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Studie: OECD fordert strengere Besteuerung von Reichen
DPA

Weltweit gibt es immer mehr Reiche, sie werden immer wohlhabender. Aber die meisten Länder besteuern sie nicht streng genug, rügt die OECD. Auch in Deutschland fehlen demnach spezialisierte Abteilungen in den Finanzämtern.

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Crom 13.08.2015, 09:56
40.

Zitat von oberallgaeuer
auf Kapitalerträge (25 %) mit den Lohnsteuersätzen. Das sagt schon alles.
Immer wieder dieser Vergleich von Äpfel und Birnen:

Kapitalerträge sind im Grunde nicht nur reines Einkommen sondern dienen auch der Werterhaltung des angelegten Kapitals. Dieser Inflationsausgleich wird aber auch versteuert.

Darüber hinaus erfolgt bei Dividenden bereits vor der Ausschüttung eine Versteuerung. Das wird hier ebenfalls unterschlagen. Das wäre so, als würde man ihren Bruttolohn einmal beim Arbeitgeber versteuern und dann noch einmal, wenn sie ihn erhalten. Sie können sich ausmalen, was dann übrig bleibt?

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lindenbast 13.08.2015, 09:56
41.

Zitat von roari
Topverdiener stärker zu besteuern ist nicht mehr eine Frage der Gerechtigkeit sondern ...
..schlicht eine Maßnahme, die Jungs (und gelegentlich auch Mädels) davor zu bewahren, den Ast, auf dem sie sitzen, zur Gänze abzusägen.

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SPONU 13.08.2015, 09:57
42. Grundlage jedes Steuersystems

Sollte folgendes Prinzip sein: Erträge aus Arbeit müssen geringer besteuert werden als Erträge aus Kapital.

Das ist nicht Marxismus oder linker Quatsch, sondern gesunder Menschenverstand und Gerechtigkeit.

Arbeit erschafft Werte, Kapital nicht unmittelbar.

Das ist zwar stark vereinfacht aber im Kern zutreffend. Kapital mag Investitionen ermöglichen, die wiederum -via Arbeit- neue Werte schaffen.

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liberal2010 13.08.2015, 09:58
43.

Ein Problem ist, dass unser System und die Neid-Reflexe immer schön auf die losgehen, die durch Arbeit mehr verdienen, als der Durchschnitt aber weit von dieser "reich" Definition der OECD entfernt sind. Mit denen aber immer schön in einen Topf geworfen wird.
Jemand der 100.000 - 200.000€ im Jahr verdient, davon knapp die Hälfte abgeben darf, kommt ja kaum in die Chance Vermögen zu akkumulieren, sondern wird an allen Ecken und Enden für seinen "Reichtum" bestraft.

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Crom 13.08.2015, 09:58
44.

Zitat von roari
Haushalte mit hohen Einkommen geben prozentual weniger von ihrem Einkommen für Konsum aus als Haushalte mit geringeren Einkommen. Das gesparte Geld wird dem Wirtschaftskreislauf vorenthalten und wird erst wieder freigegeben wenn sich jemand anders verschuldet (wenn weniger konsumiert wird kann man übrigens auch nicht mehr sinnvoll investieren).
Als ob das Geld unter dem Kopfkissen liegen würde. Ihre Annahme ist grundfalsch. Bei einer hohen Sparquote bleibt mehr Geld für Investitionen. Wohin dagegen übermäßiger Konsum führt, kann man in Griechenland sehen.

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spon-facebook-1410546936 13.08.2015, 09:58
45. Es ist ein Skandal...

...das gerade Deutschland keine angemessene Besteuerung der Reichen durchführt! Schließlich wurden entsprechende Abteilungen in den Steuerbehörden schon vor einiger Zeit angemahnt und offensichtlich nicht eingerichtet. Es gilt Steuergerechtigkeit - viel wichtiger als dem kleinen Mann jeden Cent abzunehmen, den er laut Gesetz an Steuern zu entrichten hat, ist es aber Reiche zu besteuern. Den der Reiche bleibt auch nach Steuerabzügen Reich - beim kleinen Mann ist die Besteuerung viel schmerzhafter. Finanzminister Schäuble sollte sich schämen! Das ist ein sehr bösartiges Versäumnis, das den Graben zwischen unten und oben hier in Deutschland weiter aufreißt!!!

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lindenbast 13.08.2015, 09:59
46.

Zitat von helmut.alt
Das läuft auf eine Gleichschaltung der Einkommen hinaus und würgt jede Initiatave ab durch Arbeit reich zu werden (Unternehmertum!). Das so etwas kontraproduktiv ist hat die Geschichte gelehrt (Kommunismus, zu stark sozialisierte Länder wie früher Skandinavien).
Immer wieder gern genommen, diese 'Argumentation'. Als ob es nichts gäbe zwischen "Einer hat alles" und "Alle haben gleich viel".

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ofelas 13.08.2015, 09:59
47. Ein Schelm wer sich

Im Zentrum dieser Entwicklung sind unsere Politiker

Sie stellen die Mittel fuer die Finanzverwaltung, die Regulatoren, Gesetzgebung...sie lassen Monaco, Jersey, Cayman Inseln etc zu

Ob unsere Politiker irgendein Vorteil haben in dem sie Unternehmen und Einzelpersonen diese Vorteile gewaehren?

Warren Buffett "“There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” ....aber weil unsere Politiker willfaehrig helfen

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tom2000 13.08.2015, 10:00
48. Rumgemerkel

Solange in unserem Land nicht gehandelt sondern nur rumgemerkelt wird, wird sich gar nichts ändern - jedenfalls nicht zum Guten.

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peter78 13.08.2015, 10:00
49. Mehr Steuern!

Wenn man soooo viele Geld hat kann man sich alles kaufen:

- Eine Regierung, die meine Interessen vertritt,
- Steuersparende Gesetzgebung,
- Politische Parteien und Medien, die das alles bejubeln.
- Ein paar Krümel spendet man dann noch (medienwirksam) für wohltätige Zwecke, und lässt sich als selbstloser Mäzen feiern.

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