Forum: Wirtschaft
Studie zu Einkommensverlusten: So stark trifft der Brexit deutsche Regionen
DPA

Wenn die Briten die EU verlassen, drohen auch in Teilen Deutschlands empfindliche Einkommensverluste. Forscher haben berechnet, welche Regionen besonders betroffen wären.

Seite 13 von 18
g_bec 21.03.2019, 11:32
120. Bilaterale Verhandlungen.

Zitat von klientel
Es wird nichts von dem kommen was oben geschrieben wurde. Blitzartig und blitzschnell wird es bilaterale Verhandlungen geben. Alles andere ist nicht rational. Natürlich wird die EU versuchen diese zu verhindern, aber sie wird diesbezüglich schnell an ihre "Grenzen" stoßen.
Zwischen wem wird es bilaterale Verhandlungen "blitzschnell" geben? Zwischen DEU und GB? Wohl kaum.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-1330846485 21.03.2019, 11:33
121. Brexit

Leider sehe ich nirgendwo fundierte Aussagen,welche Zahlungen UK bei hartem Brexit für eingegangene
Verpflichtungen zu leisten hat ( Pensionenen usw ).Und niemand beschreibt,was aus den Debetsalden
Target 2 passiert.Es wäre hilfreich,diese Zahlen zu erfahren.
Aber ein grosser Schaden tritt doch schon durch die Unsicherheit ein,die neue Investitionen verzögert oder
verhindert.Frankfurt hatte mit 20 Banken gerechnet,jetzt sind es schon 40.American Express ist nach vielen Jahrzehnten nach Spanien verzogen.Die kommen doch nicht wieder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
annoo 21.03.2019, 11:37
122. Lol

Zitat von fischfreund1
UK produziert nur rund 50% seines Schweinefleisch-Bedarfs. Der Rest kommt aus NL, DK und Deutschland. Auf Grund der EU-Standards (Tierwohl, Rückverfolgbarkeit usw.) kostet so ein EU-Kilo ungefähr 1,50 Euro in der Erzeugung. Nach dem Brexit können die US-Farmer für 1 Euro liefern. Man hört, dass dort schon Kapazitäten aufgebaut werden. Also gibt es billigeres Fleisch für die Briten.
Die USA werden also um ein Vielfaches billiger in gleicher Qualität nach GB liefern können? Ganz sicher. ;-) Wohlgemerkt schlechter geht immer aber wollen die Briten das wirklich?

Und wie gesagt die Milchmädchenrechnung vom guten billigen Frischfleisch, das über den Atlantik geflogen wird müssen Sie mir noch näher erläutern dass aus dem Milchmädchen ein "fleischhaltiges" Argument wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
g_bec 21.03.2019, 11:44
123. Pferdefuß

Zitat von michael_1976
Das ist für mich eine theoretische Berechnung, die sogar stimmen könnte. Könnte, da eine überwältigende Mehrheit der britischen Abgeordneten ist klar gegen einen harten No-Deal Brexit. Für No-Deal sprechen sich nur Hardliners aus. Die machen aber nur 10% der Angeordneten aus. Aber ja, die Situation ist festgefahren und keiner weißt den Ausgang dieses Dramas. Gestern wurde eine Umfrage veröffentlicht, wonach 57% der Briten für Remain stimmen würde.
Der Pferdefuß am No-Deal-Beschluss britischen Parlaments ist allerdings, dass dieser nur das Mandat für T. Mays Verhandlungsauftrag ist. Die EU kann am 29.03.19 immer noch sagen: "Isch over" und dann käme der No-Deal-Brexit trotzdem.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ichliebeeuchdochalle 21.03.2019, 12:01
124.

Zitat von 123rumpel123
Da die Briten im Ernstfall auf 90 % der Importzölle verzichten wollen, laden sie damit den gesamten Welthandel in ihr VK ein. Ihre Relation Supermarkt und Tante Emma - Laden verkehrt sich genau in das von Ihnen so hübsch bebilderte Gegenteil um. Die Importpreise für die Briten werden sinken.
Ihnen wurde von zahlreichen Foristen in den letzten Jahren nachgewiesen, daß Sie ökonomischen Unsinn erzählen und zwar wie eine Fliege, die alle drei Sekunden neu gegen die Fensterschreibe klatscht.

In Kürze:
Verzicht auf Zölle =
Einnahmen fehlen

Gesamter Welthandel =
170 Staaten produzieren nichts, was U.K. nachfragt. Die fragen keinen Sandstrand nach sondern hochwerige Güter ... 95% müssen sie auch nach dem Brexit aus der EU beziehen ... kann sonst keiner liefern

Importpreise sinken =
Zu 95% steigen sie, da U.K. außerhalb der EU die nachgefragten Güter nicht bekommt ... Daß ein Tante-Emma-Laden gegen einen Discounter gewinnt ... in der Fantasie von ökonomischen Nicht-Wissern ... nach reichhaltigem Konsum von "Substanzen".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pnegi 21.03.2019, 12:03
125. @lanzelot72 (106)

Nun ja, da zitieren Sie aber aus dem Guardian. Sie wissen schon; das ist jene Zeitung, die behauptet, Paul Manafort habe Julian Assange in der Botschaft Equadors besucht...;-) Mir ging es in meinem Beitrag vor allem darum, zu zeigen, dass der Wegzug Hondas mit Verlusten in der Deutschen Automobilindustrie nichts zu tun hat. Dss macht einfach keinen Sinn. Dass die Deutschen Autobauer Verluste erleiden werden, ist hingegen sicher.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
g_bec 21.03.2019, 12:04
126. Allerdings

Zitat von Watschn
bezog die brit. Argrarwirtschaft viele Produkte (Fleisch, Meeresfrüchte, Reis, Weizen, Zucker, Kakao, Kaffee, Südfrüchte) viel aus ihren überseeischen Commonwealthstaaten. So z.B. sah man einen Markt in Camden (im Norden Londons), auf dem offen Fleisch aus Neuseeland angeboten u. verkauft wurde. Und es liegt auf der Hand, dass UK nach einem EU-Austritt wieder vermehrt da ansetzen möchte..z.b. importierte Meeresfrüchte aus Neuseeland; Schweine- u. Lammfleisch aus Australien; Zucker/Kakao/Kaffee/Südfrüchte aus der Karibik; Milchprodukte, Eier aus Kanada; Rindfleisch, Geflügel aus Südafrika; Reis, Tee- u. oriental. Gemüsesorten aus Indien...usw... Mit den heutigen günstigen Transportmöglichkeiten (Cargoluftverkehr u. temperiert abgestimmter Schifftransportcontainerkühlung) kein Qualitäts-Problem. Und so lassen sich peu a peu alte Handelsströme u. einst starke polit. Verbindungen wieder beleben.
Dass sich "alte Handelsströme" wiederbeleben ließen, steht sicherlich außer Frage. Die Frage ist allerdings, zu welchen Konditionen und Gegenleistungen. Indien hat ja schon abgewunken. Und es steht doch außer Frage, dass GB zumindest die gleichen Konditionen wie bisher die EU bieten muss. Gegenüber den USA und China kann so etwas ganz schnell nach hinten losgehen. Schließlich hat May bereits das Angebot des DT abgelehnt, Hormonfleisch und Chlorhühnchen ungebremst ins Land zu lassen. Das hätte nämlich auch die letzten britischen Bauern gekillt, vom Unmut der Verbraucher ganz abgesehen.
Und ob die Briten statt europäischem Schwein jetzt wirklich alle auf neuseeländisches Lamm umschwenkten, ist auch die Frage. Neben der ganz profanen Frage, ob die Neuseeländer diese Mengen überhaupt sofort liefern könnten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meinsenf123 21.03.2019, 12:23
127.

Mit anderen Worten: Um am Beispiel UK ein Exempel zu statuieren, ist die EU durchaus auch bereit unnötige Verluste und wirtschaftliche Risiken für die verbleibenden Mitgliedstaaten und deren EinwohnerInnen hinzunehmen. Aufschlussreich was die Natur und Motivation dieser Organisation betrifft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ichliebeeuchdochalle 21.03.2019, 12:31
128.

Zitat von klientel
Blitzartig und blitzschnell wird es bilaterale Verhandlungen geben. Alles andere ist nicht rational. Natürlich wird die EU versuchen diese zu verhindern, aber sie wird diesbezüglich schnell an ihre "Grenzen" stoßen.
Gestern in zdfzoom ging es um den "Kauf" des Brexits. Darin äußerten sich Briten, daß sie von 7 bis 10 Jahren minimum ausgehen, bis U.K. bilaterale Handelsverträge mit Nicht-EU-Staaten geschlossen hat.

Mediathek-Link
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-angriff-auf-die-demokratie-102.html

Von mir:
170 Staaten produzieren nicht die hochwertigen Güter, die U.K. nachfragt ... und die meisten der 170 haben nicht das Geld, U.K. was nennenswertes abzukaufen. 95% der Güter kriegt U.K. nur aus der EU und umgekehrt kann sie in die EU verkaufen, weil die Unternehmer und Verbraucher aus diesen Staaten das nötige Kleingeld haben.

Und die verbleibenden Konkurrenz-Staaten zur EU sind USA, China, Japan, ein bißchen Südkorea, ein bißchen Indien. Ich habe da nichts gutes für das U.K. bisher gehört.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heiruh3 21.03.2019, 12:40
129. Brexit

Beitrag : Meine Meinung dazu, das ganze Brexit-Theater ist nur Angstmacherei, damit keiner auf die Idee kommt, auch aus der EU auszutreten. Wenn in England direkt von vornerein die -oder der Richtige an der Spitze wäre und seinen Plan mit dem Land und Volk direkt allein durchgesetzt hätte, zumal sie ja immer noch ihre eigene Währung haben, wäre jetzt schon alles bestens!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 13 von 18