Forum: Wirtschaft
Studie zu Arbeitskräftebedarf: Deutschland braucht 260.000 Zuwanderer pro Jahr
DPA

Auch bei der Rente mit 70 und einer höheren Geburtenrate kommt der deutsche Arbeitsmarkt nicht ohne Fachkräfte aus dem Ausland aus, ergibt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Jährlich müssten deshalb 260.000 Menschen zuziehen.

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jackberlin 12.02.2019, 11:06
130.

Zitat von draco2007
Wollen sie mir sagen, dass eine Fachkraft in einem staatlich subventionierten Arbeitsverhältnis arbeitet? Sorry, das sind keine Fachkräfte sondern Ungelernte. Exakt das gleiche gilt für viele Arbeitslose. Schauen sie in die Informatik. Hier werden Fachkräfte händeringend gesucht. Als Softwareentwickler können sie sich den Job aussuchen. Da ist nichts mit schlechter Bezahlung oder gar Arbeitslosigkeit. Wenn sie arbeitslos sind und/oder ungelernt, setzen sie sich auf den Hosenboden und tun was. Bilden sie sich weiter in einem Bereich, der auch wirklich benötigt wird. Und eben nicht "Ich will, dass der Staat was macht" (aber ich kann nichts)
Der Staat sollte wenigstens die Grundversorgung während der Weiterbildung zahlen. Qualifizierung kostet Geld. Arbeitslose haben sehr wenig Geld. Zusätzlich wird den Arbeitslosen ihre Grundversorgung gestrichen, wenn sie sich selbst um Weiterbildung kümmern. Sie stehen ja in dem Zeitraum nicht für die Vermittlung von Billig-Jobs zur Verfügung. Durch dieses System wird es für Leute, ohne dickes Sparkonto, unmöglich aus dem Kreis herauszukommen. Habe das selbst hinter mir. Habe beim Amt mehrmals für mich und meine Frau um Umschulungen gebettelt. Biotechnologie und Finanzrechnung. Beides vielversprechende Gebiete mit Hoher Nachfrage nach Fachkräften. Keine Chance. Musste meine 2jährige Weiterbildung durch Wochenendjob und bittere Armut, wegen 100% Sanktion, ermöglichen. Finanziere jetzt mit Mindestlohn (trotz hoher theoretischer und praktischer Qualifikation) meiner Frau die Weiterbildung. Danach sieht uns Deutschland von hinten.

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steiger 12.02.2019, 11:07
131. Arbeitskräfte aus Europa holen.

Zu Gewinnung von Arbeitskräften hätten wir zunächst die EU-Beitrittskandidaten
•Serbien (7,1 Millionen Einwohner) ...
•Montenegro (640.000 Einwohner) ...
•Mazedonien (2,1 Millionen Einwohner) ...
•Albanien (2,9 Millionen Einwohner) ...
•Bosnien-Herzegowina (3,8 Millionen …
•Kosovo (1,9 Millionen Einwohner) …

Dann die möglichen Arbeitskräfte aus dem EU-Macht-Erweiterungsraum
Moldau 3,5 Millionen Einwohner
Ukraine 42 Millionen Einwohner
Belarus 9 Millionen Einwohner
Dazu kommt noch ein Bedarf des Zuzugs von vielen Familiennachzüglern für bereits vorhandene Zuwanderer und die gegenüber ursprünglichen Deutschen massiv gesteigerten Geburtenraten dieser Volksgruppen die potentiell einen Pool an weiteren Arbeitskräften darstellen.
Aus der Türkei (82 Millionen Einwohner) könnten bei weiteren politischen Verwerfungen natürlich auch noch die ein oder andere Million potentielle Arbeitserwartungskräfte kommen.
Wenn in UK dann bald die Hungernöte toben, kommen von da sicher auch noch einige Hunderttausend.
Rosige Zeiten also für Lidl und Aldi, den potentiellen deutschen Arbeitsmarkt und den deutschen Sozialstaat.

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danubius 12.02.2019, 11:13
132. Menschlicher Kolonialismus

Einerseits automatisieren die Unternehmen und setzen Arbeitskräfte frei - besonders gern die über 50-Ager. Durch die Digitalisierung unserer Wirtschaft werden in den nächsten fünf Jahren pro Jahr mind. 80.000 Arbeitsplätze p.a. frei. Gleichzeitig suchen die Firmen "dringend" qualifizierte Arbeitskräfte. Immer im Kontext mit: "alleinstehend & flexibel, höchstens 21 Jahre, mit Abitur plus Studium oder Meister, min. 10 Jahre Berufserfahrung, max. 450.- € pro Monat brutto"usw. usw. Die Bertelsmann-Stiftung macht hier m.M.n. den lobbyistischen Vorreiter für eine von den Unternehmen "verlangte" Gesetzesänderung zur personellen Ausbeutung von Drittländern. Und ob die Zuwanderung den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften decken wird, bezweifle ich. da die Mehrzahl der Migranten über keine solche verfügt. Und die angelernten Billiglöhner reichen jetzt schon nicht aus, die Soziallasten des Staates und der Rentenversicherung zu decken - im Gegenteil, sie müssen zu Lasten des deutschen Sozialsystems aufstocken. Sie helfen also nicht sondern fallen zur Last ...

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Michael Jürgens 12.02.2019, 11:14
133. Nachtrag: Deutschland hat 2019 2,4 Mio Arbeitslose

wenn man es schafft, nur 10% dieser Arbeitslosen wieder in Beschäftigung zu bringen, hätte man das Problem sicher zu 90% gelöst.

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rad666 12.02.2019, 11:20
134.

Zitat von redstar2656
Benötigt Deutschland 260000 Zuwanderer, Arbeitskräfte oder Fachkräfte? Zuwanderer gibt es wie Sand am Meer. Arbeitskräfte schon weniger und Fachkräfte dürften unter den beiden erstgenannten recht spärlich gesät sein. Wieviele Zuwanderer wurden denn in den letzten Jahren aufgenommen und wieviele sind denn auch Fachkräfte oder Steuerzahler geworden? Ich denke, die Gesetzeslage lässt es nicht zu, dass jedes Jahr 260000 neue Arbeitsverträge dauerhaft geschlossen werden können. Allein das Asylrecht müsste zugunsten friedlicher Zuwanderer geändert werden, damit die Menschen auch eine Zukunft haben und nicht nach 5 oder 10 Jahren der Integration ausgewiesen werden.
Asyl ist per Definition immer auf Zeit, das Recht auf Asyl fällt weg sobald der Fluchtgrund entfällt. Daher ist auch eine Integration nicht notwendig.
Eines der größten Probleme hierzulande, die Vermengung von (qualifizierter) Migration und Asyl.

Kaum jemand wird ein Problem damit haben wenn einem Salman Rushdie hier Asyl gewährt wird.
Wenige werden auch Problem damit haben wenn wir wie andere Staaten auch qualifizierte und Integrationswillige Bewerber ins Land lassen (die sich dann hier auch integrieren müssen).
Nur die aktuelle Situation ist zum Haare raufen - hoch qualifizierten Immigranten wirft man Knüppel zwischen die Beine und bürgert sie bestenfalls ein wenn sie fließend Hochdeutsch sprechen.
Wer über die grüne Grenze kommt und seinen Pass "verloren" hat wird bis zum Sankt Nimmerleinstag geduldet und bekommt Sozialleistungen. Ja toll, lauter neue Konsumenten für die Wirtschaft - da kann ich aber auch gleich die Löhne generell um 20% anheben (was mittlerweile schon von Bankern gefordert wird!) und Hartz4 gleich mit dazu, damit sorge ich auch für mehr Konsum.

Persönlich kann ich einer schrumpfenden Bevölkerung in Deutschland nur positives Abgewinnen - weniger Umweltverschmutzung, weniger Verkehr, weniger Lärm, weniger Zersiedlung, weniger Ackerland, mehr Platz für den einzelnen.
Wir haben hier bereits eines der am dichtesten besiedelten Länder dieser Welt.

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lc-17 12.02.2019, 11:21
135. Wir brauchen dafür keine Migration

Unsere Regierung ist nicht sonderlich schlau. Man hätte dieses schon seit Jahrzehnten bekannte Problem (Überalterung der Bevölkerung) schon lange Lösen können.

Es ist zur Zeit einfach für die meisten Menschen zu teuer, Kinder zu bekommen. Obwohl der Staat einen enormen Bedarf hat, gab es in den letzten Jahren nur marginale Änderungen. Logischerweise ändert sich dann dadurch die Geburtenrate auch kaum. Die Bürger einfach mehr fördern Kinder zu bekommen, dann bilden wir unsere Arbeitskräfte auch selbst aus.
Andernfalls wird das Leistungsniveau in Deutschland weiter sinken, denn die Arbeitskräfte die reinkommen sind lange nicht so qualifiziert. Der Großteil hat sogar kaum Chancen in Deutschland, sobald die ganzen „leichteren“ Aufgaben komplett autonom gesteuert werden.

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teijin 12.02.2019, 11:22
136. Liebe Frau Roth,

Zitat von Frau Roth
Warum Diebstahl von Rohstoffen ? Wir kaufen das Zeug dort genau so ein wie andere Länder Zeug von uns einkaufen ! Das mit dem Rohstoff Klau und dass es nur ums Öl oder dies oder das geht und dass wir,die anderen ausbeuten ist Typisch linker Populismus !
sie sollten sich mal informieren, wie Holländer, Briten, Spanier und Franzosen mit ihren Kolonialreichen umgegangen sind. In China hatten sich die Briten militärisch das Recht geschaffen, mit Opium zu handeln. In Indien war es den Menschen verboten Stoffe zu weben oder Salz zu gewinnen. Das mussten die in England für viel Geld kaufen. Die Geschichte endet dort aber nicht. In Indien und Vietnam klopfen heute Kinder unsere Rasenkantensteine. In Kasachstan werden Schulklassen zur Baumwollernte auf die Felder geschickt, damit die Baumwolle billig nach Europa und Amerika exportiert werden kann. Im Kongo schuften Kinder und Sklaven in Minen um Rohstoffe für unser Handys ab zu bauen. Und damit das alles so bleibt, nehmen wir denen die wenigen Fachkräfte weg, die diese Länder ausbilden können.
Und danke, dass sie mich als links einstufen. Ist mir noch nicht oft passiert.

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s-n-a-f-u 12.02.2019, 11:23
137.

Zitat von hopfenundmalzverloren
Schon heute ist ein Handwerker unter Benutzung dieser Maschinen oft genug schon eine Art Programmierer, der ähnlich einem Piloten recht viel Spezialkenntnisse im Umgang mit den komplexen Bedieninstrumenten haben muss. Das wird zukünftig mit Sicherheit zunehmen.
Mitnichten! Nach meiner persönlichen Erfahrung vereinfachen und beschleunigen Computersysteme sowie moderne Fertigungstechniken die Herstellung und machen Spezialkenntnisse eher überflüssig.

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Ralph EdgarBennewitz 12.02.2019, 11:25
138. Im Forum schon alles sinnvolle gesagt

1. Geht Bertelsmann vom KÜNFTIGEN oder aktuellen/vergangenen Arbeitsmarkt aus? Allein durch Umstellung von Verbrenner auf Elektro werden laut Prognosen perspektivisch mehrere 10 tsd Jobs bei Herstellern und Zulieferern "frei". Dazu kommt weitere Automatisierung in ALLEN Branchen. Kann mir Arbeiskräftemangel perspektivisch bei besten Willen nicht vorstellen. Nicht von Ungefähr gibt es das Thema bedingungsloses Grundeinkommen.
2. Abbau der aktuellen Arbeitslosigkeit. Kenne genügend Menschen ab 45+, die nicht unterqualifiziert sind, sondern die einfach wegen des Alters unter Vorwand xyz nicht genommen werden. Dazu kommen Alleinerzieher/innen, die kaum Chancen auf (nicht mal) anspruchsvolle Tätigkeiten haben, solange das Kind Kita/Schulpflichtig ist. (Ich nenne das mal: Beseitigung eines Generations- und Familienfeindlichen Arbeitsmarktes)
3. Sinnvoller Mindestlohn, um prekäre Entwicklungen zu verhindern.
4. UND DANN: gesteuerte Migration nach volkswirtschaftlichem Bedarf. Ohne dogmatisch gefärbten Links/Rechts Brillen.

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Ralf Thomas 12.02.2019, 11:28
139. Unglaubwürdig

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, ja? Seeeehr vertrauenswürdig.

Tut mir leid; das glaub' ich keine Sekunde. Es gibt - relativ offensichtlich - genügend junge Deutsche, die die immer weniger werdenden Arbeitsplätze besetzen können bzw. könnten; man müsste sich halt auch mal um DIE kümmern!
Und selbst wenn das in dieser Form stimmen SOLLTE, brauchen wir ganz sicher keine Analphabeten und Leute mit ausschließlich Grundschuldbildung und also Einwanderer in die Sozialsysteme, wie es seit 2015 in weit überwiegendem Maße der Fall ist.

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