Forum: Wirtschaft
Studie: Vermögen deutscher Haushalte kleiner als in Euro-Krisenländern
Deutsche Bundesbank

Es ist ein verblüffendes Ergebnis: Laut Bundesbank haben deutsche Privathaushalte im Schnitt deutlich weniger Vermögen als jene in Spanien und Italien. Ein Grund: Weniger als die Hälfte der Haushalte ist Eigentümer einer Immobilie.

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Lektorat Berlin 22.03.2013, 09:38
490. Das

Zitat von wertzuwachs2307
Was ein Haus im spanischen... Hinterland wirklich wert ist, darüber kann man vortrefflich streiten.
gilt für ein Haus im deutschen Hinterland ebenso - unverkäuflich.
Da gilt weltweit: Die Lage, die Lage, die Lage...
ansonsten bin ich aber ganz bei Ihnen

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Traffical 22.03.2013, 09:47
491. Miete? gerne

Zitat von sysop
Es ist ein verblüffendes Ergebnis: Laut Bundesbank haben deutsche Privathaushalte im Schnitt deutlich weniger Vermögen als jene in Spanien und Italien. Ein Grund: Weniger als die Hälfte der Haushalte ist Eigentümer einer Immobilie.
weil man flexibel ist
weil man bei einer scheidung nicht ausziehen und zahlen muss
was soll ich mit den zwei kinderzimmern, wenn die nun in münchen studieren?
weil das objekt nichts mehr wert ist, wenn (Opel) dichtmacht und da keiner mehr hin will
wenn ich alt werde und das riesen haus gar nicht mehr instandhalten kann (Personal für Küche und Garten)
in Rente geh - und ich ländlicher leben möchte - oder umgekehrt
weil ich im Eigenheim keine Nebenkosten habe - lach mich schlapp

falls kein neubau (mein eigener Entwurf) - ich den Stil des Bauherren so nehmen muss? oder vieles ändern
und der Horror Hartz IV - dann ist es weg. i.d.r.
wenn ich mehr verdiene - und mir jetzt doch was besseres leisten kann - erst mal weg mit dem alten kasten - geht ja wie geschnitten brot

sonst muss ich halt vermieten - mit allen unannehmlichkeiten und Verbindlichkeiten

wie war das mal in einem Hitchcockfilm:

"Das Haus gehört Ihnen?" - "Nein, wir gehörem dem Haus."

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holtor 22.03.2013, 09:51
492.

Zitat von LondoMollari
Die Bauzinsen sind auf historischem tief, aber selbst Leute mit (Einkommens- wie Standort-)sicherem (öffentl. Dienst) Job wollen lieber zur Miete wohnen statt Bauen. Weil das ja "so teuer ist und man sich das ja eh nicht leisten kann". Weil denen keiner das Rechnen beibringt. Einer ist aus allen wolken gefallen als er mal vorgerechnet bekam das seine Miete von 730 € / Monat bei 20 Jahren dann auch mal eben schlappe 175.000 € bezahlt hat. Nur halt nicht in die eigene, sondern in eine fremde Tasche. Ergo erfolgreich fremdes Vermögen (die Ausreißer nach oben) gemehrt. Und bei dem Kleckerbetrag bleibts ja nur wenn in den nächsten 20 Jahren nicht die Miete steigt. Wie realistisch *das* ist dürfte jeder selbst wissen.
Bei niedrigem Zins ist Immobilienkauf leicht eine bessere Geldanlage für regelmäßige Einzahlungen als die Alternativen, da haben Sie natürlich recht. Aber wenn die Zinsen höher wären, käme es schon sehr auf das bisher erworbene Vermögen, das Einkommen etc. an. Wenn man etwa die 175.000 angespart zur Verfügung hätte und mit lediglich 6% Verzinsen könnte, hätte man diese (Kalt?)Miete schon mehr raus.

Die niedrigen Zinsen führen z.Zt. auch zu einer hohen Nachfrage nach Neubauten. Dadurch entsteht bei den Grundstückspreisen eine leichte Blase, die voraussichtlich schnell wieder zusammensacken wird, und die Baufirmen erhöhen die Preise. Das macht einiges von der Ersparnis durch die niedrigen Zinsen schon wieder wett. Und die Entwicklung der Grundstückspreise und der Bautechnik macht diese Anlageform sehr riskant; fast überall in Deutschland fallen auf Grund der Bevölkerungsentwicklung die Grundstückspreise, und z.B. wegen mangelnder Dämmung haben viele ältere Gebäude einen unvorhergesehenen Wertverlust hinnehmen müssen.

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bloßmolwassage 22.03.2013, 10:01
493. Wende

Zitat von delta058
Kleine Anmerkung dazu. Die Ostdeutschen waren (bis min 2010) oder sind das Immobilienloseste Volk Europas. Das lag nicht nur an der Politik der SED und Sowjets sondern viel mehr an der Nachwendepolitik. Nicht nur das Gerichte bei Streitereien generell auf Seiten von Westdeutschen standen (besnders spürbar wenn ostdeutsche Besitz von Westdeutschen zurückforderten), es ist inzwischen auch Tatsache das die Bundesregierung unter Kohl widerrechtlich Eigentum nicht an ihre Besitzer, bzw deren Nachkommen zurückgab. Dazu kamen noch wirtschaftliche Aspekte. Im Gegensatz z.B. zu den jetzt heulenden Bochumern hatten 3 Mio Ostdeutsche 1990 keinerlei 3 Jahresfrist, keinen Sozialplan, keine Betriebsrentengarantie (ja, so was gab es auch in der DDR) und häufig mehrere Monate (bis zu 6) kein Arbeitslosengeld. Da war weder Geld für Immobilien noch für Anwälte da, da kämpften Familien (u.a. meine) ums nackte Überleben. Ein weiterer Grund für die schlechten Vermögenswerte sind schlicht die Lohnentwicklungen in D. Dazu muss man keine teuren Studien in Auftrag geben, da kann man jeden Normalbürger fragen. Selbst die Angestelltengehälter von Ingenieuren die ja angeblich Mangelware sind, sind real kaum in den letzten 20 Jahren gestiegen. Jetzt hier was von verwunderlich zu schreiben grenzt ja schon an Blindheit.
Nach der Wende bekamen meine Tante bzw. ihre Kinder ein Angebot, das von ihnen bewohnte Anwesen in Mecklenburg-Vorpommern - sanierungsbedürftiges Haus, ca. 10 Ar Grund, Entfernung zur Ostsee 2,7km - käuflich zu erwerben.

Für satte 32.000 D-Mark.

Dem standen sie zunächst ablehnend gegenüber.

Erst als mein Bruder und ich aus dem Westen Interesse bekundeten, gingen bei denen die Lichter an.

Sie kauften.

Auch ein kleines Kapitel der ach so pösen Abwicklung der "Wende".

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jetzt:hördochauf 22.03.2013, 10:31
494. Achtung:

Ma könnte jetzt glauben die pösen pösen Griechen waren's...

aber weit gefehlt: Bitte bei Herrn Schröder, Frau Merkel und den heimschen 'Initiativen' nachfragen...

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knipser2013 22.03.2013, 10:32
495. Sozialversicherungsbeiträge nur sehr bedingt relevant:

bei dem Vergleich der Vermögen finde ich den Einbezug der Sozialversicherungsbeiträge (hier auch in dem Zusammenhang genannt) sehr schwierig. Einmal ist ja nicht so das es im Süden gar keine Sozialleistungen (z.B.Renten) gibt und Sie sind nicht wirklich vererbbar. Diese Leistungsansprüche sind, wir zusehen die letzten Jahre, sind den nachträglichen Veränderungen (Reform = Minderung...) ausgesetzt. Dies haben (werden) wir bei den Renten erleben oder die Folgen der H4 Reform (welche sich noch weit bis in die Mittelschicht auswirken wird). Ein weiteres Beispiel ist auch die nachträgliche Veränderung der Bedingungen für alte Direktversicherung (plötzlich doppelt SV/KV pflichtig!), um auch ein Beispiel aus dem eher privaten Vorsorgebereich zubringen. Auch hier gilt: das Geld ist nicht weg. es hat nur jemand Anderes...

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jetzt:hördochauf 22.03.2013, 10:49
496. Kleine Anmerkung dazu...

Zitat von delta058
Kleine Anmerkung dazu. Die Ostdeutschen waren (bis min 2010) oder sind das Immobilienloseste Volk Europas. Das lag nicht nur an der Politik der SED und Sowjets sondern viel mehr an der Nachwendepolitik. Nicht nur das Gerichte bei Streitereien generell auf Seiten von Westdeutschen standen (besnders spürbar wenn ostdeutsche Besitz von Westdeutschen zurückforderten), es ist inzwischen auch Tatsache das die......
Für meine Generation - (ich war 1990 18 Jahre alt) war die DDR damals soetwas wie Polen, die Ukraine oder sonst ein Ostblockland. Die NVA eine Bedrohung und in Österreich sprachen die Leute auch deutsch - nur dass man die Östereicher im Urlaub ,oder auch mal ohne Anlass auf der Strasse traf.

keine Anung warum die Ältern so rührselig wurden, als dann die kleinen stinkenden Autos mit komisch gekleideten Menschen hier auf der Straße anzutreffen waren - hört sie hart an - aber genauso fühlte sich das an.

Und für einen Westfalen, der in Bayern als Preuße diffamiert wird, ist das bis Heute noch ein komisches Gefühl, dass die Hauptstadt Berlin heißt.
Ob die Bochumer demnächst auch ein Begrüßungsgeld bekommen, wenn sie bei den Holländern zur arbeitssuche auf der Matte stehen?
Fragen über Fragen ;)

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panzerknacker51 22.03.2013, 10:57
497. Jammern auf hohem Niveau?

Zitat von Kurt Köster
Dieser Satz ist zwar sehr plakativ, aber deshalb nicht zur Gänze falsch. Meines Erachtens kann das aber .....
In welchem Deutschland leben Sie? Zynischer geht's wohl kaum.

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panzerknacker51 22.03.2013, 11:03
498. #280 ...

Zitat von Kurt Köster
Der Deutsche neigt dazu, mit seinem Geld laxer umzugehen als der Südländer. Er gibt viel Geld aus für kurzfristige Konsumzwecke (Urlaubsreisen, Auto, Benzin) und denkt nicht an das Morgen. Die Erklärung liegt wohl darin, daß der Deutsche gewohnt ist, sich auf das soziale Netz (Sozialversicherung, Hartz IV usw.) zu verlassen, anstatt privat vorzusorgen.
... war schon grenzwertig. Aber wie man liest, alles ist noch zu steigern. Wenn das die Denke ist, die in der SPD herrscht ... naja, den richtigen Kandidaten haben Sie ja.

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aristo32 22.03.2013, 11:05
499. Anscheinend

Zitat von sysop
Es ist ein verblüffendes Ergebnis: Laut Bundesbank haben deutsche Privathaushalte im Schnitt deutlich weniger Vermögen als jene in Spanien und Italien. Ein Grund: Weniger als die Hälfte der Haushalte ist Eigentümer einer Immobilie.
Ganz ehrlich. Alle hier im Forum regen sich auf. Aber ändern wird sich trotzdem nichts dran, da ca 36% die Cdu wählen werden und 25%die Spd. Dann haben wir deutschen eben Pech gehabt, wenn wir unsere Peiniger wiederwählen nur weil sie durch die Presse uns aufgezwungen wird.

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