Forum: Wirtschaft
Studie zu Arbeitskräftebedarf: Deutschland braucht 260.000 Zuwanderer pro Jahr
DPA

Auch bei der Rente mit 70 und einer höheren Geburtenrate kommt der deutsche Arbeitsmarkt nicht ohne Fachkräfte aus dem Ausland aus, ergibt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Jährlich müssten deshalb 260.000 Menschen zuziehen.

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stefan.p1 13.02.2019, 07:31
250. Absolut richtig.

Deutschland braucht Fachkräfte,oder wenigstens Menschen die sich ausbilden wollen. Und das Sprache nicht unbedingt ein Hinderniss ist sieht man an den vielen philippinischen Pflegekräfte die jetzt schon
hier die älteren Menschen betreuen. Den willigen Migranten muß nur geholfen werden - und da kommt auch wieder der zuletzt viel gescholtene gesunder Menschenverstand ins Spiel

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Armutsrentner2032 13.02.2019, 07:53
251. Jetzt wirklich?

Ich kann es nicht verstehen, dass wir trotz Fachkräfte/Arbeitermangel Wirtschaftlich es uns leisten können, Menschen ab 50 Jahre nicht mehr in Unternehmen / Betrieben einstellen zu wollen.
Junge Erwachsene bekommen aufgrund hoher Anforderngen im Profil eines Unternehmens keine Lehrstelle.
Arbeitslose unter 50 Jahre bekommen oft nur schlechter bezahlte Jobs, obwohl sie einen Beruf erlernt haben, und über viele Zusatzqualifikationen verfügen....so stellt es sich in NRW da, wo ich im Bildungsbereich viel mit Arbeitslosen zu tun habe, und den "angeblichen" Fachkräfte / Arbeitermangel tagtäglich mitbekomme, und feststellen muss, dass zwar bedarf da ist, aber zu 95 Prozent zu einem prekären Lohn, über Zeitarbeit..
Die bewegungsgründe der Bertelsmann Stiftung dürfte jedem klar sein was diese damit bezwecken will, nämlich irgendwie es zu ermöglichen billiges gut ausgebildetes humanes Kapital heran zu schaffen.
Ich will nicht für diese Versäumnisse, die Lobbyistisch / Politisch ja so gewollt sind (mangel künstlich herstellen) dafür bis 70 - 80 Jahre Arbeiten zu müssen, um danach noch um eine Grundrente betteln zu müssen, weil die gesetzliche Rente immer noch nicht ausreicht...das ist in dieser form eine falsch verstandene solidarität!
Es gibt Wege diese Mistände so zu Regulieren, das "Arbeitslose First" (klar nicht jeder kann Digital!), dass über Qualifizierung und Ausbildung Menschen auch über 50 Jahre wieder in gut Bezahlte Jobs kommen können..den gerade bei einer schlechten Bezahlung geht viel Motivation verloren!

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hausfeen 13.02.2019, 12:13
252. Das stimmt. Auch wenn die USA aktuell kein gutes Vorbild abgibt:

Zitat von holy64
oft keine Chance gegeben. Die Firmen sind bei Bewerbungen noch immer sehr arrogant und auf einem hohen Ross. Das passt nicht zu den Aussagen des Fachkräftemangels. Da ist Umdenken geboten.
Zumindest haben dort die Arbeitgeber sehr flexible Leistungsanforderungen an Bewerber. Nach Einarbeitung und Probezeit können viele Menschen, auch Senioren und solche ohne vollständige Papiere, gute Jobs ergattern. Hier würde ihnen noch nicht einmal ein Vorstellungsgespräch angeboten,.

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KlugUndGut 13.02.2019, 14:06
253. Populärer Irrtum

Die Studie ist leider so angelegt, daß ein gewünschtes Ergebnis erzielt wird. Zu Beachten ist, daß durch Produktivitätssteigerungen und Digitalisierung künftig viele Tätigkeiten und damit viele Arbeitskräfte wegfallen werden. Wir haben in der Realität nicht wirklich Fachkräftemangel, sondern einen Mangel an Bereitschaft, Fachkräfte selbst auszubilden und angemessen zu bezahlen. Deswegen heulen die Unternehmen so, weil sie gepennt haben. Es ist ethisch nicht vertretbar, Fächkräfte auf Kosten anderer Länder abzuwerben, weil diese sie selbst zum Aufbau eines angemessenen Wohlstandes dringend brauchen. Das geflissentlich übersehene Problem der Zukunft besteht darin, daß sich mangels Eignung nicht alle Menschen zu Fachkräften ausbilden lassen, aber geeignete einfache Beschäftigungen zunehmend wegfallen werden. Wir brauchen ein Konzept, wie wir sinnvoll weniger "befähigte" Menschen in Arbeit und Brot bringen können! Sonst drohen soziale Verwerfungen und Unruhen.

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