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Studie: Fast jeder zweite Hartz-IV-Empfänger ist psychisch krank
DPA

Es ist eine erschreckend hohe Quote: Mehr als ein Drittel der Hartz-IV-Empfänger leidet unter psychischen Erkrankungen. Laut einer Studie ist der Anteil Betroffener in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

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taunuskriecher 31.10.2013, 13:51
20. Da kann doch was nicht stimmen!

Es überrascht mich wenig, dass man ggf. psychisch erkrankt, wenn man keine Arbeit hat oder umgekehrt sich beruflich nicht auf den Beinen halten kann (und in Hartz IV abstürzt), wenn man psychisch krank ist. Selbst dass davon über 30 % der Hartz IV-Empfänger betroffen sein sollen, könnte ich mir vorstellen. Aber dass ein Fünftel der TKK-Versicherten psychisch erkrankt sein soll, lässt mich doch zweifeln, dass die Zahlen letztlich stimmen. Was wird denn da alles schon als "psychiatrische Diagnose" gewertet?

Ein kleiner Plausibilitätstest würde vor Veröffentlichung nicht schaden.

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m.s.schneider 31.10.2013, 13:51
21.

Zitat von Gluehweintrinker
Was für ein Unsinn. Krank macht eher das verordnete Nichtstun und das Gefühl, nicht (mehr) gebraucht zu werden. Inzwischen weiß jeder um die Bedeutung der Arbeit für das Selbstwertgefühl. Die Höhe der Entlohnung, sofern die Lebenshaltung gewährleistet ist, bedeutet weit weniger für das Selbstwertgefühl als die Frage, ob jemand Arbeit hat oder nicht.
Aber das ist doch gar kein Widerspruch, sondern eine Ergänzung.

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uwekrins 31.10.2013, 13:52
22. Sollte bei den Betroffenen

eine dauerhafte psychische Erkrankung attestiert werden, wird diesen Menschen in der Regel auch ein Grad der Behinderung zuerkannt.
Herr Alt kann sich die Aufforderung an die Unternehmen, psychisch kranken Menschen eine Chance zu geben eigentlich sparen, da die Bundesregierung im Zuge der Inklusion dazu verpflichtet ist die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

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grenoble 31.10.2013, 13:53
23. Der nächste Soziopath...

Zitat von Gluehweintrinker
Was für ein Unsinn. Krank macht eher das verordnete Nichtstun und das Gefühl, nicht (mehr) gebraucht zu werden. Inzwischen weiß jeder um die Bedeutung der Arbeit für das Selbstwertgefühl. Die Höhe der Entlohnung, sofern die Lebenshaltung gewährleistet ist, bedeutet weit weniger für das Selbstwertgefühl als die Frage, ob jemand Arbeit hat oder nicht.
...der sich babei noch über Arbeit definiert. Glauben sie mir das "nichtstun" wird nicht verordnet es ist Teil des Systems. Wer sein Selbstwertgefühl über Arbeit erlangt, hat ein riesen Problem aber auch das ist Systemimmanent.

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Rumpelstilz 31.10.2013, 13:54
24.

Zitat von janne2109
Warum kenne ich nur Arbeitlose die ungebildet sind, keine Ausbildung oder keinen Bock auf Weiterbildung??? Das sind nach meiner Erfahrung 70%
Sie würde ich gerne kennenlernen!

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tomkey 31.10.2013, 13:54
25. Meistens blockt die Behörde

Zitat von janne2109
---------Viele Arbeitslose leiden der Studie zufolge unter affektiven und neurotischen Störungen, Depressionen und seelisch bedingten körperlichen Leiden. Da sie wegen ihrer Erkrankungen nur geringe Jobchancen hätten, bräuchten sie eine intensivere Förderung, schreiben die Forscher-------- kann ich alles nachvollziehen, aber können wir mal eine Studie sehen die besagt was diese Arbeitslosen können??? Warum kenne ich nur Arbeitlose die ungebildet sind, keine Ausbildung oder keinen Bock auf Weiterbildung??? Das sind nach meiner Erfahrung 70%
ALGII Empfängern wird sehr oft durch das Jobcenter eine Weiterbildung/Ausbildung aus den unterschiedlichsten Gründen verweigert. Oftmals hat man den Eindruck, die Ämter wollen diese ALGII Empfänger nur schnell in zweifelhafte Arbeitsverhältnisse vermitteln, um sie dann 3-4 Monate später wieder begrüßen zu können. Dann kommt eine Maßnahme (Bewerbertraining, Bastelstunde o. Praktikum bspw. im Pflegeheim), die die ALGII-Industrie reicher macht, aber den betroffenen Arbeitslosen nix bringt. Außer Ärger, Hoffnung .. eben psychischer Streß. Ein Teufelskreis.

Wenn Sie nur Arbeitslose kennen, die sich einer Weiter- oder Fortbildung verweigern, dann sollten sie vielleicht mal Ihren Bekanntenkreis überprüfen. Ich kenne eigentlich keinen Arbeitslosen, der sich sowas verweigert. Im Gegenteil, oftmals weigert sich das Amt bzw. steckt die Arbeitslosen in sinnlose Maßnahmen statt Weiterbildung oder Ausbildung.

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bayern2004 31.10.2013, 13:54
26. Problem wo??

Ein Drittel der arbeitenden Bevölkerung ist auch krank, wo ist hier das Problem?

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grenoble 31.10.2013, 13:54
27. Da aber die dummen die Macht,die...

Zitat von frankmerkel
Ich zwinge Menschen dazu alles abzugeben was sie sich erspart und erarbeitet haben. Dann entmündige ich die komplett und gestehen ihnen ein Almosen zu das jede Teilnahme am sozio/kulturellen Leben unmöglich macht und gerade mal zum Überleben reicht. Anschließend diffamiere ich sie als ungebildet und faul. Harz4 ist ein Schimpfwort geworden. Wohlwissend das es wohl kaum die Schuld der Arbeitslosen ist, das es nicht genug Arbeitsplätze gibt. Und jetzt kommen die Verantwortlichen darauf das das möglichweise psychisch Krank macht? Die von den Profiteuren der Umverteilung von Arm nach Reich so gelobte Agenda 2010 ist genaugenommen Körperverletzung!
...Arbeit und das Geld haben wird sich daran nichts ändern.

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frankmerkel 31.10.2013, 13:54
28. @jane2109

"Warum kenne ich nur Arbeitlose die ungebildet sind, keine Ausbildung oder keinen Bock auf Weiterbildung??? " Das liegt möglicherweise an ihren Bildungsniveau und dem damit zusammenhängenden sozialen Umfeld. Ich kenne fast nur arbeitslose Doktore, Magister, Fachkräfte verschiedenster Branchen. Die wissenschaftl. Untersuchungen hierzu besagen ja auch eindeutig das lediglich 1-2% der AlG2 Empfänger arbeitsunwillig sind.

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xehris 31.10.2013, 13:56
29. Spott und Verachtung

Zitat von Asturaetus
Es hat auf Basis des Irrglaubens, das jeder der nur Suchen würde auch eine Arbeit findet von der er leben kann, schon weitverbreitet als "guter Ton" etabliert diese einem selbst "sozial unterlegenen Personen" mit Verachtung, Verleumdung und Spott zu strafen.
Spott und Verachtung dienen dazu, die eigene Angst vor sozialem Abstieg zu bekämpfen, einer Gefahr die in Deutschland durchaus für den größten Teil der Arbeitnehmer reell ist.

Solchen Spöttern kommt die Regierung entgegen, die ständig von einem Jobwunder schwadroniert und von angeblichem Fachkräftemangel, statt das Problem anzugehen, wie die vielen Millionen Hartz-IV-Bezieher wieder in Arbeit kommen.

Würde die Regierung zugeben, dass Millionen von Arbeitsplätze fehlen, ginge es den Hartz-IV-Beziehern sicher besser. Dann würden sie nämlich die Schuld an ihrem persönlichen Desaster nicht immer nur bei sich selbst suchen.

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