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Studie: Jeder zweite Deutsche fühlt sich besonders wohlhabend
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Wie gerecht ist der Wohlstand verteilt? Darüber wird vor der Bundestagswahl heftig gestritten. Laut neuen Zahlen sehen sich 49 Prozent der Deutschen als "besonders wohlhabend" - ähnlich viele werden aber von Ängsten geplagt.

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skurilla 23.05.2017, 15:24
1. jeder zweite?

Komisch, dann kenne ich fast nur die ungerade Zahl jedes Deutschen.

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zaunreiter35 23.05.2017, 15:25
2. Das ist die

Ambivalenz des Deutschen. Gefühlt mehr Geld als die Nachbarn außen herum haben, dann aber die Angst davor, dass es ihnen jemand wegnimmt. Der Michel und die Michaela wollen die Biedermeier-Sicherheit fühlen können und dürfen, dann ist ihnen auch die politische Richtung egal.
Angela Merkel werden die Zahlen freuen.

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keine-#-ahnung 23.05.2017, 15:30
3. Verrückt!

"Vor allem bei jungen Menschen gibt es laut Opaschowski Defizite. So hätten sie mehrheitlich keinen sicheren Job und damit kein gesichertes Einkommen. Auch besäßen sie weniger Einkommen als der Durchschnitt der Deutschen."
Da muss man erstmal drauf kommen! Schüler, Lehrlinge, Studenten, Berufsanfänger haben also weniger Einkommen als der "Durchschnitt der Bevölkerung". Das nenne ich dann mal einen komplett entgleisten Kapitalismus - als ich junger Assistent war, habe ich bis auf den Millipfennig genausoviel Kohle erhalten wie mein Chefarzt - EHRENWORT! Was sich da jetzt das letzte Vierteljahrhundert entwickelt hat - grausam!
Und wenn 58% der Bevölkerung von sich sagen können, keine Angst vor der Zukunft zu haben, ist jetzt aber der Peak der sozialen Ungerechtigkeit endgültig erreicht!! Das sind ja weniger als Nordkorea ... ähmmm ... vermutlich.

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syssifus 23.05.2017, 15:32
4. Wer hat nur diese Studie verbrochen ?

Fast 50% fühlen sich als "besonders" wohlhabend ? Selten habe ich eine so unsinnige Aussage gehört,darauf weiter einzugehen ist Zeitverschwendung !

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muellerthomas 23.05.2017, 15:33
5.

Zitat von skurilla
Komisch, dann kenne ich fast nur die ungerade Zahl jedes Deutschen.
und lassen Sie mich raten: Sie kennen auch nur Menschen, die Merkel loswerden wollen und die die AfD ganz toll finden?

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uhrentoaster 23.05.2017, 15:35
6. Verfügbares Einkommen

"Vor allem bei jungen Menschen gibt es laut Opaschowski Defizite. .....Auch besäßen sie weniger Einkommen als der Durchschnitt der Deutschen."

Es wäre merkwürdig, wenn junge Menschen mehr Einkommen zur Verfügung hätten als Menschen, die vielleicht schon zwanzig Jahre arbeiten.
Wer sich ein Schlaufon oder gar ein Auto leisten kann, scheint immer noch genügend Geld zum Leben zu haben.

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macinfo 23.05.2017, 15:35
7. Interessantes Umfrageergebnis

Wenn dies zutreffend ist, dann frage ich mich nur woher der Widerstand kommt H4-Empfängern, prekär Beschäftigten, Leiharbeitern, etc. nicht auch etwas mehr vom Kuchen zu gönnen?

Da Schulz mit der SPD, oder was davon übrig ist, da sich wohl auch nicht besonders hervortun wird, braucht er eigentlich schon gar nicht mehr anzutreten. Diese Partei ist letztlich nur noch ein GroKo-Garant, für wirklich eigene und vor allem soziale Belange steht diese Partei spätestens seit Schröder nicht mehr.

(Bin ja gespannt ob Spiegel-Online mal wieder einen Kommentar von mir durchlässt, oder ob ich schon dauerhaft gesperrt bin.)

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sam07 23.05.2017, 15:39
8. Nichts ist sicher

Dass muss nun mal auch der letzte Mohikaner begreifen: In der Zeit der Globalisierung und der internationalen Verflechtungen können relativ kurzfristig ganze Volkswirtschaften kollabieren, ganz abgesehen von Umwelt-, Klima- und anderen Katastrophen. Ein einzelner Virus reicht, bei genügender Verbreitung, aus, um Angst und Panik zu erzeugen.
Wir sollten endlich damit aufhören, unser "wohlfühlen" mit "wohlhabend" gleichzusetzen. Gesundheit, eine saubere Umwelt, Solidarität und genug zu essen und trinken für alle sind wesentlich wichtiger als die Klitsche oder der BMW vorm Haus. Offensichtlich ist der deutsche vom Materialismus so besoffen, dass ihn nicht mehr interessiert, wie es anderen (Asien, Afrika usw.) geht, auf deren Kosten unser "Wohlstand" weitgehend beruht.. Das unproduktive und in der Konsequenz schädliche Beharrungsvermögen führt zu gesellschaftlichem Stillstand , wie wir nach jeder Wahl konstatieren können.

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max_schwalbe 23.05.2017, 15:42
9. Schwierige Begriffe

Was ist Wohlstand? Für einen alten Deutschen, der noch die Zeit nach 45 erlebt hat, ist gewisse jede denkbare heutige Situation "Wohlstand", klar doch! Es wäre auch fatal, würden wir nach so viel Arbeit und technischem Fortschritt im Frieden keinen Wohlstand erreicht haben. Freilich kann man sich darüber freuen, aber irgendwie ist das auch etwas banal. Das Problem ist extreme Vermögensungleichheit in Deutschland. Mit "Wohlstand" oder kein Wohlstand, hat dies aber nur bedingt etwas zu tun, da man mit Wohlstand eher absolute Größen wir Schutz vor Hunger und Notleiden verbindet.

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