Forum: Wirtschaft
Studie: Hier wohnen Deutschlands arme Kinder
DPA

Der wirtschaftliche Aufschwung geht an vielen Kindern in Deutschland vorbei. Neue Zahlen zeigen, dass fast jeder fünfte Minderjährige in einer armen Familie lebt. Durch den Flüchtlingsandrang dürfte sich das Problem noch verschärfen.

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karljosef 11.01.2016, 10:30
60. Die Kinder sind die einzigen resources,

die Deutschland letzten Endes hat?
Aber man hat Regierungen, die max. eine Legislaturperiode weit denken.
Und da kann man nicht erwarten, dass 20 Jahre lang geplant wird.

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Athlonpower 11.01.2016, 10:31
61. Deutschland geht es Gut, einfach immer nachplappern.

Zitat von josho
.....ein hohes Risiko, in Armut aufzuwachsen". Und die "Flüchtlingsgeneration 2016" steht vor der Tür. Das BAMF rechnet mit 500000. Im Jahr 2015 rechnete es mit 400000. Gekommen sind über eine Million. Also 500000X3=1,5 Millionnen - ohne die "Nachzügler". Wie viel (weitere) Armut kann Deutschland vertragen?
Sie müssen es einfach so sehen wie unsere Kanzlerführerin und deren verkappten Regierungssprecher im ZDF, Klaus Kleber:

"Deutschland geht es Gut",
wobei damit wohl beide ausdrücken wollen, daß es Deutschland zu Gut gehe.

Die Rechnung kommt später, aber die Rechnung kommt sicher.

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Kaiserstuhlwinzer 11.01.2016, 10:33
62. bestürzend, wieviel

dieesr Artikel ausgelöst hat - und wie wenig Ursachenanalyse. Für mich ist es in erster Linie ein Beleg dafür, daß die seit den 80-er Jahren immer weiter aufklaffende Einkommens-Schere zwischen Familien mit Kindern und den DINKS (doubel income, no kids) gewaltigen sozialen Sprengstoff birgt. Und das, obwohl seit 1980 in den meisten Jahren "sozial"-Demokraten (mit- ) regiert haben. Muß erst wieder Blut fließen, bis die Torheit der Regierenden erkennt, daß ein sozialer Ausgleich Grundvoraussetzung für eine stabile Gesellschaft ist? Seit Jahren schneidet D. beim Einkommensvergleich schlecht ab, weil es unter den OECD-Staaten die höchste Belastung der unteren Einkommensschichten mit Sozialabgaben hat - aber keine Regierung hat bislang auf diese Alarmsignale reagiert. Auch die Parteien ignorieren das Problem mit fest zugekniffenen Augen - weil ihr Horizont nur bis zur nächsten Wahl reicht und sie nicht begreifen, daß Kinder von heute ihre (Nicht-) Wähler von morgen sind. Endemische Kurzsichtigkeit allerorten!

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cabeza_cuadrada 11.01.2016, 10:34
63. reich unter armen...

Zitat von BjoBa
das ist kein Quatsch, lieber reich unter Armen als arm unter Reichen. Sie wissen wohl nicht, wie man sich fühlt, wenn sich alle Nachbarn was leisten können und man immer in den selben Sachen rumläuft und nicht ernst genommen wird. Ich zum Glück auch nicht. Aber ich glaube es hat neben den Kurzen Tagen sein Grund, dass es in Schweden und Finnland die meisten Selbstmorde gibt und nicht in den ärms en Ländern.... Leider haben Sie den reichen ALGII Empfänger und nicht die Putzfrau getroffen...
Dann auf nach Somalia. Is das ihr ernst? Und wenn sich alle Nachbarn was leisten können und man immer in den selben Sachen rumläuft hat man in DE kein Einnahmenproblem sondern ein Asugabenproblem. Die H4 Empfänger die ich so sehe laufen nicht immer in den gleichen Klamotten rum. Vielleicht können die aber auch nur besser rechnen.

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jadenew1 11.01.2016, 10:34
64. Ein anständig bezahlter Job könnte helfen

Und helfen könnte auch, dass Arbeitnehmer auch Menschen ab 40 Jahre einstellen. Wenn man trotz guter Qualifikationen noch nicht mal zu einem Vorstellungsgespräch geladen wird, dann läuft was falsch. Gerne würden ich und meine Kinder auf Hartz IV und die Kundenbehandlung des Jobcenters verzichten. Ich mache weiter, bewerbe mich - aber nach 150 Bewerbungen nach einer erfolgreich abgeschlossenen Umschulung, kommen wir mittlerweile Zweifel, ob ich jemals die Chance hab wieder eine Vollzeitstelle an zu treten.

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aspi01 11.01.2016, 10:35
65. Unsinn-Statistik - alle Deutschen sind

Vor allem in Bayern und in strukturstarken Regionen sind die Einkommen stärker gestiegen als in strukturschwachen Regionen. Deshalb werden dann die Menschen in den strukturschwächeren Regionen automatisch "relativ" ärmer. Mit 1925 Euro netto kann eine 4köpfige Familie in einer strukturschwachen Region mit niedrigen Mieten gut auskommen, während man mit demselben Netto in München nicht über die Runde kommt. 1925 netto in Ostdeutschland sind bedeutend "mehr" als 2200 netto in München.

Mit einem Schlag ausnahmslos alle reich sind wir, wenn man die Statistik nicht nur auf Deutschland, sondern auf die ganze Welt bezieht. Im Jahr 2005 betrug das durchschnittliche pro-Kopf-Einkommen in der Welt pro Monat(!) 100(!) (einhundert!) Euro. Der deutsche "Arme" hat also fast das 20fache. Ist das "gerecht"? Sollten wir nicht "teilen"?... Man sieht: Mit Statistik kann man alles und nichts beweisen.

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!!!Fovea!!! 11.01.2016, 10:35
66.

Zitat von pom_muc
Anscheinend machen sich gerade Millionen auf den Weg um im deutschen "Raubtierkapitalismus-Staat" als "Lohnsklaven" leben zu können. Ihr Lohnsklaven-Arbeitsverhältnis können Sie übrigens in D mit einer Gewerbeanmeldung jederzeit beenden. Sie dürfen D auch jederzeit verlassen. Sogar mit Ihrem Eigentum. Das unterscheidet die "Lohnsklaven" der ehemaligen DDR von Einwohnern des heutigen D.
Habe ich geschrieben, dass ich dazu gehöre?

Nein, ich gehöre zu denen, die mit offenen Augen ihrer Umwelt begegnen.

Zum Glück habe ich weder Kinder, noch finde ich die europäische Alimentierung durch den deutschen Staat amüsant und gerecht, wie einige Foristen hier, die meinen ersten Post gleich beleidigend beantworteten.

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Mister Stone 11.01.2016, 10:37
67.

Der wirtschaftliche Aufschwung geht an allen vorbei, die nicht "anlegen" können, weil sie nichts zum "Anlegen" haben. Insofern sollte der Begriff wirtschaftlicher Aufschwung durch Aktionärsprofitsteigerung ersetzt werden. Dann müsste die Folge, dass der Profit an "vielen" (wie zynisch ist diese Mengenangabe) Kindern vorbeigeht überhaupt nicht erwähnt werden. Das ist nämlich keineswegs überraschend, sondern zwingend logisch und wird gerne in Kauf genommen.

Wohlstand, reiches Land, wirtschaftlicher Aufschwung, blablabla, all das sind Tarnbegriffe für den herrschenden extremen Kapitalismus. Der ist alternativlos.

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jadenew1 11.01.2016, 10:39
68.

Zitat von xlabuda
nämlich ALLEINERZIEHENDE mit einem oder mehreren Kindern. Und in NRW ist es eine beliebte Art zu leben, weil man nicht arbeiten muß und vom Staat großzügig unterstützt wird. ALLES auf Kosten der Kinder.
So ein Quatsch, gerade Alleinerziehende haben es besonders schwer, trotz Qualifikation, einen Arbeitgeber zu finden - die Kinder könnten ja krank werden etc. Also ich weiß von keiner großzügigen Unterstützung - es ist eher das Gegenteil der Fall. Wenn man bedenkt, dass das Kindergeld als Einkommen vom SGB II Satz abgezogen wird.

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Pless1 11.01.2016, 10:39
69.

Zitat von hahu
Der Autor irrt: wer weniger als 60% des Nettoäquivalentseinkommens verdient, ist nur armutsgefährdet. Die echte Armut beginnt unter 40%. Siehe auch: "Die EU-Statistiker definieren Personen, die vom Median des Netto-Äquivalenzeinkommens weniger als 70 Prozent zur .....
Das ist natürlich ein Problem solcher Statistiken: Mit steigendem Wohlstand steigen diese Armutsgrenzen mit. Dann gilt plötzlich als arm oder armutsgefährdet, wer zuvor nicht in diese Kategorie fiel und dem es auch nicht schlechter geht als zuvor. Ohne ärmer zu werden wird man so als arm geführt, nur weil andere "reicher" geworden sind. Ab einem gewissen Wohlstandsniveau führen solche Definitionen ins Absurde.

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