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Studie: Fast ein Viertel aller Beschäftigten verdient Niedriglohn
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Zwei Millionen weniger Arbeitslose - und trotzdem hat sich die Einkommensverteilung in Deutschland nicht verändert. Nach Informationen des SPIEGEL arbeitet fast jeder vierte Beschäftigte im Niedriglohnsektor.

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0395neubrandenburg 09.06.2013, 10:07
1. Hungerlöhne

In Neubrandenburg (M-V) wurden jetzt BRUTTO-Studenlöhne zwischen 1,50 und 3,00 Euro bekannt Neubrandenburg: Sittenwidrige Löhne von 1,67 Euro brutto | mesh-web . Da kann man schon nicht mehr von Niedriglohn sprechen. Und niemand unternimmt etwas, obwohl es keine Ausnahme- sondern Regelfälle sind.

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Nizzre 09.06.2013, 10:08
2. Wenn man den "Niedriglohn" anteilig berechnet...

... wird immer genau der gleiche Anteil an Arbeitnehmern im Niedriglohn-Bereich bleiben.

Letztes Jahr wurde der Niedriglohn-Bereich noch mit 7,50 und 10 Euro angegeben - jetzt mit 8,50 und 11 Euro...

Das ist doch keine Meldung!

Die Meldung ist: Die Löhne sind flächendeckend leicht gestiegen. Auch im Niedriglohn-Bereich.

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naklar? 09.06.2013, 10:11
3. Und ich schätze mal nur 25% haben ...

... Reallohngewinne verzeichnen können. Der Rest hat Abschläge hinnehmen müssen.

In der Sommerpause kommen dann noch die Zahlen der Kleinunternehmer und kleineren Mittelständer auf den Tisch. Dann kann man erst die ganzen Auswirkungen von der Agenda_2010 und der fortgesetzten Schwarz_Gelben-Politik sehen. Denn Autos kaufen keine Autos.

Es kommt der Tag, wo keiner der Politiker mehr etwas mit der Agenda_2010-Politik zu tun haben will. Dann war es wieder einmal keiner gewesen. Die Statements liegen schon in den Schubladen.

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Shaft13 09.06.2013, 10:11
4.

Ist doch egal.Hauptsache man kann 2 Mio weniger Arbeitslose als "sehtherwietollderEuroist" verkaufen.

Das die Arbeitsstunden insgesamt nicht gestiegen sind,zeigt auch sehr gut, das einfach nur aus 1 Vollzeitjob drei Teilzeitjobs gemacht wurden.

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warndtbewohner 09.06.2013, 10:13
5. Nun,

das ist doch nichts Neues. Es war doch so gewollt. Die Schröder SPD hat doch mit ihren Seeheimern wie Clement, Steinmeier und Steinbrück! den Niedriglohnsektor kräftig ausgebaut, was ja auch ihr Ziel war. Die "Sozial"demokraten haben damit der Arbeitnehmerschaft einen Bärendienst erwiesen und dass wissen sie auch. Darum fehlen heute die Stimmen die die SPD dringend bräuchte, aber man ist ja nach wie vor von der Agenda2010 überzeugt.....

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wennderbenzbremst... 09.06.2013, 10:13
6. An die eigene Nase fasen

Damit man man selber nicht von diesem Trend getroffen wird, hilft nichts anderes als eigene Verantwortung, Mut zum Risiko und einen Funken Optimismus. Wer sich von den "Beratern" von der Agentur für Arbeit vermitteln lässt und sich dann wundert, dass man in irgendeiner Leihbude oder sonstwo gelandet ist... Selbst Schuld. Zum Glück haben mir meine Eltern eine gute Portion Selbstvertrauen mit auf den Weg gegeben.
Deutsche Fachkräfte sind auf der ganzen Welt gesucht und werden auch fair entlohnt.
Seit 2 Jahren hab ich mich nicht länger als 24h in Deutschland aufgehalten, meistens nur zum umsteigen. Und ich lebe immer noch :D

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der-denker 09.06.2013, 10:15
7. - und wirtschaftlich problematisch

Dieser Halbsatz ist sehr wichtig. Denn im einfachen Weltbild der Konservativen/Marktliberalen gehört ihnen ja exklusiv die Wirtschaftskompetenz. Aber dass es auch volkswirtschaftlich nachteilig sein kann wenn Millionen ausgebeutet werden (sorry aber anders kann man es anständigerweise nicht sagen), das ist diesen Superhirnen schon zu kompliziert. Genau wie Abermillionen in Europa über die Klippe geschubst werden im Wahn das sei gut für den großen Gott "Markt". Folge: die schlimmste und dauerhafteste Rezession seit der Weltwirtschaftskrise vor ca. 100 Jahren. Die einzige und ohnehin wackelige Legitimation für diesen Umgang mit Bürgern wäre dass dies tatsächlich das ultimative Rezept ist. Ist es aber nicht. Handwerklicher Pfusch und ethische Katastrophe, kombiniert mit arroganter Selbstgefälligkeit, ein prima Rezept um wieder gewählt zu werden!

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Wowiweg 09.06.2013, 10:16
8. Skandal!

Zitat von sysop
Zwei Millionen weniger Arbeitslose - und trotzdem hat sich die Einkommensverteilung in Deutschland nicht verändert. Nach Informationen des SPIEGEL arbeitet fast jeder vierte Beschäftigte im Niedriglohnsektor.
Es ist ein unfassbarer Skandal.

Wir leben also in einem Land, in dem unsere Schulabbrecher und Langzeitarbeitslosen nicht als Bauingenieure oder wenigstens im mittleren Management beschäftigt werden können. Selbst im öffentlichen Dienst, wo ja bekanntlich viele geringqualifizierte dauerhaft untergekommen sind, ist für diese Leistungsträger kein Platz.

Wo doch der Sozialismus sagt, daß alle, alle gleich sind und so.

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superspeedy 09.06.2013, 10:19
9. stimmt

und es wird noch schlimmer .. der einzelhandel entlässt immer mehr vollzeitkräfte und füllt mit 400 euro jobs auf .. was meint ihr welchen lohn man bei zeitarbeitsfirmen bekommt? auch immer nur ca. 8,50 .. aber es zählt ja immer nur die statistik der beschäftigten .. bei der arge checken die das auch nicht ...

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