Forum: Wirtschaft
Studie: Mehrheit der Deutschen hält Reiche für egoistisch
Messe Duesseldorf / ctillmann

Machtbesessen, materialistisch, rücksichtslos: So schätzt rund die Hälfte der Deutschen laut einer Studie die Reichen ein.

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mars55 09.02.2019, 16:33
180. Nö

Zitat von jo126
Chancengleichheit heißt nur, dass jeder könnte. Wer nicht leistungsfähig oder -willig ist, gehört halt nicht zum Kreis der Leistungsträger. Oder anders gesagt: Zumindest manche Kinder sind selbst schuld. Und andere schleppen wir halt durch.
ihr flappsiges "Nö" diskreditiert sie für mich schon als ernstzunehmender Diskussionspartner.
Meine Schwester arbeitet als Sozialhelferin in diesem Bereich, Fakt ist, dass die Kinder es extrem schwer haben da auszubrechen.
Mit Nö kommen sie da nicht weiter......

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newdealsozialstaat 09.02.2019, 16:33
181.

Zitat von jo126
Chancengleichheit heißt nur, dass jeder könnte. Wer nicht leistungsfähig oder -willig ist, gehört halt nicht zum Kreis der Leistungsträger. Oder anders gesagt: Zumindest manche Kinder sind selbst schuld. Und andere schleppen wir halt durch.
Wie können Kinder selbst schuld sein, wenn sie weder für ihre genetische Ausstattung noch für ihre frühen Erfahrungen, die für die Gehirnentwicklung besonders prägend sind, verantwortlich sind?
Darüber hinaus zeigen Untersuchungen, daß allein die Wahrnehmung sozialer Inferiorität schon einen dämpfenden Effekt auf kognitive Fähigkeiten haben kann. Anders gesagt: Kinder reicher Eltern werden anders, besser behandelt von ihrer Umgebung, während armen Kindern von ihrer Umgebung ihre niedrigere soziale Position gespiegelt wird. Die Weltbankökonomen Karla Hoff und Priyanka Pandey haben dazu faszinierende Experimente mit indischen Kindern verschiedener Kasten durchgeführt.

In gewisser Weise dienen das Tragen von teuren Markenklamotten und der Besitz anderer teurer Angebergüter schon bei reichen Kindern dazu die eigene höhere soziale Stellung zu demonstrieren, und so ärmere Kinder an ihre niedrige Position zu erinnern und so kognitiv zu sabotieren.
Klamotten und Gehabe sagen aus: Du stehst unter mir. Das wiederum hat nachweisbare kognitive Effekte. Sabotage der Ärmeren durch inviduous consumption schon im Kindesalter.

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mars55 09.02.2019, 16:38
182. Das ist doch kein Problem

Zitat von ralf_maennchen
Wer viel in Bildung und Ausbildung gesteckt hat und tlw. eine Arbeitswoche von > 60 Std. hat , sollte auch deutlich mehr verdienen als der Durchschnitt.
und gratuliere wenn Sie es damit zum Superreichen, wie hier im Thread postuliert wurde mit um die 20-30Mill USD, geschafft haben.

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newdealsozialstaat 09.02.2019, 16:41
183.

Zitat von taglöhner
Falsche Grundannahme. Gleicher ist nicht gerechter. Nicht mal zweckmäßiger. Evolution.
Gleicher ist gerechter, und aus der Evolution lassen sich schon mal gar keine Leitlinien für Moral und gesellschaftliches Zusammenleben ableiten. Naturalistic fallacy. Nature red in tooth and claw. Übel. Kein Vorbild für Zusammenleben. Sozialdarwinismus gescheitert. Schlecht.
Gleichere Gesellschaften weniger krank, weniger kriminell, Leute dann gesund. Glücklich.

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Wabalu 09.02.2019, 16:42
184.

Zitat von vorsicht
Den unersättlichen Reichen, die ihren Reichtum nur durch Spekulationen (Derivate) und/oder kriminelle Energie (CUM,CUMEX) u.ä. Geschäften erlangt haben, würde ich ohne mit der Wimper zu zucken enteignen. Sie tragen nichts zum Gemeinwohl bei, aber gerade das ist es, was eine Gesellschaft zusammen hält und zum Blühen bringt.
Ach ja zwei Schlagworte, aber null Ahnung, dass passt, sollten Sie nicht in der gelben Wand stehen und das Spiel des BVB gegen Hoffenheim sehen?
Lesen Sie einmal wie sich die "unersättlich Reichen" so im Kunstsektor, im Medizinsektor usw. engagieren.
Sie wissen ja noch nicht einmal, dass von Ihnen zitierten Geschäfte
legal sind, noch!

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lupenrein 09.02.2019, 16:51
185. Die Frage

was geht in einem Menschen vor, der bis zu seinem
letzten Atemzug, quasi Tag und Nacht , nur daran denkt, wie er
zu seiner letzten Milliarde noch eine weitere hinzu fügen kann,
konnte bisher noch niemand beantworten. Wohl eine Frage für die Psychiatrie.

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Egonolsen 09.02.2019, 16:58
186. USA vs. EU

In unseren europ. Staaten gibt es recht gute Sozialsystem. In den USA nicht. Man ist dort den Reichen einfach dankbar für Ihr Engagement. Hier ist das nicht nötig. Es gibt für alles den Staat. So ist dieser auch Schuld, wenn er uns nicht reich macht.
Und natürlich auch die Erberei ein Übel. Hier muss nur ein Ahne rücksichtslos gewesen sein und der Erbe sitzt ewig auf Weingütern und Land. Der Pöbel von damals ist auch der Pöbel von heute. Warren Buffet ist deshalb für 100% Erbschaftssteuer und er ist einer der reichsten Männer der Welt.

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spmc-12355639674612 09.02.2019, 16:59
187. Haben Sie noch mehr

Zitat von lonesurvivor
Unsere Linke Politik der letzten Jahrzehnte ganze Arbeit geleistet! Anstatt Arbeit und resultierenden Wohlstand als etwas gutes und erstrebenswertes darzustellen, wurde dem Faulen und Dummen suggeriert das der Staat ihm die Hand vor den Hintern hält und ihm am liebsten noch mehr geben würde, wenn da nicht die Reichen wären die nicht teilen wollen! Sozialismus, auch der nationale, lässt grüßen!
solchen Unsinns auf Lager? "Linke Politik der letzten Jahrzehnte"? Geht's noch oder leben Sie geistig immer noch auf der anderen Seite der Mauer? Wer bitte redet hier noch von "Sozialismus", den wir ja auch nie hatten?

Es ist ein Fakt, dass Sie durch einen normalen Job nie zu einem Wohlstand wie dem gelangen, von dem hier die Rede ist. Das mag einigen zwar gelingen, aber die große Masse erreicht das nicht, auch wenn sie hervorragende Arbeit abliefert. Das können Sie jeder Statistik entnehmen. Beispielrechnung: Wenn ich ein Nettojahresgehalt von z. B. 60.000 Euro erhalte (erscheint Ihnen das viel oder wenig? Wie viele verdienen in Deutschland so viel?) und schaffe, davon 1/3 zu sparen, wie lange brauche ich (ohne Zinsen/Dividenden), um 1 Mio Euro anzusparen? Richtig, es sind 50 (in Worten: fünfzig) Jahre. Arbeite ich so lange? Wahrscheinlich nicht. In die Riege der "Reichen" dürfte ich es so also nicht schaffen. Wenn ich jedoch in dem Moment, in dem ich z. B. 100.000 Euro zusammengespart habe, beginne zu investieren (vor einigen Jahren waren Immobilien das Investment der Wahl), dann erreiche ich langfristige Renditen von ca. 8%, die es mir durchaus ermöglichen, meine erste Million bereits nach 20 Jahren zu erwirtschaften. Daran sehen Sie, dass viele Menschen, die zwar fleißig und durchaus nicht dumm sind, vom allgemeinen Wohlstand dadurch, dass sie den "falschen" Job haben und monatlich nur sehr geringe Summen zurücklegen können, von vornherein ausgeschlossen sind.

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k70-ingo 09.02.2019, 17:00
188.

Zitat von newdealsozialstaat
Wie können Kinder selbst schuld sein, wenn sie weder für ihre genetische Ausstattung noch für ihre frühen Erfahrungen, die für die Gehirnentwicklung besonders prägend sind, verantwortlich sind? Darüber hinaus zeigen Untersuchungen, daß allein die Wahrnehmung sozialer Inferiorität schon einen dämpfenden Effekt auf kognitive Fähigkeiten haben kann. Anders gesagt: Kinder reicher Eltern werden anders, besser behandelt von ihrer Umgebung, während armen Kindern von ihrer Umgebung ihre niedrigere soziale Position gespiegelt wird. Die Weltbankökonomen Karla Hoff und Priyanka Pandey haben dazu faszinierende Experimente mit indischen Kindern verschiedener Kasten durchgeführt. In gewisser Weise dienen das Tragen von teuren Markenklamotten und der Besitz anderer teurer Angebergüter schon bei reichen Kindern dazu die eigene höhere soziale Stellung zu demonstrieren, und so ärmere Kinder an ihre niedrige Position zu erinnern und so kognitiv zu sabotieren. Klamotten und Gehabe sagen aus: Du stehst unter mir. Das wiederum hat nachweisbare kognitive Effekte. Sabotage der Ärmeren durch inviduous consumption schon im Kindesalter.
Ein prominentes Beispiel dieser armutsbedingt ausgegrenzten Kinder war einmal Bundeskanzler: Gerhard Schröder.

Wegen seiner proletarischen Herkunft und seines ebensolchen Auftretens wurde er zu Studienzeiten von seinen meist aus dem Bürgertum stammenden Kommilitonen geschnitten, "der Proll", hieß er dort.
Das erfuhr ich aus erster Hand - meine Eltern gehörten zu diesen Studienkollegen.

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ralf_maennchen 09.02.2019, 17:01
189.

Zitat von Freidenker10
Hier liegt der Hund begraben. Der steigende Einfluss der Reichen auf die Politik wurde durch zig Studien belegt und wie nutzen die diesen Einfluss? Bestimmt nicht dafür die unteren Berufsgruppen zu entlasten, sondern größere Belastungen für sich zu vermeiden. Hierbei sei der Spitzensteuersatz und die Erbschaftssteuer zu nennen! Gerade wird eine Senkung der Unternehmenssteuern diskutiert die wohl auch eher in dieses Muster passt. PS. Der Spitzensteuersatz um mal die Gutverdiener zu schocken lag in unseren Wirtschaftswunderjahren bei deutlich über 50% und die Wirtschaft und die Vermögen wuchsen trotzdem und zwar für ALLE!
Aber es waren gleichzeitig z.B. alle Gewinne aus Aktien nach 1/2 Jahr Spekulationsfrist steuerfrei. Was langfristige Vermögensbildung erleichterte. Kosten des Baues von Immobilien konnten sehr leicht zu 100% abgeschrieben werden ect. Verluste und Gewinne konnten zwischen unterschiedlichen Ertragsarten ( AKtien , Firmenanteile , Mieteinnahmen , Arbeitslohn ) untereinander verrechnet sowie Verluste auf mehrere Jahre vorgetragen bzw. verteilt werden.

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