Forum: Wirtschaft
Studie: Vermögen deutscher Haushalte kleiner als in Euro-Krisenländern
Deutsche Bundesbank

Es ist ein verblüffendes Ergebnis: Laut Bundesbank haben deutsche Privathaushalte im Schnitt deutlich weniger Vermögen als jene in Spanien und Italien. Ein Grund: Weniger als die Hälfte der Haushalte ist Eigentümer einer Immobilie.

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maxbee 22.03.2013, 16:17
510.

Zitat von pappa_lapapp
Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man über diese Meldung herzhaft ablachen. Das ist übelste Meinungsmache und jedes Blattl , oder wer oder was auch immer, sollte sich schämen so einen Kokolores zu verbreitend zu wiederholen......
Na ja, wenn ich mir so anschaue was der deutsche Durchschnittsverdiener monatlich so erhält, dann glaube ich nicht, dass diese Statistik realitätsfern ist.
12 Jahre anhaltende Reallohnverluste, ständig steigende Steuern, Gebühren und Abgaben und v. a. die mittels der Agenda 2010 ins Werk gesetzte Verarmung breiter Bevölkerungsschichten - Niedriglöhne, Hartz IV, Rentensenkung etc. - haben eben ihre Auswirkung auf das Vermögen der deutschen Bevölkerungsmehrheit.

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chestbaer 22.03.2013, 18:12
511.

Zitat von B.Lebowski
Es ist unfassbar.. nicht dass wir so wenig Vermögen haben im vergleich zu den armen und hilfsbedürftigen Mittelmeerstaaten, sondern dass das jetzt auch noch versucht wird herunterzuspielen oder zu erklären. Da gibt es nichts zu erklären, denn die Parameter sind überall gleich ... Es ist genau diese himmelschreiende Ungerechtigkeit in der Euro Zone, die an den Politikern im Namen der Gerechtigkeit vorbei geht. Es reicht !
Schade ist halt nur, wenn es bei einem selber nicht 'reicht' - und zwar dazu, die Zahlen richtig zu verstehen. Wie schon geschrieben wurde, liegt diese Vermögensdiskrepanz ganz wesentlich daran, dass Deutsche wenig Grundeigentum besitzen. Dazu kommt, dass bei uns Median und Mittelwert besonders weit auseinander liegen. Daraus folgt nicht etwa, dass Deutschland besonders arm ist, sondern dass Deutschland ungleich verteilt. Zusätzlich sind Immobilien augenscheinlich zu erheblichen Teilen nicht in privater Hand. In Deutschland liegt ein wesentlicher Teil des Vermögens somit in der Hand von Unternehmen, schließlich ist unser BIP ja sogar höher als das der (südlichen) Nachbarländer.

Statt wie immer 'denen' die Schuld zu geben, sollte man doch erst mal vor der eigenen Tür kehren.

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Lanc 22.03.2013, 19:28
512. Wo ist das Geld?

Die Katze ist aus dem Sack. So langsam wird klar, Millionen Deutsche sind durch den Euro in Wirklichkeit arm - verglichen mit einigen Ländern, für die D. hohe Garantien übernommen hat.

Deutschland hat eine starke Wirtschaftskraft und schafft hohe Werte. Dahinter stecken gigantische Umsätze.

Wo aber ist das Geld?

Wo sind die zig Billionen, die sich das deutsche Volk erarbeitet hat?

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thk,movil 22.03.2013, 19:56
513. was sagt den diese Studie?

nur das die banken hier in Spanien allen Leuten viel zu hohe Kredite, für absolut überteuerte Wohnungen eingeräumt haben. klar, theoretisch hat man einen wert aber real ist das nicht. im gegenteil. es wäre nicht schlecht wenn ein Journalist/in solche "Studien" mal hinterfragen würde.

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JJJT 22.03.2013, 20:57
514. optional

Mit verlaub sollte man sich angucken in welchem Zeitraum diese "Statistik" erhoben wurde. Sprich Fantasiewerte bei den Häusern, Grundstücken ect...

Zum Thema mit dem Hauseigentum:
Alle Häuser haben einen Besitzer, solange er deutsch ist, fliesst der Wert in den Durschnitt ein. Egal ob selbst genutztes Eigentum oder vermietetes.
-> Oder ist die Mehrzahl unserer Immobilien in ausländischer Hand?!?

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gustavsche 22.03.2013, 21:04
515.

Zitat von bloßmolwassage
Nach der Wende bekamen meine Tante bzw. ihre Kinder ein Angebot, das von ihnen bewohnte Anwesen in Mecklenburg-Vorpommern - sanierungsbedürftiges Haus, ca. 10 Ar Grund, Entfernung zur Ostsee 2,7km - käuflich zu erwerben. Für satte 32.000 D-Mark. Dem standen sie zunächst ablehnend gegenüber. Erst als mein Bruder und ich aus dem Westen Interesse bekundeten, gingen bei denen die Lichter an. Sie kauften. Auch ein kleines Kapitel der ach so pösen Abwicklung der "Wende".
Das kann ich mir gut vorstellen. Ich bin selbst aus dem Osten und muss schon sagen, dass das Denken als Investor vergleichsweise schwach ausgeprägt ist. Das merkt man heute noch. Man Vater beispielsweise hat immer darauf hingewiesen, wie teuer doch das alte Sofa war, was man nicht wegschmeißen könne, dabei war es ziemlich schäbig. Dass der einstige Anschaffungspreis nichts mit dem Wert einer Sache zu tun hat, ist zu ihm nie durchgedrungen. Zu unserem Ärgernis landeten viele tatsächlich gute Möbel auf dem Sperrmüll.

Den Zorn des ursprünglichen Beitrages kann ich nicht nachvollziehen. An die eigene Nase fassen, anstatt auf die Treuhand und Kohl meckern!

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passionsblume 22.03.2013, 21:27
516.

Zitat von turnback
wählt nicht rot, rot, schwarz, gelb, grün, oder Piratenspinner. Btw, ich glaube aus gutem Grund, dass die Wahlen schon seit einigen Jahren manipuliert werden.
Haben Sie dafür Beweise? Ich auch nicht, aber ich glaub das auch. Es kommt auch weniger auf Beweise an, sondern es ist einfach ein zerstörtes Vertrauen in das angeblich beste politische System auf Erden: die deutsche Demokratie.

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passionsblume 22.03.2013, 21:35
517.

Zitat von ratxi
Ja, ein sterbender Staat wie Deutschland sollte alles tun, um Nachwuchs zu ermöglichen.
Ein sterbender Staat braucht keinen Nachwuchs mehr und legt ja auch sowieso keinen Wert drauf. Und wir selbst - wir können uns auch von billigen Arbeitskräften aus Bulgarien oder Rumänien begraben lassen. Wir kriegens ja nicht mehr mit.

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passionsblume 22.03.2013, 21:58
518.

Zitat von sysop
Weniger als die Hälfte der Haushalte ist Eigentümer einer Immobilie.
Beim Erwerb einer Immobilie schiesst man 10-15% der Anschaffungskosten in den Wind. In BW und Hessen ist jetzt erst die Grunderwerbssteuer angehoben worden. Das ist natürlich ungeheuer förderlich für den Wohnungskauf.

Warum der Staat jedesmal nicht unerheblich abkassiert, ist auch ein Rätsel bzw. es lässt sich nur durch Schikane und Abzocke erklären.

Die Makler-Kaste ist auch nur eine asoziale Schicht, die sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Überflüssig wie sonst was, aber legale Abkassierer.

Wenn die Zinsen wie jetzt einen Tiefstand erreicht haben, zahlt man für Eigentum auch nicht weniger oder zumindest nicht viel weniger als in Mietwohnungen, hat aber mehr Verantwortung und muss eigene Rücklagen bilden. Wenn die Zinsen um 2 oder noch mehr Prozent steigen, wird der Erwerb von Eigentum absolut sinnlos.

Der Staat macht den Eigentümern reichlich erbärmliche Vorschriften, die nichts anderes zum Ziel haben, als Ausbeutung. Feinstaubfilter für den Kamin, lächerlich. In allen Wohnungen zwangsweise Rauchmelder, und das wegen jährlich einer Handvoll Leuten, die bei Wohnungsbränden umkommen. Und, und, und ...

Die Neigung, wenn man den Begriff als Emotion interpretiert, besteht auch bei den Deutschen, Immobilien ihr eigen nennen zu können. Die Neigung, als Ratio ausgelegt, spricht eher dagegen. Staatliche Förderung bei Eigentum? Fehlanzeige. Staatliche Oberaufsicht und Bestrafung bei Eigentum? Volltreffer.

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ludwigg 22.03.2013, 22:21
519. Armes Deutschland, aber anders

Das ist doch wieder mal kompletter Unsinn, wie dies hier diskutiert wird. Im Artikel steht, dass man sich auf den Median-Wert bezieht. Da kommt halt sowas raus und man muss sich fragen, warum man sowas macht. Aber wir haben recht viele und werthaltige Häuser, und die gehören auch jemand. Es ist nur die Frage wem. Das Zustandekommen des Median ist im Artikel grob erläutert.
Die hier festgestellte Größe sagt wenig über den Reichtum der Deutsche als Gruppe, als vielmehr über dessen Verteilung aus. Die untere Hälfte unserer Mitbürger hat so wenig, liegt unter dem Medianwert. Die obere – das sagt der Median eben aus – hat mehr. Wieviel mehr, darüber sagt der Median nix aus. Diese Zahl sagt etwas über die ungerechte Verteilung in D, nix darüber ob die Deutschen reich oder arm sind. Der gesamte Reichtum in Deutschland dürfte deutlich höher sein als in den südlichen Ländern, und alle Überraschung verschwinden lassen. Und sicher gibt’s da auch Zahlen dazu, das hätte man ruhig recherchieren können. Der Aufreger sollte nicht arme Deutsche, sondern ungerechte Verteilung sein – armes Deutschland!

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