Forum: Wirtschaft
Studie: Reallöhne sinken seit 1990 um bis zu 50 Prozent

Ernüchterndes Ergebnis: Ein großer Teil der Beschäftigten verfügt heute über eine geringere Kaufkraft als vor 20 Jahren. Das geht aus einer Untersuchung der Gehälter in den 100 häufigsten Berufen hervor. Die Einbußen im Vergleich zu 1990 liegen bei bis zu 50 Prozent.

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frubi 06.01.2010, 16:44
1. .

Zitat von sysop
Ernüchterndes Ergebnis: Ein großer Teil der Beschäftigten verfügt heute über eine geringere Kaufkraft als vor 20 Jahren. Das geht aus einer Untersuchung der Gehälter in den 100 häufigsten Berufen hervor. Die Einbußen im Vergleich zu 1990 liegen bei bis zu 50 Prozent.
Meiner Meinung nach ist dies eindeutig gewollt. Letztlich ist die Bundesregierung doch froh, dass immer mehr Menschen als H4ler auf den Sofas geparkt werden und deren ursprüngliches Vermögen (wenn denn welches vorhanden war) nun umverteilt wird und die Reichen noch reicher macht.
Der Trend der hier beschriebenen 20 Jahre wird weitergehen und die Schichten werden deutlich auseinander driften.

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fabchief 06.01.2010, 16:52
2. Untaugliche Auflistung

Was nützt mir die schönste Statistik wenn noch nicht einmal ansatzweise beschrieben ist, wie diese zustanden gekommen ist?
Allein die Durchschnittsgehaltsangaben für Grafiker/Designer 4690€ und Reiseverkehrskaufleute 4180€ sind völlig an der Realität vorbei und führen diese Statistik ad absurdum

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MichaelSE 06.01.2010, 16:54
3. Inflation

Zitat von sysop
Ernüchterndes Ergebnis: Ein großer Teil der Beschäftigten verfügt heute über eine geringere Kaufkraft als vor 20 Jahren. Das geht aus einer Untersuchung der Gehälter in den 100 häufigsten Berufen hervor. Die Einbußen im Vergleich zu 1990 liegen bei bis zu 50 Prozent.
Jaja, und uns wurde immer die "gefühlte" Inflation vorgegaukelt. Toll ist es, dass man das Volk so einfach verarschen kann... und das Volk dann auch noch begeistert ist.

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rivi 06.01.2010, 17:02
4. Tabellen geben das aber nicht her

Im Artikel steht unter anderem:
"Die mittleren und untereren Einkommensschichten hätten dagegen in der Regel höchstens ihr früheres Niveau halten können."

Aus den beiden Tabellen geht ja nun das Gegenteil hervor: Nach deneb ist naemlich im "Verliererbereich" der Durchnschittswert der Einkommen 1990 3353Eur, das der spaeteren "Gewinner" dagegen nur 1745Eur, also ziemlich genau halb soviel.

2009 Dagenen sind es dann 3168Eur vs. 3647Eur. D.h. Berufe, die 1990 vglweise gering bezahlt wurden, haben aufge- und ueberholt, waehrend 1990 Besserverdienende zurueck zum Durchschnitt gewandert sind.
Es mag ja sein, dass der gesamte Datenbestand das wieder umkehrt, aber die in den beiden Tabellen gezeigten Daten bedeuten in den jeweiligen Berufen 2009 eine hoehere soziale Gerechtigkeit im Vergleich zu 1990 im Sinne einer Verkleinerung der Einkommensschere.

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everhard 06.01.2010, 17:12
5. Professor

Zitat von sysop
Ernüchterndes Ergebnis: Ein großer Teil der Beschäftigten verfügt heute über eine geringere Kaufkraft als vor 20 Jahren. Das geht aus einer Untersuchung der Gehälter in den 100 häufigsten Berufen hervor. Die Einbußen im Vergleich zu 1990 liegen bei bis zu 50 Prozent.
Wenn in 50% der Berufe die Gehälter gesunken sind, sind sie in ebenfalls 50% gestiegen. Wie die Tabelle zeigt, sogar um bis zu 85%.
Die Einkommen sind also nicht insgesamt gesunken, jedenfalls geht das aus der Statistik nicht hervor, sondern nur deren Verhältnis zueinander hat sich geändert.

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Strichnid 06.01.2010, 17:16
6. ...

Mal abgesehen von den merkwürdigen Durchschnittsverdiensten ist auch die "Durchschnitts"-Inflation nicht zielführend.

Nicht jede Einkommensschicht hat denselben Warenkorb. Daher wäre es interessant zu wissen, wie viel schwieriger es für Geringverdiener wurde, "ihren" Lebensstandard zu halten, und wie das für Gutverdiener aussah. Deren Warenkörbe unterliegen nämlich völlig unterschiedlichen Inflationsraten.

Lediglich, dass die Einkünfte aus Kapitaleinkommen in gigantischem Ausmaß gestiegen sind, während Lohneinkommen stagnierten, dass lässt sich sicher feststellen.

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ph-low 06.01.2010, 17:23
7. ?

Zitat von fabchief
Was nützt mir die schönste Statistik wenn noch nicht einmal ansatzweise beschrieben ist, wie diese zustanden gekommen ist? Allein die Durchschnittsgehaltsangaben für Grafiker/Designer 4690€ und Reiseverkehrskaufleute 4180€ sind völlig an der Realität vorbei und führen diese Statistik ad absurdum
da kann ich ihnen nur zustimmen. ich persönlich bin architekt und kenne logischerweise auch einen haufen anderer architekten sowie einige grafiker.
ich kann mir beim besten willen nicht erklären, wie diese zahlen zustande kommen die unsere branchen auch noch als DIE gewinner der letzten jahre darstellen.
höchst eigenartig.

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wolleko 06.01.2010, 17:24
8. Öffentlicher Dienst

Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst...
Wie können Lehrer (Beamte) zu den größten Verlieren (bis zu 39 % Einbußen) und die anderen Beamten zu den größten Gewinnern (größere Steigerungen) zählen. Es gibt doch ein einheitliches Besoldungsrecht. Das soll mir mal einer erklären.
Ich habe in den letzten 20 Jahren jedenfalls viele Nullrunden und ansonsten nur mäßige Gehaltssteigerungen für den öffentlichen Dienst gesehen.
Da wurden mal wieder Äpfel mit Birnen verglichen und die Beamten sind sowieso an allem Schuld.

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H. Hipper 06.01.2010, 17:24
9. ja

Zitat von Strichnid
Lediglich, dass die Einkünfte aus Kapitaleinkommen in gigantischem Ausmaß gestiegen sind, während Lohneinkommen stagnierten, dass lässt sich sicher feststellen.
Ja, es gibt in der Tat einige Indizien (Vermögensverhältnisse, Gini Koeffezient, Aufschlüsselung der privaten Sparquote etc.etc.) die den Schluss nahelegen, dass einige Einkommens- u. Bevölkerungsschichten reichlich verzicht üben mussten während gleichezeitig eine kleine Schicht ganz hervorragend verdient hat.

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