Forum: Wirtschaft
Studie: Wer von der Globalisierung profitiert - und wer nicht
REUTERS

US-Präsident Trump macht Stimmung gegen die Globalisierung. Auch hierzulande bereitet sie vielen Deutschen zunehmend Sorgen. Eine Studie zeigt jedoch: Vom vernetzten Weltmarkt profitieren vor allem die Industrieländer.

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dr._seltsam 08.06.2018, 08:38
80. Mir ist diese...

..Studie viel zu pauschal und auch zu wenig differenziert! Die Frage ist ja, wer genau dann davon profitiert? Eine Hochrechnung pro Kopf? Gut und schön. Sagt nur so gar nichts darüber aus, wer denn tatsächlich Nutznießer all der Gewinne ist. Wenn der gesamte Vorgang der Globalisierung eine Wertschöpfung von rd. 31.000 Euro ergibt, dann ist auch die Frage erlaubt, ob die letzten knapp 1.300 Euro (2016) den Aufwand und den -in letzter Zeit steigenden Unfrieden in unserer Gesellschaft- überhaupt auch nur im Ansatz rechtfertigen können? Und das beziehe ich hierbei ausschließlich auf den Bereich innerhalb einer teilnehmenden Gesellschaft von sog Profiteuren. Die Studie selbst sagt ja bereits aus -so auch der Bericht zu Schluss- dass Gewinne zwischen teilnehmenden Staaten ungleich verteilt sind. Viel interesannter ist aber der Vergleich innerhalb eines teilnehmenden Staates.

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qoderrat 08.06.2018, 08:39
81.

[quote]Insgesamt summieren sich die BIP-Zuwächse pro Kopf in Deutschland auf 30.910 Euro. Ohne die Globalisierung hätte die Wirtschaftsleistung pro Kopf nur einen Wert von 29.640 Euro erreicht.[/qoute]
Und für diese marginale Verbesserung gefährden wir den sozialen Frieden, indem wir aufgrund der Globalisierung eine sehr viel ungünstigere Verteilung der Gewinne verursachen?

Obwohl das natürlich auch eine Frage des eigenen Standpunkts ist. Solange man bei den wenigen hohen Gewinnern ist, ist diese Form der Verteilung natürlich nicht ungünstig zu sehen...
Und dann wundert man sich, dass immer mehr Leute zu Globalisierungsgegnern werden? Ich sage es mal so, wenn dieser geringe Vorteil die Folge der Globalisierung ist, dann kann diese aus meiner Sicht auch weg.

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Hansespirit 08.06.2018, 08:39
82. ach, immer „der kleine Mann“...

... der nur zwei mal im Jahr nach Mallorca fliegen kann.

1. Profit vom Weltmarkt über Lohnzuwächse sind nur über einen entsprechend hohen Organisationsgrad der Arbeitnehmer erreichbar - oder eben Unabdingbarkeit.
2. Jeder in den entwickelten Ländern kann überdurchschnittlich vom Weltwirtschaftswachstum profitieren. Ab 20€/Monat kann man Anteile der 2500 größten Unternehmen kaufen, ohne Depotgebühren und oft auch ohne Kaufkosten. Ein paar Klicks und ein paar Angaben - mehr muss man nicht tun - klappt bei der Bzchung des Mallirca-Urlsubs ja auch.

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10prozentfett 08.06.2018, 08:40
83. Echt?

Sie schreiben, dass sich die:
"Durchschnittliche jährliche Einkommensgewinne je Einwohner durch Globalisierung in Euro, 1990-2016 Deutschland 1.150,- €."

Also 26 * 1.150,- € = 29.900,- nur durch Globalisierung on Top. Man muss kein Wissenschaftler sein um zu merken das hier etwas aus dem Ruder gelaufen ist bei den Jungs und Mädchen bei Bertelsmann.

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Uban 08.06.2018, 08:41
84. "Wer von der Globalisierung profitiert ..."

... bleibt unklar; was ich aber mit Sicherheit weiss : Ich habe davon rein gar nix und die Situation teile ich mit Millionen anderen Kleingewerbetreibenden und Arbeitnehmern.
Es hat sich nichts verbessert seit der Milleniumwende für die kleinen Leute; schlimmer noch - die meisten fahren reelle Einkommensverluste wg. Billigkonkurrenz, Niedriglöhne, überbordenden Fahrt- , Miets- und anderen Kosten.

So dass ich das ganze Krakeelen gegen Trumps Zollpolitik echt nicht nachvollziehen kann. Europäischen Länder - allen voran Deutschland - haben seit dem WWII Jahrzehnte lang ein schönes Leben geführt und hohen Lebensstandard erreicht dank US-Protektionismus und gesicherten Absatzmärkten; von wegen Wirtschaftswunder und so. Jetzt kommt einer und sagt - völlig zurecht - "Ihr könnt nicht auch weiterhin auf unserer Kosten leben" - und die Empörung der Gerechten ist groß.... Für mich unverständlich.

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ich2010 08.06.2018, 08:41
85.

anstatt nur zu jammern sollte man sich vor augen führen , dass ohne den internationalen handel die arbeitslosigkeit viel höher wäre , und viele, die sich jetzt beschweren zu wenig zu verdienen, hätten dann gar keinen job. vor allem bei gering qualifizierten sähe es ganz düster aus. sicherlich gibt es optimierungspotenzial. der mindestlohn ist noch zu niedrig. aber ohne export würde deutschland sehr dumm dastehen. die binnennachfrage reicht bei weitem nicht aus um genügend jobs zu produzieren.

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horstenporst 08.06.2018, 08:43
86. Journalismus powered by Bertelsmann

Wie schon einige Mitforisten bemerkt haben, gibt es nicht nur zwischen, sondern auch innerhalb der Länder eine extreme Ungleichverteilung in Gewinner (die oberen 10%) und Verlierer (die restlichen 90%). Aber eine solche Analyse kann man von der Bertelsmann Stiftung, Ghostwriter der Hartz Gesetze, wohl kaum erwarten.
https://www.uni-due.de/edit/spindler/ghostwriter_spindler_2012.pdf
http://www.bertelsmannkritik.de/pdf/oekonomisierung-2009.pdf
https://www.nachdenkseiten.de/?p=4212

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thequickeningishappening 08.06.2018, 08:45
87. Merkwürdige Studie

Verstanden habe ich Sie nicht. Das pro Kopf Einkommen in China hat sich im untersuchten Zeitraum vervielfacht und laut Untersuchung liegt Der Globalisierungsvorteil bei nur 79 Dollar/Jahr? In Deutschland heißt es 1151/Jahr und dann 1270 für den gesamten Zeitraum?

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lathea 08.06.2018, 08:48
88. Am meisten profitiert die ......

......Schweiz und sie gibt den Profit an die ärmere Bevölkerung in Form von vernünftiger Mindestrente u.a. weiter. Davon sollten wir uns in Deutschland eine Scheibe abschneiden.

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berther 08.06.2018, 08:49
89. Ich denke mal....

...daß Trump mit seiner Aktion, außer einer psychologischen Ruhigstellung der dummen Meckerer im eigenen Land, hauptsächlich nur eines bezweckt:
Die Gewinne für die eigenen Firmen zu optimieren, ohne daß es öffentlich auffällt.

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