Forum: Wirtschaft
Studie: Fast jeder zweite Hartz-IV-Empfänger ist psychisch krank
DPA

Es ist eine erschreckend hohe Quote: Mehr als ein Drittel der Hartz-IV-Empfänger leidet unter psychischen Erkrankungen. Laut einer Studie ist der Anteil Betroffener in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

Seite 6 von 40
BettyB. 31.10.2013, 14:11
50. ein Drittel

Schrecklich. Allein beruhigend: Von dem Beschäftigten sind 43% betroffen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
steueragent 31.10.2013, 14:11
51. Modediagnose?

Scheint mir ein wenig weit hergeholt, Hartz IV macht psychisch krank. Vielleicht ist es eher ein Zeichen unserer Zeit, dass es generell mehr psychisch kranke Menschen gibt. Prinzipiell denke ich auch, dass so mancher Harzer schon eine Arbeit finden könnte, wenn er sich ein wenig mehr anstrengen würde. Ist aber mit Sicherheit auch ja nach Bundesland verschieden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
urban4fun 31.10.2013, 14:11
52.

Zitat von Gluehweintrinker
Was für ein Unsinn. Krank macht eher das verordnete Nichtstun und das Gefühl, nicht (mehr) gebraucht zu werden. Inzwischen weiß jeder um die Bedeutung der Arbeit für das Selbstwertgefühl. Die Höhe der Entlohnung, sofern die Lebenshaltung gewährleistet ist, bedeutet weit weniger für das Selbstwertgefühl als die Frage, ob jemand Arbeit hat oder nicht.
Doch, die Höhe des Entgelts spielt auch eine entscheidende Rolle. Wenn einem verklickert wird, dass seine Arbeit nur H4-Niveau wert ist, hinterlässt das auch tiefe Spuren. Deswegen regen sich doch viele über nicht vorhandene Mindestlöhne und Zeitarbeit auf.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xehris 31.10.2013, 14:12
53. Angst im Kapitalismus

Zitat von Wheredoyouwanttogotoday?
Es ist soo schrecklich, sich dort anzustellen, die Menschen schauen nach unten, ich sehe die Angst, die Hoffnung. Die Namen werden aufgerufen und man zuckt zusammen.
Noch vor einigen Jahrzehnten war ein derartiger Umgang mit Arbeitslosen undenkbar gewesen. Damals gab es noch eine Achtung gegenüber Arbeitslosen und eine gewisse Solidarität gegenüber Menschen, die das Schicksal gebeutelt hatte.

Heute herrscht die komplette Entsolidarisierung und deshalb die nackte Angst. Die herrschende Elite hält die Bürger unter ihrer Knute und hetzt einzelne Bevölkerungsgruppen gegen die anderen auf. Der Mensch als Arbeitskraft ist nur noch eine Ware und wird völlig entwertet, wenn er zu nichts mehr zu gebrauchen ist.

Selbst in den meisten Entwicklungsländern werden arme und arbeitslose Menschen nicht dermaßen schikaniert und verachtet wie in Deutschland, eine Schande und äußerst blamabel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Jemand03 31.10.2013, 14:12
54. Ehrlich?

Zitat von Seraphan
Wundert mich nicht. Ich musste in einer unglücklichen Situation vor 10 Jahren mal für 3 Monate Hartz IV beantragen. Ich habe damals schon gesagt, wie die Sachbearbeiter die Antragsteller behandeln, wie sie ihre Spielchen mit ihnen spielen, woher sollen die denn das Selbstbewusstsein nehmen, sich in ein Vorstellungsgespräch zu setzen? Es wundert mich also nicht, dass psychische Schäden aus dieser unwürdigen Behandlung hervorgehen.
Dann waren Sie der Zeit aber weit voraus. ALG II wurde erst 2005 eingeführt. ;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schnabelnase 31.10.2013, 14:12
55. Magnetismus

Ein ähnliches Phänomen wurde auch schon in der Berufsgruppe der Lehrer beobachtet und diskutiert (u.a. auch im "Spiegel"). Sind die Lehrer durch ihren Beruf wirklich so sehr belastet, dass es dort vermehrt zu Burnouts und Frühpensionierungen (bei guten Bezügen) kommt? Oder wird dieser Beruf aufgrund dieser "Möglichkeiten" in besonderem Umfang von Menschen mit labiler Psyche und Versorgungsneurose gewählt, so dass es deshalb zu diesem Ergebnis kommen muss? Bei Hartz IV ist es vielleicht ähnlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thelma&louise 31.10.2013, 14:13
56. Diagnosestatistik der Kassen

Ist keine Datenbasis für eine seriöse Studie. Deshalb kann man die Studie getrost in die runde Ablage unter dem Schreibtisch tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
insolvenzverwalter81 31.10.2013, 14:13
57. Geld vom Staat macht krank

Wenn ich über Wochen und Monate nur auf der Couch sitzen würde, hätte ich auch nach kurzer Zeit nicht mehr alle Latten am Zaun. Nach dieser Schreibart klingt das für mich aber eher wieder nach einem weiterem Alibi für Sozialschmarotzer. Hartz4 soll keine Lebensgrundlagen sichern, sonder ist eine Übergangslösung bis zur nächsten beruflichen Einstellung sein. Die immer gleichen Jammerarien seitens der Sozialromantiker sind nutzlos wie nervig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
willire 31.10.2013, 14:13
58. oj

Zitat von Seraphan
Wundert mich nicht. Ich musste in einer unglücklichen Situation vor 10 Jahren mal für 3 Monate Hartz IV beantragen. Ich habe damals schon gesagt, wie die Sachbearbeiter die Antragsteller behandeln, wie sie ihre Spielchen mit ihnen spielen, woher sollen die denn das Selbstbewusstsein nehmen, sich in ein Vorstellungsgespräch zu setzen? Es wundert mich also nicht, dass psychische Schäden aus dieser unwürdigen Behandlung hervorgehen.
Vor 10 Jahren gab es noch kein Hartz IV.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
coronia 31.10.2013, 14:15
59. jaja

es ist schon seit langem bekannt, dass Hartz4 einfach krank macht und es ist auch kein Wunder. Aber dass die Arge die Arbeitslosen oft zu einer psychischen Untersuchung drängt, damit sie aus ihrem in ein noch bescheideneres System fallen ist vielen unbekannt. Lustigerweise ist der link der freien Presse mittlerweile tot - ich hatte ihn damals gelesen und war fassungslos. kleine auszüge fand ich noch hier:
-----------------------------------------
Hartz-IV-Schicksal:
Ausgemustert vom Amt
Erklärt das Jobcenter Betroffene aus Kostengründen für psychisch krank?
Chemnitz. Mehrere Hundert Hartz-IV-Bezieher müssen sich pro Jahr allein in Chemnitz dem Psychologischen Dienst der Arbeitsagentur vorstellen. Mit bisweilen fatalen Folgen, wie der Fall eines 32-jährigen Qualifizierungswilligen zeigt. Mehrere Bildungsträger attestierten ihm eine hervorragende Eignung und Motivation für eine Umschulung. Da erklärte ihn die Behörde kurzerhand für psychisch behindert.
-----------------------------------------
sagt doch alles. und jeder der hier behauptet, man müsse sich nur anstrengen um im sozialen raster zu funktionieren, kann ich leider nur müde lächeln. Fragen Sie einfach mal den Handwerker oder die Frisöse von nebenan wie sie innerhalb einer Familie mit ihrem Geld klar kommen (ich sage nur Aufstocker). Auch Menschen, die ihren lebtag gearbeitet haben und noch ein bisschen zu jung für die Rente sind und in die Hartz4 Armut fallen haben ein Anrecht darauf in der Gesellschaft mitleben zu können ohne sich schämen zu müssen. Schämen sollten sich die Menschen, die Arbeitslose als "faules Gesindel" diffamieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 40