Forum: Wirtschaft
Studie zu legalem Cannabis: Fiskus könnte 2,4 Milliarden Euro einnehmen
REUTERS

Kanada kifft, ebenso wie neun US-Staaten: Sie haben Cannabis legalisiert. Was würde eine Freigabe für deutsche Staatskassen bedeuten? Eine Studie des Hanfverbands verspricht ein Milliardenplus.

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malk101 16.11.2018, 13:35
20. Konsequent

Solange es die Differenzierung weiche/harte Drogen gibt sollte man konsequent sein. Es gibt mittlerweile genug Beispiele das Cannabislegalisierung funktioniert (Kanada/USA aber auch die Niederlande und Portugal). Die oftmals heraufbeschworenen Horrorszenarien der Legalisierungsgegner sind nirgends eingetreten. Fraglich wie lange sich unsere Politik weiter der Alkohollobby beugen und einen Großteil der wahlberechtigten Bevölkerung ignorieren kann. Müssen die Grünen erst Volkspartei werden?

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linksdemokrat 16.11.2018, 13:38
21. Weniger Alkohol wäre doch eher gut!

„Kiffer saufen weniger“, dieses Argument ist ehrlicherweise Augenwischerei. Erstens Saufen Raucher ja auch, obwohl sie eine Ausweichdroge haben und das würden viele Kiffer vermutlich auch weiterhin tun und zweitens wäre ein geringerer Alkoholkonsum für die Gesellschaft, durch die hohe Gesundheitsgefahr bei regelmäßigen Alkoholkonsum, eher vorteilhaft. Denn weniger Alkoholiker bedeuten auch mehr Produktivität, was ihren Einkommensverlust durch den Verzicht an Alkohol wohl ausgleichen würde.

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three-horses 16.11.2018, 13:40
22. Keine Skrupel.

Zitat von schrappenpüster
Drogen legalisieren weil man mehr Steuern einnehmen könnte? Das das Rauchen, Saufen etc. noch so unreglementiert und billig ist, stößt bei mir auf Unverständnis.
Als Schmerzmittel in jedem Fall. Auf Rezept dann. Und schon die 19%
auf Medikamente sind eine dreiste Abzocke. Klar, es gibt Überlegungen alle Drogen frei zu verkaufen. Geld braucht der Staat immer. Alles von Supermarkt. Und wie die Stängel hinter dem Gitter und genauso teuer.

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Hollowmen 16.11.2018, 13:41
23. ...

Wenn ich das schon lese, "gesünder als". Hanf ist und bleibt eine Droge mit allen damit verbundenen Gefahren und volkswirtschaftlichen Schäden. Mir will es nicht in den Kopf wieso man eine weitere Droge für den unkontrollierten Konsum freigeben sollte. 2,4 Milliarden hin oder her. Einem etwas unverkrampfteren Umgang im Bereich der medizinischen Nutzung - also Hanf auf Rezept aus der Apotheke - könnte ich zustimmen, alles andere halte ich nur für die unkontrollierte Freigabe eines weiteren Rauschmittles, das uns am Ende mehr Probleme bereiten wird als Nutzen.

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shivas88 16.11.2018, 13:47
24. @ 6. schrappenpüster

Nein, legalisieren, um Polizei und Justiz zu entlasten, damit diese sich um Wichtigeres kümmern können. Meiner Meinung nach sollte ein Rechtssystem generell nur Handlungen bestrafen, die zur (unfreiwilligen) Schädigung von anderen oder der Umwelt geführt haben. Bewusstes selbstschädigendes Verhalten, sei es kiffen, saufen oder schlechte Ernährung gehört für mich zur persönlichen Freiheit. Legalisieren, damit der Jugendschutz besser eingehalten wird, dieser existiert auf dem Schwarzmarkt nicht. Wenn man dann die Einnahmen in Bildung und Prävention steckt, ist das ein Gewinn für die Gesellschaft. Werbung verbieten, auch für Tabak und Alkohol.

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TheBear 16.11.2018, 13:49
25. Irreführend

"Eine Studie des Hanfverbands verspricht ein Milliardenplus"

Das ist eine irreführende Behauptung.

Es ist doch wohl völlig klar, das bei der Legalisierung von Drogen, das eingenommene Geld dafür verwendet werden muss, die Menschen, vor allem die Jugendlichen aufzuklären.

Das Hauptziel muss sein, dass insgesamt weniger Drogen (dazu geéren auch Tabak und Alkohohl) eingemommen werden.

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stumpen89 16.11.2018, 13:49
26.

Zitat von view3000
Hat auch schon jemand die Spätfolgen, sprich die medizinischen und volkswirtschaftlichen Kosten bei Cannabismissbrauch berechnet? Die Zahlen liegen sicherlich dem Gesundheitsministerium und den Krankenkassen vor. Bei der legalen Volksdroge Alkohol geht dieser Schaden in die Milliarden. Bei einer seriösen wirtschaftlichen Betrachtung wäre es angebracht die Kosten den Erträgen und Einsparungen gegenüberzustellen. Erst dann erkennt man, ob die Kifferei wirklich wirtschaftlich ist.
Diese Kosten entstehen ja heute auch schon, da auch heute schon (illegal) gekifft wird. Setzt man voraus, dass sich das Konsumverhalten nicht wesentlich ändern würde (Zahlen u.a. aus den Niederlanden lassen diesen Schluss zu), blieben auch die Folgekosten identisch. Ein legaler Markt hätte jedoch den Vorteil, dass die Konsumenten finanziell an den gesundheitlichen Kosten beteiligt werden.

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Martuk 16.11.2018, 13:51
27.

Zitat von linksdemokrat
„Kiffer saufen weniger“, dieses Argument ist ehrlicherweise Augenwischerei. Erstens Saufen Raucher ja auch, obwohl sie eine Ausweichdroge haben und das würden viele Kiffer vermutlich auch weiterhin tun und zweitens wäre ein geringerer Alkoholkonsum für die Gesellschaft, durch die hohe Gesundheitsgefahr bei regelmäßigen Alkoholkonsum, eher vorteilhaft. Denn weniger Alkoholiker bedeuten auch mehr Produktivität, was ihren Einkommensverlust durch den Verzicht an Alkohol wohl ausgleichen würde.
Tabak rauchen wirkt nicht so auf den Geist wie es Alkohol oder Cannabis tun.

Cannabis kann Alkohol sicher besser ersetzen als dies Tabak kann. Und Kiffen und Alkohol zusammen geht auch generell nicht so toll.

Manch eine Schlafmittelabhängigkeit kann man sich auch noch einsparen. Sowie mach risikobehaftetes Einnahmeverhalten von Schmerzmitteln.

Ein Rausch ist lange nicht alles was Cannabis auslöst. Auch in Dosierungen die noch keinen Rauschzustand hervorrufen wirkt es schon gegen Schmerzen und gegen Schlaflosigkeit.

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kassandra21 16.11.2018, 13:51
28.

>Es kostet meist sicher mehr, einen Mord aufzuklären, als eine illegale Marihuanafarm auszuheben.<

Bedenkt man, mit welcher Vehemenz derartige Vergehen stellenweise verfolgt werden, wäre ich mir da gar nicht so sicher.
Da wird Menschen mit allergeringsten Blutmengen im Nanogramm-Bereich noch immer routinemäßig der Führerschein entzogen. Das ist etwa so, als würde ich bei der Party am Sonntag durch den Raum laufen, überall geöffnete Bierflaschen, ich atme tief ein - und drei Tage später behauptet die Exekutive bei der Kontrolle, ich sei auf einer Alkoholfahrt.
Diese Praxis ist zwar längst per BVerwG untersagt, wird aber noch immer durchgeführt.

Im Abwasser des Bundestags findet sich genug Kokain, um das Zeug zu recyclen, aber dieselben Leute ohne jegliche Expertise reden vor Kameras von THC als Einstiegsdroge. Der Grad an Lächerlichkeit in dieser Diskussion hat schon vor zwanzig Jahren eine Sättigung erreicht.

Auch Raubmordkopierer müssen mit aller Härte des Gesetzes verfolgt werden, europaweit natürlich. Ach was, weltweit.
Entweder legalisieren wir das Kiffen endlich mal oder wir verbieten den Alkohol. Fangen wir mit einer 0,0-Promille-Grenze an und flächendeckenden Kontrollen zur Einhaltung derselben.
Wenn die anderen Law and Order wollen, will ich das auch.

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FerrisBueller 16.11.2018, 13:53
29.

Wenn man mal überlegt, warum das hier nie etwas wird, sollte man sich einmal daran erinnern, warum das überhaupt verboten ist. Das kam damals nämlich nicht daher, dass zu der Zeit viele Probleme mit Hanf aufgetreten wären. Ganz im Gegenteil. Das Verbot kam schon damals durch die massive Lobbyarbeit der Pharmafirmen zustande, die es gar nicht schätzten, dass die Kunden einfach Schlaflosigkeit, Schmerzen, Appetitlosigkeit und so weiter selbst behandelt haben. Wenn man die kleinen Wehwehchen des Alltags ganz einfach und effektiv mit geringen Nebenwirkungen direkt mit robusten Pflanzen aus dem Vorgarten beseitigen kann, dann kauft ja keiner mehr die schönen glänzenden Pillen aus der Apotheke. Der Fremdsteuerung unserer Politik durch die Lobbyisten ist seit damals ja eher schlimmer als besser geworden und von daher glaube ich auch nicht daran, dass wir hier so schnell eine Freigabe sehen werden.

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