Forum: Wirtschaft
Studie: Mehrheit der Deutschen hält Reiche für egoistisch
Messe Duesseldorf / ctillmann

Machtbesessen, materialistisch, rücksichtslos: So schätzt rund die Hälfte der Deutschen laut einer Studie die Reichen ein.

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joke61 09.02.2019, 13:19
120.

Zitat von flintstone888
aber in eine arme Familie geboren, die mir aber immer sagte: sei fleißig in der Schule, lies in der Freizeit viele Bücher etc. Das hatte mich immerhin auch zu einem Lehrstuhl an einer Universität gebracht. Leider sehe ich aber bei vielen armen Familien, dass die Kinder tatsächlich im Winter mit ihren Sommerjacken und verschiedenen Socken in die Schule kommen (ist nicht nur ein Bonmot von Uschi Glas!, sondern selbst gesehen), weil das Kind alleine auftstehen muss und zuhause ein BreitwandTV lockt, aber keine Bücher. Die Schuld auf die anderen, meist bösen Erfolgreichen zu schieben, ist eine Masche, die hauptsächlich bei Linksversifften zieht, seien es Politiker oder Journalisten. Auch SPON bietet hier eine Blase (zugegeben, es gibt auch gegenteilige Blasen hier).
Sicher sind Sie kein Einzelfall. Nur hier alle Menschen die diesen Weg nicht schafften, oder wollten als Problemfamilien darzustellen, ist anmaßend. Es gab in den 60er, 70er auch genug Menschen die am Siegeszug der deutschen Wirtschaft aktiv mitgearbeitet haben. Breitbildfernseher gab es übrigens noch keine! Aber Eltern, die Gegenschicht gearbeitet haben, so das wir Kinder schon das ein oder andere Mal selbst Entscheidungen treffen mußten. Nun wirklich geschadet hat es mir nicht! Allerdings waren meine Eltern so in der Arbeiterklasse verankert, wie viele übrigens, dass Sie der Meinung waren, Handwerk hat goldenen Boden und häufig Ihre Kinder schon nach der 9 Klasse aus der Schule nahmen, egal welches Potential dahintersteckte. Nun, auch das hat mir nicht geschadet, wenn ich auf mein bisheriges Berufsleben zurückschaue! Aber damals konnte man von Handwerksgehältern noch einigermaßen sorgenfrei leben, wenn die Ansprüche nicht zu hoch waren. Sogar Eigentum erwerben. Sie müssen zugeben, dass unsere jüngere Generation da nicht mehr mithalten kann, selbst wenn si es schaffen in Festanstellung zu kommen! Natürlich gibt es auch die Fälle die Sie beschrieben haben, mit der Sommerjacke im Winter. Aber das zu verallgemeinern ist nicht nur ignorant, sondern einfach nur frech. Das Sie mit solchen Vorurteilen einen Lehrstuhl bekleiden, halte ich für Gesellschaftsschädlich!
Übrigens gibt es auch viele Familien, die sich abstrampeln und wo das Geld trotzdem nicht reicht, z.B. für eine ordentliche Winterjacke bei mehreren Kindern! Na gut, die hätten sich in Ihrer Situation eben vorher überlegen sollen Kinder in die Welt zu setzten. Kinder sollten wohl ein Privileg für besserverdienende und Reiche sein!

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leberhart 09.02.2019, 13:19
121. Leistung?

Klar gehört Leistung dazu, aber hauptsächlich Glück. Alle Wohlhabenden, die ich kenne, wurden quasi zu ihrem Glück gezwungen.
Wenn ich jetzt solche Kommentare, wie die von jo126 lese, dreht sich mir der Magen um.
So argumentieren nur Menschen mit einem Bildungshintergrund, der in einer gerechten Welt nicht zu Reichtum befähigen sollte. "Hö, ich hab ne Firma aufgebaut, geht doch ganz leicht das reich werden, wenn man nur genug leistet, höhö".
So ein Bockmist.
Toll,16 Stunden pro Tag gearbeitet. Und, rechtfertigt das, dass sie mehr bedienen, als ihre 10 besten Mitarbeiter zusammen? Schauen Sie mal, wie viele Zinsen man auf 2 Millionen Euro bekommt. Reicht das nicht für ein tolles Leben? Den Rest könnten Sie ja der Belegschaft geben, immerhin haben die das erwirtschaftet und nicht Sie allein. Gerne auch noch einen Teil für Vater Staat. Immerhin haben alle anderen Steuerzahler ihnen die Infrastruktur und Ausbildung ihrer Mitarbeiter ermöglicht.

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Freidenker10 09.02.2019, 13:21
122.

Zitat von Champagnerschorle
Reich wird nur, wer seine Mitarbeiter sehr gut entlohnt, das ist aber kein Geheimnis unter erfolgreichen Unternehmern, das wußte u.a. schon Robert Bosch: "Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne zahle." Die "untersten Mitarbeiter" wurden ja nicht als solche geboren...
So denkt aber längst nicht jeder! Mich stört zwar der obszöne Reichtum der mit Leistung rein gar nichts mehr zu hat, aber vielmehr stört mich dass man sich durch seiner Hände Arbeit nicht mal mehr einen kleinen Wohlstand aufbauen kann wie unsere Elterngeneration noch. Die Ausbildungsberufsgruppen kämpfen mal mehr mal weniger nur noch ums tägliche überleben und müssen schauen wie sie die Miete noch zahlen können. Die Industrie ala Bosch zahlt zwar noch gute Löhne aber das ist doch nur noch ein kleiner Teil der Arbeiterschaft. Ich könnte hier vermutlich hundert Berufsgruppen aufzählen die sich durch eigener Hände Arbeit keine Lebensimmobilie mehr leisten kann wie es früher noch möglich war. Wer in diesen Berufsgruppen noch Kinder hat ist vollens unten. Eine 4 Zimmerwohnung kann sich da keiner mehr leisten. Hier sehe ich die immer größer werden Ungerchtigkeit, die dann eben auch in Wut umschlägt. Schaut man sich Länder wie Schweden an, in dem die Reichen noch richtig zur Kasse gebeten werden, stellt man fest das die vermutlich auch nicht gerne so viel Steuern zahlen aber dennoch damit leben können und auch verstehen das dies für eine gerechte und faire Gesellschaft notwendig ist.

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Champagnerschorle 09.02.2019, 13:27
123. nicht umsonst

Zitat von hadwerker
Diejenigen, die schon als Kind bei Ausbildung, bei Wohnung, beim Auto,bei Kontakten, eben bei allem von Papa und Mama provitierten, sind für mich nicht bewunderswert, sie sind mit der goldenen Gabel im Mund geboren worden und oftmals merken sie es noch nicht mal.
Bin heute in Zitierlaune - jetzt Bismarck:
"Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt."

Wenn Sie das Familienvermögen vermehren, ist es vielleicht nicht "bewundernswert" aber verachten muss man sie nicht gleich, oder?

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so-long 09.02.2019, 13:28
124. Wieder eine SPON-Ente!

Dem Ergebnis liegt ein statistischer Effekt zugrunde:
von 100 Menschen sind 10 reich; für die abgebildete Yacht langt es vielleicht nur bei 05-1%(?). Diese 100 befrage ich. Wie soll da ein anderes Ergebnis als beschrieben herauskommen, weil 90 von 100 nicht zur betreffenden Gruppe zählen.
Soviel Statistik sollte man von einem Redakteur erwarten können.

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bimberle84 09.02.2019, 13:30
125. Komplett am Thema vorbei

Zitat von coyote38
Aber meinen 16-Stunden-Arbeitstag, wo seit 28 Jahren ununterbrochen morgens der Wecker um 05:00 Uhr klingelt ... DEN möchte dann irgendwie doch keiner von den "Armen" haben ...
Im Artikel geht es ausdrücklich um Superreiche. Das Sie sich hier direkt angesprochen fühlen scheint ein Art Reflex zu sein immer erstmal nach unten zu treten um sich seiner gesellschaftlichen Stellung wieder bewusst zu werden.
Haben Sie nach diesen 16h denn genug übrig um damit zu investieren? Besitzen sie mehrerer Immobilien? Die erste ist ja nur zum wohnen, der Rest um Geld Geld zu verdienen? Wenn Sie wirklich täglich 16h arbeiten allein, weil Sie auf das Geld angewiesen sind, dann lautet die schlecht Nachricht wohl, das Sie auch zu denen gehören, die sukzezzive weniger in der Tasche haben werden. Die Mittelschicht zerfällt zusehends, falls Ihen das noch nicht aufgefallen ist. Hier gehts auch um die "Normalos". Erst wenn Sie den Luxus besitzen keinen Finger mehr krumm machen zu müssen sind sie reich. Ab da gehts nur noch ums Ego und Beschäftigungstheraphie und so einen Job würde jeder armer Schlucker wohl mit Kusshand nehmen.

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janne2109 09.02.2019, 13:33
126. lach laut

das denken die Menschen nur so lange bis sie selbst reich sind

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mars55 09.02.2019, 13:39
127. Naja,

Zitat von Champagnerschorle
Reich wird nur, wer seine Mitarbeiter sehr gut entlohnt, das ist aber kein Geheimnis unter erfolgreichen Unternehmern, das wußte u.a. schon Robert Bosch: "Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne zahle." Die "untersten Mitarbeiter" wurden ja nicht als solche geboren...
ich weiß nicht aus welcher Zeit das Zitat kommt, aber in den Zeiten der sozialen Marktwirtschaft, wo noch ein Familienmitglied, die vierköpfige Familie mit einem Job(Job, ist in diesem Kontext eigentlich ein falscher Begriff) ernähren konnte, da gab es noch solche Firmeneigentümer, die Verantwortung für jeden einzelnen Mitarbeiter trugen, sich verantwortlich fühlten. Aus dieser Zeit, wo auch noch die Arbeitslosigkeit nicht schön gerechnet wurde und es weniger Billigjobs gab. Das waren damal Familienunternehmen und da gehörten im weitesten Sinne, auch vom Verständnis des Unternehmers, die Arbeiter und Angestellten dazu.

Wenn hier von Reichtum geredet und kritisiert wird , dann ist es meiner Meinung nach der Begriff des Shareholder Value mit all seinen Eigenarten und Mutationen. der diese Kritik verschärft ausgesetzt ist. Und das mit Recht. Und das hat nichts mit einer Neiddebatte zutun. Das ist doch nur wieder ein Ablenkungsmanöver.
Reich ist doch niemand, der hier jeden Tag, mehr oder weniger, 16 Stunden am Tag hart arbeitet und sich dabei ein kleines Vermögen erarbeitet hat. Auf diese Menschen ist doch niemand neidisch und die meisten Menschen gönnen es diesen auch.
Wen ich es nicht gönne, sind z.B. die Manager, Unternehmer, Aufsichtsratsvorsitzende ect, die von Verantwortung und Leistung reden und damit ihre obzönen Gehälter und Bonis rechtfertigen und bei Fehleistungen , dann auch noch fett entlohnt werden, und dann nach dem Staat rufen.
Die Deutsch Bank ist eines der krimminelsten Vereine, in diese Branche, die ich kenne (Nur ein kleiner Auszug http://www.facing-finance.org/files/2013/05/FF-Deutsche-Bank-Skandalchronik.pdf).
Aber too big to faile, jeder kleine Personalchef oder Kleinunternehmer, wäre schon ruiniert und hafbar gemacht.....kann man alles im Netz nachlesen.
Und da fängt es an und hört bei Amazon, Alphabet ect auf. Und das hat nichts mit Neid zu tun.

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Freidenker10 09.02.2019, 13:40
128.

Zitat von 5Minute
Viel wichtiger wäre für mich der Punkt mal zwischen Reichtum umd Einkommen zu trennen. Reichtum ist der Besitzstand. Einkommen ist die Gegenleistung für erbrachte Arbeit. Ich verstehe nicht warum bei „Reichensteuer“ immer die Arbeitenden im Fokus sind und nicht die Reichtumbesitzer.
Hier liegt der Hund begraben. Der steigende Einfluss der Reichen auf die Politik wurde durch zig Studien belegt und wie nutzen die diesen Einfluss? Bestimmt nicht dafür die unteren Berufsgruppen zu entlasten, sondern größere Belastungen für sich zu vermeiden. Hierbei sei der Spitzensteuersatz und die Erbschaftssteuer zu nennen! Gerade wird eine Senkung der Unternehmenssteuern diskutiert die wohl auch eher in dieses Muster passt. PS. Der Spitzensteuersatz um mal die Gutverdiener zu schocken lag in unseren Wirtschaftswunderjahren bei deutlich über 50% und die Wirtschaft und die Vermögen wuchsen trotzdem und zwar für ALLE!

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anboes 09.02.2019, 13:46
129. Tja, dann darf man vermuten,

dass Sie nicht genug verdienen oder die doppelte Zeit für eine normale Leistung benötigen oder einfach gierig mehr, mehr und noch mehr wollen.

Ein Maßstab zur Diskussion ist das jedenfalls nicht.

Es geht um die Normalitäten, dass Arbeit leistungsgerecht anerkannt und bezahlt wird. Dieser Grundsatz entfällt, wenn die Superreichen im Schlaf mehr verdienen als andere mit einer echten lebenslangen Leistung.

Es geht um ehrlichen Lohn und um unehrliche Habgier.

Bevor Sie zurückschießen, schreibe ich Ihnen, dass ich mit meiner Lebensleistung soviel erreicht habe, dass ich keine Schnitte weniger essen muss, wenn andere auch ihre verdienten Schnitten haben und ich zufrieden leben kann.

Mich macht niemand aus dem Reich der Superreichen neidisch, an Lebensqualität gemessen, scheinen sehr viele doch gar nichts mit ihrem Reichtum anzufangen, sonst gäbe es nich soviele verkorxte Charaktere, die trotz ihres Reichtums sehr arm zu sein scheinen.

Diskutieren Sie doch auch ehrlich. Neid und Gier sind Eigenschaften, die immer dann vorgetragen werden, wenn man sonst sachlich nichs vorbringen kann.

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