Forum: Wirtschaft
Studie: Outdoor-Hersteller fallen bei sozialer Verantwortung durch

Die Outdoor-Branche steht für Freiheit und Naturverbundenheit, doch mit ihrer Verantwortung nehmen es die Hersteller nicht so ernst. Nun geraten sie massiv in die Kritik - denn obwohl eine Jacke gerne mal 600 Euro kostet, werden die Arbeiter in den Produktionsländern abgespeist.

Seite 1 von 11
-murof- 13.07.2010, 16:00
1. Outdoor

Jack Wolfskin oder Northface sind eh die Spießerklamotten schlechthin.

Beitrag melden
Stefanie Bach 13.07.2010, 16:12
2. Wo und wie?

Es gehört durchaus zu den Dingen, über die sich ein Käufer informieren sollte, wo und wie Sachen hergestellt und verkauft werden. Auch im Fahrradbereich gibt es zum Beispiel noch Firmen, die ihre Produkte in Deutschland entwickeln und herstellen: Tasche - stabil, wetterfest und belastbar.

Beitrag melden
pillepallepopp 13.07.2010, 16:17
3. Nicht perfekt aber auf dem richtigen Weg

Scheint mir doch wohl so zu sein, das Patagonia sich noch die meisten Gedanken macht.

Beitrag melden
hansmaus 13.07.2010, 16:18
4. Titel

ist doch völlig egal unter welchen Umständen die Sachen hergestellt werden.
Klingt provokant und menschenverachtend aber so ist es in unserer Gesellschaft.
Nehmen wir Apple, Spiegel jubelt alles von Apple hoch, die Tatsache das Apple unter ebenso unwürdigen Bedingugen produzieren lässt (die Arbeiter bringen sich sogar um) interessiert wenig bis garnicht der kleine Artikel verschwindet schnell wieder in der Versenkung.
Solche Dinge will man als Markenlemming garnicht hören, man will hören das man hipp cool und in ist wenn man das Produkt von X,Y oder Z vorführt.
Ähnlich sieht es bei diesen Outdoorsachen aus, ein kurzes trauriges Betroffenheitsgedönse, eintritt in einen Verein der blendet (Jack Wolfskin) und weiter schließlich muss Geld verdient werden denn um nichts anderes geht es.
Den Kunden ist das auch Latte hauptsache "in".

Beitrag melden
Transmitter 13.07.2010, 16:19
5. Verlogene Kritik!

Zitat von sysop
Die Outdoor-Branche steht für Freiheit und Naturverbundenheit, doch mit ihrer Verantwortung nehmen es die Hersteller nicht so ernst. Nun geraten sie massiv in die Kritik - denn obwohl eine Jacke gerne mal 600 Euro kostet, werden die Arbeiter in den Produktionsländern abgespeist.
Welche "besondere" Verantwortung hat der Schuhhersteller Birkenstock zum Beispiel? Nur, weil seine Latschen gern bzw. bevorzugt von links-alternativen Ökos getragen werden, soll er nicht mehr nach ökonomischen Prinzipien produzieren dürfen? Lächerlich!

Die Kritik an den Outdoor-Herstellern geht Lichtjahre an der Alltagsrealität einer globalisierten Wirtschaft vorbei und zeigt gleichzeitig, welche grauenhafte Unkenntnis über elementare ökonomische Zusammenhänge und Zwänge in gewissen Kreisen hierzulande herrscht. Und solche "Kritiker" haben auch noch politischen Einfluss und bestimmen zunehmend die gesetzlichen Rahmenbedingungen für unser Zusammenleben mit.

Das geht schief, Leute. Aber gewaltig. Die bekommen das mit der verkehrsarmen, Energie sparenden, sauberen und grünen Bio-Gesellschaft noch hin. Aber ganz anders, als wir denken!

Beitrag melden
Samou 13.07.2010, 16:19
6. Sozial Verantwortung muß sein

Zitat von -murof-
Jack Wolfskin oder Northface sind eh die Spießerklamotten schlechthin.
Welch ein geistreicher Beitrag :-)!
Ich finde es vollkommen ok wenn der Kunde nach den Arbeitsbedingungen im Herstellerland nachhakt. Es kann nicht sein das sich die Hersteller eine goldene Nase verdienen ohne soziale Verantwortung übernehmen zu wollen.

Beitrag melden
Schinkenfisch 13.07.2010, 16:20
7. Kein Einzelfall

Unglaublich... sind da etwa Konsumenten auf Etikettenschwindel hereingefallen? Das ist ja mal was Neues.

Schönen Gruß an dieser Stelle an Fr. Aigner!

Beitrag melden
ralphofffm 13.07.2010, 16:30
8. Selbst schuld

Für Leute die soviel Geld für den Kram ausgeben sollte man noch 100 % Dummensteuer obendrauf schlagen.Davon könnte man den Arbeitern dann was abgeben.

Beitrag melden
tonalum 13.07.2010, 16:31
9. Produktionskosten Outdoor

Nun die Preise kommen aus den uneffizienten Handelsstrukturen und den viel zu hohen Handelsmargen.

So kostet z.B. ein Hemd in der Produktion ca. 1-2 U$, ein Rucksack ca. 3-12 U$ und eine Jacke ca. 8-25 U$. Bis die Ware in Deutschland ist zahlt man anstatt U$ den Betrag in €. Nun stellt sich die Frage, was passiert zwischen Einkauf € 20,- und Verkauf im Laden zu € 600,- ? Antwort: zu hohe Margen, schlechter Vertrieb etc. etc. Handel Einkauf: € 250,- Verkauf im Laden € 600,- !

Man stelle sich nur vor die Elektroindustrie würde derart wirtschaften und die Verbraucher derart über den Tisch ziehen. Ein ipod z.B. kostet im Laden € 160,-. Der Händler kauft ihn für € 145,- ein. Darin sind nun Transport, Entwicklung das Material, Werbung etc. enthalten. Und dies in weitaus höherem Wert als bei einem Stück genähtem Stoff!

Frage: Wie lange lassen sich die Verbraucher noch für Dumm verkaufen?

Beitrag melden
Seite 1 von 11
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!