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Studie: Fast jeder zweite Hartz-IV-Empfänger ist psychisch krank
DPA

Es ist eine erschreckend hohe Quote: Mehr als ein Drittel der Hartz-IV-Empfänger leidet unter psychischen Erkrankungen. Laut einer Studie ist der Anteil Betroffener in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

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parisien 31.10.2013, 13:56
30. Unklar

Mir ist nicht klargeworden : Sind die Betroffenen v o r HartzIV krank gewesen ( und daher arbeitslos ) , oder sind sie es durch HartzIV geworden ( und finden daher keine neue Arbeit) ?

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quark@mailinator.com 31.10.2013, 13:59
31. Wen wundert's ?

Mit der Nummer haben Kapitalismus, SPD und Grüne ihr wahres Gesicht gezeigt. Das ganze ist menschenverachtend und aufgrund unserer tatsächlichen Arbeitsproduktivität total unnötig. Aber man mußte die alte Arbeitslosenhilfe erst zerkloppen, um dann die Löhne der normalen Arbeiter senken zu können. Hätte man Leute vorher so billig beschöftigen wollen wie heute, wären sie "einfach" in die Arbeitslosenhilfe gegangen. Aber selbst Hartz IV war noch nicht genug, man brauchte auch noch die Möglichkeit der "Sanktionen", d.h. einen legalen Weg, Menschen selbst das Minimum noch zu streichen, wenn sie nicht für 1,- EUR arbeiten wollen. Unglaublich, aber die Gier der Megareichen kennt keine Grenze. Wenn man bedenkt, daß die 10 reichsten Deutschen soviel besitzen, wie die ärmere Hälfte des ganzen Volkes zusammengenommen (ca. 500 Mrd. EUR) ... und die faseln was von "sozialer" Marktwirtschaft :-(.

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Wheredoyouwanttogotoday? 31.10.2013, 14:01
32. Erholung

Zitat von sysop
Es ist eine erschreckend hohe Quote: Mehr als ein Drittel der Hartz-IV-Empfänger leidet unter psychischen Erkrankungen. Laut einer Studie ist der Anteil Betroffener in den vergangenen Jahren stark gestiegen.
Komme gerade vom Jobcenter zurück, Aktenensicht für eine Klientin genommen. Es ist soo schrecklich, sich dort anzustellen, die Menschen schauen nach unten, ich sehe die Angst, die Hoffnung. Die Namen werden aufgerufen und man zuckt zusammen. In der Akte Fehler über Fehler. Niemand hat erkannt, wie krank die Antragstellerin ist. Ein Jahr sinnlos sanktioniert, nur weil sie krank ist. Wohnung weg, Kind weg, Tiere im Tierheim, sie ist obdachlos. Und was das alles kostet... Davon hätte man beizeiten eine kleine Betreuung zahlen können und alles wäre gut gewesen. Boah, muss mich erstmal erholen...

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Crom 31.10.2013, 14:01
33.

Stellt sich halt nun die Frage, was was bedingt.

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unsichtbarereinzelfall 31.10.2013, 14:02
34. Wenig hilfreich

sind diskriminierende, beschämende Fragen und Kommentare der "Jobvermittler" zu Details aus meinem med. Gutachten.
Sachbearbeiter frei von jeglicher sozialer oder medizinischer Kompetenz. Psychisch Kranke stehen auch gerne mal unter dem Verdacht der "Drückebergerei". So sind aus leichten schwere Depressionen geworden.

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LorenzSTR 31.10.2013, 14:03
35. Jepp

Zitat von streetcat1978
inakzeptabel. Man hat als "Nicht-Bonze" eh nur diesen einen Weg zu gehen, das heisst Sklavenleben in irgendeiner miesen Zeitarbeitsverheizungsseuche und dadurch langsam aber sicher psychischen Dachschaden, was den Weg in die Arbeitslosigkeit ebnet und danach dann die Arbeitslosigkeit und dadurch nen noch größeren Dachschaden. Das Ende vom Lied, dauerhaft Arbeitsunfähig, möglicherweise stationäre Unterbringung. Und wofür das alles? Damit irgendwelche Wirtschaftshurensöhne auf Deine Knochen und Deiner Psyche weiter ihre Knete scheffeln.*schulterzuck*
Sie bringen es gut auf den Punkt. Heute ist auch ein Studium, mal abgesehen von momentan gehypten Boom-Fächern, nicht mehr allzu viel wert. Auf Denker, gar Querdenker verzichten 99 Prozent der Unternehmen sowieso wohlwissend - solche Leute könnten ja den besagten Gestalten gefährlich werden. Und so sahnen dann die braven Diener nett ab, während die Fähigen im Arge-Zwangskurs Excel-Tabellen erstellen dürfen und früher oder später in die Depression abgleiten.

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uwelmeyer 31.10.2013, 14:03
36. Wie viel sind Aufstocker und Famillien mit Kindern?

Eine breite Analyse würde gesellschaftliches Abbild abgeben.

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Hörbört 31.10.2013, 14:03
37. Erschreckend, aber nur der zweite Platz

Wesentlich höher ist der Wert in der Gruppe der Hartz-IV-Befürworter. In diesem Personenkreis haben nämlich geschätzte 80% nicht mehr alle Tassen im Schrank.

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Crom 31.10.2013, 14:04
38.

Zitat von Asturaetus
Vor Allem Zweiteres würde ich wegen der zunehmenden sozialen Ausgrenzung der betroffenen Personen durchaus besorgt sehen.
Wo sehen Sie denn die Ausgrenzung? Früher haben sich die Menschen geschämt, Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen, da gab's wirkliche Ausgrenzung. Heute ist das (zum Glück) nicht mehr so.

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klaus meucht 31.10.2013, 14:06
39. Gegenfrage

Zitat von Gluehweintrinker
Was für ein Unsinn. Krank macht eher das verordnete Nichtstun und das Gefühl, nicht (mehr) gebraucht zu werden. Inzwischen weiß jeder um die Bedeutung der Arbeit für das Selbstwertgefühl.
Sind denn alle Rentner psychisch krank?

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