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Studie über Hilfsprogramme: Milliardenkredite für Griechenland retteten vor allem Ban
REUTERS

Griechenland kommt trotz aller Hilfsprogramme nicht aus der Krise. Ein Grund dafür: Weniger als fünf Prozent der Milliardenkredite kamen laut einer Studie im Haushalt an - mit dem Rest wurden europäische Banken gerettet.

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Palmstroem 04.05.2016, 09:33
1. Banken retten Bürger

"Vor den Neuwahlen wächst in Griechenland die Unsicherheit: Binnen wenigen Wochen haben Sparer und Unternehmen 2,5 Milliarden Euro von ihren Konten geholt. Die Banken fürchten einen Ansturm auf die Geldautomaten - und sorgen vor." (SPON)

Woher hätten die Banken das Geld dafür haben sollen. Wären die Banken pleite gegangen, wären die griechischen Bürger arm wie Kirchenmäuse gewesen.

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ludwig.hirth 04.05.2016, 09:33
2. ...

Wer hat denn daran noch gezweifelt?

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suaheli4711 04.05.2016, 09:33
3. ???

Wem das jetzt erst klar wird, dem ist nicht mehr zu helfen.
Da wurde und wird auf der "Faulheit" der Griechen rumgehackt - weil die ja alle zu doof sind scheinbar.
In Wirklichkeit ist die sog. Solidarität nichts anderes als Selbsthilfe-Heuchelei
Wenn da nicht unsere Banken mit drin gehangen hätten und würden bekämen die Griechen keinen Cent....

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r_dawkins 04.05.2016, 09:36
4. Interessant für diejenigen,

die immer empört geschrieben haben: "Die Griechen, die Griechen!" - es hätte immer lauten müssen: "Die Banken, die Banken!"

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scissor 04.05.2016, 09:36
5. Was

ist daran neu? Jeder halbwegs intelligente Mensch wusste das. Aber man konnte ja so wunderbar Griechenland-Bashing mit diesen Krediten betreiben und damit von den eigentlichen Ursachen und Nutznießern ablenken. Frau Merkel bemerkte schon 2010, dass sie die Bankenrettung 2.0 nicht noch mal so nennen kann. Also wählte man den Weg über Griechenland. Griechenland wurde ein neoliberales Experiment in Echtzeit udn wird ausgesaugt (besser der Großteil der Bevölkerung). Und unsere Oligarchen lehnen sich befriedigt zurück, ihr Geld wird beschützt.

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CT.Bauer 04.05.2016, 09:40
6. Wie schön, dass der Spiegel jetzt auch schreibt, was los ist.

Dass die ganzen Rettungsschirme und die dicke Bertha Draghis nichts weiter sind, als Rettungsmassnahmen für das Grosskapital, ist doch jedem, der sich damit beschäftigt, klar. Allerdings fehlt ein Hinweis: Es waren deutsche Parlamentarier, die in einer Nachtsitzung ohne längere Debatte oder gar Vorbereitungszeit mal eben 10 Mrd Euro nach Zypern abgedrückt haben. Für was? Mit Sicherheit nicht für die Interessen des deutschen Steuerzahlers. Hauptsache: alternativlos.

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Patrik74 04.05.2016, 09:42
7. Ach was!

""Mit den Hilfspaketen wurden vor allem europäische Banken gerettet"
...
"Die europäischen Steuerzahler haben die privaten Investoren herausgekauft"
...
"Ein Schuldenschnitt für Griechenland schon zu Beginn der Kreditprogramme 2010 wäre vermutlich sinnvoller gewesen. Zwar hätte die Bundesregierung dann möglicherweise auch deutsche Banken mit Staatshilfe stützen müssen. "Aber es wäre zumindest deutlich geworden, wo das Geld hinfließt", sagt Rocholl. "

Nun, böse Zungen könnten behaupten, dass die ganze große EFSF/ESM/Troika etc.-Scharade nur genau das zum Ziel hatte: Nämlich zu maskieren, was von Anfang der Plan war.

In a Nutshell:

1. Draghi druckt Geld und es landet letztlich über verschiedene Umwege in den Taschen der "Elite" - von den "Kollateralschäden" wie steigende Vermögenspreise, die diese Bereicherung noch akzentuieren ganz zu schweigen...

2. Jetzt, wo sich die "Elite" die Taschen vollgepumpt hat, geht es auf Einkaufstour - am liebsten öffentliche Infrastruktur zu Dumpingpreisen. Und siehe da: Die letzten Verhandlungen mit Griechenland waren genau zu dem Zeitpunkt abgeschlossen, als das Verscherbeln beschlossen war: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-athens-chef-privatisierer-verbreitet-hoffnung-a-1088312.html

"Stergios Pitsiorlas soll Griechenlands Staatsbesitz versilbern - nur dann bekommt das Land frische Kredite. Hier spricht der Chef der Privatisierungsbehörde über den Widerstand in der eigenen Regierung."

Um nichts anderes ging es von Anfang an, und der Plan geht voll auf - als Blaupause für alle Staaten in Europa. Das Spiel ist noch lange nicht vorbei, und auch wir kommen noch an die Reihe.

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Deddie 04.05.2016, 09:42
8. Das ist alles lange bekannt

Nur der Schuldenschnitt wird nun langsam in den Köpfen der Steuerzahler legitimiert und damit auch das Retten der deutschen Banken mit Hilfe von Steuergeldern der Arbeiter, Angestellten und nicht zu vergessen den Rentnern. Banken, Konzerne und Reiche zahlen ja in diesem unserem Land keine Steuern sondern lagern ihr Geld lieber in Steuerparadiesen. Wir dürfen nicht aufhören dieses Unrecht jeden Tag aufs neue anzuprangern.

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salkin 04.05.2016, 09:43
9.

Ich kann mich noch gut erinnern, dass die EZB die griechischen Banken als so solvent eingeschätzt hat, dass sie ihnen ELA Kredite über 89 Mrd. Euro genehmigt hat. Diese Notfallkredite sind eigentlich kurzfristig aber offensichtlich noch nicht nennenswert zurückgefahren worden. Da wird der ESM mal wieder eingreifen müssen ebenso wie bei den im Juli fälligen Anleihen die die EZB gekauft hat um bei der griechischen Staatsfinanzierung zu helfen. Eigentlich gilt doch, dass der der Kredite gibt und dafür Zinsen kassiert damit auch das Kreditrisiko trägt. Bin mal gespannt, wer die Risiken aus den von der EZB gekauften Portugal, Spanien, Italien u.a. Anleihen am Ende trägt. Ob da der ESM ausreicht?

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