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Studie: Fast jeder zweite Hartz-IV-Empfänger ist psychisch krank
DPA

Es ist eine erschreckend hohe Quote: Mehr als ein Drittel der Hartz-IV-Empfänger leidet unter psychischen Erkrankungen. Laut einer Studie ist der Anteil Betroffener in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

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person012 31.10.2013, 15:37
170. .

Zitat von sysop
Es ist eine erschreckend hohe Quote: Mehr als ein Drittel der Hartz-IV-Empfänger leidet unter psychischen Erkrankungen. Laut einer Studie ist der Anteil Betroffener in den vergangenen Jahren stark gestiegen.
Vor ein paar Jahren war ich auch für ein paar Monate in Hartz IV gerutscht. Meine Jobberaterin sagte: "mit Ihrem Studium finden Sie sowieso nichts, ich führe Sie jetzt mal als 'ohne Ausbildung'. Und rechnen Sie damit, dass Sie als Ungelernte/r Jobs für 4-5 Euro die Stunde machen und aufstocken müssen." Jobvorschläge, die jeder Beschreibung spotteten, und auf die man sich ja bewerben musste, (sinnvolle) Weiterbildungsmaßnahmen verweigert ("wir warten mal noch ein paar Monate, vielleicht können wir dann ein zweites Bewerberseminar machen"- beim ersten kamen Unterlagen zum Einsatz, die noch Beispiele in DM enthielten, was schon ca. 10 Jahre überholt war, war also alles nicht mehr so ganz frisch). Man fühlt sich einfach hilflos und ausgeliefert. Bei mir waren schon die paar Monate sehr schlimm, wie muss sich dann erst jemand fühlen, bei dem das länger so geht?

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andrews45 31.10.2013, 15:38
171.

Zitat von Gluehweintrinker
Die Höhe der Entlohnung, sofern die Lebenshaltung gewährleistet ist, bedeutet weit weniger für das Selbstwertgefühl als die Frage, ob jemand Arbeit hat oder nicht.
Das ist nicht wahr. Arbeit macht glücklich, wenn man davon auch leben kann. Alles andere ist Hobby. Irgend wann werden der Leiharbeiter oder 1€Jobber auf ihre Kollegen schauen, die für die selbe Arbeit besser entlohnt werden und dann wird das Selbstwertgefühl proportional zum Lohngefälle absacken. Selbst das Gefühl des Gebrauchtwerdens kann die Gewissheit, ein Mensch 2. Klasse zu sein nicht kompensieren. Und so empfinden garantiert auch die Menschen, die ernsthaft Arbeit suchen und von der Gesellschaft wie Faulpelze behandelt werden oder die, die trotz Vollzeitbeschäftigung aufstocken müssen. Zweitklassig.

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peter_1974 31.10.2013, 15:39
172.

Zitat von eugenius3
Schikane, Demütigungen und Ohnmachtsgefühle machen auf die Dauer also krank? Na, die Nachricht haut mich jetzt echt um!
Ich behaupte jetzt mal ganz ketzerisch, ständig von irgendwelchen Polit-Hanseln als armes, kleines Opfer instrumentalisiert zu werden, ist auch nicht zwingend hilfreich.

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weserwasser 31.10.2013, 15:40
173. optional

hartz 4 macht nicht krank , nicht zu wissen was man mit überschüssige zeit anfangen soll und mit Selbstmitleid vergeudet macht krank
Leute werdet mal kreativ

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zynik 31.10.2013, 15:40
174.

Zitat von Namibdesert
Wie wäre es, wenn sich spon und die ganze Gemeinde der Jammerlappen einmal der objektiven Tatsache bewusst würden, dass es uns so gut geht wie nie zuvor? Immerhin gibt es auch noch diejenigen, die viel, gerne und erfolgreich arbeiten und den Langschläfern ihr Selbstmitleid finanzieren!
Genau, objektiv ist, was ich sage. Ich warte schon seit längerem auf eine Studie zu sozialem Autismus in Internet-Foren.

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abseitstor 31.10.2013, 15:40
175. Tiefschürfende Analyse

Zitat von m.s.schneider
Arm gehalten, gesellschaftlich ausgegrenzt, ständig sanktionierbar, gegängelt, bevormundet.... hm. Ich seh da kein Henne-Ei-Problem: Hartz IV macht krank. So einfach ist das.
Welch tiefschürfende Analyse.

Ebenso gut könnte man sagen: Es gibt hier keine Henne-Ei-Problem. Menschen mit psychischen Erkrankungen haben es schwerer, ins Berufsleben einzusteigen oder einen Job zu halten. Der Grund ist in ihrer Erkrankungen zu suchen. Zum Glück beziehen die Menschen ALG II, damit sie nicht ins Bodenlose fallen.

Aber ich mache es mir nicht so leicht wie Sie.

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sinasina 31.10.2013, 15:43
176. Bitte recherchieren, ob mit diesen Weiterbildungsmaßnahmen tatsächlich viel Geld

Zitat von Harveyffm
[…] Und welch Zufall, in unserem Kreis Hanau ist der Landrat gleichzeitig Vorsitzender der betreffenen "Weiterbildungsfirma".
Das habe ich jetzt schon so oft gelesen, würde mich wirklich sehr interessieren, ob dies stimmt.
Also, verehrte Journalisten, recherchiert doch bitte, ob mit diesen Weiterbildungsmaßnahmen tatsächlich richtig viel Geld verdient wird?

Eine Aufstellung nach Bundesländern wäre interessant und auch, wie die Beziehungen der Anbietern der Maßnahmen zur Kommunal-Politik ist.
Ähnlich der Aufstellung zu den Bischöfe, die Spiegel-Online hier veröffentlich hat und die ich hoch-interessant fand:
Umfrage unter Bischöfen zu Tebartz-van Elst - SPIEGEL ONLINE

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ks82 31.10.2013, 15:44
177.

Zitat von hornisse.04
Wovon wollte ein HartzIV-Empfänger wohl solche Wochenendtrips bezahlen? Irgendwas passt da für mich nicht zusammen.
Vielleicht durch Freunde, die sie kostenlos mitnehmen könnten?

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roflem 31.10.2013, 15:47
178. Bedankt Euch

Bei SPD und Grünen. Die haben das Modell mit entworfen und durchgesetzt. Schon alleine die Gewichtszunahme aufgrund der schlechteren Ernährung, gepaart mit der Angst, die automatisch Fettpolster wachsen lässt, die Minderwertigkeits Gefühle, die Willkür der ARGE-Mitarbeiter, alles gute Voraussetzungen für eine psychische Krankheit.

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Mvk 31.10.2013, 15:47
179. optional

Man sollte doch einmal untersuchen wie gestört die Mitarbeiter der Jobcenter sind. Hilfelose Menschen gerne zu unterdrücken, damit man einen Fleisspunkt bekommt, spricht ja auch nicht wirklich für geistige Gesundheit...

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