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Studie: Die Wirtschaft wächst, doch der Wohlstand nicht
DPA

Der Wohlstand in Deutschland stagniert laut einer Studie auf dem Niveau der Neunzigerjahre. Schuld sei die Einkommensungleichheit. Allerdings ist die Methodik der Forscher umstritten.

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jrcom 19.07.2018, 20:39
1.

"Wenn wir die Menschen fragen, welche Einkommen sie haben wollen und welche Einkommen sie als gerecht ansehen, dann sprechen sie sich in keinster Weise für eine gleiche Verteilung von Einkommen aus. Einkommen sollen durchaus unterschiedlich sein"

Ja, sie sind musterhaft erzogen.

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exilator_ 19.07.2018, 20:52
2. Neoliberale Heilsversprechen

basieren auf der völlig unhaltbaren Voraussetzung, dass es in Wirtschaft, oder auch im normalen Leben lineare Vorgänge gäbe. Das gesamte Gebäude dieser Afterdoktrin beruht auf diesem völlig irre falschen Voraussetzungen.
Nach diesem Grundsatz denken in Deutschlands Politik fast alle Parteien, und machen für ihren Niedergang alles mögliche verantwortlich nur nicht die oben genannte Irrlehre. Es ist eben nur bei Egomanen und Psychopaten ao, dass sie unendlich viel grösseren Reichtum wollen. Heute ist es so, dass andere Faktoren als immer mehr Geld die Arbeitswelt beherrschen. Stolz, Anerkennung über blossen Geldwert hinaus, be- und geschützt sein, auch eben vor dem Neoliberalismus, der alles frisst was Menschen ausmacht. Moralisch ist, was ökonomisch ist, und Demokratie ist Sklaverei, so die Postulate der falschen Propheten, und kein Politiker oder Wirtschaftsführer widerspricht dem, und wenn sich einer traut, dann wird er als Gutmensch diffamiert...von den Schlechtmenschen.
Der Ansatz andere Dinge in Berechnungen einfliessen zu lassen als Geld ist völlig richtig und wird nur von Hörigen es Systeems abgestritten.

exilator

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Tolotos 19.07.2018, 21:24
3. Natürlich ist die Methodik umstritten!

Schließlich ist es für den Geldadel sehr lukrativ, dass das der Wohlstand so ungleich zu seinen Gunsten verteilt wird. Da macht es sicher Sinn, sich ein paar Kritiker zu kaufen, die Kritik an diesem Zustand verunglimpfen!

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robeuten 19.07.2018, 21:44
4. öhem,

das mag - oder auch nicht - erklären, warum das verfügbare Einkommen abhängig Beschäftigter stagniert. Dummerweise gilt das ebenso für Unternehmer wie kleine Handwerksbetriebe etc.
Ich gebe der HB-Stiftung einen TIp: schaut Euch doch einmal an, wieviel der "Mittelstand" an Steuern zahlte - 1990 vs. 2018.
Ja, der Neo"liberalismus" versagte erfolgreich den Schluck aus der Lohnbuddel. Nein, das erklärt das Problem nicht einmal im Ansatz!!! Es erklärt allerdings, warum wir immer mehr "working poor" haben - dummerweise eine Klientel, für die sich die feinen Herren Gewerkschafter einen feuchten Dreck interessieren....

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mori1982 19.07.2018, 21:50
5. Einkommen

Beitragsteigt angeblich von 1991 bis 2015 um 15%. Im selben Zeitraum stieg die Inflation un ca 40%. Also am Ende hatten die Haushalte also 25% wenuger Einkommen real als 1991 ?

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suchenwi 19.07.2018, 22:09
6. Wohlstand

ist ein großes (und schönes) Wort.
Ich habe bislang immer mehr oder weniger an der Grenze des Wohlstands gelebt.
Aber planbar: August 2019. Dann gehe ich in vorgezogene Rente mit 10.2% Abschlägen, und das ist ca. 40% von meinem jetzigen Netto (wegen Versorgungsausgleich). Ca. 1200€.
Also lebe ich zur Vorbereitung seit Jahren schon mit diesem Budget. Den Rest spare ich und lege es u.a. in US-REITs/BDCs an. Oder in portugiesische, australische oder japanische Aktien...
Es bleibt spannend ;^)

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three-horses 19.07.2018, 23:01
7. 60% mehr.

Zitat von mori1982
Beitragsteigt angeblich von 1991 bis 2015 um 15%. Im selben Zeitraum stieg die Inflation un ca 40%. Also am Ende hatten die Haushalte also 25% wenuger Einkommen real als 1991 ?
Dafuer zahlen Sie nur 19% MwSt. Was vorher mit 14% ziemlich
hoch war. Auch die andere Erleichterung wie im Gange
die Grunsteuer...Anpassung wie aus Klrh empfohlen ist keine
Steuer Erhoehung und wirkt somit entgegen eine Inflation
da die Grundsteuer die Gemeinden wie einem Besofenem
stabilisiert. Und das % Spiel soll man lassen. Mein Vermoegen
lag 1991 bei Euro eins. 2015 waren es Euro zwei. Auch wenn ich
die Inflation einbeziehe habe ich 60% dazu gewonnen.
Das soll mir einer nachmachen. Auch Schaueble, und der
verstand wie man gut vier Billionen Schulden versenken kann
und aus dem Hut einem Kaninchen von Schwarze Null
dem Volke unter viel Jubel vor der Nase wedeln liess.
war paff von meinem 60% mehr.

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frankfurtbeat 19.07.2018, 23:21
8. es ...

es "muss" einen Unterschied geben - diejenigen welche sich auf Kosten anderer die Taschen vollmachen und diejenigen welche für Brot und Miete buckeln gehen damit eben die Taschen voll werden.
Der einfache Arbeitnehmer hat 2018 letztendlich weniger in der Tasche als 1990 - jetzt nehmen sie auch noch sein Ersparnisse und die Spirale dreht sich weiter ...
Der Mittelstand ist am aussterben ... es lebe der Kapitalismus!!!

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strohsee 19.07.2018, 23:23
9. Einkommensunterschiede sind willkürlich

Es ist schon klar und nachvollziehbar, dass sich die Mehrheit für Unterschiede im Einkommen aussprechen - wer jahrein, jahraus von der Politik, den Medien und Anderen nichts anderes hört, übernimmt diese Meinung irgendwann; selbst im Unterricht in der (Berufs-) Schule ist ja schon so ausgerichtet, und die Wirtschaft verlangt immer wieder noch mehr Einfluß auf die Lehrinhalte in "passenden" Fächern.

Auch die Gewerkschaften haben ihre systemüberwindenden, oder auch nur ihre das System in Frage stellenden Ziele "in die Tonne gekickt"; und die LINKS-Partei hat eher mit anderen Fragen zu tun.

Bleibt man in der System-Logik, die besagt, dass sich Leistung (angeblich) lohnt und insofern Einkommensunterschiede (ausreichend) gerechtfertigt sind, stellt sich jedoch trotzdem die Frage, ob die festgestellte Mehrheit in der Bevölkerung alle Unterschiede, also auch die größten, akzeptiert, oder ob es nicht doch so ist, dass die Mehrheit diese Unterschiede nicht mehr akzeptiert, wenn diese Unterschiede zu groß werden.

Für mich ist die jährliche Mitteilung darüber, dass die Sparquote gestiegen (in Ausnahmefällen: stagnierte oder zurück gegangen) sei, die Vertuschung par excellence - wenn man die Vermögensverteilung dazu betrachtet, zeigt sich, dass die Sparquote nur eine sehr kleine Minderheit betrifft. Weil die große Mehrheit vielleicht einen kleinen "Spargroschen" "auf der hohen Kante", jedoch keine Ersparnisse, und schon gar kein Vermögen hat.

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