Forum: Wirtschaft
Studie: Mehrheit der Deutschen hält Reiche für egoistisch
Messe Duesseldorf / ctillmann

Machtbesessen, materialistisch, rücksichtslos: So schätzt rund die Hälfte der Deutschen laut einer Studie die Reichen ein.

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Little_Nemo 09.02.2019, 11:41
50. Wem man etwas gönnt

Zitat von joke61
der letzten Jahre. Zum Teil mag das Klischee ja stimmen, das man seinem Nachbarn das tolle Auto neidet. Dürftr aber die Ausnahme sein. Die meisten Menschen, sogar die wirlich Armen, werden wohl die gleiche Meinung wie ich haben. Wer sich beruflich höher qualifiziert darf natürlich auch mehr verdienen. Wer viel erbt, hat halt das Glück der Geburt. Darum geht es aber nicht! Eher geht es sich um die Ungerechtigkeiten, bzw. maßlose bereicherung einiger weniger, auf Kosten der Allgemeinheit. Um Gehälter jenseits von gut und böse! Womit nicht nur Manager, Firmenbesitzer, sondern auch´Sportler gemeint sind, die völlig ab von der Wirklichen Leistung bezahlt werden und alle Möglichkeiten nutzen, nichts davon in Form von Steuern der Allgemeinheit zukommen zu lassen. Und reichen die, eigens für diese Schicht gestalteten Steuergesetze nicht aus, zieht man in Steueroasen! Dazu kommt der offensichtliche Betrug (CUM, CUM, Dieslgate, etc) um noch mehr zu verdienen bzw. der Allgemeinheit wegzunehmen. Erleichtert wird das ganze von der führenden politischen Elite, die all zu tief in diese Abzockindustrie vernetzt ist, um Parteifinanziell (durch Spenden) einen Vorteil gegenüber Ihren politischen Konkurenten zu haben und nach Ihrem politischen Dasein, durch Ihre Nähe zur Industrie dor,t einen lukrativen Posten zu ergattern. Beispiele gibt es on Maß! Das alles führt dazu, das Gesetze nicht mehr für den Bürger gestaltet werden, sondern um den Bürger in Schach zu halten (Netzdingsbumsgesetz, Polizeigesetze, Bundeswehr im inneren, etc.)! Nun wird dieser Artikel sicher nicht durchgehen, weil solche Theorien nicht diskutiert werden sollen. Könnte ja auf die Dauer zu Gelbwesten führen! Lieber nennt man Kritik Sozialneid und spielt unseren politischen Untergang runter. Jetzt schon werden Gründe gesucht, warum die Europawahl ein Desaster für die politischen Eliten wird. Natürlich ist der Russe schuld, durch digitale Lügen Verbreitung. Eigene Schuld sehen die Politiker eben nicht. Warum auch! Schließlich sind wir ja Exportwelmeister und leben in einem Land, in dem jeder von uns gut und gerne lebt! Auf mich trifft das übrigens zu, zumindest mit dem gut leben! Leider auf immer mehr eben nicht, und leider auch viele, die härter und länger arbeiten wie ich!
Neid ist Missgunst. Wer neidet gönnt also anderen etwas nicht, was er sich aber selbst gönnt oder gönnen würde. Das kann auf Besitzende ebenso zutreffen wie auf solche, die dazu verurteilt sind den anderen beim Besitzen zusehen zu müssen. Dass jemand, der nicht weiß wie er über den Monat oder gar über den Tag kommen soll, jemanden beneidet, der kaum noch weiß in welche überflüssigen Luxusgüter er sein Geld investieren soll und sich obendrein noch Anteile an Unternehmen kauft und dazu beiträgt die Abgehängten noch weiter abzuhängen und zahlenmäßig zu vervielfachen, ist nur natürlich.

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burgundy 09.02.2019, 11:42
51.

Zitat von coyote38
Aber meinen 16-Stunden-Arbeitstag, wo seit 28 Jahren ununterbrochen morgens der Wecker um 05:00 Uhr klingelt ... DEN möchte dann irgendwie doch keiner von den "Armen" haben ...
Ach Gottchen, hat hier jemand mal eine Tüte Mitleid oder ein Taschentuch zur Hand?

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schnabelnase 09.02.2019, 11:43
52. Alles kalter Kaffee.

In Deutschland ist der Sozialneid schon immer extrem ausgeprägt gewesen. Wenn das Auto des Nachbarn nur etwas größer oder neuer ist, wird schon Gift und Galle gespuckt. Dann hat der Nachbar garantiert nur Glück gehabt, unberechtigt geerbt oder etwas illegales am Laufen. Dazu muss man auch nicht besonders reich sein. Die Sozialneidgrenzen in Form von Bruttojahresgehältern werden ja regelmäßig von den Grünen und den Linken leicht oberhalb von A16 festgesetzt. Es ist ebenfalls kein Wunder, dass die Jüngeren ihre wohlhabenderen (man könnte sie größtenteils auch erfolgreicheren, fleißigeren, gebildeteren, disziplinierteren nennen, aber das polarisiert und spaltet nicht so schön) Mitbürger milder beurteilen als die äleneren Semester. Die Jüngeren sehen ihre Chancen, einen hohen Sozialstandard zu erreichen, noch kommen. Die alten Grantler trauern ihren verpassten Chancen nach. Da bleibt nur der Zorn auf den Nachbarn.

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ziehenimbein 09.02.2019, 11:44
53. Der Unterscheid zu den angelsächsischen Ländern,

dürfte sein, dass die sehr reichen Menschen dort mehr von ihrem Reichtum abgeben, zumindest offiziell.
Aus den USA liest man doch immer wieder, dass immense Beträge gestiftet oder bei Charity-Events eingesammelt werden. Von einer entsprechenden Gala in Deutschland, wo die Teilnehmer 5-stellige Beträge als Eintritt zahlen, habe ich noch nie gehört.
Hat man jemals von deutschen Milliardären gehört, die die Hälfte Ihres Vermögens stiften?

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antelatis 09.02.2019, 11:44
54.

Zitat von Krefey
Sorry, ich sehe den Zusammenhang nicht. Angenommen ich hätte 10 Millionen EUR auf dem Konto. Egal wie ich sie bekommen habe - ererbt; Firma gegründet, hochgezogen und mit Gewinn verkauft; Lotteriegewinn. Macht mich die Tatsache, dass ich sie besitze zum Egoisten weil ich sie nicht freiwillig abgebe, damit jeder was davon hat? Zugegeben, das wäre sehr altruistisch, aber wissen Sie was? Zwischen Altruisten - also jenen, die alles für andere geben - und Egoisten - also jenen, die andere rücksichtslos ausnutzen zur Maximierung ihres eigenen Vorteils - gibt es auch noch eine Mitte. Wer wie auch immer auf ehrliche Weise an sein Vermögen gekommen ist, der ist nicht verpflichtet, alles über einem bestimmten Betrag abzugeben. Oder ist es genau das, was sie hier verlangen?
Klar, es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man wenigstens ein bisschen egoistisch sein muss, wenn man an seinem Reichtum festhalten will.

Man muss ja auch bedenken, dass Reichtum gleichzeitig auch Verantwortung bedeutet. Sein Geld für sich zu behalten, heißt nichts anders, als sich vor der Verantwortung zu drücken. Denn mit Geld hätte man die Möglichkeit, die Dinge zum Besseren zu verändern, dazu muss der Egoismus aber überwunden werden.

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jo126 09.02.2019, 11:44
55. Reich nicht

Zitat von horstenporst
Die meisten reichen Deutschen wurden nicht durch "Fleiß, Intelligenz und Umsetzung beider Faktoren" reich sondern durch Erbe und Schenkungen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/reichtum-deutschland-hat-die-meisten-multimillionaere-in-europa-a-1003878.html https://www.zeit.de/wirtschaft/2016-10/reichtum-deutschland-hochvermoegen-arbeit-schenkungen-erbschaften
Aber vielleicht wohlhabend? Das geht auch ganz ohne Erbe und Schenkung. Im Übrigen gibt es ja auch Schenkungen vom deutschen Staat: Kostenfreie Schulbildung, BaFöG (zumindest teilsubventioniert), duale Berufsausbildung mit Berufsschulen...

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GrüneLeuchte 09.02.2019, 11:46
56. Gratulation

Auch wenn es nur ein wenig mehr als die Hälfte sind, aber Glückwunsch, die Deutschen schätzen einmal richtig. Kein Mensch braucht Milliarden an Vermögen. Kein Mensch sollte soviel Macht in seinen Händen halten die nicht demokratisch legitimiert ist. So einfach ist das.

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Dia 09.02.2019, 11:47
57.

Das eigentliche Problem ist doch das Reichtum vor allem vererbt wird. Menschen starten mit völlig unterschiedliche Startbedingungen ins Leben. Ab einem bestimmten Vermögenswert ist man beim bedingungslosen Grundeinkommen und muss praktisch keinen Finger mehr krumm machen. Wenn man beim anlegen nur geringes Risiko fährt kann eigentlich kaum was passieren. Auf der andern Seite ist es mit Arbeit beinahe unmöglich wirklich Reich zu werden.

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jo126 09.02.2019, 11:50
58. Also bitte!

Zitat von joke61
selten einen schlimmeren Zyniker erlebt, wie Sie einer sind. Arrogante Egoisten wie Sie zerstören das Gleichgewicht einer Gesellschaft! Was sind denn Wenigleister? Pflegepersonal, Reinigungkräfte, einfache Handwerker? Alle genannte arbeiten verdammt hart und haben am Monatsende nichts mehr übrig und am Lebensende kämpfen die mit der Altersarmut.
Die Jobwahl trifft jeder freiwillig. Wir reden doch nicht von Zwangsarbeit! Wenn keiner mehr die Pflege für kleines Geld leisten würde, müsste das Arbeitsentgelt zwangsweise steigen. Wer nichts gelernt hat, weil er/sie zu bequem war, verdient natürlich weniger, als ein qualifizierter Arbeitnehmer oder ein erfolgreicher Unternehmer. Also: Aufpassen in der Schule und Augen auf bei der Berufswahl! An Fehlentscheidunmgen ist nicht die Gesellschaft schuld, sondern man selbst. Es gibt kein Recht auf "Gleichgewicht einer Gesellschaft" - auße vielleicht im Kommunismus (mit Ausnahme der Funktionäre).

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Emderfriese 09.02.2019, 11:52
59. Mittel

Es gäbe einen einfachen Weg, Reiche reich sein zu lassen und ihnen ihren Zaster zu gönnen: Eine Höchstgrenze für "Reichtum". Mehr als (mehr oder weniger) 50 Millionen Euro braucht niemand - jedenfalls reicht das zu einem ausschweifenden, luxuriösen Leben in Villa oder großer Yacht mit allem Drum und Dran. Alles, was darüber hinausgeht ist schlicht nur Mittel zum Zweck um immer mehr andere Menschen auszubeuten, arm zu halten und vor allem zu beherrschen.

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