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Studie zu Arbeitskräftebedarf: Deutschland braucht 260.000 Zuwanderer pro Jahr
DPA

Auch bei der Rente mit 70 und einer höheren Geburtenrate kommt der deutsche Arbeitsmarkt nicht ohne Fachkräfte aus dem Ausland aus, ergibt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Jährlich müssten deshalb 260.000 Menschen zuziehen.

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Steinberg 12.02.2019, 12:23
160. Beitrag 135

Wenn Sie sich da mal nicht täuschen.

Buchhalter, Verwaltungsangestellte aller Couleur und Sekretär/innen stehen ganz oben auf der Liste an Berufen die im nächsten Jahrzehnt massiv Personaleinschnitte erleben werden.
Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster zu sagen dass das typisch "Deutsche" Berufe sind. Also Menschen mit Migrationshintergrund unterproportional vertreten sind. Zumindest ist das meine Arbeitserfahrung.

Bei der Autobude zu der ich alle zwei Wochen mein Auto zur Wäsche bringe, da ist bis auf der Chef keiner "Deutsch".
Jene die da arbeiten werden aber noch so lange da arbeiten wie es Inidvidualverkehr gibt.
Gewisse Reinigungstätigkeiten an vielen verschieden Fahrzeugmodellen und Typen können eben nicht so ohne weiteres von einer Maschine erledigt werden.

Beweis dafür ist dass von einem Felgenvorwaschautomat zurück auf einen Menschen umgestellt wurde, da die Qualität bzw das Zeit-Leistung Verhältnis nicht gegeben war.

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haarer.15 12.02.2019, 12:23
161.

Zitat von volkerino
"Die Bertelsmann Stiftung fördert nach eigener Aussage „Reformprozesse“ und „Prinzipien unternehmerischen Handelns“" Zitat aus Wikipedia! Wenn ich Unternehmer wäre und unternehmerisches Handeln in den Vordergrund stelle, dann würde ich mich auch über ein hohes Maß an Zuwanderung freuen, weil ich dann aus dem Vollem schöpfen könnte. Das drückt die Preise für das Handelsgut Arbeit. An den Fachkräftemangel glaube ich ehrlich gesagt auch nicht wirklich. Wenn ich mir heute Stellenausschreibungen anschaue und abgleiche mit dem was da wirklich verlangt wird, erscheint mir das eher künstlich erzeugt als tatsächlich vorhanden.
Gerade in Zukunftsbranchen, im Technologie- und IT-Sektor haben wir aber eklatanten Fachkräftemangel. Ein Teil davon wandert ja noch dazu von hier ab und geht ins Ausland. Das lässt sich leider nicht verleugnen.

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haarer.15 12.02.2019, 12:26
162.

Zitat von gumbofroehn
... brauchen wir endlich ein modernes Zuwanderungsgesetz (Kanada lässt grüßen), welche es ermöglicht, die Zuwanderung anhand der Erfordernisse der Volkswirtschaft auszurichten. Dabei helfen weder xenophobe Ausfälle von rechts noch Asylromantik von links. Ich hoffe, dass es den Parteien in der Mitte gelingt, endlich das Notwendige zu tun.
Naja, gerade die sog. Parteien der Mitte haben hier schon seit Jahren dieses Brandthema verpennt. Die Zahlen waren doch bekannt. Als ob sich das Problem von Luft auflösen würde ...

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elli1965 12.02.2019, 12:29
163. Wer's glaubt!

Ein Einwanderungsgesetz ist schon lange überfällig, um die Zuwanderung hauptsächlich via Asylrecht abzulösen. Mit den richtigen Vorgaben steht vielleicht sogar die Bevölkerung dahinter. Allerdings beschleicht mich bei den Meldungen über den vermeintlichen Fachkräftemangel oft der Verdacht, dass hier alleine Profitinteresse und Lobbyarbeit am Werk sind. In der Marktwirtschaft sollten bei knappen Gütern die Preise steigen, bei den Löhnen sieht es aber nicht danach aus. Wenn eine kleine Gruppe von dem Wirtschaftssystem über Jahrzehnte ansteigend profitiert aber die große Masse im Vergleich zur Elterngeneration vom Aufschwung nichts mitbekommt und im Abschwung zur Renditesicherung Sozialeinschnitte ertragen muss, dann dürfte die Bereitschaft zur Aufnahme von Einwanderern gegen Null sinken. Wie das läuft kann sich ja jeder am Beispiel USA un UK ansehen, mit den entsprechenden politischen Konsequenzen.

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kuac 12.02.2019, 12:29
164.

Zitat von GoaSkin
Ich habe prinzipiell nichts gegen Zuwanderung, aber wir sollten uns auch einmal überlegen, wie wir die Renten und die Wirtschaftsleistung erhalten können, ohne dass die Einwohnerzahl gleich bleiben oder sogar wachsen muss - und dabei auch ein Vorbild für Andere sein. Es wird viel über Hunger- und Umweltprobleme diskutiert, dabei ist das eigentliche Problem doch recht banal: Es gibt zu viele Menschen auf der Welt und es müssen weniger werden - deutlich weniger.
Nach dieser Logik müsste genau in Gegenden, wo wenig Menschen leben, die Wirtschaft boomen und Wohlstand herrschen. Tatsächlich gibt es aber dort keine Schulen, keine Kindergärten, keine Geschäfte, keine Polizei usw. Außerdem fährt der Bus womöglich nur 1-2 Mal am Tag dorthin.
Bereits heute könnte man die doppelte Anzahl von Menschen auf der Erde ernähren.

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hopfenundmalzverloren 12.02.2019, 12:34
165. Schauen Sie sich die Maschinen im Handwerk einmal an

Zitat von s-n-a-f-u
Mitnichten! Nach meiner persönlichen Erfahrung vereinfachen und beschleunigen Computersysteme sowie moderne Fertigungstechniken die Herstellung und machen Spezialkenntnisse eher überflüssig.
Wenn Sie dort zukünftig eine Arbeit haben wollen, dann müssen Sie mit diesen Maschinen umgehen können. Ich meine nicht die Anwendungen im grösseren industriellen Massstab, dort ist dieser Prozess ja schon seit Jahrzehnten in Gang, sondern die mehr individuelle Handwerksarbeit, den Landwirt und die Zukunft des Baugewerbes.

Der Trend geht von der praktischen Handarbeit hin zu abstrakter Programmiertätigkeit. Anders ausgedrückt kann man sagen, dass der Materialien bearbeitende Handwerker immer mehr durch die Maschinen ersetzt wird, während er selber die koordinierende Vorgesetztenrolle einnehmen muss, wobei er die Sprache der Maschinen verstehen können muss.

Ohne Spezialkenntnisse wird man direkt gegen diese Maschinen konkurrieren müssen, was zumindest zu geringem Einkommen führen wird.

Wie schon erwähnt spreche ich von der Lebensplanung für Personen, die um 2070 noch berufstätig sein müssen. Wer dann nicht im Rahmen eines Studiums gelernt hat, wie er es organisieren muss neben der Arbeit auch theoretisches Wissen zu erwerben, wird grosse Probleme bekommen, was heute schon absehbar ist.

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joheb 12.02.2019, 12:34
166. Richtig

Wir brauchen das asap! Und dabei eine komplette Reform der Rente weg vom Umlagesystem, eine Zukunftsfonds, eine Reform des Beamtentums sowie Inventionen in Infrastruktur und zukunftsweisende Technologien und modernen Städtebau mit Wohnraum und Incentives fuer junge Menschen.

Ich bin 30, hab mein halbes Leben im Ausland gewohnt und bin kürzlich wiedergekommen. Ich bin erschreckt wie hier Stillstand gelebt wird.

Es geht auch darum junge Menschen hier zu halten und Deutschland ein lebenswerten und zukunftsträchtigen Ort bieten zu können.

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rad666 12.02.2019, 12:34
167.

Zitat von shotaro_kaneda
Ich persönlich halte es für ziemlich unseriös, anhand einer Prognose bis 2060 mit diversen unterstellten Annahmen einen akuten Handlungsbedarf zu empfehlen. Und warum man nun unbedingt Zuwanderer aus Drittstaaten benötigt ist mir ebenfalls schleierhaft. Es gibt im Süden der EU eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Warum wollen diese Menschen nicht in Deutschland arbeiten? Auf Familienförderung, damit in D mehr Kinder geboren werden, geht die Studie scheinbar auch nicht ein.
Die Jugendlichen aus den anderen EU-Staaten wollen sich in den gefragten Jobs (z.B. Pflege) so wenig ausbeuten lassen wie die Deutschen das wollen. Die paar die das versuchen verschwinden oft so schnell wie möglich wieder in die Heimat.
Deutschland ist nicht mehr lebenswert für leistungswillige Menschen, die Löhne zu schlecht, die Abgaben zu hoch, den Leistungsträgern gönnt man die Früchte ihrer Arbeit nicht - man muss hier nur mal beobachten welchen Brain-drain wir in den letzten Jahren hatten.
Letztendlich wirkt nur noch die Soziale Hängematte anziehend. So lange die noch vorhandene arbeitende Bevölkerung das mit stemmen kann. Mal sehen wie lange das noch gut geht und wie sich das im Wahlverhalten spiegelt.

Ach ja, was hätte wohl eine Studie von 1978 als konkreten Handlungsbedarf bis zum Zieljahr 2019 ausgegeben?
So viel zur Seriosität...

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tucson58 12.02.2019, 12:35
168. Die Studien sind alles nur spekulativ

Studien und Forschungen haben auch in der letzten Finanzkrise bis zu 10 Millionen Arbeitslose und Firmenpleite in ungeahntem Ausmaß und viele Jahre bis zur Erholung der Märkte vorhergesagt !

Fakt ist, das seit dem Ende der Finanzkrise besser dastehen wie vorher und die Wirtschaft boomt wie lange nicht mehr und das schon Jahrelang. Wir haben die niedrigste Arbeitslosigkeit seit über 25 Jahren !

Der Bürger hat eine hohe Kaufkraft und stärkt somit auch seit Jahren den Binnenmarkt massiv . Von wegen 10 Millionen Arbeitslose und es benötige viele Jahre zur beruhigen der Märkte

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Beat Adler 12.02.2019, 12:36
169. Deutschland ist NICHT Kanada. Es ist KEIN Einwanderungsland.

Deutschland ist NICHT Kanada. Es ist KEIN Einwanderungsland. Der Versuch im Ausland die Rosinen unter den Gebildeten, den gut Ausgebildeten zu picken wird schief gehen!

Hier mitten im frankophonen Afrika schaltet Kanada beim TV Sender TV5 Monde afrique Werbung FUER Einwanderung nach Kanada! Sie wollen intakte Familien, Eltern, sogar Grosseltern(!) mit moeglichst vielen Kindern. Kanada hat die Erfahrung und weiss, dass nur Kinder, die einwandern, in Zukunft in Kanada ausgebildet sind auch "gute" Kanadier sein werden!

Wenn Deutschlands Frauen zu wenige Kinder auf die Welt stellen, die Bevoelkerung ueberaltert, gleichzeitig der Tsunami der kuenstlichen Intelligenz zuschlaegt und die Industriegesellschaft 4.0 Realitaet wird, braucht Deutschland weder Facharbeiter noch Arbeiter, sondern Kinder, viele Kinder so wie Kanada!

Eine Gesellschaft ohne Kinder ist der reinste Horror!
mfG Beat

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