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Studie zu Finanzvermögen: Den Millionären gehört die Hälfte der Welt
REUTERS

Global gesehen gehören Millionäre zu einem kleinen, exklusiven Club - doch ihnen gehört die Hälfte des privaten Geldvermögens, wie eine Studie zeigt. Dabei war das vergangene Jahr für Superreiche eher mau.

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christian-h 20.06.2019, 12:58
100. Angabe

Zitat von Spiegelleserin57
1)diese Reichen eben auch Firmen besitzen wo Menschen arbeiten und wir diesen Leuten auch unsere Arbeitsplätze verdanken. 2)Wer soll denn Firmen unterhalten wer er gar kein Geld dazu hat? 3)Das Geld dieser Reichen ist meistens in Firmen investiert wo wir An gestellte arbeiten und unser Brot verdienen. 4)Arbeit bringt auch für Menschen das Gefühl gebraucht zu werden. 5)Ich möchte nicht den Tag erleben wo Menschen ohne Arbeit Geld verdienen aber eben keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen. Arbeit verleiht auch Selbstbestätigung und hat einen großen psychologischen Wert. 6)Es hat heute JEDER die Chance durch Arbeit und BILDUNG sich eine Position zu schaffen wo er gut leben kann.
1) Das ist immer noch falsch. Ein reicher Investor investiert nur, wenn das Investment auch Rendite einbringt. Die Anzahl der Arbeitsplätze spielt dabei keine Rolle. Dafür, das erst Arbeitsplätze nötig werden, sind die Bedürfnisse / Nachfrage der Menschen entscheidend.

2) Haben Sie schonmal etwas von Genossenschaften, Familienbetrieben gehört? So ein eigenständiger Handwerker mit 2 Angestellten zählt nun nicht zu den Superreichen.

3) Das ist richtig, nur machen die das nicht aus Lust und Laune und wenn die Zahlen nicht stimmen, dann wird das Geld auch wieder abgezogen.
Kennen Sie den Energieversorger Vattenfall? Der gehört zu 100% dem schwedischen Staat, ergo den schwedischen Steuerzahlern.

4) Das ist durchaus richtig. Allerdings wird man nur von der Arbeit nicht satt oder kann seine Lebenshaltungskosten begleichen.

5) Sie fixieren sich zu sehr auf die Erwerbsarbeit. Wenn ich in meinem Garten werkle, dann ist das auch Arbeit oder dem nachgehen von Hobbys. Nur kann man damit i.d. seltensten Fällen seinen Lebensunterhalt bestreiten. Ehrenamtliche Tätigkeiten sind auch Arbeit.
Es gibt an sich Arbeit genug. Wenn man nicht auf das Einkommen aus der Erwerbsarbeit angewiesen ist, dann kann das erfüllender sein.

6) Es hat auch jeder die Chance Milionär zu werden, wie sieht es aber in der Realität aus?
Schauen Sie sich mal in der Welt um.

https://www.swr.de/report/wie-eu-und-bundesregierung-die-verlagerung-der-textilproduktion-von-asien-nach-afrika-foerdern-ausbeutung-statt-fairer-arbeitsplaetze/-/id=233454/did=23985472/nid=233454/7m20vl/index.html

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karlo1952 20.06.2019, 13:07
101. An den Zahlen der USA

kann man sehen wie der 'American Dream' gefruchtet hat. Deshalb träumen dort heute noch die übrigen US-Bürger, die noch nicht dazu gehören, vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden. Offenbar hat der Traum bei vielen funktioniert.

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dw_63 20.06.2019, 13:08
102. Ach Gott

Zitat von Der Resignierte
jetzt haben sie mal einige Beispiele aufgezählt. Dann recherchieren sie mal, wie viel Amerikaner 2 oder 3 Jobs haben und wie viele inzwischen in Autos übernachten. und dann vielleicht mal schauen, wie groß der eine Prozentsatz und der andere Prozentsatz an der Gesamtbevölkerung ist. Dazu dann mal die Superreichen die keine Selfmademilliardäre sind in Prozent zu den den selfmade... Dann werden sie sehen, wie groß die Chance ist, ein Selfmademillionär zu werden. Danke
Ich wiederhole es noch mal, es geht um eine Einstellung, nicht um eine wirtschaftliche soziale Realität.

Aber an ihrer Einstellung erkennt man, dass es Reichtum bei Armut nicht geben darf, ein hehres Ziel, das ich mir auch wünschen würde, aber dieses Ziel ist de facto nicht zu erreichen, denn dann müssten alle Staaten bei dem Ziel mitmachen, unrealistisch, hat man bei den Klimagipfeln gesehen.

Wer super Reich ist, kann auf dieser Welt überall gehen, Realität.

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doc_snyeder 20.06.2019, 13:10
103. Die Grossvermögen sind in die Wirtschaftsprozesse eingebunden

Sie befinden sich doch nicht in Schliessfächern, unter den Matratzen oder in Sparschweinen oder -strümpfen der Besitzer. Die Vermögen befinden sich in Banken und werden von denen in den Wirtschaftskreislauf eingebunden. Daran würde sich überhaupt nichts ändern, wenn die jeweiligen Kontoinhaber nicht mehr Klatten, Quandt, Porsche, Albrecht oder Schwarz hiessen, sondern Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen oder SPD. - Richtig ist natürlich, dass die privaten Eigentümer hohe Zins- und sonstige -erträge aus diesen Vermögen ziehen. Aber sie zahlen auch bis zu 80 Prozent der Einkommenssteuer in Deutschland. - Es gab inzwischen genügend Versuche weltweit, die Privatvermögen zu enteignen und Staatskonzerne zu schaffen. Und das war weder zum Vorteil der Wirtschaft der entsprechenden Länder noch auch nur zum Vorteil der wenig oder unbemittelten Bevölkerung. Die letzten Negativbeispiele dieser Art sind Korea, Kuba und Venezuela. - Da sollte Herr Kühnert hinziehen.Deutschland braucht das nicht.

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christian-h 20.06.2019, 13:39
104. Das wird durch Wiederholung nicht besser!

Zitat von freeclimber
Bei der Rechnung unterschlagen Sie, dass die Firmen, die der Familie Erträge ausschütten, bereits etwa 36% Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Soli auf den Gewinn vor Ausschüttung gezahlt haben.
Hier wird wieder das übliche vermischt. Und zwar die Abgaben eines Unternehmens mit den Privatabgaben eines Aktionärs.
Das ist nach wie vor falsch.

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ossimann 20.06.2019, 13:41
105. Superreiche = Arbeitsbeschaffer ???

Ich glaube nicht das Superreiche Arbeitsplätze als Investion sehen . Mit Digitalisierung / Robotik kann man auch ganz in vielen Bereichen auf die Arbeitskraft Mensch verzichten . Man denke mal an die 60/70ziger . Viele Arbeitsplätze , die Einzahlungen in den Sozialversicherungen waren Dank guter Löhne konstant , die Rente dann auskömmlich , wohnen war bezahlbar , es gab sogar Werkssiedlungen !!! , die Zahl der Superreichen begrenzt und deren Kapital überschaubar . Die Gier und Käuflichkeit der Politik führte dann zu solchen "Wohltaten" wie die Globalisierung , Staatenverschuldung , Giralgeldzockerei , Verkauf von Staats- und Komunaleigentum und somit Privatisierung von exentiellen Lebensbereichen . Ausgliederung von Produktion , Leiharbeit , Niedriglöhner ... usw. usw. Alle Investoren , nach der Meinung vieler "Experten" sollte es ja jeder sein ( ein Volk der Sktionäre ) , wollen Rendite sehen . Diese muss "erarbeitet" werden oder als Schulden aus den "Nichts" generiert werden . Wenn der Gedanke ist man macht nur was für die Bevölkerungsschicht die reichlich Geld haben und den Rest weiter "ausquetscht" und dann irgendwo in den "Slums" parkt , wo soll das enden ? Bis fast alles in einer Hand voll "Erlesener" gehört die den Rest der Welt regiert , quasi Totaldiktatur des Weltkapitals . Eigentlich müsste längst eine umgekehrte Entwicklung laufen , nicht alles in wenigen Händen sondern für viele ein wenig mehr , da diese es fürs Leben und Konsum benötigen und nicht als "Investion" zu den Billionen an den Finanzmärkten transferieren , wo es darauf wartet sich zu mehren , auch auf Kosten und Leid anderer . Der Mietmarkt ist doch schon ein Beispiel der krankhaften Entwicklung der Rendite suchende Geldmengen , welches die Gesellschaft ruinieren . Alles läuft darauf hinaus , wie kann ich am meisten absahnen , der Mieter ist nur Zahlmasse ohne Ausweichmöglichkeit , gebaut wird meist für Betuchte oder Anleger/Investoren und die Masse der wenig verdienenden Bevölkerung ? Wollen wir demnächst Barackenlager für Obdachlose ? Den Investoren wäre das egal , Profit und Menschlichkeit sind wie Feuer und Wasser , Menschlichkeit regeneriert kein Profit . Deshalb sind Politik auch oft käuflich , nur wer den Interessen des Vermögens dient kann später auf einen guten Posten in der Finanz/Wirtschaft hoffen . Aber es hat schon ein Umdenken stattgefunden , allmählich begreift auch die Politik das sie sich zunehmend überflüssig macht wenn man alles den Markt überlässt . Des Volkes Zorn trifft diese zuerst , nicht den Milliardär in seiner abgeschirmten Trutzburg in irgend einer Steueroase .

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limacharlie8o8 20.06.2019, 13:44
106. Danke, endlich mal jemand... stehe damit doch nicht so alleine da!

Zitat von christian-h
1) Das ist immer noch falsch. Ein reicher Investor investiert nur, wenn das Investment auch Rendite einbringt. Die Anzahl der Arbeitsplätze spielt dabei keine Rolle. Dafür, das erst Arbeitsplätze nötig werden, sind die Bedürfnisse / Nachfrage der Menschen entscheidend. 2) Haben Sie schonmal etwas von Genossenschaften, Familienbetrieben gehört? So ein eigenständiger Handwerker mit 2 Angestellten zählt nun nicht zu den Superreichen. 3) Das ist richtig, nur machen die das nicht aus Lust und Laune und wenn die Zahlen nicht stimmen, dann wird das Geld auch wieder abgezogen. Kennen Sie den Energieversorger Vattenfall? Der gehört zu 100% dem schwedischen Staat, ergo den schwedischen Steuerzahlern. 4) Das ist durchaus richtig. Allerdings wird man nur von der Arbeit nicht satt oder kann seine Lebenshaltungskosten begleichen. 5) Sie fixieren sich zu sehr auf die Erwerbsarbeit. Wenn ich in meinem Garten werkle, dann ist das auch Arbeit oder dem nachgehen von Hobbys. Nur kann man damit i.d. seltensten Fällen seinen Lebensunterhalt bestreiten. Ehrenamtliche Tätigkeiten sind auch Arbeit. Es gibt an sich Arbeit genug. Wenn man nicht auf das Einkommen aus der Erwerbsarbeit angewiesen ist, dann kann das erfüllender sein. 6) Es hat auch jeder die Chance Milionär zu werden, wie sieht es aber in der Realität aus? Schauen Sie sich mal in der Welt um. https://www.swr.de/report/wie-eu-und-bundesregierung-die-verlagerung-der-textilproduktion-von-asien-nach-afrika-foerdern-ausbeutung-statt-fairer-arbeitsplaetze/-/id=233454/did=23985472/nid=233454/7m20vl/index.html
ich sage Danke, das doch noch immer wieder Einer/Eine aus 10000, auch mal genauso formuliert, wie du deinen Punkt 5!

5) Sie fixieren sich zu sehr auf die Erwerbsarbeit. Wenn ich in meinem Garten werkle, dann ist das auch Arbeit oder dem nachgehen von Hobbys. Nur kann man damit i.d. seltensten Fällen seinen Lebensunterhalt bestreiten. Ehrenamtliche Tätigkeiten sind auch Arbeit.
Es gibt an sich Arbeit genug. Wenn man nicht auf das Einkommen aus der Erwerbsarbeit angewiesen ist, dann kann das erfüllender sein.

Gerade diese Erkenntis ist für die meisten so unvorstellbar und unerreichbar, wie Millionärwerden, und "fleissig" ist nur wer Geld bekommt.
Jahrzehnte/Jahrhunderte angewendete Indoktrination trägt seine Früchte!
Und sorgt dafür das es Millionäre gibt - denn die sagen ja auch immer - ich lasse andere für mich arbeiten, oder ich lasse das Geld für mich "arbeiten"!

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christian-h 20.06.2019, 13:55
107. Angabe

Zitat von dw_63
Und zum amerikanischen Traum, Gates, Brin, Page, Jobs, Wozniak, Zuckerberg, Luddy, Ruggery, Ellison, Bezos, Karim, um mal einige Milliardäre zu nennen, sind Slefmademiliardäre (keine Millionäre), die aus einem mittelständischen Elternhaus kommen, alles Ammenmärchen, na klar.
Sie dürfen dabei die Relationen nicht vergessen. Wieviel Träumer gibt es und wieviele konnte diesen amerikanischen Traum tatsächlich auch umsetzen.
Tatsache ist, das die Zahl derer, die es nicht schaffen wesentlich größer ist.

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christian-h 20.06.2019, 14:02
108. Angabe

Zitat von freeclimber
Das pro Kopf Einkommen liegt in Äthiopien bei unter 50,— Dollar monatlich. Und in diesem Wert sind die auch dort vorkommenden Einkommensmillionäre bereits enthalten. Ich will Ihnen auch nicht unterstellen, dass Sie sich in die Lebensbedingungen dieser Näherin hinein versetzen können, denn dann wüssten Sie, dass diese Frau keineswegs unglücklich darüber ist, dass sie über diesen Job ihre gesamte Familie ernähren kann.
Es wäre vermutlich sinnvoller sich erstmal die Quelle durchzulesen bevor man irgendetwas dazu schreibt was im Artikel anders beschrieben ist.

Die Verhältnisse werden immer schlechter, je weiter wir uns von der Hochglanz-Fabrik entfernen. Schließlich landen wir in einem Slum. Die Arbeiterinnen nehmen uns mit in ihre winzige Wellblech-Hütte, kaum mehr als ein Verschlag.

Zu zweit schlafen sie auf dem blanken Boden, nur eine Decke schützt sie. Für ein Bett reiche das Geld nicht.
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In der Regel bekommen die Arbeiterinnen einen Einstiegslohn zwischen und 23 und 35 Euro – pro Monat! Ein Netto-Stundenlohn von weniger als 20 Cent. Ein Hungerlohn, sagen sie.
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"Ich muss mir Geld von Freunden leihen, weil es nicht reicht. Wenn ich mal einen Tag krank bin, ziehen sie mir zur Strafe Lohn für mehrere Tage ab. Dann komme ich gar nicht mehr zurecht, muss hungern. Ich gehe mit leerem Magen ins Bett."
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"So eine Frau zum Beispiel, die hat mir erzählt, mit der habe ich gesprochen, dass sie sagt, sie kann von diesem Geld, dass sie verdient, nicht leben. Also es ist nicht wirklich existenzsichernd für diese Mitarbeiter.


Also diese Frau kann mit dem Gehalt noch nichtmal sich selbst ernähren, geschweige denn eine ganze Familie.

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christian-h 20.06.2019, 14:06
109. Angabe

Zitat von freeclimber
Meine Lehrlingskollegen haben von diesen VWL-Leistungen Autos gekauft oder sind damit in Urlaub. Was haben Sie damit gemacht?
Sie sollten hier etwas weiter denken. Nicht jeder AN arbeitet oder arbeitete bei großen Konzernen die VWL Leistungen / Betriebsrenten etc. beisteuern können.
Der Großteil der AN arbeitet wohl eher bei kleinen / mittelständischen Unternehmen die diese Leistungen eher nicht anbieten.

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