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Studie: Deutschlands Topkonzerne verlieren Anschluss an Weltspitze
Carsten Koall/ Getty Images

Die größten deutschen Konzerne können bei Wachstum und Gewinnen nicht mehr mithalten. Die Exportnation leidet besonders unter der aggressiven US-Handelspolitik - doch das ist nicht der einzige Grund.

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kayakclc 11.06.2019, 11:37
70. Studien über Studien

Da wird eine Studie vorgelegt, und irgendwelche Schlüsse gezogen. Aber die Frage deren Relevanz und die Grundlage, bzw impliziten Annahmen werden nicht gestellt. Es ist doch sogar eigentlich gut, dass Deutschland eine brummenden Industrie hat, und die Top Unternehmen nicht weltspitze bei den Einnahmen. Das bedeutet nämlich, das in anderen Ländern sich erfolgreich Monopolstukturen ausbilden konnen, mit Machtkonzentration und aber auch Abhängigkeiten. Wenn Apple hustet, gehen da gleich Mrd Gewinne den Bach runter. Will die Studie uns weismachen, dass das erstrebenswert ist. Erinner wir und an den Welt-Konzern Daimler und dann Daimler Crysler. Jetzt Bayer und Monsanto: Weltkonzerne, deren Summe der Teile viel weniger Wert sind als getrennt wege zu gehen. Nein, Deutschland ist in vielen bereichen Weltspitze, weil sich kleinere Firmen erfolgreich auf einen spezialierten Markt fokusieren. Viele deutsche Konzerne sind sehr international aufgestellt. Aber in solchen Studien werden die Ergebnisse oft durch die Auswahl der Fragen und den implizit zu Grunde gelegten Hypothesn schon vorweggenommen. Kein Grund zu Sorge!

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Rechtschreibprüfer_der 11.06.2019, 11:40
71.

Zitat von uezegei
zumal D und Europa beim Thema Umweltschutz mittlerweile auch schon von 3-Welt-Staaten abgehängt werden..
Sie meinen die Plastik verschmutzten Strände an Nord- und Ostsee? Oder eher die blitzblanksauberen Traumstrände Südostasiens?

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Tante_Frieda 11.06.2019, 11:40
72. Frage

„Großbritannien und Deutschland haben mehr Topkonzerne als Deutschland“.Da würde ich mir aber vom „Spiegel“ wünschen,dass er seine Leserschaft darüber aufklärt,um welche Konzerne es sich bei diesen beiden Ländern handelt.So rate ich mal:Bei GB könnten es Banken und Pharmafirmen sein,bei F fällt mir gerade Sanofi ein,das einst Hoechst aufgekauft und dichtgemacht hat,wenn ich mich richtig erinnere.Apropos Pharma:Da ist es wirklich erschreckend,was aus D,der einstigen „Apotheke der Welt“ geworden ist.Die wichtigen Player,zumindest was europ. Firmen betrifft,sitzen heute in GB,F und - natürlich - in der CH.Bei Letztgenannter können wir uns wenigstens damit trösten,dass die sehr viele deutsche („düütsche“) Mitarbeiter,auch in der Forschung, beschäftigen...

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icheb66 11.06.2019, 11:42
73. Wegbereiter für weiteren Sozialabbau

Solche Studien haben nur den Zweck, deutsches Arbeitsrecht zu brechen. So nach dem Motto "heh, Dein chinesicher Kollege macht nur 7 Urlaub im Jahr, wenn überhaupt. Wenn Du Deinen Job behalten willst, müssen wir angleichen......" oder "....also die Sache mit den Sozialkassen ist ja schön und gut, aber Dein amerikansicher Kollege hat das alles nicht. Der muss selbst für sich sorgen. Wenn Du Deinen Job behalten willst, machst Du das ab sofort auch....." usw....
Im Bereich des Umweltschutzes geht's genauso weiter.......Auf der anderen Seite haben es deutsche Technolgieunternehmen in einem innovationsfeindlichen Land wie Deutschland nicht leicht. Aktuelles Beispiel ist das Gezänk um 5G. Im Bereich Transporttechnologie ist das bewußte Versagen (für mich war es ein Boykott durch Politik und Lobbyisten) beim zukunftsweisenden Transrapid vor Jahren ein Paradebeispiel für geringen Weitblick in Politik und Teilen der Wirtschaft. Die Kette des Versagens ließe sich endlos fortsetzen.....

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AASAA 11.06.2019, 11:44
74. Sämtliche Zukunftsthemen

verpennen und sich dann wundern.

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Rechtschreibprüfer_der 11.06.2019, 11:44
75.

Zitat von gruenerwaldgeist
Dem ist wenig hinzuzufügen. Aus den genannten Gründen habe ich mein Startup mittlerweile in Los Angeles gegründet.
Soso, aus den genannten Gründen mussten sie zwingend ihr "startup" in den USA gründen.

Sie haben lediglich kein Geld für ihr "startup", das ist der einzige und wahre Grund, warum sie in den USA gründeten.

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Cannonier 11.06.2019, 11:46
76. BWL und VWL aus dem letzten Jahrtausend?

Zitat von Beat Adler
Was ist zukunftsfaehiger: Viele solide Mittelstaendler oder Grosskonzerne? In welchem Modell sind Reaktionen auf wirtschaftliche Verwerfungen von ausserhalb, z.B. der Wirtschaftskrieg von Trump gegen den Rest der Welt, schneller und zielgerichteter umsetzbar? Deutschland ist und bleibt das Paradies der Tueftler und Ingenieure in den mittelstaendischen Firmen. Solange das so ist, geht es Deutschland ueberdurchschnittlich gut bis hervorragend. mfG Beat
Auch ein Mittelständler braucht einen Absatzmarkt. Und KMU sind keineswegs sicher gegen Verwerfungen, im Gegenteil. Während ein Grosskonzern dass ggf. noch durch interne Verschiebungen kompensieren kann steht der Mittelständler im Extremfall nackt da.

Die Antwort auf Ihre Frage ist eben NICHT schwarzweiss, sondern grau. Beides wird gebraucht.

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böseronkel 11.06.2019, 11:46
77.

Zitat von Cannonier
der Vergangenheit ausgeruht. Statt das Land und dessen Bürger für die Herausforderungen des nächsten Jahrtausends zu ertüchtigen (wir reden hier nicht von Kleckerkram, sondern etliche Milliarden Investitionen in state of the art Infrastruktur, Forschungs und Bildungseinrichtungen) verplempern wir Jahr um Jahr Steuereinahmen für Ziele die das Land vielleicht emotional und human weiterbringen aber in 50 Jahren hierzulande niemand mehr ernähren kann. Hocheffiziente, hochverfügbare Kommunikationsinfrastruktur? Fehlanzeige. Verkehrsinfrastruktur? Fehlanzeige. Energieerzeugung- und Verteilung? Fehlanzeige. Effiziente Unterstützungsprozesse bei Behörden? Fehlanzeige. Ueber Landesgrenzen hinaus bekannte Forschungs- und Bildungseinrichtungen die nicht ausländische Spezialisten anlocken müssen, sondern die sich vor Bewerbungen nicht retten können? Fehlanzeige. Und dann amüsieren wir uns noch mit der Vorstellung einen ins politische Amt zu heben, der über Kollektivierungen fantasiert? Und wir klopfen uns auf die Schulter wenn unser Aussenminister von Europäischen Zahlungswegen aus dem Iran träumt, wohlwissend dass kein deutscher Konzern mit signifikantem US Geschäft auch nur noch einen Bleistift in den Iran verkaufen wird?
Ich denke wir brauchen international dringend ein Zahlungssystem in dem die USA außen vor bleiben.
Über Kollektivierungen mit Augenmaß nachzudenken darf einfach kein Tabu sein und könnte gesamtwirtschaftlich durchaus vorteilhaft sein.

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peterzar 11.06.2019, 11:46
78. Richtige Ursachen - richtige Maßstäbe ?

Wem gehören denn die Deutschen DAX - Unternehmen. In wieviele der Unternehmen des Mittelstandes haben sich US - Unternehmen und Hedgefonds eingekauft - von chinesischen Freunden deutscher Technologie ganz zu schweigen.
US Unternehmen und Wachstum : Großer Markt einheimischer Markt , große Regierungsunterstützung weltweit ( oder hat man den Aixtron- Fall vergessen , wo Sicherheit bei einem LED Anlagen Produktionsanlagen Anbieter - selbst unter Obama - vorgeschoben wurden, um Beteiligung oder Verkauf zu verhindern.
Ja - die Deutschen Mittelständischen Unternehmen haben noch stärker als die Großkonzerne eine F+E - Lücke, sie und die Gründer finden kein Venture Capital.
Im Übrigen - was ist mit den Expansionsmärkten ( vielleicht betrachtet Ernst + Young mal die Konditionen , Hindernisse und Erschwernisse auf dem US Markt bei Gebrauchsmuster und Patentanmeldungen - die sind nämlich protektionistisch zu nennen ) in den USA und ganz besonders in China ( wo die notwendigen Übersetzer und einheimischen Angestellten als Aufpasser und KnowHowKlauer unterwegs sind ).
Da brauchen wir auf die Geschichten der wahrhaftigen Verfolgung ausländischer Unternehmen und die Abhörqualitäten ( nicht nur bei Merkel ) nicht zu verweisen .
Aber ist Wachstum und Gewinn - Entwicklung so ein toller Maßstab ?

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heiko.quant 11.06.2019, 11:48
79. Gestern war es der Mittelstand, heute sind die Großkonzerne...

...das Maß aller Dinge? Was denn nun? Sind wir nun dem Untergang geweiht, weil es in Deutschland kein Google, Amazon oder Facebook gibt? Facebook, die Jobmaschine mit 35.000 Mitarbeitern weltweit. Von den vielen Runnern bei Amazon ganz zu schweigen. Was sind dagegen schon die 635.000 Angestellten von Volkswagen oder die Millionen im deutschen Mittelstand wert? Wenn man dem Spiegel glaubt, einen Dreck. Abwarten und Tee trinken, nicht Panik machen und die deutsche Wirtschaft herunterschreiben.

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