Forum: Wirtschaft
Studie: Jeder vierte deutsche Manager würde unethisch handeln
DPA

Das Ansehen deutscher Manager hat durch die VW-Affäre erheblichen Schaden erlitten. Eine neue Studie zeigt: Auch heute wären viele Unternehmenslenker bereit, Behörden oder gar das eigene Management zu täuschen.

Seite 1 von 5
dreamrohr2 05.04.2017, 11:02
1.

JEDER ist käuflich... selbst ich. Aber es gibt ethische und moralische Grenzen, die man niemals überschreiten sollte. Selbst wenn man "gewaschen" wurde, kann man das Geld immer noch so einsetzen, dass es etwas Gutes bewirkt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Frank Thiele 05.04.2017, 11:16
2. Nur Manager?

Bevor jetzt wieder das allseits beliebte Manager Bashing ausbricht, sollte man fragen wie ethisch der Rest der Bevölkerung ist. Immerhin haben wir rund 15 Millionen Schwarzarbeiter. "Etwas über die Versicherung laufen zu lassen" ist ebenfalls ein geflügelter Begriff.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 05.04.2017, 11:20
3.

Kann sich noch jemand an Mannesmann erinnern ? Ich nehme das nur als Beispiel dafür, daß auch sehr große Firmen in kurzer Zeit alles verlieren können. Mancher macht sich vielleicht nicht klar, was es bedeutet, wenn man über mehrere Lebensjahrzehnte eine Firma aufgebaut hat und dann ggf. erleben muß, wie Konkurenten auf seltsame Weise an lukrative Aufträge kommen, sie einen selbst vom eigenen Markt abschneiden und schlicht zugrunde richten. Eine Lösung per Gericht scheidet oft von vornherein aus (Netscape noch in Erinnerung?). Wir haben uns selbst das Wolfsgesetz als Wirtschaftsform erwählt. Und wenn jemand trotz langer harter Arbeit dann mit dem Rücken zur Wand steht, dann wird er tun, was die Meisten in der Situation tun - alles versuchen, was geht. Ich sage nicht, daß das richtig ist, aber es ist verständlich. Insbesondere, wenn der Fisch vom Kopf her stinkt und ein Herr H. aus Bayern dann mit so einer Kuschelstrafe wegkommt. Ändert die Regeln, macht es humaner, dann werden die Extremreaktionen auch nachlassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marty_gi 05.04.2017, 11:21
4. nicht jeder...

nicht jeder ist kaeuflich, nur die, die es nicht sind, werden als Fantasten, Utopisten oder sonstige Spinner dargestellt.

Aber die Sache ist relativ einfach, auch wenn das nach "ueber einen Kamm geschert" aussieht:
Dreckige Haende sind ein Zeichen fuer sauberes Geld.
Und umgekehrt muessen sich die Schlipstraeger halt den Schuh anziehen - denn serioes aussehen wollen heisst ganz offensichtlich nicht, wirklich auch serioes zu sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Poco Loco 05.04.2017, 11:32
5. Nicht wirklich überraschend.

Das erleben wir doch täglich, dabei ist es nur die Spitze des Eisbergs das in die Öffentlichkeit kommt. Jede Woche ein neuer Skandal, dabei gehört das angeblich so rechtsstaatliche Deutschland, zu den verlogensten Ländern überhaupt. Und das betrifft nicht nur die sogen. Eliten. Der Mensch ist gierig, rücksichtslos und größenwahnsinnig, denkbar schlechte Vorraussetzungen um noch an Moral und Gerechtigkeit zu glauben, aber dafür haben wir ja eine Kirche mit deren Hilfe wir ruhigen Gewissens weiterheucheln können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dr.eldontyrell 05.04.2017, 11:33
6. Der Zusammenhang

zwischen Unternehmensgröße und Ethikvorstellungen der befragten Manager hätte mich interessiert, Da kann ich mir durchaus vorstellen, dass die größeren Unternehmen dahingehend größere Mankos aufweisen. Würde sich mit meiner persönlichen Erfahrung decken. Je kleiner der Betrieb, desto besser das Verhalten des Managements. Man ist einfach näher an den potentiellen Opfern der Betrügereien, das scheint dann doch gewisse Skrupel hervorzurufen. In der größten Bude wo ich gearbeitet habe war auch der Filz am massivsten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dragon75 05.04.2017, 11:34
7. Das ist sicher viel schlimmer...

...wenn man auch Dinge wie die Leistung anderer als eigene anpreisen, Entscheidungen zum Wohl der Karriere zu Lasten der Firma und/oder anderer Kollegen, und ähnliche allgemein weit verbreitete Praktiken zählen würde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Blowcake 05.04.2017, 11:35
8. Erhebung

Vielleicht waren die Befragten deutschen Manager einfach ehrlicher bzw. wer gibt denn selbst bei dem Versprechen der Anonymität zu nicht ethisch zu handeln?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
benmartin70 05.04.2017, 11:36
9.

Zitat von Frank Thiele
Bevor jetzt wieder das allseits beliebte Manager Bashing ausbricht, sollte man fragen wie ethisch der Rest der Bevölkerung ist. Immerhin haben wir rund 15 Millionen Schwarzarbeiter. "Etwas über die Versicherung laufen zu lassen" ist ebenfalls ein geflügelter Begriff.
Das stimme ich Ihnen zu, aber man sollte auch den Hintergrund nicht ausser acht lassen: der Rest der Bevölkerung knappst mit seinem Geld gerade so bis zum nächsten Gehaltseingang rum.
Das Gros der Manager bekommt das zigfache an Zuwendungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5