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Studie zu Arbeitskräftebedarf: Deutschland braucht 260.000 Zuwanderer pro Jahr
DPA

Auch bei der Rente mit 70 und einer höheren Geburtenrate kommt der deutsche Arbeitsmarkt nicht ohne Fachkräfte aus dem Ausland aus, ergibt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Jährlich müssten deshalb 260.000 Menschen zuziehen.

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wmb58 12.02.2019, 08:38
30. na ja, 260.000 pro Jahr sind 52 Millionen in 20 Jahren.

Wenn Bertelsmann rechnet....
Deutschland hat ein Problem: Die Bevölkerung geht zurück, das Lebensalter wird höher. Massive Zuwanderung allein kann da nicht helfen: Denn die Neubürger werden auch mal älter und das Problem haben wir dann in 20 bis 30 Jahren. Dann haben wir in einem total übervölkerten Land nicht 80 Mio. Bürger wie heute, sondern 100 Mio., von denen wieder wie heute ein riesengroßer Anteil an Rentnern steckt. Ich denke eher, dass wir uns Gedanken machen müssen, wie wir das Problem der Überalterung angehen müssen. Längere Arbeitszeiten, andere Arbeitszeitmodelle, neue Modelle, wie auch ältere einen kleinen Beitrag zur Produktion leisten können, können helfen. Vielleicht kann man sich auch Gedanken darüber machen, wie das Sozialprodukt anders verteilt werden kann etc. Aber auf eine andauernde Bevölkerungsexplosion durch Zuwanderung zu setzen ist, glaube ich, der falsche Weg,

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mantrid 12.02.2019, 08:39
31. Fachkräfte, nicht Zuwanderer

Die Überschrift ist irreführend. Was wir nicht brauchen, ist Zuwanderung von gering qualifizierten Menschen oder von Menschen mit geringer Bildung. Genau die wollen aber gern zu uns kommen, weil sie sich ein besseres Leben erhoffen. Mit den Fachkräften gehen wird dann teilweise extrem unmenschlich um, etwa mit vielen Bau-Arbeitern aus Ost-Europa, die mies bezahlt in Abbruchbuden einquartiert werden. Wer nach Zuwanderung schreit, der muss auch die Integration organisieren. Die gibt es nicht zum Nulltarif, wie man in den 60ern glaubte, als die Gastarbeiter kamen.

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metropolitan 12.02.2019, 08:39
32. Zuwanderung ist zu begrüssen

aber BITTE nicht ohne vorherige Sicherheits- und ID-checks, wie es z.Z. noch auf dem Mittelmeer üblich ist. Statt dessen vlt lieber Jugendliche aus Südeuropa anwerben, wo die Jugendarbeitslosigkeit teils über 50% liegt?

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Schimanski 12.02.2019, 08:39
33. Aha?

Zitat: Die Forscher rechnen aber damit, dass die Einwanderung aus anderen EU-Ländern im Vergleich zu den vergangenen Jahren künftig abnehmen wird. Denn Wirtschaftskraft und Lebensqualität näherten sich innerhalb der EU voraussichtlich allmählich an und der Reiz sinke, einen Job in Deutschland zu suchen. Folglich komme der Zuwanderung aus außereuropäischen Drittstaaten eine wachsende Bedeutung zu.

Soll also heißen, dass es nur darum geht, billige Arbeitskräfte zu bekommen, statt Anreize zu schaffen, dass sich auch mal ein Arzt, oder Ingenieur in Deutschland nach einem Job umschaut, weil er gut bezahlt wird?
War sowas von klar...

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frank.huebner 12.02.2019, 08:40
34. Kann man die Studie nachlesen?

Mich würde interessieren, wo man die Studie detailliert nachlesen kann, da wäe ein Link sehr hilfreich. Denn aus dem Artikel gehen die maßgeblichen Modelle nicht hervor: Welche Konjunkturentwicklungen wurden zu Grunde gelegt? Welche industriellen Entwicklungen wurden angenommen (Beispiel: In der Kfz-Industrie werden schätzungsweise 1 Millionen Arbeitsplätze wegfallen, da im ZUge der E-Mobilitätssteigerung bisher maßgebliche Fertigungsbereiche einfach wegfallen werden). Ohne diese Informationen kann man sich gar kein Urteil bilden, außer, dass die Zuwanderung ja so wichtig sei. Was für Folgen hat das für die Politik? Es werden Fachkräfte gerbraucht, also müssen diese genau ausgewählt werden, denn weitere Einwanderung in die Sozialsysteme können wir nach der Studie ja gar nicht stemmen, da ja in die Systeme einzahlenden Fachkräfte fehlen. Und nicht ganz unwichtig ist, wer die Studie in Auftrag gegeben und bezahlt hat, und wer die Forscher waren, die die Studie erstellt haben. Andere kommen evtl auf ganz andere Ergebnisse bei gleichen Basisdaten. Daher steht hier sicherlich auch "eine Studie", und nciht, wer und wie sie erstellt wurde.

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NoBrainNoPain 12.02.2019, 08:40
35. Der Irrglaube an das ewige Wachstum.

während wir in Deutschland an der Bildung sparen und minderqualifizierte Jugendliche durchs Abitur quetschen , brauchen wir also unbedingt Fachkräfte aus dem Ausland. Die dann allerdings für ein geringes Gehalt arbeiten sollen. Das in Zeiten der Digitalisierung, die dafür sorgt, dass Arbeitsplätze abgebaut werden. Die gering qualifizieren Menschen haben dann schon lange keinen Job mehr. Man bekommt den Eindruck , der Wirtschaft geht es nur um mehr Konsumenten. Wir sind ein reiches Land, wir könnten auch die Chance nutzen, zugunsten menschenwürdiger Arbeit und Entlohnung, Klimaschutz und Tierwohl die Lebensqualität zu erhöhen, und uns nicht dem Gott des ewigen Wachstums zu unterwerfen.

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muunoy 12.02.2019, 08:40
36. So ein Quatsch

Deutschland ist bereits überbevölkert. Die Einwohnerzahl ist anders als von diesen tollen Forschern prognostiziert in den letzten Jahren gestiegen. Um zu meinem aktuellen Projekt zukommen, brauche ich in NRW für die 132 km inzwischen 2,5 bis 3 h, weil die Infrastruktur nicht dem rasanten Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum angepasst wurde.
Auf der anderen Seite stagniert die Entlohnung für qualitativ hochwertige Arbeit. Im IT-Bereich ist die Entlohnung teilweise sogar gesunken. Was die Kaufkraft angeht, stehen insbes. Fachkräfte heute zum größten Teil schlechter als noch vor einigen Jahren da. O. k., letzteres liegt an der unermesslichen Gier des Staates und der Weichwährungspolitik der EZB. Dennoch: Welche Gründe führen die "Forscher" denn an, dass Deutschland außer vielleicht zum Zwecke des Lohndumpings mehr Fachkräfte aus Drittstaaten benötigt? Kein Wort der Begründung im Artikel. Vermutlich gibt es gar keine. Die Studie stammt ja aus dem Hause Bertelsmann, was im Prinzip alles sagt. Ein Aspekt, den ich tatsächlich für stichhaltig halten würde, wird gar nicht angesprochen: Deutschland ist zunehmend unattraktiver für Fachkräfte. Daraus resultiert inzwischen ein ziemlich starker Wegzug deutscher Fachkräfte. Unser System ist dagegen sehr interessant für Leute, die nichts gelernt haben, verspricht unser System doch eine Vollkasko-Versorgung. Daher ziehen ja auch aus dem Ausland nahezu keine Fachkräfte nach Deutschland. Selbst aus den Ländern nicht, aus denen die Leute gem. der Medien "fliehen". Und keiner fragt sich, woran das wohl liegen könne.

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angemeldetumzureden 12.02.2019, 08:40
37. Zuwanderung von Qualifizierten

ist doch reines Wunschdenken. Deutschland ist dafür zu unattraktiv. Die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen, welche nicht unseren Standards entsprechen, wäre Augenwischerei. Familienförderung sollte das erste Mittel der Wahl sein. Außerdem wird doch überall propagiert, dass die Digitalisierung eher Arbeitsplätze vernichtet. Dem wird hier nicht Rechnung getragen.

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markus.pfeiffer@gmx.com 12.02.2019, 08:40
38. Alternative

Warum müssen wir denn auf dem Stand von heute bleiben, dicht besiedelt, Flächen versiegelnd und die Umwelt durch die Wirtschaftsleistung stark belastend?

Wären daher weniger Einwohner mit weniger Wirtschaftsleistung (und weniger CO²-Emissionen und sonstiger Belastung der Umwelt) nicht sogar erstrebenswert? Die Unternehmen, die hier dann nicht genug Mitarbeiter finden, können Teile ihrer Produktion ja dann in die Länder verlegen, aus denen die Fachkräfte dann zu uns zuwandern würden.
Das hilft diesen Ländern, die Menschen von dort könnten in ihrer Heimat bleiben und wir gewinnen durch die Schrumpfung bei uns auch.

Also 'Win-Win', wenn die Produktion anstatt der Menschen migriert!

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Klaatu Barada Nikto 12.02.2019, 08:41
39. Zu wenig?

Ich habe schon vor Jahren gelesen, dass es eine Nettoeinwanderung von jährlich 500.000 Personen benötigt, um unser Rentensystem über das Jahr 2035 hinaus aufrecht erhalten zu können. Na erst einmal werden uns unter Anderem die polnischen Pflegekräfte aus Great Britain ein wenig über den Berg helfen können. Ein dickes Dankeschön an die britische Xenophobie!

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