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Studie zu Arbeitskräftebedarf: Deutschland braucht 260.000 Zuwanderer pro Jahr
DPA

Auch bei der Rente mit 70 und einer höheren Geburtenrate kommt der deutsche Arbeitsmarkt nicht ohne Fachkräfte aus dem Ausland aus, ergibt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Jährlich müssten deshalb 260.000 Menschen zuziehen.

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hopfenundmalzverloren 12.02.2019, 13:36
200. Schwer abschätzbar

Zitat von s-n-a-f-u
Im Jahr 2070 macht der Mensch für KIs, die eigenständig weniger fehlerbehafte Programme entwickeln und Roboter, die andere Roboter bauen und konzipieren, bestenfalls noch den Hausmeister oder es gelingt der Menschheit im Gegenzug kreative Fähigkeiten zu entwickeln und freizusetzen
Dass sich (auch in Deutschland) das Selbstwertgefühl und die gesellschaftliche Anerkennung stückweise von der Berufstätigkeit hin zu Kreativität, ehrenamtlicher Tätigkeit und Selbstverwirklichung entwickeln wird, dürfte in Angesicht der erwartbaren Entwicklung recht klar sein.

Ob aber echte KIs 2070 tatsächlich in einem grossen Umfang eingesetzt werden, ist fraglich. Wir stehen immer noch vor der komplett ungelösten Geschichte namens "Bewusstsein", sowie der schlechten Energieeffizienz künstlicher "Gehirne". Ob und wann sich hier Durchbrüche zeigen werden, weiss noch kein Mensch (beispielsweise wartet man auf so etwas beim Fusionsreaktor schon sehr lange).

Es ging uns bei den Diskussionen um die Frage, was jemand, der nicht ein reines Studium machen will unternehmen sollte, damit er berufliche Chancen für den Zeitraum 2020 bis 2070 hat, also auch all die Jahre vorher.

Unserer Meinung nach ist die Kombination aus Handwerksausbildung und einem Studium keine schlechte Idee.

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kuschl 12.02.2019, 13:36
201. Bertelmannstudien sollen wem helfen?

Industrie 4.0 braucht nur noch Höchstqualifizierte und auch nicht so viel. Sagten zumindest andere der vielen Studien, von denen sich jeder seine passende aussucht.

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roby1111 12.02.2019, 13:40
202. falscher Ansatz!

Zum Einen ist die genannte Zahl massivst anzuzweifeln, denn durch Automatisierung und Verlagerung primitiver Produktionsschritte in Drittstaaten, ergibt sich eher ein MINUS an benötigten Arbeitskräften, als denn ein so massives Plus!

Zudem wird ständig von Umweltschutz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit geschwafelt, aber dann wird doch wieder mit unbegrenztem Wirtschaftswachstum gerechnet und spekuliert!

Das passt nicht zusammen!

Eine entsprechend der Bevölkerung schrumpfende Wirtschaft hätte zig Vorteile für Mensch und Umwelt!
Deutschland ist bereits heute überbevölkert und zubetoniert, was es braucht sind nicht mehr Leute, sondern eine Umverteilung des Vermögens von Oben nach Unten, damit -z.b. über ein Grundeinkommen- die Früchte der hohen Automatisierungsrate und weltweit besten Arbeitseffizienz auch dem ganzen Volk zukommen und nicht nur einer macht- und geldgierigen Pseudo-Elite!

Die Zuwanderung hilft aber nur diesen Eliten durch neue, willige Billigkräfte und die Gesetze des Marktes, d.h. mehr Arbeits im Angebot als nachgefragt wird!

Die LINKE sollte sich darüber klar werden, dass Zuwanderung genau deren Ziele torpediert, im Umweltschutz genauso wie in Sachen Gerechtigkeit und möglichst kleiner Schere zw. den Gesellschaftsschichten!

Es wäre an der Zeit, hier umzudenken und die Zuwanderung auf wirkliche High-Potentials zu beschränken, die integrationswillig sind und uns bereichern anstelle uns auszubeuten und zu verhöhnen!

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Schartin Mulz 12.02.2019, 13:42
203. Wie passt das denn zu den Prognosen,

dass die KI in den nächsten Jahrzehnten zum massiven Abbau von Arbeitsplätzen führen wird? Wenn man die ganzen Meldungen mal in Zusammenhang bringt, passt einfach nichts zusammen.
Zum anderen sollte man auch mal die Frage stellen, mit welchem Recht Deutschland, dem es ja im internationalen Vergleich ziemlich gut geht, Fachkräfte aus Ländern abziehen soll, die diese doch vielleicht viel nötiger brauchen.
Die Frage, warum es bei uns immer noch Millionen Arbeitslose und Geringverdiener gibt, wenn doch Arbeitskräfte so dringend gesucht werden, käme noch dazu.

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misterknowitall2 12.02.2019, 13:43
204. Romantisch

Zitat von PeterC
Wie so oft fehlen die Annahmen und Voraussetzungen, die den Berechnungen der Studie zu Grunde liegen. Eine schrumpfende Bevölkerung in der BRD ist kein Problem. Abgesehen von einem vorübergehenden in der Alterstruktur. Selbst wenn die BRD ein Industriestandort auf heutigem Niveau bleiben sollte, werden für die Produktion in vierzig Jahren wahrscheinlich noch 10 - 15 % der heutigen Industriearbeiter erforderlich sein. Die Produktivitätsgewinne durch KI, Robotorik und fortschreitende Digitalisierung können wir uns z. Zt. nicht einmal vorstellen. Bei einer schrumpfenden Bevölkerung werden auch weniger Dienstleistungen nachgefragt. Eine deutlich geringere Einwohnerzahl würde der extrem dichtbesiedelten BRD auch ökologisch sehr gut tun. Deshalb brauchen wir selbstverständlich endlich ein Einwanderungsgesetz, dass sich ausschließlich am volkswirtschaftlichen Bedarf orientiert, aber eben auch unsere sozialen und kulturellen Werte berücksichtigt. Für einen überschaubaren Zeitraum läßt sich der Arbeitskräftebedarf ganz sicher noch aus süd- und osteuropäischen EU-Bürgern decken. Man gucke sich nur die Arbeitslosenzahlen dort an. Diese Arbeitskräfte werden hier zukünftig nur immer weniger so skrupellos ausgebeutet werden können, wie es jetzt noch viel zu häufig der Fall ist. Das ist aber auch nur gut so!
ihre Vorstellungen, aber mit der Realität hat das wenig zu tun.

"Gesundschrumpfen" hört sich ja toll an, funktioniert nur leider nicht. Das werden sie nie vernünftig steuern können und damit läuft das Ganze nicht so harmonisch, wie sie es darstellen. Fakt ist, dass jede Menge Arbeit liegen bleibt, schon heute.

PS: Zuwanderung ist kein Rosinenpicken und unsere sozialen Werte (die da wären?) und unsere kulturellen Werte (und was soll das sein? ) sollen berücksichtigt werden? Nee, bitte nicht! Schlechtgelaunte, biertrinkende Fußballfans, beladen mit Vorurteilen will ich nicht noch mehr.

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damianschnelle 12.02.2019, 13:45
205. Und morgen dann

der Artikel über die vielen wegfallenden Arbeitsplätze durch Digitalisierung. Die dringend benötigten wirklichen Fachkräfte bekommen wir kaum aus Entwicklungsländern. Und es wäre für diese Länder auch schädlich, wenn die Kräfte, die die Qualität hätten das Land aufzubauen dann hier bei uns landen. Die heute bei uns oftmals am lautesten schreien, sind die, die keine anständigen Löhne zahlen wollen. Wer geht schon gern in Knochenjobs im Dienstleistungssektor für Mindestlohn arbeiten?

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shotaro_kaneda 12.02.2019, 13:46
206. @#193

Ihrer Ansicht nach ist man also rechts, wenn man sich für Familienförderung einsetzt. Sehr interessant. Wozu dann noch ein Familienministerium, Kindergeld usw. Bitte auch den besonderung Schutz von Familien aus der Verfassung streichen, richtig? Ich habe übrigens keine gewissen Vorurteile. Was sie hier schreiben lässt sich auch auf Drittstaaten übertragen. Die brauchen ihre Leute auch selber. Vielleicht noch mehr als die EU-Staaten selbst, da dahin eventuell eben keiner Auswandern möchte. Die Begründung mit dem steigenden Lohnniveau in anderen EU-Ländern heißt also anders herum, dass wir gefälligst Arbeitnehmer anwerben sollen, die für wenig Geld arbeiten sollen, richtig? Damit unser Lohnniveau nicht steigt, richtig? Die restlichen Vorurteile, die sie mir unterstellen wollen, dürfen Sie gern für sich behalten. Und ein notleidender aus einem Drittland gehört bestimmt nicht zur Zielgruppe an Fachkräften, die wir benötigen, sonst wäre er hier genauso notleidend, wenn sie verstehen...

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Diskussionsteilnehmer 12.02.2019, 13:56
207. Bertelsmann Propaganda

Die Bertelsmann Stiftung berichtet viel, wenn der Tag lang ist. Einfach mal Wikipaedia lesen zu dem Thema, die meisten Leute sind dann schon bedient. Einwanderung zu fordern passt ins wirtschaftsnahe Wesen der Stiftung. Und wirtschaftsnahe bedeutet Nähe zu den Besitzenden, nicht denen, die abhängig erwirtschaften. Sollten Arbeitskräfte wirklich mal knapp werden, würden die Gehälter stark steigen. Das reduziert Umsatz und Gewinn. Natürlich sieht ein Laden wie Bertelsmann das als schädlich "für die Wirtschaft" an. Es ist aber die Wirtschaft der Gesellschaft, nicht nur der Anteilsbesitzer. Und für die Gesellschaft wäre es ganz gut, wenn es mal wirklichen Fachkräftemangel gäbe.

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rad666 12.02.2019, 13:56
208.

Zitat von misterknowitall2
[...] PS: Zuwanderung ist kein Rosinenpicken und unsere sozialen Werte (die da wären?) und unsere kulturellen Werte (und was soll das sein? ) sollen berücksichtigt werden? Nee, bitte nicht! Schlechtgelaunte, biertrinkende Fußballfans, beladen mit Vorurteilen will ich nicht noch mehr.
Sie wollen ein paar Werte? Sehen Sie ins Grundgesetz:
Gleicheit von Mann und Frau, das Recht auf freie Meinungsäußerung, freie Ausübung der Religion, Recht auf Körperliche Unversehrtheit, Versammlungsfreiheit, Schutz von Eigentum, Verbot von Diskriminierung aufgrund von Glauben, Geschlecht, etc.

Ich möchte in keinem Land leben in dem diese Werte nicht geachtet werden. Und wer hier Leben möchte hat diese Werte zu respektieren.

Oder hätten Sie kein Problem damit wenn jemand ihnen am Bahnhof ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit nimmt weil er das mit der Religionsfreiheit auch nicht so verstanden hat?

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spiegelleser987 12.02.2019, 14:01
209.

Zitat: "Die Forscher haben den Arbeitskräftebedarf bis zum Jahr 2060 prognostiziert. Demnach benötigt Deutschland vor allem mehr Fachkräfte aus Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union (EU). "

Und in den Drittländern werden überhaupt keine Fachkräfte gebraucht? Das ist doch nicht mehr als moderner Kolonialismus, was die Bertelsmann-Stiftung forscht und fordert.

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