokertisch schon bluffen - nur wenn die Gegenseite das Fullhouse sicher hat - wird das kompliziert ..
(mit den USA zu pokern ist immer kritisch - die haben das erfunden)

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Rechtschreibprüfer_der 11.06.2019, 11:14
49.

Zitat von 3komma1415...
Die deutschen Unternehmen verlieren immer mehr an Bedeutung weil sie eben nicht internationalisiert sind. Da wird sich fleissig auf alten Lorbeeren ausgeruht, aber eben nicht weiterentwickelt, was Standards, Management etc betrifft.
Sie kennen nicht viele deutsche Unternehmen?

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