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Studie: Wer von der Globalisierung profitiert - und wer nicht
REUTERS

US-Präsident Trump macht Stimmung gegen die Globalisierung. Auch hierzulande bereitet sie vielen Deutschen zunehmend Sorgen. Eine Studie zeigt jedoch: Vom vernetzten Weltmarkt profitieren vor allem die Industrieländer.

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spon-facebook-1675520636 08.06.2018, 05:51
1. Die Spaltung ist das Problem.

Auch in den Gewinnerländern gibt es Verlierer und dieser Anteil sorgt dafür, dass auch die, die noch gewinnen Angst haben.
Es muss also endlich wieder über mehr soziale Sicherheit und weniger Ungleichheit diskutiert werden. Und zwar auch und vorallem im Interesse der Bessergestellten, denn die haben viel mehr zu verlieren.

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gottseidank.de 08.06.2018, 06:05
2. Fragwürdige Studie

Es ist doch logisch dass die Globalisierung den Industriestaaten in die Hände spielt, dafür braucht man keinen teure Studie in Auftrag geben. Das Problem ist, dass die Früchte der horrenden Gewinne, die eingefahren werden, unter den „oberen Zehnfausend“ verteilt werden. Unten kommt einfach nichts an. Das sorgt für Unmut!

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Ijob 08.06.2018, 06:05
3. Wer profitiert genau?

"Deutschland profitiert an der Globalisierung" , wer profitiert denn genau wenn man das mal auf Personen runterbricht? Dann stellt man wohl fest, dass das die Aktionäre und Unternehmer sind und nicht die vielzitierte Krankenschwester oder andere Angestellte. Wenn 10% der Deutschen über die Hälfte des Kapitals verfügen, dann kann ich nicht erkennen wo ich profitiere, bei mir heißt es nämlich, mein indischer Kollege verdient nur ein Viertel und deswegen sind Gehaltserhöhungen nur in homöpatischen Dosen möglich, in Prozent sind das etwa 0.5% pro Jahr in den letzten 10 Jahren. Deutschland hat sich innerhalb der Industireländer zum Billiglohnland entwickelt und von den sprudelnden Steuereinnahmen bekommt der Arbeitnehmer auch nichts zurück, das versickert dann irgendwo.

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lordofaiur 08.06.2018, 06:08
4. Studie

Es kommt halt immer darauf an wer als Individuum von der Globalisiserung profitiert, das ist mir zu abstrakt. Die oberen 10000, die eh schon mehr als genug haben oder auch der Arbeiter in einem kleineren Unternehmen? Ich denke von dem "Boom" bekommen die allerwenigsten etwas ab. Es geht ja auch um die Reallöhne und die stagnieren ind Deutschland schon seit Jahren.

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wexelweler 08.06.2018, 06:12
5. Widersprüchlich

Wieso soll sich der Import in der Schweiz positiv auswirken. während in Deutschland der Export positiv sein soll?
Beim Normalbürger kommen diese Gewinne jedenfalls nicht an, oder verdampfen gleich wieder bei den Steuern.

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inmado 08.06.2018, 06:19
6. Globalisierungsgewinne extrem ungleich verteilt

Das nicht in bezug auf Staaten, sondern für die Menschen innerhalb eines Staates. BIP pro Kopf ist ja nur ein Durchschnittswert. Dem Arbeitslosen, dessen Job jetzt ein billiger Inder macht, nützt die Steigerung wenig. Deutschland geht es wirtschaftlich gut, aber vielen Deutschen eben nicht. Da muss die Kritik an der Globalisierung, von der vor allem wenige profitieren, nicht wundern...

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HolmWolln 08.06.2018, 06:20
7. Sinn und Unsinn dieser Studie/ dieses Artikels

Nun, mir scheint das im Kontext mit Globalisierung weniger die statistischen Gewinner und Verlierer unter den Staaten der Grund für Kritik sind. Vielmehr ist es die Verteilung des Profites aus dem globalisierten Handel der Kritik hervorruft. Zu Recht, am Rande bemerkt. Das nun ausgerechnet die Bertelsmannn Stiftung mit einer ihrer legendär verklärenden Statistiken versucht, den Konfrontationskurs zwischen der Handvoll wahren Gewinner der Globalisierung und dem Rest der Gesellschaft, übrigens der die Steuererleichterungen und Subventionen der Quandts, Henkels, Springers, etc. zahlende Rest, mit diesen Zahlen zu befrieden, ist wohl als Ausdruck der Dringlichkeit dieses Unterfangens und als ein Zeichen von Hilflosigkeit zu verstehen. Fakt ist, das in den Gesellschaften der Staaten die Sie aus der Statistik benennen von den Gewinnen nur marginale Anteile ankommen. Die Arbeitsplätze, die nun sicherlich von einigen Mitforisten als Gegenargument in die Tastatur geprügelt werden, sind von uns Allen mit Steuergeldern, Lohneinbussen, prekären Arbeitsverhältnissen und der Spaltung unserer Gesellschaft teuer bezahlt. Und die permanente Rettung von betrügenden Banken, der Währung, kriminellen Automobilherstellern gegenüber verfallenden Schulen, Brücken, Innenstädten und Mangel an - vor einigen Jahren an Investoren (Globalisierungsgewinner) verkauften - Sozialwohnungen sind die Themen die uns die Globalisierung zur Aufgabe macht. Nicht hanebüchene Schlussfolgerungen bzgl. der positiven Einflüsse der Globalisierung durch BIP Berechnungen.

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dipl.inge83 08.06.2018, 06:24
8. Leider

sind die Gesellschaften in den Ländern nicht homogen. Wenn ich nun in einem Industrieland arbeite, in einer Branche die hauptsächlich exportiert, in der die Konditionen durch den weltweiten Wettbewerb massiv gedrückt werden und ich meinen Lebensstandard dementsprechend nur mit Mühe halten kann, vielleicht sogar verloren habe, bin ich dann Gewinner oder Verlierer?

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global_architect 08.06.2018, 06:24
9. Ist dies wirklich der richtige Ansatz? Sollte man nicht weiterdenken?

Die Aussage dass China und Indien im Gegensatz zu Deutschland oder der Schweiz nur unterdurchschnittliche Gewinne durch die Globalisierung zu verzeichnen haben zeigt vor allem wie schizophren die Globalisierungsdiskussion geführt wird. Nicht nur lässt sich diese Studie nur schwer mit den enormen Entwicklungen Schwellenländer in Asien und Südamerika (im Gegensatz zu Europa) vereinbaren, sie offenbart vor allem dass die Globalisierung viel zu stark als eindimensionale Entwicklung im Sinne einer wirtschaftlichen Konfrontation zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern dargestellt wird. Globalisierung findet aber auf verschiedensten Ebenen statt: eine politische Komponente, eine wirtschaftliche Komponente, die vergleichsweise ungebremste finanzielle Komponente, und eben die soziale Komponente. Die Dynamik der Globalisierung ist im Bezug auf diese verschiedenen Ebenen sehr unterschiedlich zu bewerten und vor allem ist der Zugang bzw. die Möglichkeit in den Genuss der Früchte der Globalisierung für verschiedene Menschen sehr unterschiedlich. Natürlich ist Deutschland mit einer exportorientierten Wirtschaft und dem hohen Bildungsgrad ideal ausgerichtet um die Globalisierung zu bedienen und davon zu profitieren. Aber diese Einschätzung ist weder originell noch ist sie hilfreich die Globalisierung als Phänomen umfassend zu beschreiben!

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