Forum: Wirtschaft
Studie: Mehrheit der Deutschen hält Reiche für egoistisch
Messe Duesseldorf / ctillmann

Machtbesessen, materialistisch, rücksichtslos: So schätzt rund die Hälfte der Deutschen laut einer Studie die Reichen ein.

Seite 3 von 22
GungaDin 09.02.2019, 10:56
20. Man kann es sehen wie man will,

ein Privatvermögen über eine Milliarde Euro oder Dollar ist schlicht obszön. Eine Transfersumme von fünfzig Millionen für einen Fußballer ist obszön. Eine tägliche Rente von 4.700.-- Euro für einen Ex-Manager ist obszön. Das hat schon lange nichts mehr mit Leistung zu tun, sondern nur noch mit dem Geld an sich. Und wenn schon von der harten Lebensleistung eines erfolgreichen Superreichen gesprochen wird greifen oft genug die berühmten Worte von Omar Baba: Ich habe mit nichts angefangen, außer den 280 Millionen Pfund von meinem Papa.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
steueragent 09.02.2019, 10:58
21. @ coyote38 Da können Sie nicht reich sein.

Die Reichen, die ich so kenne (nur von Berufs wegen, nicht privat), sorgen schon dafür, dass ihr Leben angenehm verläuft. Die haben natürlich alle ihr Arbeitspensum, aber längst nicht so, wie Sie es beschreiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
antelatis 09.02.2019, 10:59
22. Das Kamel und das Nadelöhr

Wir alle kennen ja die Geschichte vom Kamel und vom Nadelöhr. Und Deutschland ist ja traditionell ein Land mit christlichen Grundwerten. Wenn uns die Bibel schon sagt, dass ein Reicher keine Chance hat, ins Himmelreich zu kommen, dann ist es doch kein Wunder, dass keiner hier die Reichen mag.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
doctiloquus 09.02.2019, 11:00
23.

Sagen wir, irgendein Hr. Gates verkauft etwas für X Werteinheiten, sein Einsatz beträgt aber nur X/1000. Dann ist Michl, der das "etwas" kaufen will, ziemlich dumm dran. Denn er muss ja tatächlich für X Werteinheiten leisten. Leider reicht es dann nicht mehr für den geplanten Germania-Flug. Pech für Michl und auch für Germania. Und der Hr. Gates kann sich endlich seine 8. Mittelmeerjacht kaufen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Jor_El 09.02.2019, 11:01
24. Reich???

Hmm, gemessen an einem Hartz IV Empfänger, bin ich reich, ansonsten eher nicht. Ich störe mich nicht am Reichtum anderer. Mir ist es auch egal, wie sie zu ihrem Reichtum gelangt sind, solange es auf legitimen und legalem Wege geschehen ist. Ich störe mich aber an Jenen, denen jedes Bewußtsein für Reichtum abhanden gekommen ist, die in ihrer ignoranten Arroganz, jeden Sinn für die Bedürfnisse der Gering- oder Normalverdiener verloren haben. Ich störe mich an jenen, die gar nicht mehr wissen, wofür sie noch Geld ausgeben sollen. Mein Unmut trifft auch mehr Banken und Kozerne, die so strukturiert sind, daß mehr und mehr Geld in private Taschen befördert wird, anstatt zu reinvestieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
helmut.alt 09.02.2019, 11:03
25. Interessant, dass in den USA der Sozialneid

längst nicht so stark ausgeprägt ist wie in Europa, obwohl es dort wesentlich mehr Reiche, aber auch Arme gibt und die Sozialleistungen dort längst nicht so üppig sind wie in Europa. Woran liegt es? Im kapitalistischtem Land sehen die Bewohner größtenteils ein, dass die Chancen reich zu werden für jeden gegeben sind (equal opportunities). Ein Bill Gates ist ein Musterbeispiel dafür: abgebrochenes Studium, aber gute Ideen und zweitreichster Mensch. Bei uns herrscht die Meinung vor, dass man ein Anrecht auf nahezu gleiche Lebensqualitäten hat, egal ob man arbeitet oder nicht ("ungleiche Verteilung"). Eine solche Einstellung ist nicht nur egoistisch, sondern auch gegen die menschliche Natur.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Krefey 09.02.2019, 11:03
26. Also irgendwie finde ich das gar nicht logisch

Zitat von antelatis
Wer viel hat, während es viele gibt, die wenige haben, der muss egoistisch sein, anders geht es nicht ... das ist ein ganz einfacher logischer Zusammenhang. Wer das anders sieht, der redet sich was ein.
Sorry, ich sehe den Zusammenhang nicht.

Angenommen ich hätte 10 Millionen EUR auf dem Konto. Egal wie ich sie bekommen habe - ererbt; Firma gegründet, hochgezogen und mit Gewinn verkauft; Lotteriegewinn.

Macht mich die Tatsache, dass ich sie besitze zum Egoisten weil ich sie nicht freiwillig abgebe, damit jeder was davon hat? Zugegeben, das wäre sehr altruistisch, aber wissen Sie was? Zwischen Altruisten - also jenen, die alles für andere geben - und Egoisten - also jenen, die andere rücksichtslos ausnutzen zur Maximierung ihres eigenen Vorteils - gibt es auch noch eine Mitte.

Wer wie auch immer auf ehrliche Weise an sein Vermögen gekommen ist, der ist nicht verpflichtet, alles über einem bestimmten Betrag abzugeben. Oder ist es genau das, was sie hier verlangen?

Firma gründen, Risiko tragen, gut wirtschaften, Menschen beschäftigen, dann mit 55 Jahren sagen: "Es reicht, ich verkaufe die Firma an einen anderen halbwegs anständigen Kaufmann, der sie in meinem Sinne weiterführt." und nun ein paar Millionen Euro kassieren, das nennen Sie egoistisch?

Wenn es so ist, wird nie jemand wieder eine Firma gründen. Kein normaler Mensch arbeitet für nichts, wer das anders sieht, der träumt vom kommunistischen Wunschbild des Menschen.

Und solange man ihn sich fair und offen und ehrlich erarbeitet, ist Reichtum keine Schande.

Ich bin Gehaltsempfänger. Ich verdiene eine Tariflohn der IG Metall Baden-Würtemberg. Bin ich nun ein ehrlicher Arbeiter weil ich simpler Angestellter bin oder bin ich ein egoistisches Schwein, weil ich in der höchsten Tarifgruppe bin und noch auf Grund anständiger Leistung einen netten Bonus bekomme und so auch auf mein sechsstelligs Jahresgehalt komme? Wo ziehen Sie die Grenze?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
three-horses 09.02.2019, 11:05
27. Die Laster der Menschen.

Zitat von Nordstadtbewohner
In Deutschland herrscht mittlerweile eine Stimmung, die erfolgreichen und wohlhabenden Menschen keinen Erfolg mehr gönnt. Stattdessen wünschen/ verlangen Wenigleister, dass die Wohlhabenden ihren Lebensunterhalt subventionieren. Tun sie dies nicht freiwillig, werden sie als egoistisch bezeichnet. Ich fände es besser, wenn die unzufriedenen Menschen ihre Unzufriedenheit und ihren Neid ablegen und das eigene Schicksal mit eigener Antriebskraft durch eigene Arbeit in die Hand nehmen, so wie das viele erfolgreiche Menschen in Deutschland jeden Tag tun.
"In Deutschland herrscht mittlerweile eine Stimmung, die erfolgreichen und wohlhabenden Menschen keinen Erfolg mehr gönnt"...wenn Sie Angst mit Neid verwechseln dann haben Sie Recht.
Angst um das Arbeitsplatz und Angst vor dem Staat der einem alles wegnimmt. Oder fast. Rechnen Sie mal von den 45 Tausend der "jeder" in Germany "verdient" die Steuer und Abgaben ab. Dann auch
die Miete, die 19% MwSt und die Grundsteuer nicht vergessen...man kann sagen, je weniger man so bekommt, desto "besser" ist Einer dran. Mit der ganze Familie. Dann kommt die Rentenzeit und die Tafel. Auch der Abschied danach ist nicht unter 19% MwSt zu haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Braveheart Jr. 09.02.2019, 11:05
28. Ich wette: 62% der Bundesbürger ...

.... haben nicht den Schimmer einer Ahnung, was es bedeutet, wirklich reich zu sein - und damit meine ich, üb er einen mindestens dreistelligen Millionenbetrag zu verfügen. Solange "die Reichen" brav ihre Steuern zahlen, sollen sie den Rest des Tages ruhig blattgoldumhüllte Schnitzel futtern. Bin ich jetzt sozialneidfrei?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
espressotime 09.02.2019, 11:06
29.

Jeder ist seines Glückes Schmied.....nur jammern bringt nichts

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 22